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Frage zu "Heldentodurkunden"

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    • Frage zu "Heldentodurkunden"

      Guten Abend zusammen,

      ich hätte mal eine Frage zu Heldentodurkunden.

      Es ist nicht leicht auszudrücken, aber ich versuche es mal ...

      Ich meine nicht die Urkunden von den Wehrmeldeämtern, die ja von schmucklos - über Umbände um den WP - hin zu schönen Schmuckurkunden reichen.

      Wie waren denn die Kriterien für die Aussstellung von Heldentodurkunden, die von den Einheiten an die Hinterbliebenen gesandt wurden?

      War der Grund zur Ausstellung tatsächlich eine "heldenmütige Tat", die zum Tode führte?

      Wenn nein - warum sind diese Urkunden dann relativ selten, es müssten doch hunderttausende im Umlauf sein?
      Und waren die Urkunden für den "normalen" Gefallenen nicht viel zu aufwendig?

      Gruß
      Dirk
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      *** Ich suche dringend das Ehrenblatt des dt. Heeres vom 27.9.1943 / Feldwebel Wendland ***

      Ansonsten alles zum Panzervernichtungsabzeichen.
    • Hallo Dirk.
      Bei der Masse an gefallenen sind diese Gedenkblätter wirklich nicht so oft zu finden.
      Offenbar wurde längst nicht für jeden gefallenen oder verstorbenen solch ein Blatt ausgestellt.
      Wie es ausschaut wurden diese Gedenkblätter von den Fronttruppen ausgefüllt und danach an die Ersatztruppenteile weitergeleitet.
      Von dort gingen sie an die jeweiligen Angehörigen.
      Das war natürlich schon ein beachtlicher Aufwand.
      Für durch Unfall oder Krankheit verstorbene Soldaten wurde ein im Text etwas abweichendes Gedenkblatt verwendet.
      Im Anhang ist mal eines zu sehen.
      Diese Ausführung ist logischerweise noch wesentlich seltener anzutreffen.
      Gruß Uwe.
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    • RE: Frage zu "Heldentodurkunden"

      Was mir bezüglich dieser Urkunden aufgefallen ist, daß die meißten 1943 ausgestellt sind - Von 1939 1940 und 1945 habe ich noch keine gesehen, von 1941 nur Dezember, einige wenige 1942. Deine 1944er finde ich auch recht selten.

      Interessant ist ja, daß diese Urkunden von der Einheit ausgestellt wurden. Wenn man sich die Verluste mancher Divisionen ansieht eigentlich ein großer Aufwand ( Großbriefe - Versand in die Heimat an die
      Hinterbliebenen oder an Ersatztruppenteil und dann an die Hinterbliebenen )

      Ich hatte mal eine dieser Urkunde ( Mit Adler im Kopf ) eines Pioniers, der beim Transport von Sprengmitteln ums Leben kam. Auch er erhielt eine dieser Urkunden, ausgestellt vom Feldtruppenteil, allerdings war der Wortlaut ein anderer - Da stand wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht nichts von Heldentod. Leider habe ich diese Urkunde nicht mehr ( Was ich heute bereue ) - Habe diesen Vordruck seither nicht mehr gesehen. Das spricht aber wieder dafür, daß nicht unbedingt eine besondere Tat vorliegen mußte..... ?

      Finde Dein Thema recht interessant. Habe mich das auch schon gefragt, warum einige diese Urkunden erhielten, die Masse aber nicht.

      Gruß

      PS: Während ich geschrieben habe hat Uwe eine dieser Urkunden eingestellt ( Ohne Heldentod )
      Suche: Urkunden und Besitzzeugnisse von Infanterie/Grenadier-Regiment 388 - Grenadier-Brigade 388, weiter Infanterie/Grenadier-Regiment 106, sowie 214. Infanteriedivision.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Gebirgsgrenadier ()

    • Hallo Ihr Beiden und danke für die interessanten Beiträge.

      Tolle Urkunden - wenn man das so sagen darf.
      Die Urkunde ohne den Hinweis auf den Heldentod habe ich zudem noch nie gesehen.

      Aber mysteriös bleibt die Vergabepraxis weiter ...

      Gruß
      Dirk

      P.S.
      Interessant ist im Falle Krinzessa, dass auch vom Wehrmeldeamt eine "Schmuckurkunde" zur Übersendung des Wehrpasses ausgestellt wurde.
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      *** Ich suche dringend das Ehrenblatt des dt. Heeres vom 27.9.1943 / Feldwebel Wendland ***

      Ansonsten alles zum Panzervernichtungsabzeichen.
    • Die vom OKM am 2.Dezember 1941 erlassene Anordnung Betreff Ehrenurkunde für Angehörige von Gefallenen und Verstorbenen der Kriegsmarine lautet soweit mir bekannt:

      Für die Dauer des Krieges ist ab sofort den nächsten Angehörigen der Gefallenen und Verstorbenen der Kriegsmarine eine Ehrenurkunde über den ehrenvollen Tod ihres Angehörigen auszustellen.
      Die Ehrenurkunde ist durch den zuständigen Vorgesetzten,der die nächsten Angehörigen über den Tod unterrichtet,auszufertigen und möglichst zugleich mit der Benachrichtigung über den Todesfall diesen Angehörigen zu übersenden.
      Über jeden Todesfall ist nur eine Ehrenurkunde auszufertigen.
      Solche Ehrenurkunden sind bestimmt:

      a) Für Angehörige von Gefallenen oder infolge Verwundung Verstorbenen.
      b) Für Angehörige aus sonstigen Gründen Verstorbener.

      Für Vermißte ist die Ehrenurkunde erst mit der endgültigen Benachrichtigung über den Tod auszuhändigen.
      Für Selbstmörder ist eine Ehrenurkunde nicht auszustellen.
      De nicht vorgedruckte Teil der Urkunde mit Ausnahme der Unterschrift ist nach Möglichkeit mit Schreibmaschinenschrift einzusetzen;der Dienstgrad ist voll auszuschreiben,auf richtige Schreibweise des ebenfalls voll auszuschreibenden Vornamens und Familiennamens ist zu achten
      Die Unterschrift muß handschriftlich vollzogen werden und gut leserlich sein.
      Für die rückliegende Zeit kann auf Antrag der Angehörigen die Ausstellung einer Ehrenurkunde nötigenfalls durch die 2.Admirale Ost und Nord nachgeholt werden.
      Die Beschaffung und Verteilung einer ersten Anzahl der Muster der Ehrenurkunden erfolgt durch das Oberkommando der Kriegsmarine,ihren weiteren Bedarf haben die einzelnen Dienststellen getrennt nach Muster 1 und 2 bei den zuständigen Kommandierenden Admiralen und beim Flottenkommando anzufordern,denen die erforderlichen Vordrucke vom Oberkommando der Kriegsmarine übersandt werden.
      (AMA/M.Wehr.IIvi.Nr.9473 v. 2.12.41)
    • Hallo,

      passend zum Thema eine Heldentodurkunde der Marine mit Übersendungsschreiben.

      Zwischen dem Todesdatum des Funkgefreiten Hans Welsch, geboren am
      15.05.1921, gefallen als Mitglied der Hafenschutz-Flottille Molde am 27.02.1942 und dem Ausselldatum der Heldentodurkunde (01.09.1942) lagen mehr als 6 Monate.
      Zwischen dem Datum der Heldentodurkunde und dem Datum der Übersendung (09.09.1942) lagen hingegen nur 8 Tage.
      Der Wehrpass wurde jedoch erst gute 2 Jahre später an die Familie übersand, nämlich am 01.03.1944.

      Gruß
      Bastel
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    • zwar keine Urkunde passt aber vielleicht auch zum Thema

      Ist an seiner Verwundung auf der Krim gestorben, seine Familie bekam den Wehrpass ein Jahr später ausgehändigt !

      Gruß Tober
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      Suche die DK und Demjansk Schild Urkunden von Erwin Kressmann
    • Guten Abend Allerseits,

      da dieses interessante Thema, dass Dirk eröffnet hat, dass insbesondere Uwe mit seinem Wissen dazu und andere Sammler mit schönen Beispiel-Urkunden bereichert hat/haben, wiedereröffnet wurde, ist natürlich auch die zuletzt gezeigte Urkunde von R. für mich eine Rarität!

      Ebenso, wie seine "Drei-Säulen-Urkunde" habe ich so ein Dokument noch nie gesehen.
      Vielen Dank für die Vorstellung.

      Ich möchte auch aus meiner Sammlung ein kleines Stück zu diesem Thema beisteuern - es ist zwar nicht der "Heldentod-Urkunde"-Typ, mit der Dirk eröffnet hat, passt aber, denke ich, als Ergänzung dazu.

      Interessanterweise wurde dieses Gedenkblatt als Feldpost zugesandt, die Rückseite also mit Anschrift usw. befüllt.

      Ich wünsche Allen ein schönes, erholsames Wochenende - Grüße Armin.
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      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • Hallo zusammen,

      Das Thema Heldentodurkunde ist sehr spannend, daher würde ich die Diskussion gerne mit einem Dokument aus meiner Sammlung ergänzen.

      Hier eine eUrkunde mit dazugehörigen Übersendungsschreiben an die Familie. Leider ist sie damals wohl etwas feucht geworden, was die Wasserflecken erklärt. Der Obergefreite war Angehöriger im Infanterie-Regiment 111 und ist 23. Oktober 1943 in Intenova durch einen Granatsplitter gefallen. Interessant ist der Hinweis auf dem Schreiben, das ein Bild des Grabes und des Ortes folgen soll.

      Beste Sammlergrüße,
      SP
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