Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar

Oberleutnant Fleddermann, GR 368

    • Oberleutnant Fleddermann, GR 368

      Hi zusammen,

      bin grad durch Zufall auf diesen Beitrag von Bastel

      Leutnant - Grenadier-Regiment 368

      aus dem Jahr 2015 gestoßen.

      Hier ein Bild von Fleddermann in Norwegen 1940, nachdem ihm als Gefreiten und Angehöriger des IR 159 für die Kämpfe um Bergen im Rahmen der 69. ID beide Eiserne Kreuze und das Infanterie-Sturmabzeichen verliehen wurden.

      Verleihungen des Infanterie-Sturmabzeichen in Norwegen sind extrem selten.


      Grüße Walle
      Dateien
      • Fleddermann.jpg

        (220,89 kB, 170 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Nicht verfügbar

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bcd4 ()

    • Hi,

      danke das Du der Ou ein Gesicht gibst! Wenn jetzt noch die OU mit Gesicht bei der Rubrik Bekannte Persönlichkeiten hin finden wäre das schon wieder erste sahen für dieses Forum :D

      Gruss
      Olli
      :!: Gesucht werden aktuell: Urkundengruppe mit Kubanschild!
      Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) sowie 8.Panz. Div.! Freue mich auf PNs von euch dazu :!:

      Gruss
      Olli
    • Oberleutnant Werner Fleddermann:

      Leider habe ich über den späteren Oberleutnant Werner Fleddermann, geb. 13.05.1920 in Marten, keine weiteren persönlichen Daten, sondern kann mich nur an den mir vorliegenden Urkunden und Schriftstücken orientieren. Trotzdem ein für mich sehr interessanter Nachlass, den ich euch heute vorstellen möchte.

      Fleddermann war zunächst Angehöriger der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 159. Das Regiment unterstand der 69. Infanterie-Division.

      Den Polen- und Frankreichfeldzug machte die Division nur als Sicherungseinheit mit, aber zu Begin des Jahres 1940 änderte sich das.

      Ende März/ Anfang April 1940 fand ein Transport nach Norddeutschland statt. Von hier wurde die Division mit Schiffen im April 1940 nach Norwegen überführt. Nach der Ausschiffung in Bergen begann unter mühsamen Strapazen (eisiger Wintersturm) der Vormarsch in den Raum Voss- Myrdal, um sich hier mit der 163. ID: zu vereinen und damit einen Kessel um die letzten aktiven norwegischen Truppen zu schließen. Nach Beendigung des Nordfeldzugs verblieb die 69. ID. als Sicherungs- Und Besatzungstruppe unter Führung des XXI. AK. (bis August 1940), XXXVI. AK. (bis Dezember 1940).

      Werner Fleddermann zeichnete sich bei diesen Gefechten besonders aus, so daß ihm als Gefreiten am 29.05.1940 das EK 2, am 10.07.1940 das Infanterie-Sturmabzeichen in Silber und am 5.11.1940 das EK 1 verliehen wurde.

      Die Verleihung des Infanterie-Sturmabzeichens für Kämpfe in Norwegen sind extrem selten. Auch die Verleihung des EK 1 an einen Gefreiten war 1940 durchaus noch eine kleine Besonderheit.

      Fleddermann ließ sich nach der Verleihung seiner Auszeichnungen fotografieren. Hier die Rückseite des Porträts.
      Dateien
      • 1. EK 2.jpg

        (630,5 kB, 140 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • 2. Inf.Strm, silber.jpg

        (327,53 kB, 139 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • 3. EK 1.jpg

        (226,49 kB, 138 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • 5. Porträt RV.jpg

        (260,45 kB, 133 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Nicht verfügbar

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bcd4 ()

    • Hallo Walle,

      sehr schöner Nachlass gefällt mir gut mit diesen frühen EK-Verleihungen. Sieht man nicht alle Tage!!

      Es grüßt Dich - Armin.
       
      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. Polizei-Gebirgsjäger-Rgt. 18 und 3. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • Der Weg von Werner Fleddermann geht nun weiter:

      Vermutlich auf Grund seiner Leistungen wurde Werner Fleddermann dann als Reseroffiziersbewerber ausgewählt.

      Den erforderlichen Lehrgang absolvierte Fleddermann im Sommer 1943 in der 2. Inspektion (Warthelager) auf der Schule V für Fahnenjunker der Infanterie in Posen.

      Anschließend zum Grenadierersatz- und Ausbildungsbtl. 400 versetzt, erfolgte am 1.9.1943 die Beförderung zum Leutnant d.R.

      Die nächste Station für Fleddermann war das Grenadier-Regiment 368, wo Fleddermann Kompaniechef der 9. Kompanie wurde. Das Gren.Rgt. 368 unterstand der 281. Sicherungsdivision, die in Nordrußland eingesetzt war.

      „Am 21. Oktober 1943 begann der Gegenangriff auf Newel. Unter schweren Verlusten wurde der Angriff von der Roten Armee abgewiesen. Der Regimentsabschnitt wurde daraufhin zur Verteidigung ausgebaut, Major Müller übernahm das Regiment. Das II. Bataillon sicherte zu diesem Zeitpunkt noch bei der 281. Sicherungsdivision. Am 1. November begannen die russischen Angriffe auf den Regimentsabschnitt. Noch konnten die Angriffe abgewiesen werden. Nach einigen ruhigen Tagen begann dann am 16. Dezember eine russische Großoffensive, die nach viertägigen schweren Kämpfen abgewiesne werden konnte. Da die Lage um Newel immer schwieriger wurde, wurden die deutschen Truppenteile am dem 31. Dezember 1943 im Rahmen der Operation "Rudolf" zurückgenommen. Am 2. Januar 1944 wurde das Regiment aus der Front genommen und an der Bahn Opotschka - Nowossokolinki bei der 69. Infanterie-Division als Korps-Reserve eingesetzt.“

      Bei diesen Kämpfen wurde Leutnant Fleddermann zweimal verwundet und erhielt am 21.11.1943 das Verwundetenabzeichen in Schwarz. Die Urkunde wurde vom damaligen Btl.-Führer, Hptm. De Maight unterzeichnet.
      Dateien
      Nicht verfügbar
    • und weiter

      Am 1.5.1944 wurde Werner Fleddermann zum Oberleutnant d.R. Befördert. Das Regiment hatte weiterhin schwere Kämpfe zu bestehen.,

      Am 11. Juli griff die Rote Armee die erreichte Zwischenstellung des Regiments an. Bereits um 7.00 Uhr gab es mehrere Einbrüche in die HKL. Die 14. Kompanie verlor alle Geschütze, alle übrigen Einheiten einen Großteil ihrer Waffen. Das Regiment büßte bis zum Mittag etwa 1/3 seiner Stärke ein. Mittags wurde der Regiments-Gefechtsstand aufgegeben. Das Regiment ging, vom Feind ständig bedrängt, auf dem für den nächsten Tag vorgesehenen Weg zurück. Schlachtfliegerangriffe forderten weitere Verluste. Nachmittags blieb der Feind zurück, abends sammelte das Regiment. Im Laufe der Nacht setzte es den Rückmarsch fort und erreichte nach 54 km von der Zwischenstellung den planmäßigen Abschnitt, die Seenenge am Neschtscherizasee südlich Sebesh. Am 13. Juli 1944 konnte der Feind die Gefechtsvorposten umgehen. Er griff überraschend die HKL an und drang in diese ein. Die Höhe, die die Seenenge beherrschte, ging verloren. Es gelang, den Feind wieder von der Höhe zu werfen, sie ging aber gleich darauf wieder verloren. Beim erneuten Gegenangriff wurde Regimentskommandeur, Oberst Müller, im Nahkampf verwundet. Bei späteren, erneuten Angriffen stieß der Feind bis an die Artilleriestellungen durch. Major Seer übernahm am Abend die Führung des Regiments. Am 14. Juli gewann das Regiment im abermaligen Gegenangriff einen Teil des Geländes wieder, jedoch nicht die Seenenge. Die Verluste des Regiments waren jedoch hoch. Am 15. Juli 1944 fiel Major Scheer. Er führte das Regiment nur zwei Tage lang. Major Duensing wurde sein Nachfolger. Das Regiment zog sich infolge feindlicher Einbrüche in NAchbarabschnitten langsam zurück. Am 16. Juli marschierte es von der Seenenge am Neschteriza-See zu einem Waldabschnitt bei Wassiljewtschina und Proschki nördlich des Ossweja-Sees. Nach weitrem Absetzen nach Nordwesten wurde es im Höhengelände nördlich des Sisunas-Sees eingesetzt. Am 18. Juli 1944 kam es zu russischen Durchbruchsversuchen im nächsten Abschnitt Rundeni. Danach kam es zu heftigen Kämpfen um Kukuli-Fedorki, wo der Feind versuchte, die Bahnlinie Rossiten - Ludsen zu gewinnen. Das Regiment setzte sich ohne Feindberührung über Rossitten - Prellen nach Kaluppe, nördlich von Dünaburg ab. Dort wurde es zu einem Säuberungsunternehmen im Waldgelände westlich der Bahnlinie Dünaburg - Rossitten eingesetzt. Dabei fiel Oberstleutnant Duensing, Regimentsführer seit dem 16. Juli 1944, am 25. Juli 1944 bei Ratniki. Unter russischem Artilleriefeuer setzte sich das Regiment auf Kaluppe ab. Oberst v. Below übernahm die Führung des Regiments. An der Bahnlinie Dünaburg-Kreuzburg kam es erneut zu schweren Kämpfen bei Dreiski, nordwestlich von Kaluppe. Dabei fiel Oberleutnant Wunderlich. Das Regiment setzte bei Lievenhof über die Düna und marschierte weiter Richtung Kreuzburg, wo es Ende Juli 1944 in Kilicia, kurz vor Kreuzburg, auf die Bahn verladen wurde. Es wurde nach Garoza verlegt, etwa 12 km östlich von Mitau und 36 km südwestlich von Riga.“

      Bei diesen Kämpfen wurde Olt. d.R. Fleddermann am 21.7.1944 nun zum dritten Mal verwundet und erhielt das silberne Verwundetenabzeichen durch den Btl.s-Führer, Hptm. Schlüter.

      „Zu Fuß marschierte das Regiment dann in den Abschnitt Bauske, wo es mit Front nach Süd-Südwest am Lielupefluß eingesetzt wurde. Major Dr. Schneider übernahm hier die Führung des Regiments. Am 15. Juli 1944 wurde das II. Bataillon einer anderen Einheit unterstellt, überquerte die Bahnlinie Rositten - Idriza und wurde für drei Tage Korps-Reserve. Anschließend bezog sie einen Abschnitt 14 km nördlich von Rositten. Dem Grenadier-Regiment 9 unterstellt, machte es die Kämpfe während des Absetzens nach Kurland mit. Über Jecave kehrte es am 20. August 1944 zum Regiment zurück. Ende August 1944 wurde das Regiment im Lielupe-Abschnitt in den Raum ostwärts Mitau verlegt.“

      Vermutlich zeichnete sich Olt. Fleddermann als Kompaniechef der 9. Kompanie dabei mehrfach aus, so daß am 25.08.1944 die Verleihung des Deutschen Kreuz in Gold erfolgte.

      Durch den OB der Stadt Dortmund erfolgten Glückwünsche.
      Dateien
      Nicht verfügbar

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bcd4 ()

    • und der Schluß

      Im weiteren Verlauf des Jahres 1944/1945 wurde das Regiment in Kurland eingesetzt.

      „Im Dezember 1944 kam es zur dritten Kurlandschlacht. Die Angriffe trafen die rechts neben dem Regiment eingesetzte SS-Division. Durch deren Zurückweichen mußte der rechte Flügel des Regiments umgeschwenkt werden. Es gelang aber in tagelangen, schweren Abwehrkämpfen, die Front zu halten und einen russischen Durchbruch zu verhindern. Im Januar 1945 wurde Major Dr. Schneider verwundet. Oberst Fromelt übernahm die Führung des Regiments. Ende Januar 1945 wurde das Regiment aus der Front gelöst und nach Libau verlegt.“

      Auch hier konnte sich Fleddermann wiederum erneut auszeichnen, denn am 25.02.1945 erfolgte die Verleihung der Ehrenblattspange an Olt.d.R. Werner Fleddermann als Chef der 8. Kompanie im GR 368.

      Eine Verleihungsurkunde oder Verleihungsbescheinigung fehlt leider.

      (Ausz. aus der Regiments-Geschichte aus Lexikon der Wehrmacht) Die harten und schweren Einsätze des GR 368 zum Ende des Krieges sind u.a. auch in der Divisionsgeschichte der 207. und 281. Sicherungsdivision beschrieben, wo Fleddermann ebenfalls anläßlich der Verleihung des DKiG erwähnt wird.

      Viel Spaß beim Anschauen

      Grüße Walle
      Dateien
      • EBS.jpg

        (7,32 kB, 111 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Nicht verfügbar

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bcd4 ()

    • Hallo Walle,

      da hast Du aber ganz zart angefangen um uns schlussendlich mit einem recht üppigen Nachlass eines hochausgezeichneten Soldaten zu überraschen, noch dazu ordentlich recherchiert und ausführlich dargestellt.

      Vielen Dank.

      Gruß, anhaltiner.
       
      Nicht verfügbar

      Suche:
      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Hallo Walle,

      da kann ich mich dem Anhaltiner nur anschließen. Tut mir leid, dass ich Deine Vorstellung unterbrochen habe, damit habe ich nicht gerechnet. Wirklich ein Super-Dokumentenachlass.
      Mein Favorit ist das Glückwunschschreiben vom Oberbürgermeister. Schön anzusehen.

      Gratuliere Dir zu dem tollen Konvolut!!!

      Es grüßt Dich - Armin.
       
      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. Polizei-Gebirgsjäger-Rgt. 18 und 3. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • Guten Morgen Walle,

      was soll ick sagen ;alex; also kann mich meinen Sammlerkollegen nur anschliessen! Danke für die ungewöhnliche aber interessante Vorstellungsart ( Stückchenweise) ;waaas;! Ein wirklich schöner, seltener Beeindruckender Nachlass den Du uns hier offenbart hast und somit auch gewissermaßen teilst ;jojodat;
      Glückwunsch zu dieser Gruppe.

      Sammlergruß

      Olli
      :!: Gesucht werden aktuell: Urkundengruppe mit Kubanschild!
      Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) sowie 8.Panz. Div.! Freue mich auf PNs von euch dazu :!:

      Gruss
      Olli
    • Hallo Walle,

      ich bin begeistert. Was braucht es mehr Worte zu diesem Konvolut und Deiner Präsentation?
      Klasse!

      Sammlergrüße!
       
      Nicht verfügbar

      S P I E ß S C H R E I B E R
      Ich suche folgende Urkunden:
      - Besitzzeugnis für BdM- & JM-Leistungsabzeichen | - Grubenwehr-Ehrenzeichen 1938
      - SS-Dienstauszeichnungen 4 + 8 Jahre | - Landwehr-Dienstauszeichnung Baden vor 1913
      - Baden Felddienstauszeichnung mit Spange 1870-1871
      - Sachsen - Medaille Brandkatastrophe Weißwasser 1992

       

    Seitenabrufe 2006: 2.287.911 | Seitenabrufe 2007: 5.203.309 | Seitenabrufe 2008: 3.739.067 | Seitenabrufe 2009: 2.906.533 | Seitenabrufe 2010: 3.238.200 | Seitenabrufe 2011: 6.774.053 | Seitenabrufe 2012: 4.662.313 | Seitenabrufe 2013: 5.446.761 | Seitenabrufe 2014: 8.419.290 | Seitenabrufe 2015: 6.794.162 | Seitenabrufe 2016: 10.345.247 | Seitenabrufe 2017: