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    • ... danke für deinen bericht!

      irgendwie mußte das ddr-regime diese alarmbereitschaft verkaufen.

      ich mußte dann nach der grenzöffnung die andere seite vertreten.
      es gab an der gesamten ehemaligen grenze bundesaufnahmestellen
      für ddr-bürger, die "rübermachten". eine von ihnen war in lübeck in meiner ehemaligen bgs-einheit. ich habe da ein 1/2 jahr als sachbearbeiter viel spasss gehabt.

      was meint ihr, was da los war! wenn gewünscht, kann ich mit dem einen oder anderen beitrag davon berichten.

      gruß hartmut
       
      Nicht verfügbar Gruß Hartmut

      Suche Urkunde Spange EK I

       

    • Also,

      erstmal vielen herzlichen Dank für diese Berichte. Sie sind aus erster Hand und geschrieben werden sie zu Dokumenten unserer Geschichte. Ich kann davon nicht genug haben. Daher gerne mehr.

      Gruß,
      Gustav
       
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    • @ Spießschreiber
      Ich hatte mir die Abläufe schon ungefähr so vorgestellt, wie du sie geschildert hast (deswegen auch meine vorsichtige Nachfrage) und bin sehr dankbar für deinen Bericht aus 1. Hand!
      Diese Zeit ist ja schließlich ein wichtigter Part in der jüngeren Deutschen Geschichte.

      @ harbec
      Ich bin auf jeden Fall an einem Bericht interessiert!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Turtle ()

    • "grenzöffnung - die 1.te"

      ... wie gewünscht stelle ich hier einige berichte zu meiner arbeit
      bei der bundesaufnahmestelle giessen, außenstelle lübeck, ein.

      zum zeitpunkt der grenzöffnung 1989 war ich beim bgs (heute bupo)
      auf dem Geschäftszimmer in einer ausbildungshundertschaft.
      also personalakten, dienstpläne, schriftstücke aller art, d-verfahren
      usw.. wir waren die sogenannten tintenkulis der abteilung. die abteilung
      hatte damals 3 hundertschaften und den den abteilungsstab.
      die hundertschaften waren mit 2 schreibern, rechnungsführer und dem "spieß" besetzt.

      mich erreichte an einem sonntagnachmittag der telefonanruf, daß ich
      mich am montag morgen um 08.00 bei der bundesaufnahmestelle gießen, außenstelle lübeck, zu melden hätte. dieser anruf überraschte mich bei meinem mittagsschlaf, so daß meine frau diesen entgegen nahm. nach rückruf beim ovd (offizier vom dienst) wurde mir telefonisch
      mitgeteilt, daß die Masse der "tintenkulis" des damaligen gsk (grenzschutzkommando) küste ab montag morgen dieser neu geschaffenen dienststelle zugeordnet worden war.

      danach rief ich meinen chef an und setzte ihn davon in kenntnis.

      also montag morgen einen kollegen um 07.00 von dem sachstand in kenntnis gesetzt, noch eine kurze einweisung über die täglichen
      morgenmeldungen gegeben und um 08.00 war dann das "briefing"
      in unserem neuen job.

      dieses war natürlich ein "highlight", weil natürlich aus ganz sh alle schreiberlinge eingefallen sind. alte kollegen, lehrgabgskameraden und sonstige bekannte fanden jetzt wieder zusammen.

      zunächst mußte erst einmal ein konzept gefunden werden, wie diese menschenmassen aus der ddr abgearbeitet werden können. aber in
      dem improvisieren war der bgs immer schon ein großer könner. wir hatten das glück, daß wir in einem unterkunftsgebäude einen ganzen trakt, sprich ein stockwerk zur verfügung hatten. jeder von uns schreiberlingen hatte seine schreibmaschine mitgebracht, weil nämlich
      für jeden ddr-bürger ein formular ausgefüllt werden mußte. wir bildeten
      immer zu zweit ein team. einer führte die befragung durch, der kollege
      bediente die schreibmaschine.

      obwohl wir an dem montag erst um 08.00 anfingen, war unser flur schon sehr voll mit ddr-bürgern. es war am ersten tag extrem. sie saßen
      im treppenhaus, standen vor dem unterkunftsblock und die schlangen wurden immer länger. anfänglich wurden diese massen dann in andere unterkunftsblöcke weitergeleitet und dann je nach verfügbarem raum
      unserer dienststelle zugeleitet.

      diese massen der ddr-bürger kann man sich nicht vorstellen!

      --- fortsetzung folgt! ---

      gruß hartmut
       
      Nicht verfügbar Gruß Hartmut

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    • RE: "grenzöffnung - die 1.te"

      Sehr interessant.

      Zwischenfrage: Du beschreibst Menschenmengen, die nicht mehr zurück in die DDR wollten. Richtig? Bedeutet ja, dass sie dem Braten der Grenzöffnung nicht trauten.
       
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    • RE: "grenzöffnung - die 1.te"

      Am 9. und 10. November 1989 verbrachte ich viel Zeit vor dem Fernseher. Ich würde meine Eindrücke unvollständig wiedergeben, wenn ich verschweigen würde, dass bei mir die eine oder andere Träne die Augen verlassen hat. Ich war froh, diesen Augenblick - wenn auch nur vor dem Fernseher - erleben zu dürfen. Damit gerechnet hatte ich nicht mehr oder zumindest nicht in den 1980er und 1990er Jahren.

      Die DDR kannte ich über die normalen Verhältnisse eines Westbürgers hinaus recht gut. Zwischen 1985 und 1990 habe ich dort beruflich immer wieder für meine Firma zu tun gehabt, auch über Wochen. Dabei sind die interessantesten menschlichen Eindrücke natürlich bei den staatlichen Stellen und zufälligen, privaten Begegnungen entstanden. Jeder Geschäftspartner war - so gesehen - ja bereits eine staatliche Stelle, ob ein Ministerium, ein VEB oder ein Kombinat. Privaten Kontakt zu den Geschäftspartnern gab es nicht. Ich denke, auf deren Seite war er nicht gestattet und wir sollten uns ja auch zurückhalten. Die Stasi war, wie ich damals ahnte und heute weiß, immer mit dabei. In unterschiedlichen Formen. In irgendeiner Form aber behelligt oder etwas gefragt wurde ich allerdings nie. Auch über eine Art von Indoktrinationsversuchen kann ich nichts berichten. Über Politik, den Westen oder den Osten wurde nie gesprochen und ich habe das Thema stets umschifft.

      Die Menschen, denen man privat begegnete, von der Taxifahrerin bis zum Hotelportier oder Kellner habe ich alle sehr freundlich in Erinnerung. Nicht, dass die Menschen, mit denen ich berufliche Kontakte hegte, unfreundlicher waren. Man merkte aber, dass sie unter Druck standen. Nicht so konnten, wie sie vielleicht wollten. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass es dort ein "WIR"-Gefühl gab. Womöglich "WIR" und der Staat? Während im Westen alle darauf erpicht waren, das neueste und schnellste Auto zu fahren, das größte Haus zu besitzen, den besser bezahlten Job zu haben und die teuersten Urlaube zu machen und dem anderen eigentlich nicht das Schwarze unter den Fingernägeln zu gönnen, gab es meines Erachtens nach in der DDR noch mehr Menschlichkeit, wenn wir das Regime mal ausblenden. Punkt. Das sehe ich so. Die Menschen freuten sich auch über Kleinigkeiten. Gut, es gab ja auch wenig. Aber ich kenne es aus den 1960er Jahren im Westen auch nicht anders, als der Konsumrausch noch nicht in der heutigen Form zu uns herübergeschwappt war, dass sich die Menschen noch über Kleinigkeiten freuten.

      Und bevor ich jetzt noch mehr "off topic" in diesem ohnehin nichtmilitärischen Beitrag werde: Am 11.11.1989 dann war ich in Köln mitten im Geschehen zur Eröffnung der Karnevalssession 1989/1990 auf dem Alter Markt. Sehr viele Autos, also Trabis, Wartburgs, ein paar Ladas mit DDR-Kennzeichen waren in Köln zu sehen, die ich mit meiner VHS-Kamera gefilmt habe. Irgendwo habe ich den Film noch. Einige hatten sogar noch ihre Werkszufahrtskarten "VEB / Kombinat soundso..." hinter der Windschutzscheibe liegen und die Menschen starrten die Autos an, als würden sie aus einer anderen Welt kommen. Das war ja vielleicht auch so?

      Ach so, vielleicht eins noch für heute: In dieser Maschine (TU 134 Interflug) beim Start und in der letzten Reihe zu sitzen wünsche ich niemandem. Flug Mailand-Leipzig 1985 zur Messe. Das war auch ein Erlebnis der anderen Art.



      Quelle: upload.wikimedia.org/wikipedia…%29_1969%2C_MiNr_1526.jpg

      Grüße,
      Gustav
       
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    • @harbec:

      Danke für diesen Bericht über die BGS-Arbeit aus der Zeit NACH der Grenzöffnung.
      Sehr interessant, für mich neu und hoffentlich mit Fortsetzung.

      Gab es übrigens beim damaligen BGS auch in der akut unruhigen Zeit zwischen den ersten Montags-Massendemos in der DDR und der überraschenden Grenzöffnung Notfallpläne, eventuell spezielle Übungen, Planspiele o.ä. für den Fall, dass es zu militärischer Gewalt der Staatsmacht oder gar der Roten Armee wie im Juni 1953 kommt?


      @Gustav:

      Danke auch für Deine Schilderungen aus der Sicht eines damaligen BRD-Bürgers.
      Ebenfalls hochinteressant für mich, zumal man solcherlei Berichte aus erlebter "West-Sicht" in dieser Sachlichkeit und Ausgewogenheit wie von Dir leider sonst kaum hört....
      (Antwort auf PN folgt demnächst)


      Insgesamt ein -wie ich finde- hochspannendes Kapitel erlebter deutscher und zugleich Weltgeschichte! Gern mehr davon.

      @ehanslik: Du hast Recht, diese Details werden wohl nicht in den Geschichtsbüchern stehen. Aber sie sind es, die alle damals Beteiligten den intensiven Hauch der Weltgeschichte spüren ließen. Auch wenn das zu pathetisch klingt, bringt es zumindest mein Gefühl im Nachhinein auf den Punkt.

      Schönen Wochenstart an alle und Sammlergrüße!
       
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      Ich suche folgende Urkunden:
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      - Baden Felddienstauszeichnung mit Spange 1870-1871
      - Sachsen - Medaille Brandkatastrophe Weißwasser 1992

       

    • "grenzöffnung, die 2.te"

      ... am nächsten morgen ging es weiter.

      schon auf der fahrt von zu hause in die kaserne dachte ich, die ddr
      müßte doch langsam leer sein. in lübeck waren menschenmassen
      unterwegs, wie sonst beim lübecker altstadtfest. es wurde geparkt, wo platz war. auf bürgersteigen, auf zebrastreifen, in ausfahrten, im halteverbot usw.. sonst brauchte ich ca 20 min. in meine dienststelle,
      am heutigen tag war es über eine halbe stunde. alle straßen waren von ddr-autos überflutet.

      in der kaserne angekommen, umgezogen und meinen kollegen für den laufenden tag eingewiesen und um 07.45 zum "briefing" zur bundesaufnahmestelle. schon auf dem weg dorthin sah ich überall schon
      schlangen von menschen, die in die aufnahmestelle wollten.

      wir hatten
      uns am vortage schon eine struktur/gliederung überlegt und die sollte
      gleich am 2. tag greifen.
      - ein kollege machte den "spieß" für alle administrativen fälle, wie versorgung, unterbringung, büromaterial, absprachen mit der verwaltung usw.
      - ein kollege gab die aufnahmeanträge aus und nahm sie wieder
      entgegen
      - ein kollege machte die aufsicht im aufenthaltsraum
      - ein kollege gab mit einem bahnbeamten die fahrkarten aus
      - 2 kollegen bildeten immer ein team zur bearbeitung der anträge
      - ein verwaltungsbeamter und ein polizeikollege gab das begrüßungsgeld
      aus
      - ein kollege wahr der siegelverwahrer und stempelte die bearbeiteten
      anträge mit einem großen dienststempel
      - ein kollege führte die einlaßkontrolle durch, damit der aufenthaltsraum
      nicht überfüllt wurde
      - ein kollege aus gießen war dann der tatsächliche chef, der alle krummen fälle gerade ziehen mußte

      im lauf des vormittags wurden es immer mehr menschen, so daß das
      wachpersonal die ddr-bürger gleich zu den hundertschaften umleitete.
      jede hundertschaft hatte natürlich nur begrenzt freie unterbringungs-
      kapazitäten. so wurden alle freien räume, lehrsäle, flure belegt. die uvd's
      in den hundertschaften machten mit ihrem und einem zusätzlichen gvd
      dienst rund um die uhr. d.h. sie kümmerten von 07.00 bis 07.00
      um die Übersiedler. in den teeküchen wurden kaffeeautomaten und kaltgetränke bereitgestellt. das drk war mit betreuerteams im einsatz, weil viele junge mütter mit kleinstkinder dabei waren.

      zur mittagszeit ging es dann kurz zum essen und dann wurden gleich wieder anträge bearbeitet. das essen morgens, mittags und abends war
      für uns sachbearbeiter die ganzen wochen kostenlos. weiterhin wurde die stunde mittagspause durchgeschrieben. die arbeitstage waren die
      ersten wochen jeden tag von 07.00 bis 18.00, 19.00, 20.00 uhr.
      natürlich auch am wochenende.

      weil man den menschenmassen nicht mehr herr wurde, wurden die
      übersiedler mit bgs-bussen nach neustadt, ratzeburg und bredstedt
      gefahren und dort auf abruf geparkt. d.h., wenn unsere abteilung einigermaßen leer war, kamen die geparkten wieder zurück.
      so ging das viele wochen.

      --- fortsetzung folgt! ---
       
      Nicht verfügbar Gruß Hartmut

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    • "grenzöffnung, die 3.te"

      ... einige räuberpistolen aus der zeit habe ich noch!

      mit den folgenden wochen regulierte sich alles ein wenig.
      sämtliche firmen in der umgegend spendeten ohne ende. wir bekamen
      von dem riesigen supermarkt gegenüber unserer kaserne bux-bunny-vhs-kassetten und andere für die kinder. naschsachen, windeln und ich weiß nicht was. ein großer zeitschriftenvertrieb lieferte jeden morgen tonnen von papier an, so daß auch jeder ostler irgendeine zeitung
      lesen konnte. bei bild fing es an. und dann diverse tages- und monatszeitungen. was zum vorteil hatte, daß wir sachbearbeiter auch unsere zeitungen haten. natürlich wurde auch an die frau oder den kumpel gedacht. unsere dienststelle wurde von den lübecker firmen
      mit sachspenden überhäuft.

      wir fingen morgens bei kaffee und zeitung an unseren plätzen
      an. danach gings es zum briefing und der normale sozialistische
      papierkrieg nahm seinen lauf.

      aber irgendwann kam es vor, daß ein sachbearbeiter merkte, den kunden habe ich schon mal bedient. es war natürlich von allen vorgängen die durchschrift abgeheftet worden und so wurde innerhalb kürzester zeit festgestellt, daß der ostkunde das begrüßungsgeld schon einmal bei uns empfangen hatte.

      inzwischen hatten wir nicht nur das morgenbriefing, sonder auch an jedem abend das dienstabschlußbier (dab). in dieser halben stunde
      wurden dann alle angefallenen probleme noch mal angesprochen.
      so kam dann auch das problem des gelddoppelempfangs zur sprache.
      es wurde eine rasche lösung gefunden. jeder ausweis bekam auf der rückseite des lichtbildes einen datumsstempelabdruck, denn die seite mit dem paßbild reißt keiner raus! somit brauchte die behörde nur mal schauen und dann telefonieren.

      dieses wurde dann auch an die gesamten dienststellen durchgegeben
      und von allen befürwortet. fortan haben wir diverse ostbürger wegen betrugs beanzeigt.

      ... und somit mußte auch wieder ein neuer sachbearbeiter eingesetzt werden!

      ... so hatten wir jeden tag in diesen wochen viel spasssss!
      ein paar sachen kommen noch!

      --- fortsetzung folgt!---
       
      Nicht verfügbar Gruß Hartmut

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    • "Für Patriotische Leistungen"

      Hallo Sammlerfreunde,


      ich bin Euch noch eine zivile Urkunde schuldig und zwar wie angekündigt, möchte ich Euch auch meine einzige in der DDR-Zeit erhaltene staatliche Auszeichnungsurkunde nicht vorenthalten.

      Sie war aufklappbar, Bildbeschreibung siehe unten.

      Um Vermutungen dieser Art vorzubeugen:
      Ich war in der DDR weder in der SED noch in einer Blockpartei.
      Für gesellschaftliches Engagement konnte man auch als parteiloser Bürger geehrt werden.


      Sammlergrüße!
      Dateien
       
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    • Hallo Leute,

      ich finde den Thread so schön, dass ich gerne mehr davon hätte. Daher frage ich hier mal off topic (wir können ja später alles off topic löschen):

      1. Ist der Beitrag in diesem Forums-"Zimmer", inkl. der Erzählungen, überhaupt richtig? Wenn nein, wohin verschieben?

      2. Sollen wir nicht auch zivile Dokumente einstellen? Wenn ja, wäre das ein ganz anderer Forenbereich und "Konvolute" einer Person würden auseinandergerissen. Oder jeder gibt (s)eine Querverlinkung(en) an (Beispiel: HIER).

      3. Es bestünde die Möglichkeit, die Konvolutübersicht, auch wenn die Person (noch) nicht wirklich nach allgemeinen Kriterien "bekannt" sein sollte, hier zusammenfassen (-> Konvolutübersichten), also ggf. nur den Namen angeben und den Rest verlinken.

      Wir sollten zusammen einen guten Weg finden. Meinungen?

      Danke und Grüße
      Gustav
       
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    • Zusammengehörige Dokumente und Geschichten, wie die von Hartmut, sind für mich eher Konvolute.
      (Interessant übrigens ;) )

      Die Idee einen Thread Namens "Zeitzeugenberichte" gefällt mir sehr gut, da dazu ja nicht immer auch gleich Dokumente gehören müssen. Wichtig finde ich dabei aber noch die Frage nach der Quellenlage/angabe. Würde da ungerne irgendwelche Phantasiegeschichten lesen.

      Gruß, Barmbeker
      Nicht verfügbar
    • hallo!

      um das thema nicht einschlafen zu lassen, komme ich noch mit
      ein paar zahlen und anekdoten!

      ich habe mal meine dicke handakte von damals durchgeschaut
      und möchte diese zahlen etc. hier kundtun!

      in unserer damaligen dienststelle haben sich ab dem 03.11.1989
      ca. 29.000 übersiedler gemeldet. es wurden täglich bis zu 700
      menschen betreut und abgefertigt.

      interessant war für uns auch, daß alle überstunden im jahr 1989
      mal 1,5 vergütet wurden. und es waren nicht wenige überstunden.
      hinzu kamen noch sehr viele "duz-stunden (dienst zu ungünstigen zeiten)
      von den wochenenden.

      es war wirklich so, daß wir meistens eine 7-tage-woche hatten.

      und jetzt ein paar jokes. jeder von uns sachbearbeitern hat bei
      auffälligkeiten in den formularen sofort kopien
      gezogen. diese wurden dann abends beim dab an die kollegen verteilt.

      jeder von den damen und herren der ehem. ddr mußte
      sich auslassen, wenn er im ddr-gewahrsam war.
      dabei kamen die dollsten sachen zu papier.
      hier mal die eine oder andere schote. so wie ich jetzt schreibe,
      wurden uns die sachen niedergeschrieben.

      - Ich habe den stat der DDR geschadet, wal ich nicht geArbeitet habe,
      Und als parasit der geselschaft an gesehen haben.

      - keine einschrenkungen in jedem was man hier auf die Beine stehlen wiel. Bessere Reisevreiheit, Famillienzusammenführung zu meine
      Pfegemutter wo ich vorn 8 lebbesjahr gelept habe.

      diese sätze und wörter muß man sich auf der zunge zergehen lassen.
      und ein paar habe ich noch.

      gruß hartmut
       
      Nicht verfügbar Gruß Hartmut

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    • Servus Hartmut,

      bin als Forumsneuling Dank Deines Beitrages erst heute auf dieses Thema gestoßen. Ich habe alle Beiträge mit höchstem Interesse gelesen.

      Ich selbst war von 1977 bis 1989 beim BGS (zuletzt: Fernmeldehundertschaft Süd). Die letzten Jahre im Dienst habe ich als HOS bzw. HOD bei den Botschaften in Lissabon, Helsinki und Kabul verbracht.
      Das war 1987/1988 mit Abstand die interessanteste Erfahrung, die ich beim BGS gemacht habe.
      Grenzstreifen entlang der früheren Grenze zur DDR bzw. CSSR um "Vorbereitungen auf einen Angriff festzustellen", wie damals der Auftrag lautete, war ja nicht unmittelbar als Highlight zu sehen.

      Muss mal schauen, was ich da noch so finde. Großartige Urkunden waren es mit Sicherheit nicht, außer den üblichen Sportabzeichen, Abschiedsurkunden etc.; natürlich noch das eine oder andere Foto an den Einsatz Startbahn West in Frankfurt. Aber da sind, glaube ich, schon genug veröffentlicht worden.

      Ich habe dann 1989 den BGS verlassen, da es mir zu riskant war, als Süddeutscher evtl. an die neue deutsch/polnische Grenze geschickt zu werden.

      Naja, mal schauen, ob ich was Brauchbares finde. Den Thread werde ich weiter aufmerksam verfolgen.

      Beste Grüße ans Forum - Armin.
       
      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. Polizei-Gebirgsjäger-Rgt. 18 und 3. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • hallo!

      @ hallo armin-war auch über 3 jahre fernmelder in der
      damaligen gsa II/8. war eine schöne zeit (fernschreibstelle, fm-gerätekeller,
      funkstelle, vermittlung, fm-werkstatt usw.).
      ich war dann noch wagenbegleiter auf einem l/ukw, so daß ich mich
      immer für wichtige arbeiten im und am wagen abmelden konnte.
      unser spieß hatte immer einen pick auf uns fernmelder, aber die fernmelder standen beim kommandeur sehr gut im kurs. so kam er nicht gegen die
      "funkerei" an!
      1975/76 wurde die abteilung für die ausbildung vorgesehen und ich
      mußte mich entscheiden, ob ich als fernmelder zur gsg 7/gsa II/7 gehe
      oder ob ich als gruppenführer in der ausbildungseinheit bleibe.
      so ging es dann über die gr.-fhr.-tätigkeit im ausbildungszug über die
      schreibstube bis 1989 gut.
      dann kam die "böse" grenzöffnung. von 1992 bis zu meiner pensionierung
      im letzten jahr mußte ich dann nach ratzeburg. 18 jahre gruppenführer
      im einsatzzug mit allem was dazu gehört. die letzten 3 jahre war ich dann z.b.v./wart für Unterkunft und Verpflegung. das war zum abschluß noch mal eine schöne zeit.

      ... und jetzt noch mal zur bundesaufnahmestelle gießen,
      außenstelle lübeck im jahr 1989.

      da kam eines morgens ein ganz aufgeregter herr aus der ddr und wollte
      sofort unseren chef sprechen. dieser war zu dem damaligen zeitpunkt
      ein hauptkommissar und hundertschaftsführer. der war in dieser
      frühen morgenstunde auch noch nicht anwesend, weil seine hundertschaft auch noch was ihm wollte. außerdem lief unser laden
      sehr gut, so daß er morgens einmal anrief ob alles klar ist und kam dann
      im laufe des vormiittags in sein büro.
      aufgrund des wichtigen gehabes riefen wir ihn natürlich gleich an.
      nach rückruf unseres chefs stellte sich heraus, daß wir da einen major
      der nva an der angel hatten. unser chef sagte dann nur, der major
      "wollte" bevorzugt behandelt werden. wir sollten ihn "dement-
      sprechend" bevorzugt behandeln. im lauf des vormittags war
      er immer noch nicht abgearbeitet. sein aufnahmeformular lag bei einem
      meiner kollegen in der schublade. dieser hatte den vorgang mit dem
      hinweis bekommen mit der "bevorzugung".
      nach dem mittagessen wollte sich der major beschweren. diese
      beschwerden wurde 3x abgeschmettert, so daß wir den lieben
      mann gar nicht mehr auf der rechnung hatten.
      abends leerte sich der warteflur und es blieb nur noch der major
      übrig. da fiel es dem sachbearbeiter siedend heiß ein,
      daß da noch ein antrag in seiner schublade lag.
      es war dann 18 oder 19 uhr, als der major dann unsere dienststelle
      verlassen konnte.

      gruß hartmut
       
      Nicht verfügbar Gruß Hartmut

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    • hallo!

      natürlich gibt es zur grenzöffnung noch viel zu berichten.
      packen wir es an!

      einen höhepunkt habe ich bei einem einkauf beim aldi-markt erlebt.
      auf dem weg nach hause hatte ich noch einen einkaufszettel meiner
      frau abzuarbeiten. u.a. stand auf diesem 1x nordseekrabbensalat.
      ich legte dann eine packung in meinen einkaufswagen und begab mich zum nächsten regal. ich nahm in meinem rücken eine bewegung wahr. da nahm
      doch einer mir den krabbensalat aus meinem einkaufswagen. ich habe ihm meine meinung gesagt und den krabbensalat wieder in meinen wagen
      gelegt. ich schaute mir ihn dann genauer an und ich stellte fest, daß es
      ein ostbürger war. jeansjacke und -hose, turnschuhe und weiße socken.
      das war damals die typische bekleidung der männlichen ostbürger.

      die supermärkte im lübecker raum sahen nach anfang der grenzöffnung
      im sortiment immer aus, als wenn die heuschrecken gerade durchgeflogen seien. die supermärkte kamen die ersten wochen auch nicht mehr nach. wir wohnten zum glück in einem außenbereich
      und da ging es!

      interessant waren noch die arbeitspapiere der ddr-bürger.
      jeder hatte so eine art arbeitsbuch. bei vielen stand dann veb xyz.
      und das eben mehrfach oder nur ein- bis zweimal.
      in einigen standen dann nur irgendwelche adressen. wir wurden
      dann ein wenig stutzig. wir machten uns schlau und mußten feststellen, daß es sich um gefängnisse etc. handelte.

      auch bei den aufnahmeformularen wurde versucht zu mauscheln.
      auf der rückseite kurz vor der unterschrift gab es eine rubrik, ob es kontakt mit der stasi gab? ja oder nein.
      und bei allen aspiranten mit dunkler vergangenheit war nichts angekreuzt.
      so kamen wir vielen ungereimheiten auf die spur!

      gruß hartmut
       
      Nicht verfügbar Gruß Hartmut

      Suche Urkunde Spange EK I

       

    • Auch um dieses Thema mal wieder zu erwecken: Da die Beförderung zum Oberstabsgefreiten, sowohl für aktive Soldaten, als auch für Reservisten, seit kurzem nicht mehr an einen speziellen Dienstposten gebunden ist, sondern (theoretisch) für alle geeigneten Soldaten möglich ist, war es vor kurzem auch für mich soweit.
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      Auch von mir herzlichen Glückwunsch, als Reservist und bei der FFW aktiv, respekt!
      Ich muss auch mal meine in letzter Zeit hinzugekommenen Urkunden scannen. Hier mal meine Urkunde zur Schützenschnur 5. Wiederholung und mein Klimperladen. Allerdings umfasst er mittlerweile auch das Leistungsabzeichen 5. Wiederholung und noch ein Tätigkeitsabzeichen in Silber.
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