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Scharfschütze Heinrich Franken - Grenadier-Regiment 58 / Scharfschützenabzeichen 3. Stufe

  • Hallo,


    gerne möchte ich euch den vollständigen Urkunden- und Dokumentennachlass des Uffz. Heinrich Franken vorstellen. Viele Jahre habe ich nach einem Scharfschüten-Abzeichen-Nachlass gesucht, umso glücklicher bin ich, euch heute diesen Nachlass vorstellen zu dürfen.


    Geboren wurde Heinrich Franken am 3. Dezember 1910. Er kämpfte im Verband der 6. Infanterie-Division/später 6. Volks-Grenadier-Division in Mittelrußland in Rshew, Orel, Kursk, Gomel, Bobruisk und später Warschau bzw. Schlesien.


    Franken erhielt am 19. September 1943 als Gefreiter in der 10. Kompanie Grenadier-Regiment 58 das EK2. Die Urkunde wurde unterschrieben von General der Infanterie Eichenlaubträger Horst Großmann (1891 - 1972).


    Kurz zuvor wurde er am 29. August 1943 verwundet, auf Grund dessen er am 25. Oktober 1943 im Reserve-Lazarett Altenburg das Verwundeten-Abzeichen in Schwarz erhielt.


    Wieder genesen und an die Front zurück gekehrt, kämpfte Franken und sein Regiment im Verband der 6. ID in Orel und an der Desna.


    Wann und wie Franken zum Scharfschützen wurde, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass er ein ausgezeichneter Schütze war und somit als Scharfschütze eingesetzt wurde. Vermutlich erhielt er keine klassische Ausbildung an einer Scharfschützen-Schule.


    Am 20. November 1944 erzielte Obergefr. Heinrich Franken als Scharfschütze in den Reihen der 6. Volks-Grenadier-Division seinen 22. bestätigen Abschuss. Hierüber wurde er Namentlich im Divisions-Tagesbefehl Nr. 12 genannt. Der Befehl wurde unerzeichnet vom Divisionsadjutanten Hauptmann und DKiG-Träger Eugen Buhl.
    Auf dem Divisions-Tagesbefehl wurde das wenige Wochen später verliehene original Abzeichen aufgeklebt, welches sich aber nach den vielen Jahren glücklicherweise wieder vom Papier gelöst hat.


    Bereits wenige Wochen später erzielte Franken seinen 50. Abschuss, dafür erhielt er am 16. Dezember 1944 zusammen mit EK1 das Scharfschützen-Abzeichen III. Stufe.
    Es sind nur sehr wenige Verleihungen des Scharfschützen-Abzeichen der III. Stufe bekannt und zählt daher zu den seltensten Auszeichnungen der deutschen Wehrmacht.
    Die Urkunde zum EK1 trägt die Signatur von Generalleutnant und Ritterkreuzträger Otto-Hermann Brücker (1899 - 1964).


    Alle diese Erfolge wurden im Raum Warschau, Radom und anschließend in Schlesien erzielt.


    Im Nachlass ist außerdem ein 4-seitiger Druck des Reichsführer-SS als Anerkennung enthalten. Auf Seite 4 wird Franken Namentlich genannt für seine Erfolge als Scharfschütze mit 50 Abschüssen. Sein Nachname wurde hier jedoch falsch geschrieben, "Franke" anstatt "Franken".
    Der Druck wurde am 1.Januar 1945 von der Feld-Kommandostelle des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, ausgegeben und trägt seine Faksimilie-Signatur.


    Wer das bekannte Buch "Im Auge des Jägers" des Scharfschützen und Ritterkreuzträgers Josef "Sepp" Allerberger gelesen hat weiß, welches Leid und Tod ein Scharfschütze über die gegenerischen Linien und Einheiten bringen konnte. Selbst von den eigenen Truppen wurden die Scharfschützen meist gemieden und waren im Kameradenkreis nicht gerade beliebt.


    Am 7. Januar 1945 wurde Franken für seine besonderen Leistungen zum Unteroffizier befördert.


    Der Auszug aus dem Soldbuch, ausgestellt von der 1. Kompanie Gren.-Regt. 58, 20.04.1945, enthält alle zuvor genannten Auszeichnungen. Der Soldbuchauszug wurde von einem mir unbekannten Leutnant und Kompanieführer für die Richtigkeit unterzeichnet.


    Wie genau diese Urkunden und Dokumente gerettet wurden entzieht sich meiner Kentnisse. Es grenz m.M.n. jedoch an ein kleines Wunder, dasss sie heute noch erhalten gelieben sind. Denn geriet ein Scharfschütze in russische Kriegsgefangenschaft, so wurde mit diesen Truppengattungen (ebenso mit Bandenkämpfern) kurzen Prozeß gemacht. Dies war einem jedem Scharschützen bekannt, so dass diese oftmals vor der Gefangennahme sämtliche Papiere und Unterlagen vernichteten, welche sie als Scharfschützen verraten hätten. Vermutlich wurden alle Dokumente mit der Feldpost in die Heimat geschickt oder Franken wurde kurz vor Kriegsende ein weiteres mal verwundet und somit in die Heimat verlegt.


    Leider ist mir über das weitere Schicksal des Unteroffiziers Heinrich Franken nichts weiter bekannt.


    Auch wenn der Nachlass nicht besonders groß ist, ist er doch eine historisch einmalige und sehr seltene Gruppe eines erfolgreichen Scharfschützen der deutschen Wehrmacht.


    In der Hoffnung, dass euch dieser Nachlass genauso gefällt wie mir, verbleibe ich mit den besten Sammlergrüßen


    Bastel

  • Bastel das ist ja mal ein wirklich Klasse Nachlass! ;rexc;
    Mit der Bescheinigung zum Scharfschützenabz. einfach nur wunderschön und echt selten!
    Vielen Dank das du uns an dem schönen Konvolut teilhaben lässt!


    Gruß Olli


    Ps: Da bin sogar ein bisschen NEIDISCH :D

    Suche:
    Urkunden der Sturmgeschütze und Panzereinheiten. Ausserdem Dokumente von Einheiten die 45 im Kampfraum Berlin und Oder kämpften, egal welcher Zustand!

  • Servus Bastel,


    ganz, ganz tolle Sache - meinen Glückwunsch und vielen Dank für Teilhaben lassen.


    Beste Grüße Armin.

    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

  • Hallo Bastel.
    Eine sehr,sehr schöne Gruppe und mit dem Abzeichen so fast nicht zu bekommen.
    Das mit dem Schreibfehler in dem 4-seitigen Druck des Reichsführers-SS ist zu der Zeit nicht ungewöhnlich.
    Auch der Name des Hauptmann Thomae,Adolf von der 272 V.G.D. ist dort fälschlicherweise als Thomaf gedruckt.


    Gruß Uwe.

  • Paule43
    Ich denke, Bastel weiß, für wieviele Abschüsse man die jeweilige Stufe erhielt.
    Er möchte vielmehr wissen, wieviele Scharfschützenabzeichen der III. Stufe insgesamt verliehen wurden.
    Ich kann leider auch nicht mit einer Angabe dienen, zumindest ist es eine recht seltene Auszeichnung.
    Immerhin rangiert das Scharfschützenabzeichen auf Platz 71 (65) der wertvollsten deutschen Auszeichnungen 1933-45 bei sammler com.


    Bastel
    Absolut seltener Nachlass, gratuliere.


    Ich war mal nah dran, an eine Ernennungsurkunde eines SS-Sturmmannes der Division "Wiking" zum Scharfschützen zu kommen.
    Aber außer einer guten Kopie konnte mir die Nichte des inzwischen Verstorbenen dann doch nicht weiter vermitteln.


    Bei Interesse stelle ich Sie hier mal mit rein.

    Suche:
    Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Wie gewünscht hier nun die Urkunde.


    Unterschrieben wurde sie von Eichenlaubträger Karl Ullrich, zu dieser Zeit Standartenführer und Kommandeur der 5.SS-Panzerdiviison "Wiking".
    Er wurde zum Kriegsende noch zum Oberführer befördert.


    Gruss, anhaltiner.

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  • Ich war mal nah dran, an eine Ernennungsurkunde eines SS-Sturmmannes der Division "Wiking" zum Scharfschützen zu kommen.

    Hallo Matthias,


    ein Scharfschütze wurde nicht ernannt, sondern mußte dazu einen der mehrwöchigen Scharfschützenlehrgänge besuchen. Heer und Waffen-SS haben dabei unterschiedliche Übungsanlagen. Nach dem Ende des Lehrgangs wurde man entweder als Schütze oder Beobachter eingesetzt, denn nicht alle Teilnehmer erfüllten die hohgen Anforderungen.


    Im vorliegenden Fall könnte es sich um eine Urkunde nach bestandenem Lehrgang und Rückkehr zur Einheit handeln, oder einfach 'nur' um eine Divisionsinterne Tätigkeit ohne den erforderlichen Lehrgang besucht zu haben.


    Grüße Walle

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