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Sterbebilder von Trägern höherer Auszeichnungen

  • Beginnen möchte ich meinen Beitrag mit einem Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und Inhaber des Ehrenpokals,
    von dem ich gleich 2 verschiedene Sterbebilder in meiner Sammlung habe, bisher ein Einzelfall:


    Franz Seierl
    Unteroffizier und Flugzeugführer in der I./Stuka-Geschwader 2 bzw. Schlachtgeschwader 10


    ~ 29.09.1917 Weichstätten/Österreich
    + 29.12.1943 Uman/Ukraine


    Seinen letzten Einsatz flog er beim Schlachtgeschwader 10 an der Ostfront in Südrußland.
    Die Stadt Uman liegt in der Ukraine und hatte am Stadtrand einen Feldflugplatz.



    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname:
    Seierl
    Vorname:
    Franz
    Dienstgrad:
    Unteroffizier
    Geburtsdatum:
    29.09.1917
    Geburtsort:
    Weichstätten
    Todes-/Vermisstendatum:
    29.12.1943
    Todes-/Vermisstenort:
    Uman


    Franz Seierl liegt vermutlich auf der Kriegsgräberstätte Kiew als unbekannter Soldat.



    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold am 29.04.1943
    Ehrenpokal am 13.09.1942
    Frontflugspange für Kampflieger in Gold mit Anhänger
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Ostmedaille
    Verwundetenabzeichen in Schwarz
    Flugzeugführerabzeichen



    Auf dem Sterbebild steht noch „Bryansk“-Schild.
    Da es den nicht gab, könnte es sich vielleicht um den Demjansk-Schild handeln, klingt in der Lautsprache
    ja etwas ähnlich, allerdings ist kein Ärmelschild auf dem Foto zu sehen.


    Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner.

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    Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
    Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Und noch ein Kampfflieger:


    Josef Forst
    Unteroffizier in einer Fernkampfflugstaffel


    ~ 11.06.1923 Andorf/Ober-Österreich
    + 21.10.1944 LW-Lazarett Trondheim, Norwegen


    Verstorben im Lazarett nach einem Unglücksfall, scheinbar ohne Feindeinwirkung.
    Auf dem Flugplatz in Trondheim lagen verschiedene LW-Einheiten, u.a. das KG 26 und 40,
    so das die Geschwader-Zugehörigkeit i.M. nicht bekannt ist.



    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname:
    Forst
    Vorname:
    Josef
    Dienstgrad:
    Unteroffizier
    Geburtsdatum:
    11.06.1923
    Geburtsort:
    Andorf
    Todes-/Vermisstendatum:
    21.10.1944
    Todes-/Vermisstenort:
    Drontheim Luftw.Laz.


    Josef Forst ruht auf der Kriegsgräberstätte in Trondheim-Havstein.
    Endgrablage: Reihe 14 Grab 25


    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold (Verl.-Datum unbekannt)
    Frontflugspange für Kampfflieger in Gold mit Anhänger
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Ostmedaille


    Auf dem Sterbebild wird neben der „Kampfflugspange“ (Frontflugspange) in Bronze, Silber und Gold
    noch eine „goldene Einsatzspange“ erwähnt. Dabei wird es sich m.M.n. um den Anhänger zur Frontflugspange handeln.


    Auch für Josef Forst wurden 2 unterschiedliche Sterbebilder angefertigt, mittlerweile habe ich auch das 2. in meiner Sammlung.


    Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner

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    Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
    Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Josef Scharinger
    Unteroffizier in der K.Gr.z.b.V. 400 und im Transportgeschwader 4


    ~ 01.12.1918 Jageredt, Pf. Kopfing / Ober-Österreich
    + 16.04.1944 Toplitz, Kr. Orsova / Rumänien


    Das Transportgeschwader 4 ging aus der K.Gr.z.b.V. 400 hervor, welche mit der Ju 52 von 1941 bis 1943 Transporteinsätze nach Afrika flog.
    Josef Scharinger muss eine geraume Zeit dieses Einsatzes miterlebt haben, erhielt er doch mind. 3 seiner Auszeichnungen für den Afrikaeinsatz.
    Er kam bei einem Frontflug in Rumänien ums Leben.



    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname:
    Scharinger
    Vorname:
    Josef
    Dienstgrad:
    Unteroffizier
    Geburtsdatum:
    01.12.1918
    Geburtsort:
    Kopfing
    Todes-/Vermisstendatum:
    16.04.1944
    Todes-/Vermisstenort:
    bei Toplitz, Krs. Orsova


    Josef Scharinger wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.
    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Orsova - Rumänien



    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold am 12.12.1943 als Unteroffizier in der 12. Staffel/III.Gruppe, Transportgeschwader 4
    Ehrenpokal am 09.11.1942 als Bordschütze
    Frontflugspange für Kampfflieger in Gold
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Deutsch-Italienische Feldzugsmedaille
    italienisches Kriegsverdienstkreuz
    Ärmelband „Afrika“
    Verwundetenabzeichen in Schwarz
    Flugzeugführerabzeichen



    Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner



    Edit:
    Nachtrag zu Scharinger hier --> klick



    .

  • Johann Lederer
    Unteroffizier im Grenadierregiment 316 / 212. Infanterie-Division,
    zum Kriegsende in einer anderen, mir unbekannten Einheit.


    ~ 20.07.1918 Allkofen/Bayern
    + 13.04.1945 bei Bologna/Italien


    Johann Lederer, Sohn eines Landwirtes aus Allkofen, einem Ortsteil der Gemeinde Laberweinting, Landkreis Straubing-Bogen in Bayern war von 1939 – 1945 Soldat.
    Er kämpfte u.a. in Frankreich, Rußland und in Italien, wo Ihn sein Schicksal im 27.Lebensjahr ereilte.


    Das Deutsche Kreuz in Gold erhielt er im Grenadierregiment 316 in der 212.Infanterie-Division. Die 212. war kurze Zeit im Frankreichfeldzug und später an der Kanalküste zum Küstenschutz im Einsatz.
    Ende 1941 wurde sie beschleunigt nach Osten in den Raum Leningrad verlegt und an der rechten Flanke vor dem Oranienbaumer Brückenkopf eingesetzt. Ab 1942 kämpfte sie an der Wolchow-Front, besonders im Abschnitt Schapki am Südufer des Ladogasees. Ab Januar 1943 kämpfte die Division dann nördlich von Nowgorod.
    Lederer muss sich in dieser Zeit bewährt haben, da Ihm nach den Eisernen Kreuzen beider Klassen im März 1943 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen wurde.
    Die Division wurde bei den schweren Rückzugskämpfen in Litauen so stark dezimiert, das sie im September 1944 aufgelöst wurde und die Reste zur Aufstellung der 212. Volksgrenadierdivision entsandt wurden, die später an der Westfront im Raum Trier an den Endkämpfen teilnahm, Johann Lederer war nicht mit dabei.
    Entweder wurde er bei den Kampfhandlungen in Litauen verletzt und kam nach seiner Genesung zu einer anderen Einheit oder er wurde einfach versetzt.


    Beim Volksbund heißt es zu den Kampfhandlungen im April 1945 in Italien:
    Nach Beendigung der Kämpfe um Cassino und der Einnahme Roms durch die Alliierten näherten sich deren Armeen auf der ganzen italienischen Front dem Nordteil des Apennin. Dort befand sich die Linie, die im deutschen militärischen Sprachgebrauch die "Grüne Linie" hieß und von den Alliierten als "Gotenstellung" bezeichnet wurde. Sie war im Rahmen der verfügbaren Mittel und der verfügbaren Zeit zu einer Verteidigungsstellung ausgebaut worden, deren Ausbau in den Küstenabschnitten südlich Carrara am Ligurischen Meer und an der Adria hinter dem Fluß Foglio am weitesten fortgeschritten war. An den Passübergängen waren Stützpunkte errichtet worden. Als markantester Kampfraum dieser Stellung ist das Gebiet um den "Futa-Pass" zu nennen. Am 09. April 1945 begannen die Alliierten mit dem Angriff auf Bologna. Am 21. April 1945 – nach schweren Abwehrkämpfen – brach die Apennin-Verteidigung zusammen…


    Mir ist derzeit nicht bekannt, in welcher Einheit Johann Lederer im April 1945 in Italien kämpfte.
    Er wurde ursprünglich auf dem Gemeindefriedhof von Imola-Piratello beigesetzt.
    Als in den 1960er Jahren der Friedhof Futa-Pass angelegt wurde, wurden die Gefallenen aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden Provinzen geborgen.
    Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Paß der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien.


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname:
    Lederer
    Vorname:
    Johann
    Dienstgrad:
    Unteroffizier
    Geburtsdatum:
    20.07.1918
    Todes-/Vermisstendatum:
    13.04.1945


    Johann Lederer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Futa-Pass.
    Endgrablage: Block 8 Grab 340



    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold am 18.03.1943 als Obergefreiter in der 10. Kompanie, III. Bataillon, Grenadier-Regiment 316, 212. Infanterie-Division
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Infanteriesturmabzeichen
    Ostmedaille


    Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner


    Quellen: LdW, volksbund.de

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    Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
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    Edited 2 times, last by anhaltiner ().

  • Dank unseres Forumsmitglied "Pie", der sich am Wochenende für mich auf den Weg zur Kriegsgräberstätte Futa-Pass gemacht hat, kann ich zu Johann Lederer ein Grabfoto nachreichen.


    Vielen herzlichen Dank dafür, so macht recherchieren und sammeln, in diesem Fall sogar länderübergreifend, besonders Spass.


    Gruss,
    anhaltiner

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  • Wirklich selten Sterbebild!


    Futapass und Giogopass wurden am 18. Septmber 1944 erobern.



    Wahrscheinlich koennte er mit 98.ID, 278.ID oder 26.Pz.D gekaempft haben.

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    • DSC_0520.jpg

      (180.91 kB, downloaded 576 times, last: )

    viele Grüße aus Italien


    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Dokumenten der 715. ID, 356. ID (August - September 1944) und deutscher Einheiten in der Toskana.

  • Josef Farnhammer
    OGfr 3./Pionierbataillon 74


    ~ 03.04.1914 Ettelmühle
    + 28.07.1942 Taganrog


    Josef Farnhammer kämpfte als Obergefreiter in der 3./Pionier-Bataillon 74 (mot).
    Dieses wurde 1939 als Grenz-Pionier-Bataillon 74 für das Grenzkommando Saarpfalz aufgestellt.
    In den Jahren 1941/1942 war das Bataillon dann Heerestruppe und im Westen und in Südrußland (Kaukasus, Charkow) im Einsatz.
    In dieser Zeit verdiente er sich die Eisernen Kreuze 2. und 1. Klasse.
    Er scheint auch weiterhin ein besonders tapferer Pionier gewesen zu sein, denn im April 1942 wurde ihm für seine Leistungen das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
    Lange konnte er seine hohe Auszeichnung jedoch nicht tragen, denn er wurde kurze Zeit später bei einem Einsatz schwer verwundet und erlag im Juli 1942 seinen Verletzungen im Feldlazarett Taganrog.



    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname: Farnhammer
    Vorname: Joseph
    Dienstgard: Unteroffizier
    Geburtsdatum: 03.04.1914
    Geburtsort: Ettelmühle
    Todes-/Vermisstendatum: 25.07.1942
    Todes-/Vermisstenort: Feldlaz. Taganrog


    Joseph Farnhammer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Apscheronsk (RUS).
    Grablage: Endgrablage: Block 2 - Unter den Unbekannten
    Bei den Umbettungsarbeiten in seinem ursprünglichen Grablageort konnte er nicht zweifelsfrei identifiziert werden, so dass er als ''unbekannter Soldat'' auf dem Friedhof Apscheronsk bestattet worden ist.



    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold am 11.04.1942 als Obergefreiter in der 3. / Pionier-Bataillon 74 (mot)
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Infanteriesturmabzeichen


    Pionierbataillon 74
    Für die wie Joseph Farnhammer im zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Pionierbataillon 74 wurde übrigens im Stadtgarten Saarlouis ein Gedenkstein errichtet.



    Quellen: LdW, volksbund.de, wikimedia



    Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner

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    Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
    Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Willibald (Willy) Hien
    Unteroffizier in der 3.J/88, später Oberfeldwebel in der 3./JG53


    Willibald Hien wurde am 24.08.1914 in Straubing geboren. In den 1930ern ging er zur neuen deutschen Luftwaffe und wurde Jagdflieger.
    Mit der Jagdgruppe 88 kämpfte er bei der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg.
    Seine Staffelkapitäne waren u.a. die beiden späteren Brillanten-Träger Adolf Gallandt und Werner Mölders.
    Zunächst mit dem Doppeldecker Heinkel He 51 C ausgerüstet wurde die 3. Staffel 1938 auf Jagdflugzeuge des Typs Messerschmidt Bf 109 umgerüstet und war in der zweiten Jahreshälfte 1938 unter Werner Mölders die erfolgreichste aller drei Bf 109-Staffeln.
    In dieser Zeit erzielte Willibald Hien 4 bestätigte Abschüsse, alle gegen Jagdflugzeuge der republikanischen Truppen vom Typ Polikarpow I-16 (russisches Muster).


    Seine Luftsiege in Spanien erzielte er innerhalb von nur 6 Wochen:
    19.7.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16
    14.8.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16
    14.8.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16
    31.8.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16


    Für seinen Einsatz bei der Legion wurde Hien hoch ausgezeichnet. Er erhielt im Juni 1939 das Spanienkreuz in Gold mit Schwertern und zwei spanischen Auszeichnunge - das Cruz de Guerra und die Medalla de la Campaña Española .


    Nach Ende des Spanienkrieges blieb er weiterhin Jagdflieger und kam zum JG 53, dem Pik-As-Geschwader.
    Die II./JG 53 flog nach Beginn des Polenfeldzuges und der Kriegserklärung Frankreichs Grenzschutz an der deutsch-französischen Grenze.


    Hier erzielte Willibald Hien insgesamt 2 Luftsiege:
    20.9.1939 11:15 Uhr Ofw Willibald Hien 3./JG53 gegen Morane 406
    30.9.1939 14:30 Uhr Ofw Willibald Hien 3./JG53 gegen Caudron 710 bei Bischmisheim


    Die angegebene Gesamtzahl auf dem Sterbebild von insgesamt 6 Siegen ist also die Summe der 4 aus dem Spanieneinsatz und den beiden von September 1939.
    Er erhielt für seine fliegerischen Einsätze schon im September 1939 das Eiserne Kreuz 2.Klasse, höchstwahrscheinlich nach seinem 1.Luftsieg im neuen Krieg.


    Lange konnte er es nicht stolz tragen, denn nach seinem 6.Luftsieg erhielt er einen tödlichen Treffer und stürzte mit seiner Maschine ab.
    Willibald Hien liegt auf der Kriegsgräberstätte in Wiesbaden-Alt Südfriedhof begraben.


    Zu dem Luftkampf an diesem Tage habe ich im Netz folgendes gefunden:


    Quote

    ...
    Ebenfalls am 30.09.1939 eskortierten sieben Morane der französischen GC I/3 und GC III/3 eine Potez der GR II/152 bei Ensheim und wurden gegen 14.30 Uhr durch mehrere Me 109 der 3./JG 53 angegriffen. Dabei stürzte die Potez brennend über den französischen Linien ab, eine Morane der GC III/3, deren Pilot verletzt war, landete auf einem Feld bei Bischmisheim.
    Bei den Kämpfen erhielt der deutsche Ofw. Willibald Hien einen Kopfschuss. Seine Me 109 stürzte ebenfalls bei Bischmisheim zu Boden (100 % Bruch).
    ...

    Quelle: http://www.flugzeugabstuerze-saarland.de



    Eintrag beim Volksbund:
    Willibald Hien ruht auf der Kriegsgräberstätte in Wiesbaden-Alt Südfriedhof.
    Endgrablage: Abteilung C1 Grab 5


    Nachname: Hien
    Vorname: Willibald
    Dienstgrad: Oberfeldwebel
    Geburtsdatum: 24.08.1914
    Geburtsort: Straubing
    Todes-/Vermisstendatum: 30.09.1939


    Seine Auszeichnungen:
    Spanienkreuz in Gold mit Schwertern
    Cruz de Guerra
    Medalla de la Campaña Española
    Eisernes Kreuz 1939 2.Klasse


    Willibald Hien flog in der 3.Staffel der 2.Gruppe des Jagdgeschwader 53.


    Zum JG 53 aus wikipedia:

    Quote

    Das Jagdgeschwader 53 war ein Verband der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Es entstand am 1. Mai 1939 durch die Umbenennung des Jagdgeschwaders 133. Das Standardflugzeug der Einheit war die Bf 109. Durch einen Vorschlag von Geschwaderkommodore Hans Klein bekam das Geschwader statt vieler einzelner Gruppen- und Staffelabzeichen nur ein Geschwaderabzeichen, das Pik As. Die bekanntesten Angehörigen dieser Einheit waren Werner Mölders und Franz von Werra. Die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 53 entstand am 1. Mai 1939 in Wiesbaden-Erbenheim durch die Umbenennung der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 133. Ausgestattet war die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 E-1 und E-3. Auftrag der Gruppe war die Überwachung der deutsch-französischen Grenze zwischen Trier und Saarbrücken.


    Fotos:
    Zusätzlich zum Sterbebild stelle ich noch zwei Fotos mit ein.
    Das Erste zeigt Angehörige des JG53 mit einer Bf109 im September 1939 im Westen.
    Auf dem Zweiten sind Ofw. Walter Grimmling und Uffz. Heinrich Bezner von der I./JG 53 zu sehen.
    Ebenso wie Willibald Hien wurde beiden das EK2 nach Ihrem 1.Luftsieg verliehen.


    Und zum Schluss wie immer die gleiche Anmerkung:
    Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner


    Quellen:
    Infos: volksbund.de wikipedia.de flugzeugabstuerze-saarland.de
    Fotos: kagero.pl wwii-photos-maps.com

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  • Hauptmann
    Richard Schmoll
    Flugzeugführer und Beobachter in einer Fernaufklärungsgruppe


    ~ 22.03.1915 in Niederbreisig/Rheinland-Pfalz
    + 26.12.1943 über dem Atlantik/Spanien


    Richard Schmoll wurde am 22.03.1915 in Niederbreisig geboren.
    Schon früh wurde er Soldat bei der sich neu bildenden Luftwaffe und flog bereits im Spanienkrieg bei der Legion Condor.
    Als Anerkennung dafür erhielt er im Juni 1939 das Spanienkreuz.
    Mit Beginn des 2.Weltkrieges flog er bei einer Fernaufklärungsgruppe Einsätze an fast allen Kriegsschauplätzen.
    Nachdem er über 150 Fernauklärungsflüge in Russland absolviert hatte, wurde er zu seiner alten Staffel nach Frankreich versetzt.
    Hier kehrte er am 26.12.1943 von seinem ersten Frontflug im Westen über den Atlantik nicht zurück.
    Richard Schmoll und seine gesamte Besatzung konnten augenscheinlich geborgen werden und wurden auf dem Heldenfriedhof Mont de Marsan beigesetzt.
    Später wurde er umgebettet und liegt heute auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil.


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname: Schmoll
    Vorname: Richard
    Dienstgrad: Hauptmann
    Geburtsdatum: 22.03.1915
    Geburtsort: Niederbreisig
    Todes-/Vermisstendatum: 26.12.1943
    Todes-/Vermisstenort: Pablona/Spanien


    Richard Schmoll ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil.
    Endgrablage: Block 6 Reihe 17 Grab 754


    Auszeichnungen:
    Spanienkreuz
    Deutsches Kreuz in Gold (Angabe auf Sterbebild)
    Ehrenpokal am 05.06.1943 als Oberleutnant/Beobachter
    Frontflugspange für Fernaufklärer in Bronze, Silber und Gold
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse


    Für die Angabe auf dem Sterbebild, das Richard Schmoll das Deutsche Kreuz in Gold verliehen worden ist, fehlt mir bisher der Nachweis.
    Dafür ist er in der Liste der mit dem Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg Beliehenen enthalten.
    Vielleicht kann mir jemand mit einer Auskunft über die DKiG-Verleihung bzw. Fotos und weiteren Angaben zu S. weiterhelfen.


    Gruss, anhaltiner


    Edit Nachträge:
    -> Schmoll Nachtrag 1
    -> Schmoll Info Absturzstelle
    -> Schmoll Nachtrag 2
    -> Foto Grabstelle

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  • Noch ein Nachtrag zu Richard Schmoll:


    01.04.43 Beförderung zum Hauptmann (Kr.O.) und Beobachter in der 2.(F)/FAGr. 5 (Fernaufklärungsgruppe 5)
    Die 2./FAGr.5 wurde im Juni 1943 in Mont de Masan aufgestellt und flog mit der Junkers Ju 290.


    Schmoll ist nicht wie angegeben über dem Atlantik abgestürzt, sondern das Flugzeug ist in der Nähe von Lesaca in den spanischen Pyrenäen gegen einen Berg geflogen.
    Es handelte sich um eine Ju 290 A-3 mit der Kennung 9V+DK, die in der Ausführung A-3 insgesamt nur 5mal gebaut.


    Quelle:
    Luftwaffe Officer Career Summaries by Henry L. deZeng IV and Douglas G. Stankey
    wikipedia

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  • Feldwebel
    Wolfgang Roos


    Wolfgang Helmut Roos wurde am 6.April 1920 in Tuttlingen im südlichen Baden-Württemberg geboren.
    Er kam zur Luftwaffe und wurde Bordschütze in einer mir leider derzeit unbekannten Luftwaffen-Einheit.
    Im Urlaub während seiner Zeit als Soldat heiratet er am 13.Juli 1944 in seiner Heimatstadt Tuttlingen,
    doch sein Glück hält nicht lang an.
    Nur 12 Tage nach seiner Hochzeit ereilt ihn am 25.Juli 1944 bei einem tragischen Unfall der Fliegertod
    und er wird am 30.Juli 1944 auf dem Ehrenfriedhof in Nendingen beigesetzt.


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname: Roos
    Vorname: Wolfgang Helmut
    Dienstgrad: Feldwebel
    Geburtsdatum: 06.04.1920
    Geburtsort: Tuttlingen
    Todes-/Vermisstendatum: 25.07.1944
    Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet


    Wolfgang Helmut Roos ruht auf der Kriegsgräberstätte in Tuttlingen-Nendingen.
    Endgrablage: Grab 3


    Auszeichnungen:
    Aufgenommen in die Ehrenliste der Deutschen Luftwaffe und Inhaber des Ehrenpokals für besondere
    Leistungen im Luftkrieg (1.Mai 1944)
    Eisernes Kreuz 2. und 1. Klasse
    Frontflugspange in Gold
    Verwundetenabzeichen


    Für weiterführende Angaben bin ich immer dankbar.


    Gruss, anhaltiner

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    Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
    Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Da es sich bei dem im vorigen Beitrag vorgestellten Sterbebild um das gemeinsame von einem Zwillingsbrüder-
    Paar handelt, hier noch einige Angaben zum Bruder von Wolfgang Roos, der ebenfalls Flieger war:


    Unteroffizier
    Karl Roos


    Karl Roos wurde am 6.April 1920 in Tuttlingen im südlichen Baden-Württemberg geboren.
    Die Abkürzung „stud. ing. aer. auf dem Sterbebild verrät, das Karl ein Ingenieurstudium für Luftfahrttechnik
    absolviert und abgeschlossen hat.
    Es ist anzunehmen, das er sich danach freiwillig zur Luftwaffe meldete und Kampfflieger wurde.
    Zuletzt flog er als Flugzeugführer in der II.Gruppe / 6.Staffel des Kampfgeschwaders 2.


    Das Geschwader flog Einsätze im Polen-, Frankreich-, Balkan- und Rußlandfeldzug ebenso wie in der Luftschlacht
    um England und bei der Landung auf Kreta.
    Bei welchen dieser Einsätze Karl mit teilnahm, entzieht sich leider meiner Kenntnis, zumindest wurde ihm vor Mai
    1943 das Eiserne Kreuz verliehen.


    Im Jahr 1943 war das Geschwader zu Mineneinsätzen im Ärmelkanal bzw. Kampfeinsätzen gegen England unterwegs.
    Am 16.Mai 1943 flog Karl Roos mit einer Dornier 217 K-1 (Kennzeichen U5+DP) einen Kampfeinsatz gegen die Hafen-
    anlagen von Sunderland.
    Hier kam es zu einem Luftkampf mit einer Beaufighter V8617 der 604. Squadron der RAF Scorton, in der die englischen
    Flieger O B.R. Keele und O G. Cowles flogen. Das Flugzeug von Karl Roos wurde getroffen und stürzte knapp 60 km
    östlich von Sunderland ins Meer.


    Karls Leiche wurde am 30.Juni 1943 an den sogenannten Blackhall Rocks an der Küste südlich von Sunderland angespült.
    Laut Sterbebild wurde er am 2.Juli 1943 von der britischen Royal Airforce mit militärischen Ehren auf dem Acklam Road
    Cemetery in Thornaby-on-Tees beigesetzt.
    Der Volksbund gibt als Todestag allerdings den 30.06.1943 an.


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname: Roos
    Vorname: Karl
    Dienstgrad: Unteroffizier
    Geburtsdatum: 06.04.1920
    Geburtsort: Tuttlingen
    Todes-/Vermisstendatum: 30.06.1943


    Karl Roos ruht auf der Kriegsgräberstätte in Thornaby-on-Tees.
    Endgrablage: Sektion O Reihe K Grab 13


    Auszeichnungen:
    Eisernes Kreuz (vermutlich) 2.Klasse


    Quellen:
    LdW – wikipedia - forum.12oclockhigh


    Weitere Fotos:
    Dornier 217
    Blackhall Rocks
    Wappen der 6./KG2


    Gruss, anhaltiner

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  • Hallo Anhaltiner,


    sehr interessante Rubrik, die Du hier tatkräftig darstellst.


    Lese die Beiträge immer mit großem Interesse, kann aber leider dazu keinen
    Beitrag leisten - mangels verfügbarer Dokumente.


    Mach ruhig weiter so.


    Es grüßt Dich - Armin.

    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!


  • Leider kann ich diesen quote nur innerhalb des quotes beantworten bzw editieren?!


    Zu Orsova Friedhof:
    siehe diesen Link, brandneu von heute die letzte Nachricht dort:
    http://forum.12oclockhigh.net/…php?p=221518&postcount=65


    Auch gibt es seit 6 Monaten ein Fliegerdenkmal zum Absturz vom 16.4.44 auf dem Friedhof
    http://forum.12oclockhigh.net/…php?p=209462&postcount=10

  • @ Armin & Pie:
    Danke für die "Lorbeeren". Leider lebe ich nach dem Umzug derzeit nur aus Kisten
    und hab nichtmal einen Internet-Anschluss, demnach wird es noch eine Weile dauern,
    bis Nachschub von mir kommt, hab dafür aber noch einiges auf Lager. :D


    egbert:
    Danke für Deine Meldung, sehr interessant.
    Leider kann man die Bilder im verlinkten Forum nur sehen, wenn man angemeldet ist.
    Kannst Du diese bitte hier auch hochladen?
    Das in Deinem letzten Beitrag hochgeladene Bild wird (bei mir) nicht angezeigt ?(

    Suche:
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  • Leider kann ich diesen quote nur innerhalb des quotes beantworten bzw editieren?!


    Zu Orsova Friedhof:
    siehe diesen Link, brandneu von heute die letzte Nachricht dort:
    http://forum.12oclockhigh.net/…php?p=221518&postcount=65


    Auch gibt es seit 6 Monaten ein Fliegerdenkmal zum Absturz vom 16.4.44 auf dem Friedhof
    http://forum.12oclockhigh.net/…php?p=209462&postcount=10[/quote]




    Im September 2016 hat der VdK Sondierungsbohrungen in die 78 dt Gräber in Orsova vorgenommen, dabei wurde leider festgestellt, dass sämtliche Gräber leer sind. [**] Rumänische Organisationen darunter das rum Rote Kreuz, der Ortsbürgermeister und Priester von Orsova um 1970isch haben die deutschen Gräber in dem nun aufgestauten Donauwasser nicht auf höheren Grund verlegt, sondern absaufen lassen. Die Grablagen sind sämtlich unwiderruflich verloren.

  • NACHTRAG ZU JOSEF SCHARINGER
    (Beitrag weiter oben --> Ein Transportflieger mit dem DKiG)



    Quote

    Original von egbert

    Im September 2016 hat der VdK Sondierungsbohrungen in die 78 dt Gräber in Orsova vorgenommen, dabei wurde leider festgestellt, dass sämtliche Gräber leer sind. [**] Rumänische Organisationen darunter das rum Rote Kreuz, der Ortsbürgermeister und Priester von Orsova um 1970isch haben die deutschen Gräber in dem nun aufgestauten Donauwasser nicht auf höheren Grund verlegt, sondern absaufen lassen. Die Grablagen sind sämtlich unwiderruflich verloren.


    Unser Mitglied Egbert hat mir freundlicherweise zwei Fotos von dem zum Gedenken an den Flugzeugabsturz in Orsova aufgestellten Stein und der Gesamtanlage zur Verfügung gestellt.
    Es handelte sich augenscheinlich um ein Rotkreuzflugzeug, welches abgeschossen wurde. Mit Josef Scharinger kamen weitere 16 Soldaten ums Leben, die alle namentlich erfasst sind.


    Gruss, anhaltiner.

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  • 2. NACHTRAG ZU RICHARD SCHMOLL
    (Beitrag weiter oben --> klick & klick)



    Der Honorarkonsul der Bundesrepublik in San Sebastián Dr. Paul Schröder hat sich ja auf meinen Beitrag hin gemeldet, siehe hier


    Er war aktiv an der Suche nach der Ursache und der Absturzstelle des Flugzeuges, in dem Richard Schmoll und 9 weitere Flugzeuginsassen starben, beteiligt.
    Freundlicherweise hat der Konsul mir einige Fotos und eine Kopie einer mehrsprachigen Broschüre über das Unglück geschickt, die ich hier gern noch mit einfüge.


    Aus der Broschüre:



    Die angehängten Fotos zeigen die Absturzstelle heute, Fundstücke, den Gedenkstein und die angebrachte Tafel.


    Sollte jemand mal zufälligerweise auf ein Sterbebild eines der weiteren Insassen stoßen, bitte ich um kurze Meldung.


    Gruss, anhaltiner.

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  • Rittmeister
    Franz Hunsel


    ~ 11.06.1909 Lippborg
    + 31.10.1942 HVPl in Sabolotje(Rußland)


    Franz Hunsel war Angehöriger der Aufklärungsabteilung 158. Die Abteilung unterstand der 58. Infanteriedivision und nahm mit dieser am Westfeldzug teil, war danach bis April 1941 als Besatzungstruppe in Belgien stationiert und kämpfte anschließend beim Ostfeldzug gegen die Sowjetunion.
    Wann Hunsel seine Eisernen Kreuze verliehen bekam, ist mir nicht bekannt. Das Deutsche Kreuz wurde ihm sicher für seine Leistungen in den Kämpfen gegen die Rote Armee am 19.12.1941 als Oberleutnant in der 2.Radfahrschwadron der Aufklärungsabteilung 158 verliehen.


    Im LdW steht zu den Kämpfen der AA 158 folgendes:


    Quote

    Die Abteilung nahm am Vormarsch der Division nach Riga und auf Narwa teil. Bei der Eroberung von Gdow machte die Abteilung 1.200 Gefangene. Am 14. September erreichte die Abteilung Leningrad, wo sie in die Belagerungsfront der Division eingegliedert wurde. Am 8. Oktober landeten russische Truppen an der Küste vor Leningrad im Abschnitt der Abteilung. Die 250 Mann Landungstruppen konnten in harten Kämpfen überwunden und gefangen genommen werden.


    Im Frühsommer 1942 war er Abteilungsführer der AA 158. Die Quelle dafür ist ein Besitzzeugnis zu einem VWA von Juni 1942, von dem auch seine Unterschrift im Anhang beigefügt ist. Zum Zeitpunkt seines Todes war er augenscheinlich Abteilungskommandeur der Aufklärungsabteilung 158, zumindest ist es so auf dem Sterbebild vermerkt.


    Franz Hunsel erhielt bei einem Gefecht am 30.10.1942 einen Bauchschuß.
    Er wurde auf dem Hauptverbandplatz der Sanko 1/222 operiert. Obwohl die OP gut verlief, starb Franz Hunsel im Alter von 33 Jahren an einer Embolie und wurde im Beisein des Divisionskommandeurs der 58.InfDiv., des RKT Karl von Graffen, auf einem Soldatenfriedhof beigesetzt. Um ihn trauerte in der Heimat nicht nur seine Familie, sondern auch seine Braut.
    Heute ruht Franz Hunsel auf der Kriegsgräberstätte in Korpowo, eine Ansicht ist im Anhang.


    Für die wie Franz Hunsel im zweiten Weltkrieg gefallenen Lippborger wurde auf dem dortigen Friedhof ein Kriegerdenkmal errichtet, auf dessen Stein er auch vermerkt ist, dazu ebenfalls zwei Fotos im Anhang.


    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold am 19.12.1941 als Oltn. 2.(Radfahr)/ AA 158
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Allgemeines Sturmabzeichen
    Verwundetenabzeichen


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname: Hunsel
    Vorname: Franz
    Geburtsdatum: 03.04.1914
    Geburtsort: Lippborg
    Todes-/Vermisstendatum: 31.10.1942
    Todes-/Vermisstenort: H.V.Pl.Sanko 1/222 Sabolotje


    Franz Hunsel ruht auf der Kriegsgräberstätte in Korpowo.
    Endgrablage: Block 16 Reihe 30 Grab 1890



    Und zum Abschluss wieder die übliche Frage:
    Wenn jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen zu Franz Hunsel hat - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner.


    Quellen: LdW, FdW, volksbund.de, wiki-de.genealogy

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  • Nach längerer Zeit gibt es noch einen weiteren Nachtrag zum Sterbebild von Richard Schmoll (klick).


    Ich bin jetzt eher zufällig auf ein Foto der Grabstelle von ihm auf dem Soldatenfriedhof Berneuil in Frankreich gestoßen.
    Das Foto zeigt die Grabsteine von Schmoll und weiterer 5 Besatzungsmiglieder der abgestürzten Maschine.


    Gruss, anhaltiner

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  • Das Grabfoto von Richard Schmoll habe ich zufällig im Zusammenhang mit dem Sterbebild von Karl Labmayer gefunden, welches sich auch in meiner Sammlung befindet.
    Wenn man das Foto um 180° dreht, erkennt man die 6 Namen von gefallenen Angehörigen einer anderen Flugzeugbesatzung, zu der Labmayer gehörte.
    Auch wenn Labmayer scheinbar kein Träger höherer Auszeichnungen ist, möchte ich es dennoch hier vorstellen.


    Unteroffizier Karl Labmayer wurde am 08.11.1923 in St.Marienkirchen geboren.
    Er flog als Flugzeugführer Fernaufklärung in der Wekusta 2/Ob.d.L. ( Wettererkundungsstaffel 2 des Oberbefehlshaber der Luftwaffe).
    Die Wekusta 2 gehörte zu den wenigen deutschen Fliegerverbänden, welche die gesamte Besatzungszeit in Frankreich stationiert war, zu verschiedenen Zeiten in Brest-Lanveoc, Nantes- Chateau Bougon, Mont de Marsan oder Bordeaux-Merignac.
    Das Wappen der Wekusta 2 hänge ich mit an.


    Wekustas waren fliegende Einheiten der Luftwaffe in Staffelstärke. Ihre Aufgabe bestand in der Sammlung von Wetterdaten aus Bereichen, die nur durch Flugzeuge erreichbar waren. Diese Daten flossen dann in die Wetterberichte der Wehrmacht ein.
    Insgesamt gab es 11 Wekustas, die je zwischen 3 und 12 meist zweimotorige Flugzeuge verfügten.
    In den Staffeln flogen viele kriegsdienstverpflichtete Meteorologen und sammelten Wetterdaten.


    Am 22.Juli 1944 startete Karl Labmayer als Flugzeugführer mit seiner He 177 A-3 vom Flugplatz Mont de Marsan.
    Die Besatzung, bei der Regierungsrat Walter Küspert als Meteorologe mitflog, sollte in der Nähe von Irland Wetterdaten sammeln.
    Kurz nach dem Start stürzt die Maschine bei Uchacq ab und brennt vollständig aus. Absturzursache war höchstwahrscheinlich Motorbrand. Es gab keine Überlebenden.


    Folgende Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod:
    Flugzeugführer Uffz. Karl Labmayer
    Beobachter Reg.Rat. Walter Küspert
    Bordfunker OGefr. Siegfried Mattausch
    Bordmechaniker Uffz. Heinz Lehmann
    Bordschütze OGefr. Manfred Rehm
    Bordschütze Uffz. Siegfried Tritschler


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname: Labmayer
    Vorname: Karl
    Dienstgrad: Unteroffizier
    Geburtsdatum: 08.11.1923
    Geburtsort: St Marienkirchen
    Todes-/Vermisstendatum: 22.07.1944
    Todes-/Vermisstenort: Mont-de-Marsan


    Karl Labmayer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil, Endgrablage: Block 6 Reihe 18 Grab 811


    Noch etwas zum Flugzeug:
    Die Heinkel He 177 war ein viermotoriger schwerer Bomber der deutschen Luftwaffe. Ungewöhnlich an diesem Flugzeug ist die Triebwerksanordnung mit je zwei gekoppelten Motoren pro Seite, die über ein Getriebe eine gemeinsame Propellerwelle antreiben, so dass die Maschine nur 2 Propeller hat.
    Ein Belegfoto der He 177 hänge ich auch mit an.


    Gruss, anhaltiner.

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  • Nach längerer Pause möchte ich Euch heute ein weiteres Sterbebild eines hochausgezeichneten Soldaten vorstellen.


    Franz Xaver Geier
    Oberwachtmeister in der 5./Artillerieregiment 212
    ~ 29.08.1914 Tann, OT Walburgskirchen
    + 19.09.1944 Res.Laz. Reichenbach/Eulengebirge


    Franz Geier wurde am 29.08.1914 in Walburgskirchen, einem Ortsteil des Marktes Tann im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn, geboren.
    Der Eintrag in der Volksbund-Datenbank ist beim Geburtsort leicht fehlerhaft.


    Über den Werdegang von Franz Geier ist nicht viel bekannt, außer dass er zum Zeitpunkt seines Heldentodes bereits verheiratet war.
    Vermutlich war er als älterer Jahrgang schon 1939 bei der Aufstellung der 212. Infanteriedivision dabei, der das Artillerieregiment 212 unterstellt war.
    Er durchlebte auf jeden Fall einen harten Kampfeinsatz, was sich nicht nur in seinen Tapferkeitsauszeichnungen widerspiegelt, sondern auch im Verwundetenabzeichen in Gold, welches für mindestens 5 bzw. nach besonders schweren Verwundungen verliehen wurde.


    Zur Divisionsgeschichte zitiere ich auszugsweise aus dem LdW:


    „...Die 212. kam Im Frankreichfeldzug zum ersten Mal zum Kampfeinsatz und wurde anschließend gleich wieder beurlaubt, später ab Februar bis zum Herbst 1941 dann zum Küstenschutz an der Kanalküste eingesetzt.
    Ab Mitte Oktober 1941 wurde die Division beschleunigt nach Osten in den Raum Leningrad verlegt und an der rechten Flanke vor dem Oranienbaumer Brückenkopf eingesetzt. Ab 1942 kämpfte sie an der Wolchow-Front, besonders im Abschnitt Schapki am Südufer des Ladogasees. Ab Januar 1943 focht die Division dann nördlich von Nowgorod. Im Winter 1943/44 wurde die Division im Raum Tschudowo eingesetzt, wo sie schwere Verluste erlitt, so dass sie in Februar 1944 nur noch die Stärke einer Kampfgruppe hatte. Mit Beginn der Absetzbewegung der Heeresgruppe Nord im Zuge der russischen Gegenoffensive vor Leningrad mußte sich die Division über die Luga in den Raum Pleskau absetzen. Anschließend ging sie über Lissino und Korpus zur Narwa zurück. Bei Lepel folgten schwere Abwehrkämpfe, so dass sich die Division über Wilna in den Raum nördlich von Olita zurückziehen mußte. Hier wurde die Division schließlich zerschlagen und am 15. September 1944 aufgelöst …“


    Bei diesen schweren Kämpfen in Litauen im Sommer 1944 wurde Franz Geier sehr schwer verwundet und kam ins Reservelazarett Reichenbach/Eulengebirge, heute Dzierzoniow/Polen.
    Im Lazarett erlag er seinen schweren Verletzungen am 19.September 1944 und wurde dort auch begraben.
    Ob er das Deutsche Kreuz nach seiner schweren Verwundung verliehen bekam und es ihm vor seinem Tode auch noch tatsächlich überreicht wurde, ist mir leider nicht bekannt.

    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold am 5.August 1944 als Oberwachtmeister der 5./AR 212
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Sturmabzeichen in Silber
    Verwundetenabzeichen in Gold
    Ostmedaille
    u.a. Auszeichnungen


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname: Geier
    Vorname: Franz
    Dienstgard: Oberwachtmeister
    Geburtsdatum: 29.08.1914
    Geburtsort: Walburgiskirchen (es handelt sich um Walburgskirchen)
    Todes-/Vermisstendatum: 19.09.1944
    Todes-/Vermisstenort: R. L. Reichenbach


    Franz Geier wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.
    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Dzierzoniow - Polen


    Sollte jemand noch weitergehende Informationen, Fotos oder Dokumente zu Franz Geier haben, kann er sich gern melden.


    Gruss, anhaltiner.

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    Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Vom Träger des Deutschen Kreuz in Gold Eduard Graf ist mir nicht allzuviel bekannt.


    Er wurde am 11.Januar 1922 geboren und ist kurz vor Kriegsende am 22.April 1945 in Italien gefallen.


    Als Flugzeugführer flog er im Jahr 1943 bei der 5.Staffel der II.Gruppe des Stuka-Geschwader 2 „Immelmann“ und erhielt dort innerhalb von 3 Monaten beide Eiserne Kreuze verliehen.
    Die II./Stuka-Geschw. 2 flog mit der Ju 87 D in der Zeit vor Grafs EK2-Verleihung am 9.Mai 1943 und der wenig später am 7.August 1943 erfolgten EK1-Verleihung Einsätze in folgenden Räumen:


    02.1943 - 04.1943 Stalino
    04.1943 - 05.1943 Kertsch IV
    05.1943 - 07.1943 Charkow-Ost
    07.1943 - 10.1943 Karatchew


    Eduard Graf wird dann zur 3.Staffel der Störkampfgruppe der Luftflotte 4 versetzt.
    Dort wird ihm als Unteroffizier am 1.Dezember 1943 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.


    Als Flugzeugführer erwarb er sich außerdem alle Stufen der Frontflugspangen. Die höchste Stufe die er bis zu seinem Tod im April 1945 erwarb, ist die Goldstufe mit Anhänger.
    Laut einer Internetquelle soll es sich um die Frontflugspange für Aufklärer mit Anhänger handeln, was ich aber nicht ganz so nachvollziehen kann.
    Eduard Graf fällt noch kurz vor Kriegsende als Feldwebel am 22.April 1945 in Italien und findet seine letzte Ruhestätte auf der Kriegsgräberstätte Meran in Südtirol.


    Auszeichnungen:


    Deutsches Kreuz in Gold am 12.Dezember 1943, verl. durch 3./Störkampfgruppe Luftflotte 4


    Eisernes Kreuz 1.Klasse am 7.August 1943, verl. durch 5./II./Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“


    Eisernes Kreuz 2.Klasse am 9.Mai 1943, verl. durch 5./II./Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“


    Frontflugspange in Gold mit Anhänger (für Aufklärer?)



    Eintrag beim Volksbund


    Nachname: Graf


    Vorname: Eduard


    Dienstgrad: Feldwebel


    Geburtsdatum: 11.01.1922


    Todes-/Vermisstendatum: 22.04.1945



    Eduard Graf ruht auf der Kriegsgräberstätte in Meran, Endgrablage Grab 465



    Wenn noch jemand was zu Eduard Graf hat, kann er sich gern melden.


    Gruss, anhaltiner.

  • Weiter oben bei der Vorstellung des Sterbebildes von Wetterflieger Karl Labmayer erwähnte ich auch seinen Beobachter, Regierungsrat Walter Küspert, der neben der Besatzung Labmayer begraben liegt und dessen Name auch auf dem Grabfoto auch zu sehen ist.



    Nun habe ich durch Zufall herausgefunden, das Walter Küspert Inhaber des Ehrenpokals der Luftwaffe war.


    Ich habe seinen Namen in der Ehrenliste der Deutschen Luftwaffe vom 25.Juni 1943 gefunden.



    Eintrag beim Volksbund
    Nachname: Küspert
    Vorname: Walter
    Geburtsdatum: 15.03.1911
    Geburtsort: Nürnberg
    Todes-/Vermisstendatum: 22.07.1944
    Todes-/Vermisstenort: Mont de Marsan


    Walter Küspert ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil, Endgrablage: Block 6 Reihe 18 Grab 809


    Gruss, anhaltiner.

  • Servus Anhaltiner,


    darf ich mich bei Dir einfach mit dranhängen?


    Oberfeldwebel Emil Wagner, der 8./Inf.Rgt. 62, Dt. Kreuz in Gold am 15.12.1941, also eine sehr frühe Verleihung.


    Die beiden Portraitfotos sind im PK-Format, dass eine mit dem DKiG habe ich bereits einmal in der Vorstellung Offiziere des IR/GR 62 vorgestellt. Da seitdem aber doch einige neue Mitglieder hier im Forum sind, habe ich es dem Sterbebild nochmal dazugestellt.


    Grüße an Alle - Armin.

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    • Wagner-2.jpeg

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    • Wagner-3.jpeg

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    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

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