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Panzerjäger-Abteilung 715

  • Leider fehlt das Foto, aber es hat einige interessante Ergänzungen!
    Karl König war als Zivilist Koch, Konditor und Bäcker!


    Er errichte die 715. Pz-Jg-Abt in der ersten Septemberwoche.
    Diese Einheit ist interessant, aber es sind nicht so viele Informationen darüber.


    Sie wurde im März 1944 erstellt: vermtulich war die Abteilung zu der Zeit nicht motorisiert und hatte Pak40 (75mm).
    Nach den schweren Verlusten am Nettuno / Anzio-Brückenkopf wurde die Division im Juni im Raum Rimini durch die Schatten-Division Wildflecken aufgefrischt.


    Am 21. Juni 1944 berichtete die Division für die Panzerjäger-Abteilung 715 :


    1 Kompanie - 8 Pak 40 7,5cm
    2 Kompanie - 2 Pak Sfl. (Wahrscheinlich Marder oder ähnlich), 3 Pak Sfl. waren unterwegs von Florenz.
    3 Kompanie (Flak) - 9 Flak, 2 Geschütze sind sicher 2cm Flak. Die anderen sind nicht erklärt, dann 5 le. MG.


    Die Abteilung kämpfte nie mit 715. ID auf den Apenninen: sie war vermutlich im Raum Rimini-Faenza erst im Oktober 1944 eingesetzt. [Sieh Karte, digitalisierte Bestände - Bundesarchiv]. Das Gelände war dort gut um Panzerabwehrkanonen usw. zu verwenden.

    Die Kriegstagebücher der 1. Infanterie-Division (Eng.) nennen während der Kämpfen am Poggio Prefetto und Colla-Pass nie die Verwendung von Pak oder Pak (Sfl.) durch die 715. ID.


    Dann, noch ein Foto einer deutsche Panzerabwehrkanone, die von neuseeländische Soldaten in Faenza im November 1944 aufgenommen wurde.

    In der Beschreibung steht: ''A rather tired looking Marder III Ausf.M was photographed by a New Zealand soldier at the end of 1944 in Faenza, Italy and either belonged to the 1.Komapnie/Panzerjäger-Abteilung 305, 2.Kompanie/Panzerjäger-Abteiling 715. ''



    Der Soldat Karl König hatte als eigene Waffen eine italienische Pistole: Beretta 34 .

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  • Die Ordne: Infanterie Sturmabzeichnen in Bronce und KVKII mit Schwerten.


    Der Divsionskommandeur Hildebrandt schrieb in einem Brief im Januar 1944:
    '' [...] Das Menschmaterial ist gut. Durchscnhnittsalter: 31 Jahre, in der Masse Wurtemberger ohne Kampferfahrung. Die Leute haben Freude an der Umstellung und Motorisierung. Das können in der mot. Verwendung ist minimal, die Lust zu Lernen vorhanden. Material fehlt zum Teil. Ich hoffe in verhaltnismässig kurzer Zeit etwas zu erreichen'' (RH-26-715-19)


    Infolge der alliierten Landung in Anzio/Nettuno im Januar 1944 wurde die Division nach Italien verlegt.


    Die deutschen Truppen organisierten am 16.02 einen Gegenangriff (Unternehmen Fischfang), es war der großte Gegenangriff gegen den Brückenkopf: Elementen der 4. Fallschirmjäger-Division, der 65. Infanterie-Division der I. Fallschirmkorps unterstellt; die 3. Panzergrenadier-Division, die 114. Jäger-Division, die 715. Infanterie Division und Elementen der Hermann- Göring dem LXXVI. Panzerkorps unterestellt; schließlich zwei Abteilungen mit Tiger und Panther.


    Am 16. Februar begann die Unternehmen Fischfang. Die Kämpfe wüteten drei Tage lang. Am 19. Februar wurden die alliierten Truppen auf dem ursprünglichen Brückenkopf abgelehnt.
    Die deutschen Truppen waren nach drei unterbrochenen Tage schwerer Kämpfe erschöpft und konnten den Angriff nicht fortsetzen. Endlich konnten die Alliierten den Gegenangriff vorbereiten.


    Karl wurde für diese Schlacht mit dem Infanterie-Sturmabzeichen dekoriert.



    Die schwere Verluste der 715.ID:


    "Zeitraum 30.1.1944-l 29.2.1944
    Offiziere: 85
    Unteroffizier: 364
    Mannschaften : 2007


    Tot: 2456


    Davon:
    399 gefallen
    1241 verwundet
    602 gefangen"


    Karte aus Staiger J, Anzio-Nettuno, 1962.

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  • Dann, die Trageberechtigugn für das Divisionsabzeichen. Ich habe bis jetzt nur zwei Beispiele dieses Papier gesehen. Das Abzeichen wurde wahrscheinlich in Italien gemacht, bevor die Division in das Prager Gebiet verlegt wurde, wo sie durch die russische Offensive zerstört wurde.


    Es gibt auche eine Postkarte, kann Jemand das lesen?



    Ein Portait und das Leben des Divisionskommandeur Hanns von Rohr.

    ( Aus: https://forum.axishistory.com/viewtopic.php?t=54411 )


    Hanns Bernd-Christian von Rohr
    (04.07.1895 Sondershausen/Thüringen - 27.11.1988 Düsseldorf)


    12.03.1914 Fahnenjunker
    01.12.1914 Fähnrich
    18.02.1915 Leutnant
    01.10.1920 Patent vom 01.04.1915 erhalten
    01.11.1924 Oberleutnant
    01.04.1929 Hauptmann
    01.08.1935 Major
    01.04.1938 Oberstleutnant
    01.04.1931 Oberst



    Eltern: Oberstleutnant Christian Friedrich Moritz Alexandervon Rohr (* 20.08.1849 Trieplatz, † 24.01.1933 Potsdam), Kammerherr und Hofmarschall der Fürstin-Witwe Anna Luise von Schwarzburg-Sondershausen (1871-1951), und der Alexandra von Larisch (* 21.10.1856 Altenburg, † 16.04.1934 Potsdam).
    Bruder Otto Hanns Karl Maria Labrecht Ehrenreich (* 20.03.1891 Sondershausen) fällt am 22.06.1941 bei Lemberg
    Hanns von Rohrs Vetter, Hansjoachim von Rohr (“Achi Rohr“), ehemaliger Staatssekretär im Reichsernährungsministerium bei Hugenberg, residiert auf Schloss Rohr in Demmin



    12.03.1914 Eintritt in das “Kaiser Alexander“ Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1, Berlin
    1914 - 1918 Zug- und Kompanie-Führer, Ordonnanz-Offizier im Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1
    01.10.1919 im Reichswehr-Infanterie-Regiment 30 der Reichswehr-Brigade 15 , Berlin, der Vorläufigen Reichswehr
    01.10.1920 im 9. (Preußischen) Infanterie-Regiment , Potsdam
    01.10.1927 Adjutant des III. Bataillons des 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments, Spandau
    01.04.1929 Adjutant des 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments, Potsdam
    01.04.1934 Chef der 9. Kompanie des 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments, Spandau
    01.10.1935 Adjutant der 11. Infanterie-Division, Allenstein (heute Olsztyn/Polen)
    01.05.1937 Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 67, Spandau
    01.07.1940 Kommandeur des Infanterie-Regiments 174
    15.10.1942 Kommandeur des Grenadier-Regiments 174 (Umbenennung), Raum Demjansk
    01.04.1943 Kommandant von Cherbourg
    01.04.1944 Führerreserve; Italien
    01.07.1944 Kommandeur der 715. Infanterie-Division. Zunächst in Italien (Rimini), ab März 1945 in Oberschlesien und in Böhmen (Tábor, Pisek) .
    00.03.1945 Generaloberst Schörner löst ihn ab und fordert die Erschießung
    Von Italien im März 1945 in den Raum Prag gekommen, wird die Truppe, obwohl weder einsatzbereit noch entsprechend bewaffnet, ab 22.03.1945 trotz Protest gegenüber dem LIX. AK (GLt. Joachim von Tresckow) in die Schlacht geworfen. Bereits am 24.03.1945 wird die Division überrollt, böse Strafmaßnahmen (Ablegen aller Orden, Auszeichnungssperre) folgen, von Rohr wird (Führeranordnung) ohne Kriegsgerichtsverfahren zum Oberst degradiert! Die Generalsuniform hatte ihm Generaloberst Ferdinand Schörner im März 1945 ausgezogen, weil Hanns von Rohr sich hartnäckig geweigert hatte, Soldaten seiner Kampfgruppe erschießen zu lassen, die vor sowjetischen Panzern getürmt waren [Nach anderer Darstellung habe er sich geweigert, ein polnisches Dorf niederzubrennen]. Der “blutige Ferdinand“fordert Erschießung des aufsässigen Generals. OKH mildert das Todesurteil zu Degradierung und Bewährungseinsatz.



    02.05.1945 bei Pisek in sowjetische, dann in polnische Gefangenschaft
    Angeblich nach diversen Hungermonaten in der Uniform eines einfachen Schützen an die Polen verkungelt (DER SPIEGEL 50/1950, 13.12.1950), der Polnische Staatsrat setzt ihn während seiner Gefangenschaft wie-der in seinen alten Rang ein (DER SPIEGEL: “Ein Jahr später war Hanns von Rohr wieder General, durch volkspolnisches Regierungs-Dekret, “... dass wir Ihre Degradierung nicht anerkennen“ Vorher hatte Hanns von Rohr in oberschlesischen Gruben “alle Strapazen und Leiden eines Kriegsgefangenen durchgemacht.“) Gefangenen-Sprecher von Rohr bewährt sich auch als lernbeflissener Arbeitsorganisator und wird schließlich nach Warschau abkommandiert, wo damals schon ein Vortrupp nach Moskauer National-Komitee-Muster Polit-Arbeit leistet und eine deutsche Kriegsgefangenen-Zeitung herausgibt



    09.06.1949 Entlassung. Danach leidenschaftlicher Anhänger der polnisch-deutschen Verständigung
    00.00.1950 Mitbegründer und erster Vorsitzender der Hellmut-von-Gerlach- Gesellschaft in Düsseldorf (Hauptsitz Ost-Berlin), dem Vorläufer der Deutsch-Polnischen Gesellschaft e.V.
    In dieser Funktion nimmt er an zahlreichen, oft geheimen Treffen mit Vertretern der polnischen Regierung und der DDR-Regierung (z. B. Karl Wloch, Czyrek, Urbaniak) teil.
    00.00.1958 legt wegen sich verschlechternder Gesundheit den Vorstandsvorsitz der Hellmut-von-Gerlach-Gesellschaft nieder


    Heirat am 22.09.1927 auf Gut Rudelsdorf (Landkreis Groß Wartenberg [heute Drołtowice/ Landgemeinde Syców/Polen)]/Niederschlesien Annelies von Korn (* 17.01.1901 Gut Rudelsdorf; † 08.07.1993 Düsseldorf), Tochter des Dr. iur. Johann von Korn, Gutsherr auf Rudelsdorf, und der Lidy Freiin von Lüttwitz. Zwei Töchter, ein Sohn.

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  • Hallo Pie,
    ein wirklich hervorragend ausgearbeiteter Beitrag, der sich toll liest.
    Die Karten und die vielen Kurzbeschreibungen helfen in die Thematik besser reinzukommen.
    Vielen Dank für diesen gelungenen Thread!
    Gruß Olli

    Suche:
    Urkunden der Sturmgeschütze und Panzereinheiten. Ausserdem Dokumente von Einheiten die 45 im Kampfraum Berlin und Oder kämpften, egal welcher Zustand!

  • Hallo Pie,


    schönes Soldbuch eines Angehörigen der württembergischen 715. Infanterie-Division. Es gibt leider keine eigenständige Divisionsgeschichte. Vereinzelt findet man Erlebnisschilderungen in älteren Publikationen der Zeitschrift 'Alte Kameraden'


    Die rückseitige Beschriftung der Postkarte ergibt für mich irgendwie keinen Sinn. Ich lese u.a.


    ----
    Deckel für Kochtopf
    ----
    von den alten Wollsachen lange Strümpfe für die Kinder


    Grüße Walle

  • Hallo Pie,


    danke für die Vorstellung des Soldbuches aus Deinem Sammelgebiet.
    Ich lese Deine Beiträge immer gern, da diese immer umfangreich recherchiert sind.



    Die rückseitige Beschriftung der Postkarte ergibt für mich irgendwie keinen Sinn. ...


    Das scheint ja eher eine Art Einkaufs-/Mitbring-Zettel zu sein ?(


    "Enthaarungscreme (Eva oder .... )
    Deckel für Kochtopf
    4 Speckbrettchen
    von den alten Wollsachen lange Strümpfe für die Kinder"


    Gruss, anhaltiner.

    Suche:
    Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Hi Pie,


    danke fürs zeigen dieses netten Soldbuches! Deine Vorstellung ist wirklich besser wie jeder Geschichtsunterricht den ich damals in der Schule geniessen durfte bzw. wie jede Doku bei uns im GEZ bezahlten fernsehen.
    Danke für diese ausführliche Berichterstattung dieses Soldbuches.


    Gruss
    Olli

    :!: Gesucht werden aktuell :!: Urkundengruppe mit Kubanschild & Demjanskschild :!:
    Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) später 3.Panz. Gren. Div. / Panzer Grenadier Div. " Grossdeutschland" & Ihre Schwesterverbände sowie 8.Panz. Div. :!: Freue mich auf PNs von euch dazu ;tel;;KF;:!:


    Gruss
    Olli

  • Danke an Alle!


    Die Postkarte hat nicht so viel Sinn, ja! ?( Anni ist seine Ehefrau, aber ich kann nicht mir vorstelllen, wie er in einer russisches Lager einkaufen gehen könnte.

    viele Grüße aus Italien


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  • Hallo Walle,
    Ja, es gibt ein italienisches Buch ''La Strada per Imola'', wo in seinem Bibliografiie verschiedene Nummern der Zeitschrift 'Alte Kameraden' für die Informationen über die 715. ID zitiert sind. Ich habe leider nie diese Nummern gefunden.
    Ich weiss auch, ein Monument in Stuggart ist.

    viele Grüße aus Italien


    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Dokumenten der 715. ID, 356. ID (August - September 1944) und deutscher Einheiten in der Toskana und im zentralen Sektors der Grüne-Linie (Bologna - Imola - Faenza).

  • Hallo Zusammen,


    Ich bin gerade dabei das Tagebuch meines Urgroßvaters aufzuarbeiten.
    Dieser war auch in dieser Kompanie pz.jg.abt.715 .
    Aus dem Tagebuch geht hervor, dass er am 10.05. in sowjetische Gefangenschaft ins Lager Pacov kam.
    Leider ist es nur undeutlich, wo er entwaffnet und fest genommen wurde. Auch fehlt mir die Information wie/ wieso er von Italien nach Osten kam . Kann mir jemand von euch da zufällig weiterhelfen was speziell die Aufenthalte dieser Kompanie angeht?


    Liebe Grüße Nadja

  • Hallo Nadja,
    im Februar 1945 die 715.ID wurde von Verona (Italien) nach Prag übergeführt.
    In März 1945 kämpfte an der Olsa Ufer. Die 715. PJ-Abt. hatte hier schon "Hetzer" (2. Kompanie, Oblt. von Steynitz, am 28.04.1945 bei Leuthen gefallen) und halten die Linie in Groß-Gorschutz (?) mit Kampfgruppe Vogel (GR. 735). Am Ende April geriet die Division bei Mährisch-Ostrau in sow. Gefangenschaft.


    Gruß aus Italien
    Pietro

    viele Grüße aus Italien


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  • Lieber Pietro,


    vielen Dank für deine nette und schnelle Rückmeldung!
    Mit dem Tagebuch ist es mir gelungen, die Kriegsgefangenschaft sowohl örtlich als auch inhaltlich wieder zugeben. Auch sein Rückweg nach Deutschland ist mir inzwischen gelungen.
    Leider beginnt das Tagebuch so richtig detailliert erst mit dem Tag der Entwaffnung 1945. Das Taschenbuch an sich ist von 1941 und er hat auch in den Jahren immer wieder etwas eingetragen, allerdings zum Glück immer mit dem entsprechenden Jahr.
    Nun weiß ich aus seinem Soldbuch in welcher Kompanie er war, dass er von Italien nach Osten kam und mit deiner Hilfe auch, wo seine Kompanie gewesen ist.
    Aus seinem Tagebuch gehen mehrere Dinge hervor:
    1. am 24.03.1945 gibt es den Eintrag, der meiner Meinung nach "Loslau an" bedeutet. das würde heißen er war in Polen. (ggf. es heißt tatsächlich Loslau)
    2. Als nächster Eintrag kommt am 9.05. 1945 "Entwaffnung bei...….. "
    Dieser Ort ist mit ein Räsel. Er beschreibt in den folgenden 3 Tagen einen Fußmarsch von etwa 130 km ins Lager nach Pacov (Tschechien). Es könnte daher "Kudenberg" heißen --> und richtig geschrieben wäre es "Kuttenberg". Oder aber es bedeutet Kupferberg. Beide Standorte würden in etwa hinkommen.
    Nun frage ich mich, was zwischen Loslau und ggf. Kuttenberg oder Kupferberg geschehen ist.


    Kannst du/ oder ihr diese Stadt entziffern?


    Ich habe dir/euch einige Bilder angehängt, auf denen die Einträge und zu sehen sind. Vielleicht fällt euch dazu ja noch etwas ein.


    Liebe Grüße aus Berlin
    Nadja

  • Liebe Nadja,


    danke für diese Informationen und ich will mal versuchen "etwas" zu helfen.


    1.) Am 24.03.1945 gibt es den Eintrag, der meiner Meinung nach "Loslau an" bedeutet. das würde heißen er war in Polen. (ggf. es heißt tatsächlich Loslau)


    P.K.W. Opel von ..... getroffen. Meine Sachen alle kaputt. Fritz Raff gefallen.


    Der Obergefreite Fritz (Friedrich) Raff wurde am 25.11.1909 in Bernhausen geboren und ist am 24.03.1945 in Loslau (Polen) gefallen. Somit scheint diese Angabe im Kalender eindeutig zu sein.

    Beste Grüße
    Bolgorby

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    Suche alles der 5. Infanterie- und Jäger-Division:
    Regiment 14, Regiment 56, und Regiment 75, Artillerie-Regiment 5, Aufklärungsabteilung 5, Panzer-JägerAbteilung 5, Pionier-Bataillon 5, Sanitätskompanie 5, Nachrichtenabteilung 5

  • Liebe Nadja,


    nun zur Frage zwei:


    2.) Als nächster Eintrag kommt am 9.05. 1945 "Entwaffnung bei...….. "
    Dieser Ort ist mit ein Räsel. Er beschreibt in den folgenden 3 Tagen einen Fußmarsch von etwa 130 km ins Lager nach Pacov (Tschechien). Es könnte daher "Kudenberg" heißen --> und richtig geschrieben wäre es "Kuttenberg". Oder aber es bedeutet Kupferberg. Beide Standorte würden in etwa hinkommen.
    Nun frage ich mich, was zwischen Loslau und ggf. Kuttenberg oder Kupferberg geschehen ist.


    Ich lese hier den Namen "Kudenberg", jedoch kann dieser auch vom Ersteller falsch geschrieben worden sein, was nicht selten vorkam. Den Ort Kuttenberg gibt es in der Gegend und würde nach meiner Meinung gut passen. Es würde sich um das heutige "Kutná Hora" handeln, was etwa 80 Kilometer von Pacov entfernt liegt. Mit Umwegen können es gefühlte 130 Kilometer sein.....


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kutná_Hora


    Nun die Frage - was ist zwischen diesen Tagen und Wochen geschehen. Wenn man sich die Lage zu dieser Zeit anschaut, waren alle Einheiten bedacht, soweit wie möglich nach Westen zu kommen um nicht den Russen in die Hände zu fallen. Somit wird auch diese Einheit den Rückzug kämpfend in Richtung Westen geführt haben. Am 8. Mai kapitulierte dann die Deutsche Wehrmacht und diese Einheit wurde noch vor Erreichen der Westalliierten entwaffnet und ging wahrscheinlich in russische Gefangenschaft.


    Vielleicht kann jemand noch meine Einschätzung bestätigen.


    Beste Grüße
    Bolgorby

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  • Hallo Nadja,
    im Februar 1945 die 715.ID wurde von Verona (Italien) nach Prag übergeführt.
    In März 1945 kämpfte an der Olsa Ufer. Die 715. PJ-Abt. hatte hier schon "Hetzer" (2. Kompanie, Oblt. von Steynitz, am 28.04.1945 bei Leuthen gefallen) und halten die Linie in Groß-Gorschutz (?) mit Kampfgruppe Vogel (GR. 735). Am Ende April geriet die Division bei Mährisch-Ostrau in sow. Gefangenschaft.


    Gruß aus Italien
    Pietro

    Hallo Pietro,
    vielleicht interessiert dich das:
    Im Tagebuch sind diese Anhaltspunkte aus Italien, welche mein Großvater festgehalten hat:
    25.02. 1944 Grotta Ferratta
    25. 26.+27.05 1944 Marsch übers Gebirge bis Parlombara bei Tivoli


    Liebe Grüße
    Nadja

  • Hallo Nadja,
    sehr Interessant!
    Den Marsch sollte sein bis Palombara Sabina; nach dem schwere Kaempfen in Nettuno.
    Gibt es etwas von ende August - September 1944?


    Gruß aus Italien
    Pietro

    viele Grüße aus Italien


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  • Hallo Pietro,


    leider habe ich keine genauen Zeitangaben mehr. Aber ich habe noch folgende Informationen in den Dateianhängen.
    Zwei davon sind Orte, die auf Bildern vermerkt sind und das Jahr 1944.
    Das andere sind Stempel im Wehrpass.


    Vielleicht kannst du da mehr raus lesen, als ich :-)


    Liebe Grüße
    Nadja

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    • ov_2.jpg

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    • ov_4.jpg

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    • ov_3.jpg

      (8.91 kB, downloaded 59 times, last: )
    • ov_1.jpg

      (33.31 kB, downloaded 59 times, last: )
  • Hallo Nadja,
    die Fotos sind ein bisschen Klein, aber:


    1) Beiden Soldbuch haben am 1. September 1944 das gleiche Unterschrift. Leider mir ist nicht den Name des Offizier bekannt!
    2) Italien, Juni 1944. Die Division war ab anfang Juni im Raum Rimini.
    Wie gesagt, am 21. Juni 1944 berichtete die Division für die Panzerjäger-Abteilung 715:
    1 Kompanie - 8 Pak 40 7,5cm
    2 Kompanie - 2 Pak Sfl. (Wahrscheinlich Marder oder ähnlich), 3 waren unterwegs von Florenz.
    3 Kompanie (Flak) - 9 Flak.


    3) Pitignano (?), ich bin aber nicht sicher.


    Es ist möglich mehr Fotos zu sehen?


    Gruß aus Italien
    Pietro

    viele Grüße aus Italien


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  • Hallo Pietro,


    welche Art von Bildern meinst du?
    Liebe Grüße Nadja

  • Hallo Nadja,
    wenn möglich Foto der Vorderseite der Fotos und auch mehrere Fotos des Soldbuch!
    Es wäre interessant, mehr zu sehen: die 715.ID ist mein Haupthema.


    Herzlichen Grüße aus Italien
    Pietro

    viele Grüße aus Italien


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  • Hallo Pietro,


    sehr gerne. Ich lade mal einige Fotos und Bilder des Soldbuches hoch.


    Liebe Grüße
    Nadja

  • Lieber Pietro,


    irgendwie bekomme ich das mit den Bildern hier nicht so richtig in den Griff. Obwohl sie bei mir vollständig angezeigt werden, sind sie hier seitlich abgeschnitten.
    Ich hoffe du kannst trotzdem einiges lesen.


    Weißt du zufällig wo die Kompanie am 21.05.1944 war? Hier wurde mein Urgroßvater offensichtlich durch einen Kampf mit einer Verbrennung verwundet und war daraufhin 4 Tage im Lazarett. Hier gibt es allerdings nur dieses Kürzel für die Bezeichnung des Lazaretts:
    Ti.V. M(?) III/M25


    Liebe Grüße
    Nadja

  • So. Ich habe nun alle Orte zusammengefasst, die ich mit dem Tagebuch und dem Soldbuch zusammentragen konnte:



    • Karlsruhe 04.04.41
    • Baden-Os 10.05.41
    • Angoulême 02.06.41
    • Labretonie 10.07.41
    • Angoulême 05.12.41
    • Luxey 05.01.42
    • Mimizan-Bourg 13.03.42
    • Saint-Julien-en-Born / Contis les Bains 20.04.42
    • Labouheyre 15.02.42
    • Saint-Julien-en-Born 15.06.42
    • Labouheyre 24.08.42
    • Arcachon 02.10.42
    • Cap Ferret 27.10.42
    • Boucau 05.12.42
    • Biarritz 20.02.43
    • Ainhoa 16.05.43
    • Saint-Jean-de-Luz 25.06.43- 08.07.43


    • Bordeaux 16.07.43 - 09.08. 43

    (fehlende Informationen)

    • Grotta Ferratta 25.02.44
    • Palombara Sabina 27.05.44

    (fehlende Informationen)

    • Loslau 24.03.45

    (fehlende Informationen)

    • 09.05.45 Entwaffnung bei Kuttenberg
    • Gefangenschaft in Pacov
  • Hallo Nadja,
    vielen Dank. Das Soldbuch ist sehr Interessant!
    Er war ab 1941 mit der 715. ID. Früher war er mit der GR. 725 (Oberst Jörling Karl im Mai 1941 bis ??; ab März 1944 Oberst Hepp Rudolf, bis Juli 1944).
    Der Stab III / GR. 725 entwaffnete am 8. Septmeber 1943 in Grasse (Frankreich) der Stab I. Armeekorps (it.) ohne besondere Schwierigkeiten.


    Ab Januar 1944 war die Division in Italien im Raum Anzio/Nettuno, sie kämpfte am Anfang im Raum Campoleone / Aprilia (Unternehmen Fischfang) und hier hatte schwere Verluste: von 30.1 bis 29.2 399 gefallene, 1241 Verwundete und 602 Vermisst oder in allierten Gefangenschaft.
    Dann war sie im Raum Borgo Pogdorica / Cisterna (siehe Karte), wahrscheinlich wurde dein Urgrossvater hier verwundet. Am 21 / 22 Mai 1944 starteten die Alliierten eine Offensive über die Front der Brückenkopf Anzio / Nettuno (Unternehmen Buffalo).


    § Palombara Sabina 27.05.44, hier versammelt sich die Division. Der Kdr. schreibt an seinen Männer:
    "Die Division hat sich gut geschlagen. Sie wurde umfasst, hat ihre schweren Waffen verloren, dafür kann keiner von uns. Das Zurückgehen über die Berge ging vielleicht etwas schnell, aber das ist nun nicht mehr zu ändern"
    Laut Meldung der 28 Mai 1944, bei der GR. 725 waren es verfügbar nur 3 Offz., 5 Uffz. und 60 Mann, bewaffnung nur Gewehre und Pistolen.
    Dann war die Division im Raum Rimini im Auffrischung.


    § Der Name in der Foto ist "Dikomano 1944", es ist bei Florenz. Es sollte der August 1944 sein. Ich wohne bei dieses Ort, sehr schön!


    § Der Unterschrift der Urkunde der KVK II mit Schwerten ist von Major Hiller, Adjutant in der Stab der Division.


    Danke für uns Zeigen!

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    viele Grüße aus Italien


    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Dokumenten der 715. ID, 356. ID (August - September 1944) und deutscher Einheiten in der Toskana und im zentralen Sektors der Grüne-Linie (Bologna - Imola - Faenza).

  • Mein Bachelorthesis, leider auf Italienisch! "Die 715. ID in Frankreich"


    Wenn Sie wollen, ich kann Ihnen mehr Dokumenten (Artikeln, Fotos, Informationen) schicken.


    Gruß aus Italien

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