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Hauptmann Paul Fischer, II./Kampfgruppe z.b.V. 323 (Me 323 "Giganten")

  • Hallo Zusammen,


    ich möchte euch heute mal den Nachlass des späteren Hauptmann Fischer vorstellen. Fischer begann seine Laufbahn als Gefreiter beim Heer in Goslar und beendete den Krieg als Hauptmann der Luftwaffe.



    Zwar erhielt Fischer keine hohe Tapferkeitsauszeichnungen, aber ein interessanter Werdegang und eine äußerst interessante Einheit.


    Der spätere Hauptmann Paul Fischer wurde am 27.07.1912 in Gelsenkirchen geboren.


    Lt. einer Internetquelle trat Fischer am 1.10.1931 beim 12./Infanterie-Regiment 17 in Celle in die Reichswehr ein. Welche Laufbahn er dort einschlug und wie seine Karriere verlief ist nicht bekannt.


    Am 15.01.1937 wechselte der nunmerige Unteroffizier Fischer (Bef. am 01.08.1935) vom Heer zur Luftwaffe und wurde zur Flugzeugführerschule nach Celle versetzt. Dort wurde er bei der 2. (Schwere) Komapnie
    zunächst zum Fliegerschütze (Bordmechaniker) ausgebildet.


    Am 01.02.1937 erfolgt durch den Kommandeur der Fliegerschulen (Land) die Beförderung zum Feldwebel.


    Feldwebel Fischer beendete den Lehrgang kurze Zeit späterund erhielt am 14.07.1937 das Abzeichen für Fliegerschützen. Die Urkunde im Format A4 wurde vom späteren Generalfeldmarschall v. Greim
    unterzeichnet.


    Im selben Monat, am 29.07.1937, erfolgte bereits die Beförderung zum Oberfeldwebel.


    Laut eines umgestalteten Flugblatts nahm Ofw. Fischer dann als Bordmechaniker der 5. Kampfstaffel im Rahmen der Kampfgruppe Oberstleutnant Heidenreich (Anton, später Generalmajor) vom 11.03.1938 – 13.03.1938 an einem sogenannten „Befreiungsflug“ von Landsberg – Salzburg – Linz – Steyr - St. Pölten - Wien und zurück teil. Leider konnte ich dazu nichts in der Literatur oder im Internet finden.


    Ich vermute, dass es mit dem bevorstehenden und von Deutschland geplanten Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich zu tun hat. Eventuell um die militärische Stärke zu zeigen o.ä. Vielleicht weiß hier ein Forumsmitglied mehr darüber


    Fischer wurde am 01.07.1940 zur frisch aufgestellten Kampfgruppe z.b.V. 105 versetzt. Bei den Kampfgruppen z.b.V. Handelte es sich um Transportfliegereinheiten, die mit Ju 54 ausgerüstet waren.


    Die Kampfgruppe zbV 105 wurde im März 1940 mit drei Staffeln Ju 52 N aufgestellt und transportierte nachschub u.a. nach Norwegen. Bereits im Schul-Einheiten. Der Stab blieb jedoch bestehen.



    Fortsetzung folgt

  • Fischer seit 18.05.1940 Offiziersanwärter (Kriegsoffizier) wurde am 01.10.1940 direkt zum Oberleutnant ernannt und verblieb vermutlich dann die kommenden Monate im Stab der Kampfgruppe z.B.V. 105.


    Am 18.03.1941 erfolgte seine Versetzung zur Kampfgruppe z..b.V. 104.


    Diese Transportfliegereinheit wurde im Februar 1941 in Berlin mit vier Staffeln Ju 52 neu aufgestellt. Die Gruppe nahm im Sommer 1941 an der Besetzung Griechenlands teil.


    Oberleutnant Fischer erhielt für seine Einsätze am 26.07.1941 das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Die Urkunde ist von General der Flieger Hans Geisler unterschrieben.


    Zusätzlich zu seinen Kampfeinsätzen ließ sich Fischer als Beobachter ausbilden. Am 16.09.1941 erhielt Fischer das Beobachterabzeichen. Die Urkunde im Format A5 wurde von General der Flieger Kastner unterschrieben.


    Nur wenige Tage später erhielt Fischer die Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze. Dies war zu dieser Zeit für Angehörige der
    Tansportflieger üblich, da die Frontflugspange für Transportflieger zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestiftet war.


    Die Urkunde im Format A4 wurde durch den Gruppenkommandeur, Oberstleutnant Alexander Freiherr von Jena unterschrieben.


    Im März 1942 wurde die Gruppe nach Berlin verlegt und aufgefrischt. Ab Mai 1942 war die Gruppe in Russland nach Rußland (Poltawa/Rostock).


    Am 01.09.1942 erfolgte Fischer's Beförderung zum Hauptmann.


    Im November 1942 wurde die Gruppe zur II./Kampfgeschwader z.b.V. 323 (Giganten) und entsprechend umgeschult. Im Mai 1943 in
    Transportgeschwader 5 umbenannt, blieb Fischer bis zum 01.10.1943 dort.


    Für seine Einsätze in Russland erhielt Fischer am 20.03.1943 den Ärmelschild 'Krim'. Die Schmuckurkunde mit abgebildetem Abzeichen trägt die Faksimili-Unterschrift von Gen.Feldm. v. Mannstein

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  • Für die Einsatze zur Versorgung der Heeresgruppe Afrika von Sizilien aus erhielt Fischer am 1.5.1943 das Ärmelband Afrika. Die Urkunde im typischen Stil für die Angehörigen der Luftwaffe in Farbe und mit abgebildeter Palme.


    Am 19.05.1943 folgte die Verleihung der Frontflugspange für Transportflieger (im Juni1942 gestiftet).


    Die Urkunde im Format A5 wurde vom Geschwaderkommodore des Transportgeschwader 5, Oberstleutnant Damm unterschrieben.


    Etwas verspätet erfolgt am 06.07.1943 die Verleihung der rumänischen Medaille 'Kreuzzug gegen den Kommunismus mit der silbernen Spange 'Bug'. Die ausschließlich für die 2. Gruppe des TG 5 gestaltete Urkunde wurde von Hauptmann Schaffenberg unterschrieben.


    Als letzte Kriegs- und Tapferkeitsauszeichnung erhielt Hauptmann Fischer am 03.09.1943 das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Die Urkunde wurde von General der Flieger Coeler, dem Kommandierenden General des XIV. Fliegerkorps unterschrieben.


    Vom 02.10.1943 bis 31.08.1944 ist Fischer dann beim Stab des Generals der XIV Fliegerkorps. Der Stab war bei der Aufstellung in Tutow staioniert, verlegte aber im Februar 1944 auf das Schloß Putbus/Rügen.


    Offensichtlich blieb Fischer dort genug Freizeit für den Sport und bekommt am 29.08.194 das Reichssportabzeichen in Silber .
    Ab 01.09.1944 ist Fischer bis Kriegsende bei einer Ergänzungstransportgruppe.


    Auf dem Bildausschnitt, wo Fischer zusammen mit einem unbekannten Offizier zu sehen ist, trägt Fischer seine bis dahin verliehenen
    Auszeichnungen sowie ein Segelfliegerabzeichen (C). Fischer war meinen Unterlagen zu Folge aktives Mitglied beim NSFK und Segelflieger.



    Grüße Walle

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  • Hallo Walle,


    gratuliere Dir - tolles Konvolut, dass einen sehr interessanten Werdeganb bei der Luftwaffe zeigt.


    Ein Soldat, der wirklich viel herum gekommen ist, eindrucksvoll dokumentiert durch die schönen Urkunden.


    Alleine die Kombination Afrika/Rußland ist beeindruckend und habe ich in meiner eigenen Sammlung nur zwei mal.


    Hervorragendes Fotomaterial und lebendig geschrieben - vielen Dank für die Vorstellung.


    Es grüßt Dich - Armin.

    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

  • Nur wenige Tage später erhielt Fischer die Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze. Dies war zu dieser Zeit für Angehörige der
    Tansportflieger üblich, da die Frontflugspange für Transportflieger zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestiftet war.


    Die Urkunde im Format A4 wurde durch den Gruppenkommandeur, Oberstleutnant Denz unterschrieben.

    Hallo Walle,


    hast Du weitere Info zu Oberstleutnant Denz?


    Meiner Meinung nach müsste die Unterschrift von Axel Freiherr von Jena sein.


    Gruß
    Walter

  • Hi Walle,


    jetzt will ick auch mal meine Begeisterung zu dieser Gruppe kund tun! kann ja nun nicht mehr viel ergänzen! da passt einfach alles... Urkunden im guten Zustand ** Tolle Einheit bzw. interessante Maschinen. Und die Einsatzorte natürlich auch der Hammer 8o
    Danke fürs teilen und bewahren für die Nachwelt.


    Sammlergruss
    Olli

    :!: Gesucht werden aktuell :!: Urkundengruppe mit Kubanschild & Demjanskschild :!:
    Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) später 3.Panz. Gren. Div. / Panzer Grenadier Div. " Grossdeutschland" & Ihre Schwesterverbände sowie 8.Panz. Div. :!: Freue mich auf PNs von euch dazu ;tel;;KF;:!:


    Gruss
    Olli

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