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Stempel Gericht der Etappenkommandantur

  • Hallo,


    anbei ein schöner, handgravierter Stempel eines Gerichts einer Etappenkommandantur. Leider weiß ich nicht von welcher der 354 Etappenkommandanturen er stammt. Vermutlich muß er in Kombination mit einem anderen Stempel verwendet worden sein. Leider habe ich bisher noch kein Dokument mit diesem Stempel finden können...


    (Bild der Platte gespiegelt! Bin bis Montag unterwegs, Antworten können daher u.U. etwas dauern)


    Viele Grüße,
    Dierk

  • Hallo Dierk,


    toll, genau mein Ding! Danke fürs Zeigen!


    Wir haben hier ganz klar den Wappenadler des Deutschen Kaiserreichs mit auf der Brust den Wappenadler des Königreichs Preußen und befinden uns zeitmäßig somit im Zeitraum zwischen 1871 und 1918.


    Beste Grüße


    Gustav

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  • Hallo,


    danke für Deinen Beitrag.


    Ja, ich finde die Stempel aus dieser Zeit auch sehr reizvoll. Mit der Lupe sieht man schön, wie detailliert der Graveur allein schon die Kette des schwarzen Adlerordens herausgestochen hat.
    Mich würde interessieren, wie lange ein erfahrener Graveur dafür gebraucht hat - da ich mich selbst mit gravieren beschäftigt habe, weiß ich, wie schwierig es schon ist, nur eine Zeichnung auf das Material zu übertragen. Und dann muß es erst noch mühsam herausgearbeitet werden.
    Da ja jede Behörde, militärische Einheit und und und mehrere solcher Petschaften hatte, müssen da sehr viele Meister tausende von Stunden verbraten haben.


    Nächste Woche zeige ich noch drei Stempel mit rein preußischen Adler - 1x militärisch, 1x Notar und 1x Polizei.


    Viele Grüße,
    Dierk

  • ... hi Dierk, mache doch bitte mal mit dem Stempel/Siegel des Gerichts einen
    Testabdruck und stelle ihn hier ein. Ich glaube, das Ergebnis wird interessant.

    So, Hartmut. Anbei der Abdruck, nicht so einfach mit einem Metallstempel, müßte man wohl etwas Leder oder Gummi unter das Papier legen, damit der Abdruck satter wird...


    Viele Grüße,
    Dierk

  • Hallo Dierk,


    danke, auch für mich interessant. Es ist sowieso zu hinterfragen, wann Gummi- und wann Metall-Matrizen verwendet wurden, zumal Gummi zwar empfindlicher war aber doch sauberere Abdrücke lieferte.


    Welchen max. Durchmesser hat der Stempel? Ab ca. 1900 hatten sie ca. 32 mm.


    Beste Grüße


    Gustav

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  • ... erst mal Dank an Dierk für den Stempelabdruck!


    Dann zur Frage Stahl oder Gummi.
    Gummistempel lassen sich relativ einfach herstellen, bei Metallen dauert es länger und
    ist etwas komplizierter. Ich könnte jetzt dazu einen langen Artikel schreiben.


    Kurz zum Prinzip eines einfacher Stempels, z.B. Adressenstempel. Es wurden die 3
    oder 4 Zeilen mit Bleibuchstaben gesetzt (Zustand: Seitenverkehrt). Dann wurde von
    diesem Satz eine Mater geprägt (Zustand: Seitenrichtig). Diese Mater wurde dann mit
    Gummi/Kunststoff ausgegossen (Zustand: Seitenverkehrt). Dann wurde dieses kleine
    Stück Gummi/Kunststoff mit den Adressenzeilen mit einer beidseitig klebenden
    Spezialfolie (nach Art des Teppichklebebands) auf die entsprechende kl. Holzplatte
    geklebt. Holzgriff dran, fertig war der Stempel (immer noch seitenverkehrt).
    Stempel dann eingefärbt und mit leichtem Druck auf das Papier gebracht (seitenrichtig).


    Noch zur Frage Gummi oder Metall:
    Gummi schmiegt sich dem Papier mit relativ wenig Druck an.
    Metall braucht relativ viel Druck, daher ist die Masse der Stempel aus Gummi.
    Gummistempel nutzen sich genau wie die Bleibuchstaben relativ schnell ab, lassen
    sich aber auch relativ schnell und günstig wieder herstellen. Deshalb waren
    die Metalldruckplatten (Klischees) früher fast unbegerenzt haltbar. Der Bleisatz mußte
    dann früher dann bei hohen Auflagen erneuert werden, die Klischees aber nicht.
    Diese waren in der Anschaffung bedingt durch die Herstellung wesentlich teurer.


    Werde euch die nächsten Tage mal eine Bleiform für einen Stempel vorstellen.

  • ... und hier mal ein Schriftsatz aus Blei und Messing für einen
    Stempel aus dem Jahr 1976. Diese Form wurde von mir gebaut.
    So eine anspruchsvolle Satzform in Form einer längeren Bastelarbeit
    steht in keinem Schriftsetzerlehrbuch.


    Gut zu erkennen die 3 verschiedenen Schriften:
    - Helvetica 6 P. schmalmager
    - Helvetica 8 P. halbfett
    - Helvetica 12 P. schmalhalbfett


    Auch die ganzen nichtdruckenden Teile, wie Stege, Regletten, Quadrate, Gevierte,
    Spatien usw. sowie das Kolumnenband sind gut zu erkennen.


    Der Stempel war für das BaL-Korps (Beamtem auf Lebenszeit) der
    Technischen Abteilung des Grenzschutzkommandos Nord in
    Winsen/Luhe (Abt. existiert nicht mehr - Grenzöffnung).

    Files

    • 1.JPG

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    • 1a.JPG

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    • 1b.JPG

      (503.47 kB, downloaded 3 times, last: )

    Gruß Hartmut
    Suche Urkunde Spange EK I

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