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Drei Preussen...

  • Hallo!


    Hier noch meine weiteren Stempel Petschaften - einer für Siegellack und zwei für Stempelfarbe.


    Der Notarsstempel hat 35mm, der stärker abgenutzte Stempel von der "Königlich Preussische(n) Kassenverwaltung d. II. Bataillons Res.-Inf.Rgts. No. 12" etwa 34,5mm und der ältere Polizeistempel hat 30mm. Den Polizeistempel würde ich so ungefähr ins Jahr 1850 verorten, die Buchstaben RW dürften den Amtsinhaber/Dienststellenleiter benannt haben - das königliche Monogramm wurde dafür unterschlagen. Wer das seinerzeit war, konnte ich nicht herausfinden.


    Viele Grüße,
    Dierk

  • ... schönes Siegel, schöne Stempel!


    Zum Siegellack/Siegel:
    Das Material für die Siegel war Siegellack. Dieser wurde in kleinen Stangen
    geliefert. Erhitzt wurden die Siegellackstange mittels eines Feuerzeuges oder einer
    Kerze. Man tropfte den sehr heißen fließenden Lack auf die Stelle des zu setzenden
    Siegels. Danach wurde das Metallsiegel mittig auf die heiße Siegellackmasse
    gedrückt. Nach Aushärtung ergab es dann ein schönes rotes Siegel.


    Bei Nutzung von Gummisiegeln wäre die Lebensdauer dieser aufgrund der hohen
    Temperatur des Siegellacks wahrscheinlich sehr gering.


    Im realen Leben wurde das Dienstsiegel kaum noch genutzt. 1x im Jahr für
    das jährlich neu zu erstellende Planstellenverzeichnis sowie für Sporturkunden,
    die besonders schön aussehen sollten.


    Nach Änderung der Einheitsbezeichnungen gab es nur noch neue Dienststempel.

  • Hallo Hartmut,


    ich vermute, daß die Siegellackpetschaften beim Notar prinzipiell wichtiger waren, jedenfalls sieht man diese auf Börsen usw. noch häufiger.


    Beim Militär war das vermutlich nur bei bestimmten Stellen nötig, ich besitze z.B. ein solches nur von einer Kassenverwaltung der Reichsmarine. Wahrscheinlich wurden auch Geldbriefe u.ä. so versiegelt.
    Bei Bodenfunden habe ich anscheinend bisher nur Tintenstempel wahrgenommen, eine „normale“ Einheit brauchte so etwas wohl selten oder nie.


    Viele Grüße,
    Dierk

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