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Obergefreiter der II. Abt./Art.Rgt. 7

  • Guten Abend Freunde im Forum,


    heute möchte ich Euch das kleine Urkundenkonvolut des ehemaligen Obergefreiten Josef Schramm vorstellen. Leider nicht ganz komplett und auch ohne Foto, trotzdem aber nicht uninteressant und so soll Josef Schramm ein kleiner Platz gewidmet sein.


    Zu den Dokumenten gehört auch ein handgeschriebener Lebenslauf, so dass eigentlich keine Fragen offen bleiben. Geburtstag und -ort usw. seht Ihr in diesem Lebenslauf. Sein Dienst begann bei der leichten Artillerie in München, also nehme ich an, bei der Art.Ers.-Abt. 7. Seine Einsatzzeit an der Front verbrachte er vermutlich hauptsächlich bei der II. Abt./Art.Rgt. 7. Seine Frontzeit begann mit dem Einsatz gegen Frankreich und dann ab Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion bis zum 01.07.1944, dem Tag seiner Verwundung, wegen der er seine rechte Hand verlor. Und damit war seine Kriegsdienstzeit beendet, aber er hat zumindest überlebt.


    Zu den Dokumenten:


    - die Verleihungsurkunde zur Ostmedaille unterschreibt der Abt.-Kommandeur Hauptmann Geisbe. Dieser übernahm die II. Abt. im August 1942 von Hauptmann Mack (dessen Dokumente habe ich hier im Forum schon vorgestellt.) Im Laufe des 2. Halbjahres 1943 verliess Hauptmann Geisbe wieder die Abteilung. Das genaue Datum geht aus der Chronik des AR 7 leider nicht hervor.


    - erhalten geblieben ist eine Feldpostkarte mit patriotischem Spruch. Den Text habe ich aufgrund des privaten Inhaltes nicht eingescannt.


    - sehr interessant finde ich die Bescheinigung als Angehöriger der kämpfenden Truppe (Format A6). Leider kann ich die Unterschrift nicht lesen. Kann einer von Euch helfen?


    - Übersendungsschreiben und die Verleihungsurkunde zum KVK 2. Klasse sind beide im Format A5.


    - da die Rückseite des Lebenslaufes nur zur Hälfte beschrieben ist, habe ich sie auch nicht ganz eingescannt.


    - Fehlen tut meines Erachtens das Besitzzeugnis zum Verwundetenabzeichen in Schwarz und/oder Silber. Vielleicht wurden diese bei Kriegsende erst gar nicht mehr ausgestellt.


    Ein kleines Stück Geschichte, in dessen Zentrum Josef Schramm steht.


    Danke für das Anschauen, deswegen jetzt zu den Scans.


    Es grüßt Alle – Armin.

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  • Hi Armin,


    interesssant finde ich an diesem kleinen Konvolut die Bescheinigung, dass Schramm Angehöriger der kämfenden Truppe ist. Es gibt ja von anderen Einheiten den Ausweis für Grabenkämpfer, womit diverse Vergünstigungen verbunden waren. Das war offensichtlich nicht der Fall oder kennst du eine solche Vergünstigung im Rahmen der 7. ID?


    Schramm, als Angehöriger der Stabsbatterie, war mit Sicherheit als Funker, Fahrer etc. eingesetzt, da er wegen seiner Verdienste das Kriegsverdienstkreuz verliehen bekam. Dafür spricht auch, dass er auf Grund seiner langer Zugehörigkeit zur Batterie bis zur Verwundung auf jeden Fall das Sturmabzeichen hätte haben müssen.


    Die Urkunde zum Verwundetenabzeichen in Silber (Verlust der Hand) müßte Schramm auf jeden Fall entweder vom Lazarett oder vom zuständigen Wehrkreis bekommen haben. Mitte 1944 wurde da schon noch genau nach Vorschrift gearbeitet. Leider kenne ich die Erlasslage nicht genau, was die Verleihung des EK 2 in diesem Fall betrifft.


    Grüße Walle

  • Servus Walle,


    ja ich glaube Du hast Recht. Freut mich, dass der Beitrag interessiert hat.


    Gruß an Alle - Armin.

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  • Hallo Armin,


    ich kann mich hier Walle nur anschließen. Die Bescheinigung der kämpfenden Truppe habe ich so auch noch nie gesehen und ist sehr interessant. Nach meiner Meinung muss diese Bescheinigung aber etwas "bewirkt" haben - einfach so ist diese doch sicher nicht ausgestellt worden. Es könnte gut sein, dass solche Bescheinigungen als "Passierschein" im rückwärtigen Gebiet gegolten haben.


    Beste Grüße
    Bolgorby

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  • Hallo Bolgorby,


    Danke für Dein Feedback. Leider kann ich diese "Außenwirkung" nicht weiter erklären.
    Vielleicht ergibt sich mal später etwas in der Richtung.


    Es grüßt Dich - Armin.

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  • Quote from Bolgorby

    ...Es könnte gut sein, dass solche Bescheinigungen als "Passierschein" im rückwärtigen Gebiet gegolten haben...

    Hallo,


    denke ich eher nicht.
    Meine Vermutung geht in folgende Richtung:
    Wir haben es hier mit einem Angehörigen eines Artillerieregiments zu tun.
    Die Batterien eines AR waren teilweise für längere Zeit ortsfest aufgebaut und dienten der Sicherung des Frontverlaufs und der eigenen Stellungen, auch etwas weiter hinter der HKL. Entsprechend Reichweite der Geschütze waren das schon etliche hundert Meter von der Front weg.
    Nun mussten die Soldaten für diesen Zeitraum bei Ihren Geschützen bleiben und der Dinge harren, konnten und durften nicht weg, während die Leute vom Tross die Verpflegung und die Feldpost zu den Batterien brachten.
    Wenn nun ein Artillerist irgendwo weiter weg von seinem Batterie-Standort von der Feldgendarmerie aufgegriffen wurde, musste der sich erklären was er da will, sonst käme er in Verdacht, sich evtl. zu drücken oder gar abhauen zu wollen.
    Und dafür war meiner Meinung nach diese Bescheinigung hilfreich. Es steht ja auch ausdrücklich drauf, das er zur kämpfenden Truppe gehört und im Gebiet vorwärts des Div.gef.standes eingesetzt ist, zB. als Vorgeschobener Beobachter (VB). Eine Vergünstigung bei irgendwas wie für den Grabenkämpferausweis wird es dann wohl auch nicht gegeben haben.
    Ob ich damit richtig liege, weiß ich natürlich auch nicht.


    Gruss, anhaltiner.

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    Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

  • Servus Anhaltiner,


    sieht auch schlüssig aus und macht mich jetzt etwas unsicher.
    Denkbar wären beide Möglichkeiten, die, die Du aufgezeigt aber auch die vom Bolbogby.
    Ich werde wohl auf einen Nachlass mit einem Tagebuch warten müssen, um es zu bestätigen.


    Danke für Deine Mithilfe - es grüßt Dich - Armin.

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  • Hi Matthias,



    Nun mussten die Soldaten für diesen Zeitraum bei Ihren Geschützen bleiben und der Dinge harren, konnten und durften nicht weg, während die Leute vom Tross die Verpflegung und die Feldpost zu den Batterien brachten.
    Wenn nun ein Artillerist irgendwo weiter weg von seinem Batterie-Standort von der Feldgendarmerie aufgegriffen wurde, musste der sich erklären was er da will, sonst käme er in Verdacht, sich evtl. zu drücken oder gar abhauen zu wollen.

    da die Artillerie idR natürlich nicht direkt vorne im Graben stand, ist die Distanz zur Infanterie einfach normal. Ich spekuliere hier einfach auch mal drauf los, weil ich es einfach nicht sicher weiss, aber...


    Wo in Russland im Jahre 1944 (kurz vor der großen Offensive) hättest du als Landser hinwollen. In Richtung Dtsch. Reich unmöglich, zu den Russen als Überläufer war zumindest dein Schicksal fraglich. Ein Feldgendarm konnte ja anhand deines Soldbuchs oder einfach anhand einer Überprüfung deiner Angaben den Tatverdacht einer möglichen Fahndenflucht entkräften.


    Ein VB dürfte der Schramm mMn nicht gewesen sein, da er sonst zumindest das EK 2 und nicht ein KVK bekommen hätte, da VB's bei der Infanterie im Graben oder nicht viel weiter davon weg saßen, um das Feuer wirkungsvoll leiten zu können.


    Was mir aber jetzt im Zusammenhang mit Feldgendarm und Etappe kam, ist die Tatsache, dass 1944 die Personaldecke bei der Dtsch. Wehrmacht überall mehr als knapp war. Bedingt durch Partisanentätigkeit (und so kurz vor der russ. Offensive bestimmt noch mehr als sonst) waren die Einheiten gezwungen, sogenannte Jagdkommandos oder auch Alarmeinheiten zu bilden, um ihre Nachschubwege zu sichern. Da landeten dann meistens die Soldaten, die aus dem Lazarett oder Urlaub kamen und vorzugsweise diejenigen, bei denen man der Meinung war, dass sie z.Zt. an der Front selbst nicht fehlten und somit die Kampfkraft nicht schwächten. Da waren dann die Bäcker, Schmiede etc. dran.


    Es könnte also durchaus sein, dass Schramm diese Bescheinigung seiner Batterie hatte, um eben einem solchen 'Heldenklau' nicht ausgeliefert zu sein, in dem er belegen konnte, dass er neudeutsch "systemrelevant" ist und an der Front (kämpfende Truppe) gebraucht wurde


    Würde mich echt interessieren, ob es sich klären läßt.


    Grüße Walle

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