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Soldbuch für einen Unteroffizier der 4./Inf.Rgt. 61 und 4./Gren.Rgt. 61

  • Guten Abend Freunde im Forum,


    heute möchte ich Euch das Soldbuch des früheren Unteroffiziers Karl Eichlinger vorstellen.


    Dieser wurde am 1.11.1912 in Ingolstadt geboren. Das Soldbuch wurde am 19.2.1942 ausgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war Herr Eichlinger bereits Gefreiter. Das bedeutet, dass er schon vorher seine Dienstpflicht oder freiwillige Verpflichtung erfüllt hat und dann aus dem Wehrdienst entlassen wurde. Auf Seite 22 ist vermerkt, dass er am 31.5.1940 mit der „Erinnerungsmedaille 1.10.1938“ ausgezeichnet wurde. Diese könnte ihm während seiner ersten Dienstzeit bei der Wehrmacht oder Angehöriger einer anderen Organisation/Verbandes verliehen worden sein. Ich vermute, dass er danach aufgrund seines Berufes „Kaufmann“ als „uk = unabkömmlich“ gestellt wurde.


    Nach der erneuten Kurzausbildung kam er als Feldeinheit mit der 2. Komp./Feldersatz-Btl. 7/II an die Ostfront zur 4. Komp./Infanterie-Rgt. 61. Hier wurde er am 1.8.1942 zum Obergefreiten und am 1.8.1943 zum Unteroffizier befördert. In diesem Zeitraum fanden die Stellungskämpfe im Raum Gshatsk und die Rückzugskämpfe im Raum Spass-Demjansk statt. Diese endeten März 1943 im Orelbogen. Nach monatelangem Stellungskampf erfolgte im Juli/August 1943 die Angriffsschlacht von Orel. Dabei wurde der Unteroffizier Karl Eichlinger am 1.9.1943 schwer verwundet (Explosionsgeschoß an beiden Beinen).


    Ab dieser Verwundung wurde Karl Eichlinger bei verschiedenen Lazaretten bis zum 13.1.1944 bei behandelt. Dann wurde er als „Kriegsverwendungsfähig = K.v.“ zur Truppe entlassen. Aufgrund seiner schweren Verwundung blieb ihm aber ein weiterer Fronteinsatz erspart. Eingesetzt wurde er bei der Granatwerfer-Ausb.-Kp. des Wehrkreis-Unterführer-Lehrganges VII in Hohenfels/Oberpfalz. Hier geriet er auch in amerikanische Gefangenschaft. Am 7.5.1945 wurde er vom 203. CID-Kommando entlassen. So wie ich den Eintrag auf Seite 3 verstehe, war eine ständige Anwesenheit als Kriegsgefangener nicht notwendig.


    Für seinen Einsatz bei der 4. Kompanie/Inf.Rgt. 61 bzw. nach Umbenennung 4. /Gren.-Rgt. 61, wurde er nach seiner schweren Verwundung mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, dem Infanteriesturmabzeichen in Silber und dem Verwundetenabzeichen in Schwarz ausgezeichnet.


    Herr Karl Eichlinger hat den Krieg somit überlebt. Das Soldbuch ist mit einem ausdrucksvollen Uniformbild versehen, auf dem man schön die Schulterstückauflagen „61“ erkennen kann. Leider ist der Zustand stark gebraucht, aber das ist kein Wunder, wenn man bedenkt, wie lange es gebraucht wurde. Naja und wie meistens: Wenn ein Betrachter dieser Vorstellung Informationen über den Verbleib weiterer militärischer Dokumente von Herrn Eichlinger hat, freue ich mich über jede Nachricht.


    Jetzt zu den Scans – es grüßt Euch Armin.

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