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Soldbuch für Wachtmeister des Art.Rgt. 7 und 1./lei. Art.-Abt. 851

  • Guten Abend Freunde im Forum,


    heute möchte ich Euch das Soldbuch eines Soldaten vorstellen, der den größten Teil seiner Militärdienstzeit beim Art.Rgt. 7 der 7. Infanterie-Division verbracht hat. Es handelt sich um das Dokument des ehemaligen Wachtmeisters Ludwig Rauscher. Dieses Soldbuch kam leider ohne weitere Begleitpapiere oder Informationen des Vorbesitzers in meine Sammlung, so dass ich Euch nur die Daten präsentieren kann, die in dem Soldbuch enthalten sind. Das Soldbuch ist in gebrauchtem Zustand und an zwei Stellen im Innenleben mit Pflasterband fixiert worden.


    Ludwig Rauscher wurde am 30.12.1916 in Weilheim geboren und war von Beruf landwirtschaftlicher Arbeiter. Wann genau er seinen militärischen Dienst begann, ist mir nicht bekannt. Das Soldbuch wurde am 26.8.1939 bei der 3. Batterie/Art.Rgt. 7 begonnen. Zu diesem Zeitpunkt war Ludwig Rauscher Kanonier. Bei der Unterschrift zur Ausstellung meine ich „Leeb“ zu lesen. Bin mir aber nicht sicher und ich habe keine weiteren Informationen über diesen Offizier gefunden. Vielleicht kann einer von Euch helfen?


    Ludwig Rauscher war in Folge Angehöriger der 8. und 9. Batterie des Art.Rgt. 7. In dieser Zeit wurde er zum Gefreiten (1.11.1939), Obergefreiten (1.11.1940) und Unteroffizier (1.2.1942) befördert. Aufgrund dieser Beförderungen ist es auch nicht wahrscheinlich, dass Herr Rauscher aus beruflichen Gründen (z.B. Ernteurlaub) vom Wehrdienst beurlaubt wurde. Ich gehe davon aus, dass er an den Feldzügen gegen Polen, Frankreich und die Sowjetunion teilgenommen hat. In diese Zeit fielen die Verleihungen des Richtabzeichens der Artillerie (ohne Datum), des Eisernen Kreuzes 2. Klasse (29.9.1941) und der Medaille Winterschlacht im Osten (17.8.1942). Kann einer von Euch den namen des Offiziers lesen, der diese Verleihungen bestätigte?


    Als letzte Feldeinheit ist die 1. Batterie/leichte Art.-Abt. 851 eingetragen. Das genaue Versetzungsdatum ist aus dem Soldbuch nicht erkennbar. Diese Abteilung wurde am 15.5.1943 als Ersatz für die in Stalingrad vernichtete schwere Art.-Abt. 851 aufgestellt. Der Personalersatz für die neue Abteilung wurde aus dem Wehrkreis VII gestellt. Ob Herr Rauscher vom Art.Rgt. 7 direkt zur 851 versetzt wurde oder er sich zum Aufstellungstermin bei der Ersatzeinheit in München/Freising befand ist für mich nicht ersichtlich. Laut Meldung der lei. Art.-Abt. 851 wurde Ludwig Rauscher dort am 1.8.1943 zum Wachtmeister befördert. Die Abteilung war, wie auch die 7. ID, Juli/August 1943 im Raum Orel eingesetzt. Dort wurde Wachtmeister Rauscher am 5.8.1943 schwer verwundet. Es erfolgte ein Aufenthalt in verschiedenen Lazaretten bis 28.11.1944, gefolgt von der Versetzung zur Heeres-Entlassungsstelle 2/VII in Augsburg.


    Am 27.8.1943 wurde dem Wachtmeister Rauscher im Reserve-Lazarett Schmalkalden für diese einmalige Verwundung das Verwundetenabzeichen in Silber verliehen. Am 14.3.1944 erfolgte im Lazarett Herrsching ein zweiter Eintrag zur Verleihung der Medaille „Winterschlacht im Osten“.


    Interessant finde ich einen Eintrag auf Seite 19 vom 24.2.1945: „Entlassungsgeld nicht zuständig, da mit Marschanzug entlassen“.

    Mit Wirkung von diesem Tag wurde der Wachtmeister Ludwig Rauscher aus der Wehrmacht entlassen.


    So jetzt zu den Scans – und wie meist bei meinen Ausweisvorstellungen – sollte einer der Betrachter dieser Vorstellung Informationen über weitere Dokumente von Ludwig Rauscher haben, bin ich für jede Information dankbar.


    Es grüßt Euch – Armin.

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