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Urkundenkonvolut, Füsilier-Bataillon 305 in Italien

  • Hallo zusammen,

    ich möchte Euch ein kleines Urkundenkonvolut vorstellen. Es besteht aus zwei Urkunden des Gefreiten Piper Rudolf, 305. Füsilier-Bataillon der 305. Infanterie-Division:


    - Urkunde zum Eisernes-Kreuz II. Klasse am 14. Juni 1944. Der Unterschrift ist von der Divisionskommandeur Wilhelm Hauck.


    - Urkunde zum Verwundenten-Abzeichen in Schwarz. Der Unterschrift is von Dr. Baumgarten, Chefarzt des Reservelazarett Bad-Wörishofen.


    Der Gefreiten Rudolf Piper bekam das Eisernes-Kreuz für einige Einsatz während des Rückzug nach Nord. Das Füsilier-Bataillon 305 kämpfte im Raum Arezzo und im Casentino-Tal bis Anfang September, als es als Korpsreserve des LI. Gebirgskorps eingesetzt wurde. Rudolf Piper wurde dann am 17. September 1944 in Italien verwundet.

    Dieser Tag ist einer den bedeutenden Tage der Kämpfe um die Grüne-Linie in Italien: die 4. Fallschirmjäger-Division war nach 6 Tage ununterbrochenen Kämpfen am Giogo-Paß fast dezimiert; die 715. Infanterie-Division hatte ebenso viele Verluste im Raum Poggio Prefetto (962 m.) – Poggio Signorini (884.) gegen die Einheiten der 1. Infanterie-Division (eng.) und teile der 85. Infanterie-Division (am.).


    Das 305. Füsilier-Bataillon unter Rittermeister d. R. Cadenbach war ab 14. September der 715. unterstellt und wurde in Marsch nach Poggio-Prefetto eingesetzt: die Allierten nahmen seit Tage die Paßstrasse und die Hauptkampflinie der 715. Infanterie-Division unter Kanonenabeschuss. Als Wilhelm Hauck berichtete: «Wer diese teuflische Situation auf einer der Serpentinenstraßen des Gebirges einmal erlebt hat, wird sie so leicht nicht vergessen».(1)


    Dann wurde das Bataillon dem 735. Grenadier-Regiment unterstellt und zwischen dem I. und II. Bataillon des Regiment eingesetzt. Bereits am Morgen des 17. September griff das Infanterie-Regiment 337 der amerikanische 85. Division die zarte Linie des Grenadier-Regiment 735 am Poggio Signorini.


    Aus dem Kriegstagebuch des Royal-Scots Bataillon, 1. Infanterie-Division (eng), am späten Nachmittag des 17. September nach dem Angriff des IR. 337:

    «the Coy sent out a fighting patrol [...] to 948973 [500 NO Poggio Prefetto] to clear the M.G. posn in this area. They cleared up this area killing two Germans the remainder withdrew through the trees. Documents from a wounded P.W. showed him to belong to A/A 2 Bn 305 Recce Regt [305. Füsilier-Bataillon]».(2)


    Am 18. September zogen die Einheiten der 4. Fallschirmjäger-Division, der 362. und der 715. Infanterie-Division nach die Grüne-Linie II zurück. Das 305. Füsilier-Bataillon kämpfte mit der 715. Infanterie-Division bis 23. September und am Ende es hatte nur die Hälfte seinem Kampfstärke.


    1) Urkunde zum EKII.

    2) Urkunde zum VWA Schwarz.

    3) Eine Karte (eigene Bearbeitung) der Hauptkampflinien des 735. Grenadier-Regiment und des 305. Füsilier-Bataillon am 17. September 1944.


    Grüße,

    Pietro

    __________________

    (1) F.W. Hauck, Eine deutsche Division in Russland und Italien. Die 305. Infanteriedivision 1941-1945

    (2) KTB, Royal Scots, 17. September 1944

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