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Petschaften der Großherzoglich Badischen Staatseisenbahn "Stationsämter"

  • Hallo,


    hier mal zwei kleinere Petschaften, wie sie im 19. Jahrhundert von Bahnhöfen verwendet wurden, beispielsweise um Geldbriefe zu versiegeln.

    Ich bekam die Petschaft "Jöhlingen" bereits 1985 mit 13 Jahren von einem alten Eisenbahner geschenkt - es war mein erstes "Dienstsiegel" überhaupt. Die Petschaft aus Grötzingen erhielt ich aus gleicher Quelle, allerdings erst 2009. Ursprünglich gab es auch noch ein gleichartiges Siegel von Wössingen, leider konnte der alte Eisenbahner ihn nicht mehr finden und seit 2016 lebt er nun nicht mehr.


    Lange Zeit konnte ich die Petschaften zeitlich nicht richtig einordnen. Durch das Material Stahl und das Fehlen irgendwelcher Hinweise auf den Großherzog vermutete ich eher die Zeit 1918 bis zur Gründung der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft 1921.


    Jüngst konnte ich aber einen Brief ersteigern aus dem Jahr 1897. Dieser Brief zeigt einen gleichartigen Abdruck einer Petschaft des Stationsamtes Marbach. Hier wurde die Petschaft als Tintenstempel zweckentfremdet. Auch wenn es ein anderes Stationsamt war, hilft das Dokument, die Petschaften klar in die Zeit der ab 1872 so genannten, Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen, zu verorten, bzw. in die Zeit der "Staatsbahn" zuvor.


    Die Petschaft aus Grötzingen dürfte ungefähr von 1859 sein, da wurde der Streckenabschnitt Durlangen-Wilferdingen in Betrieb genommen.

    Die Petschaft aus Jöhlingen ist wahrscheinlich jünger, da die Kraichgaubahn zwischen Grötzingen und Eppingen erst 1879 eröffnet wurde.


    Sind vielleicht nicht so spektakulär, aber, wie ich finde, ein interessantes Stück Eisenbahn- und Zeitgeschichte.


    Viele Grüße,

    Dierk

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