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Oberjäger Siegfried Lorenz, 11./GJR 137

  • Servus,


    nachdem die Lieferung durch die Post doch etwas länger gedauert hat als gedacht, kann ich Euch nun wieder ein neues Dokument, eines Angehörigen der 2.GebDiv vorstellen.


    Den Wehrpass des Oberjäger Siegfried Lorenz, von der 11./GJR 137.


    Siegfried Lorenz wurde am 09.04.1915 in Bergsdorf in Brandenburg geboren. Vom 01.04.1936 bis zum bis zum 26.06.1936 leistete er seine Arbeitsdienstpflicht. Am 17.07.1937 wurde Lorenz im WBK Neumünster gemustert. Bereits am 04.11.1937 erfolgte für ihn die Einberufung zur 7./IR 76 nach Hamburg-Altona-Bahrenfeld. Hier erhielt er seine infanteristische Grundausbildung am Gewehr, lMG 34, Pistole 08 und der Handgranate, später auch noch am leichten Granatwerfer. Im Oktober 1938 nahm er mit dem IR 76 an der Besetzung des Sudetenlandes teil. Bereits am 01.10.1938 wurde er zum Gefreiten befördert. Für die Teilnahme an der Besetzung des Sudetenlandes wurde dem Gefreiten Lorenz später die Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 verliehen.


    Mit November 1938 kam für den Gefreiten Lorenz ein Tapetenwechsel. Mit 10.11.1938 wurde er von der Hansestadt Hamburg, in die Osttiroler Dolomitenstadt Lienz, zur 11./GJR 137 versetzt. Gerade zu jenem Zeitpunkt, waren auch die ersten ostmärkischen Rekruten, in die Friedensgarnisonen der 2.GebDiv eingerückt. Für die Ausbildung dieser wurden neben dem Kader aus übernommenen Soldaten des Bundesheeres auch Ausbildner und Hilfsausbildner aus dem Altreich zugeführt. So wird es auch mit Siegfried Lorenz gewesen sein.


    Der Gefreite Lorenz nahm vom ersten Tag am Polenfeldzug teil. In Polen nahm er auch mit seiner 11./137 am Gefecht im Wald von Boratycze teil. Es war das schwerste Gefecht welches die Division in Polen bestritt. Hierbei musste die 2.GebDiv den höchsten Blutzoll in diesem Feldzug zahlen. Während des Polenfeldzuges scheint sich der Gefreite Lorenz bewährt zu haben, nachdem die 2.GebDiv, im Spätherbst 1939, zur Sicherung der Westgrenze in den Raum Hunsrück verlegt wurde, bekam Lorenz am 01.11.1939 die Beförderung zum Oberjäger und am 02.12.1939 wurde ihm das EK2 verliehen.


    Nachdem die Operation Weserübung angelaufen war, wurde auch die 2.GebDiv alarmiert, und nach Norwegen verlegt. Hier kämpfte sich die 2.GebDiv durch Mittelnorwegen, um eine Landverbindung mit der Gruppe Narvik aufzubauen. Nachdem der Norwegenfeldzug zu deutschen Gunsten ausging, verblieb die Division, und somit auch der Oberjäger Lorenz als Besatzungssoldat und zum Küstenschutz in Nordnorwegen. Hier erlebte er seinen ersten und einzigen Polarwinter.

    Am 28.05.1941 verpflichtete sich Oberjäger Lorenz zu einer 12-jährigen Dienstzeit in der Wehrmacht, welche 1949 auslaufen würde.

    Nachdem die Division in den Raum Kirkenes verlegt wurde, kam es zu häufigen Übungen und viel Gefechtsausbildung. Man munkelte von einer bevorstehenden Invasion in Schottland. Doch mit dem 22.06.1941 kam alles anders, die 2.GebDiv überschritt die norwegisch-finnische Grenze und besetzte das finnische Petsamo-Gebiet. Am 29.06.1941 trat das GJR 137, als Spitzenregiment der Division, zum Durchbruch durch die sowjetische Bunkerlinie, ostwärts Petsamo an. Im zähen Kampf konnte diese durchstoßen werden, und der Kampf nach Osten, Richtung Murmansk ging weiter. Doch von Anfang an wahren die schweren Wegbedingungen und das unwegsame Gelände, sowie die sich hart Verteidigenden Russen die größten Probleme der Gebirgsjäger. Unter der Führung des Rgt.Kdr. Oberstleutnant Georg Ritter von Hengl, bildet das GJR 137 weiterhin die Speerspitze für den Angriff über den Fluss Liza. Anfang Juli 1941 konnte die Liza erreicht werden und auch ein erster Brückenkopf gebildet werden. Der Brückenkopf ostwärts der Liza konnte gegen die immer wieder antretenden Sowjets nur hart verteidigt werden. Am 19.07.1941 wurde von General Dietl, weitere Versuche zur Erweiterung des Brückenkopfs gestoppt, und die Gebirgsjäger mussten diesen halten, bis Nachersatz, und Munition herbeigeschafft wird, sowie dass der Straßenbau weiter vorangetrieben werden kann. Doch die Russen versuchen immer wieder den Brückenkopf zu zerschlagen. Wie am 26.07.1941, Oberjäger Lorenz liegt mit seiner Kompanie am Südhang der Höhe 258,3, im Brückenkopf ostwärts der Liza. Die Sowjets greifen die Gebirgsjäger unter Ura-Rufen an, im Bereich der 11./GJR 137 gelingt den Russen der Einbruch in die deutschen Stellungen. Im Nahkampf gelingt es die Rotarmisten aus den eigenen Stellungen zu werfen. Dabei fällt Oberjäger Siegfried Lorenz, durch Grantsplitterverwundung in der Brust.


    Oberjäger Lorenz wird daraufhin am Ehrenfriedhof des Gebirgskorps Norwegen, in Parkkina-Petsamo bestattet.


    Leider fehlen beim Wehrpass die ersten vier Seiten, doch ist er trotzdem für mich ein interessantes Stück, für einen Angehörigen des GJR 137, den ein tragisches Ende traf. Dazu auch noch von einem Soldaten aus dem Altreich, den es in die ostmärkische 2.GebDiv verschlagen hat. Der Wehrpass von Siegfried Lorenz ist nun mein dritter von der 11./137, es ist interessant gleiche Einträge in den Dokumenten von verschiedenen Soldaten zu sehen.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

  • Servus,


    hier noch die restlichen Seiten aus demWehrpass.


    Gustav Vielen Dank für Dein nettes Kommentar. Es ist mir immer eine Freude ein Schicksal eines Angehörigen der 2.GebDiv hier vorzustellen. Demnächst werde ich hier auch einen ganz besonderen Nachlass eines Angehörigen der Rentierdivision vorstellen.


    Schöne Grüße


    Austria12

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