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Obergefreiter Peter Hohlrieder, 2./Geb.Nachr.Abt. 91

  • Servus,


    heute kann ich Euch wieder einen Wehrpass eines Tiroler Landsmann vorstellen, der während des 2.Weltkrieges an der Eismeerfront gedient hat.


    Peter Hohlrieder wurde am 29.03.1920 in Breitenbach am Inn, in Tirol geboren. Am 16.08.1939 wird Peter Hohlrieder tauglich gemustert. Bevor er seinen Wehrdienst antreten kann, muss er noch seine Reichsarbeitsdienstpflicht erfüllen. Vom 26.02.1940 bis zum 28.09.1940 dient er in der RAD-Abteilung 5/331 und wird dort zum Flughafenbau im Heimatkriegsgebiet eingesetzt.

    Am 04.12.1940 rückt Peter Hohlrieder als Funker zur 4.(Funk)/Geb.Nachr.Ers.Abt. 18 in Bad Reichenhall ein. Hier erhält er die Ausbildung zum Funker im kleinen Funktrupp und eine infanteristische Grundausbildung. Mit 13.02.1941 wird der Funker Hohlrieder zur 3./Feld.Ers.Btl. f.d. 6.GebDiv, 91 versetzt. Die 6.GebDiv stand zu jener Zeit im Südosten und bereitete sich auf den bevorstehenden Griechenlandfeldzug vor. Hohlrieder wird in Griechenland wohl nicht in den Kampfeinsatz gekommen sein, sondern es wurde wohl im Feldersatzbataillon seine Ausbildung vervollständigt. Neben der Ausbildung an weiteren Infanteriewaffen wurde er auch Funker im mittleren Funktrupp, Gasspürer, Hilfskrankenträger und Kraftfahrer für die Klassen 2 und 3. Am 20.05.1941 wurde Hohlrieder zur 2./Geb.Nachr.Abt. 91 versetzt, in dieser Einheit sollte er bis Kriegsende bleiben. Mit der GNA 91 verbrachte er noch einige Monate als Besatzungssoldat im sonnigen Griechenland ehe es Anfang August 1941 zurück ins Reich ging.

    Nachdem mittlerweile der Angriff auf die Sowjetunion im vollen Gange war, kam für die 6.GebDiv ein neuer Einsatzraum. Im Hohen Norden, an der Eismeerfront, sind die dort eingesetzten 2. und 3.GebDiv völlig abgekämpft, und müssen vor dem sich ankündigenden Winter abgelöst werden. Die 6.GebDiv wird im Eiltransport nach dem Norden geführt, wo sie Ende Oktober eintrifft. Die GNA 91 übernimmt die Nachrichtenverbindungen der GNA 67, mit 25.10.1941 können die Kameraden der 2.GebDiv in ihre Ruhestellungen in Nordnorwegen und Nordfinnland einkehren, nun hält die 6.GebDiv den nördlichsten Pfeiler der deutschen Ostfront, an den Flüssen Liza und Titowka.

    In der eisigen Tundra wird Hohlrieder am 01.12.1941 zum Oberfunker befördert. Hier in der wegelosen Tundra haben die Funktrupps eine große Bedeutung, als bewegliche Schnittstelle während Jagdunternehmen aber auch auf den vielen Kampfstützpunkten in der Weite. Am 01.04.1942 wird Hohlrieder zum Gefreiten befördert, doch die Freude dürfte nur kurz gewesen sein. Als Ende April 1942 die Sowjets eine Großoffensive starteten, die fast zur Einkesselung und Vernichtung der deutschen Truppen an der Eismeerfront geführt haben. Nur in zähen Abwehrkampf konnte dies verhindert werden, auch Nachrichtenmänner wurde während des "Blutmai" am Eismeer als Infanteristen eingesetzt.

    Diesen schweren Einsatz hat der Gefreite Hohlrieder unbeschadet überstanden, am 10.08.1942 wird ihm die Ostmedaille verliehen.

    Die folgenden Jahre sind durch den Stellungskrieg an der Eismeerfront gekennzeichnet, die 6. und 2.GebDiv wechseln sich jährlich bei der Besatzung der Liza-Brückenkopfstellungen ab. Während des kurzen Polarsommers 1943 wird Hohlrieder am 01.07.1943 zum Obergefreiten befördert.


    Am 07.10.1944 begann eine noch nie dagewesene Offensive der Roten Armee an der Eismeerfront, die schon am ersten Tag große Durchbrüche erzielt. Der Obergefreite Hohlrieder nahm nun an den Abwehrkämpfen um Petsamo und Kirkenes teil, ehe sich die 6.GebDiv kämpfend nach Nordnorwegen zurückzog. Ende November 1944 kam die Division in den Raum Lyngen-Narvik, wo sie bis zur Kapitulation die Stellungen hielt.

    Peter Hohlrieder kam in eine Reservation in Norwegen, diese Reservationen standen unter Deutscher Selbstverwaltung, so kam es hier noch nach Kriegsende zur Verleihung von Auszeichnungen. Am 21.07.1945 wird ihm der Lapplandschild verliehen.



    Es freut mich wieder einen Wehrpass eines Tiroler Eismeerfrontkämpfers hier vorstellen zu können. Leider wurde das Passfoto entfernt, und auf Seite 2 ein Portraitfoto eingeklebt. Es ist fraglich, ob es Peter Hohlrieder zeigt.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

  • Hier die restlichen Seiten vom Wehrpass.

  • Hallo Ausria12,


    auch wenn das mit dem Foto ärgerlich ist, handelt es sich dennoch um einen interessanten Wehrpass eines Eismeerfront-Kämpfers, der auch noch mit dem Lapplandschild ausgezeichnet wurde.


    Gruss, anhaltiner.

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