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San-Unteroffizier Franz Egger, 2. und 4.(MG)/GJR 136

  • Servus,


    heute möchte ich Euch einen Neuerwerbung vorstellen. Das Soldbuch des San-Unteroffiziers Franz Egger, der im GJR 136, der 2.GebDiv gedient hat.


    Franz Egger wurde 1913 geboren, und lebte bei Ausbruch des Krieges in Tirol. Leider ist die erste Seite des Soldbuchs beschädigt, deshalb sind genauere Angaben nicht mehr möglich. Sein Soldbuch wurde am 07.09.1939 von der 3./Gebirgsjäger-Feldersatz-Bataillon 67 ausgestellt. Das Bataillon stellte den feldnahen Nachersatz für die in Polen eingesetzte 2.Gebirgs-Division, es lag zu diesem Zeitpunkt in Spisska-Bela in der befreundeten Slowakei, hier war auch das Aufmarschgebiet der 2.GebDiv für den Polenfeldzug, wo diese über den Fluss San bis kurz vor Lemberg marschierte. Wohl nach dem Polenfeldzug wurde der Jäger Egger zur 2./GJR 136 versetzt, Kompaniechef war Oberleutnant Hans Wolf Rode.

    Den Winter 1939/40 verbrachte Egger zusammen mit seiner Kompanie an der Westfront im Raum Hunsrück. Hier wurde er auch am 01.02.1940 zum Gefreiten befördert.

    Im April 1940 wurde die 2.GebDiv nach Norwegen alarmiert, hier nahm der Gefreite Egger an dem Vormarsch der Division durch Mittelnorwegen teil. Im Anschluss folgte für ihm der Dienst als Besatzungssoldat in Nordnorwegen. Wohl Anfang 1941 erfolgt seine Versetzung zur 4.(MG)/GJR 136 .Am 01.06.1941 wird Egger zum Obergefreiten befördert.

    Nachdem die 2.GebDiv im Verband des Gebirgskorps Norwegen vom 22.-28.06.1941 das finnische Petsamo-Gebiet besetzte, begann am 29.06.1941 der Überfall auf die Sowjetunion im Hohen Norden. Das GJR 136 bildete dabei das am weitesten nördlich eingesetzte Regiment der gesamten Ostfront. Das erste Kampfziel war den Hals der Fischerhalbinsel zu sperren. Vorerst wurde die 4./136 nur zu Trägerdienst eingesetzt, doch als am 30.06.1941 eine Spährtrupp der 2./136 auf Höhe 122 (Radfahrberg) in einen Hinterhalt geriet, wurden die zwei Kompanien zur Wegnahme diese wichtigen Höhe angesetzt. Das Gefecht um Höhe 122 war der erste Nahkampftag für Franz Egger. Der Verlauf des Gefechtes, das am 01.07.1941 stattfand kann hier detailliert nachgelesen werden:

    Kampf um Höhe 122 (Radfahrberg)

    Die 4./136 und damit auch Franz Egger kämpften sich weiter nach Osten bis an den Fluss Liza, hier nahm er am 08.07.1941 bei den Nahkämpfen auf Höhe 240,8, westlich der Mündung der Liza in den Lizafjord, teil.

    Während des 1.Angriff über die Liza wurde der Obergefreite Egger schwer verwundet, am 18.07.1941 wurde er am HVPl der Geb.San.Kp.68 wegen Granatsplitterverletzung des linken Unterschenkels eingeliefert. Noch am selben Tag wurde er in das Feldlazarett 68 verlegt. Am 07.08.1941 wurde er auf das Lazarettschiff "Meteor" gebracht, welches in Kirkens ankerte, von hier aus wurde er nach Süden, in das Kriegslazarett I/509 in Oslo evakuiert, welches er am 27.08.1941 erreichte. Bereits am 01.09.1941 brachte ihn das große Lazarettschiff "Straßburg" zurück ins Reichsgebiet. Ab dem 06.09.1941 wurde er im Reserve-Lazarett Templin behandelt. Hier wurde ihm am 22.11.1941 das EK2 verliehen, die Verleihung ist rückdatiert auf den 26.06.1941 und am 01.02.1942 wurde ihm das VWA in schwarz verliehen. Mit 24.03.1942 wird Franz Egger aus dem Reserve-Lazarett Templin entlassen und erhält längere Zeit Erholung- und Heimaturlaub.

    Im Anschluss verbrachte er vom 02.10.1942 bis zum 01.09.1943 wieder im Reserve-Lazarett I Innsbruck um seine Granatsplitterverletzung zu behandeln. Gleichzeitig zu seinem Lazarettaufentalt konnte er wohl auch wieder etwas Dienst machen und durchlief die Ausbildung zum Sanitäts-Dienstgrad, und wurde am 10.03.1943 zum San-Obergefreiten ernannt. Wohl direkt nach seiner Entlassung aus dem Lazarett wurde San-Obergefreiter Egger der Heeres-Sanitätsstaffel Innsbruck zugeteilt und wirkte hier wohl in verschiedenen Lazaretten. Am 01.12.1943 wird Franz Egger zum San-Unteroffizier befördert.

    Vermutlich versah er bis Kriegsende seinen Sanitäterdienst in Innsbruck.


    Wieder mal hat ein sehr interessantes Soldbuch eines Soldaten der 2.GebDiv seinen Weg zu mir gefunden. Es ist auch das erste Schriftstück eines Soldaten, der beim Gefecht um Höhe 122 teilgenommen hat.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

  • Hier noch die restlichen Seiten des Soldbuches.

  • Hallo Austria12,

    ein sehr interessantes Soldbuch und tolle Ergänzung zu dem von Dir verfassten Gefechtsbericht über die Kämpfe um die Höhe 122, besser geht fast nicht.


    Gruss, anhaltiner.

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