Servus,
heute darf ich Euch den kleinen Nachlass des Gendarmerie Hauptwachtmeisters Franz Gratschmaier vorstellen, der als "kämpfende" Schreibkraft bei der Gendarmerie-Hauptmannschaft Cilli im Bandenkampf in der Untersteiermark eingesetzt war.
Franz Gratschmaier wurde am 18.01.1906 in Maschling im Sudetenland geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Gewerbeschule erlernte Franz Gratschmaier den Beruf des Dreher und Schlossers. Vom 08.04.1929 bis zum 31.12.1935 diente er als Zugsführer in der Divisions-Kraftfahr-Abteilung 5 in Graz. Für seinen Dienst im Bundesheer wurde ihm das Militär-Dienstzeichen 2. Klasse und am 04.05.1934 die österreichische bronzene Verdienstmedaille verliehen. Wohl während seines letzten Dienstjahr im Bundesheer wurde er beurlaubt, um in die Bundesgendarmerie einzutreten. Vom 04.02.-08.12.1935 besuchte er die theoretische Ausbildung in der Gendarmerieschule Graz. Nach der bestandenen Ausbildung wird Franz Gratschmaier mit 08.12.1935 dem Gendarmerieposten Feldbach zugeteilt, wo er am 01.01.1937 zum Gendarm befördert wird. Nach dem Anschluss Österreichs an das deutsche Reich, wird auch Franz Gratschmaier in die reichsdeutsche Gendarmerie übernommen und versieht weiterhin Dienst am Posten Feldbach. Vom 17.09.-16.12.1938 nahm er an der Besetzung des Sudetenlandes teil, hier wurde er auch am 01.10.1938 zum Bezirks-Oberwachtmeister befördert und ihm wurde die Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 verliehen. Vom 11.03.-16.04.1939 erfolgte für ihn einen Einsatz in Wien, und vom 09.08.1939 bis zum 01.03.1940 nahm er im Rahmen eines Polizei-Bataillons an einem Abordnung in Brünn teil. Im Anschluss dürfte er wieder Dienst auf dem Gendarmerieposten Feldbach versehen haben.
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