Servus,
zu Jahresbeginn darf ich Euch gleich ein Highlight vorstellen. Hierbei handelt es sich um den kleinen Urkundennachlass des Oberarzt Dr. Bruno Thin, welcher in verschiedenen Einheiten der 2.Gebirgs-Division als Truppensanitätsoffizier eingesetzt war. Wie es bei Urkundennachlässen so häufig ist, lässt sich der Werdegang eines Soldaten hier nur Bruchstückhaft und mit einzelnen Daten rekonstruieren.
Bruno Thin wurde am 15.08.1916 in Passau geboren. Wohl bereits in der Zwischenkriegszeit studiert Bruno Thin die Humanmedizin. Wann genau er seinen Wehrdienst antrat ist mir leider auch nicht bekannt. Zu Beginn des Russlandfeldzuges war Dr. Bruno Thin bereits San-Unteroffizier und diente bei der Geb.San.Kp.67 der 2.GebDiv. Nachdem das finnische Petsamogebiet besetzt wurde, startete am 29.06.1941 der Angriff auf die Sowjetunion im hohen Norden. Hier kam es zu der Erstürmung der russischen Bunkerlinie ostwärts von Petsamo , und an der Eroberung des Russenlagers und der Brücke über die Titowka teil. In den kommenden Tagen wird weiter nach Osten vorgestoßen und das GJR 137 erreicht die Liza, der Schicksalsfluss an der Eismeerfront. Dem GJR 137 gelingt es einen Brückenkopf ostwärts der Liza zu errichten. Insgesamt wird im Sommer drei mal versucht den Brückenkopf zu erweitern, welche aber alle scheitern. Doch zumindest konnte der Liza-Brückenkopf gegen alle sowjetischen Angriffe behauptet werden. San-Uffz. Dr Thin hat sich bereits im ersten Monat an der Eismeerfront bewährt, die Geb.San.Kp. 67 betrieb den Hauptverbandplatz der Division, hier wurden die Verwundeten, oft nach stundenlangen und mühsamen Transport durch die wegelose Tundra, das erste Mal ärztlich versorgt. Für seinen Einsatz im Sommer 1941 wird San-Unteroffizier Dr. Thin, am 26.07.1941 mit dem EK2 ausgezeichnet. Die Urkunde ist unterschrieben vom Kommandeur der 2.GebDiv, Generalmajor Ernst Schlemmer.
Anfang September wird ein letzter Versuch gestartet nach Murmansk durchzubrechen, welcher aber auch im Abwehrfeuer der Sowjets liegen bleibt.
Im Oktober 1941 begann die Ablöse der bis dato, an der Liza eingesetzten 2.GebDiv, durch die frisch eingetroffene 6.GebDiv, die Ablöse der 2.GebDiv war dringend Notwendig, da 1941 die 2.GebDiv die höchsten Verluste aller an der Ostfront eingesetzten deutschen Divisionen hatte. Mit dem 28.10.1941 war die Ablöse vollzogen und die 2.GebDiv kam nach Nordnorwegen als Küstenschutz. Im Winter 1941/42 wurden aber auch immer wieder Teile der 2.GebDiv an der Eismeerfront eingesetzt. In unzähligen Skipatrouillen, Späh-und Stoßtrupps.
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