Richard Larres wurde am 16. Juli 1902 in Kall (Kreis Aachen) geboren und war von Beruf Büroleiter und er war mit Margareth verheiratet. Am 8. März 1943 wurde er zur Sanitäts-Ersatz-Abteilung 6 in Soest einberufen und für kriegsverwendungsfähig erklärt. Dort erhielt er seine Grundausbildung zum Krankenträger.
Im April 1943 erfolgte seine Versetzung zur Sanitäts-Kompanie 305 der 305. Infanterie-Division, die nach der Schlacht von Stalingrad neu aufgestellt worden war. Zwischen Mai und Juli 1943 nahm er an einem Ausbildungs-Lehrgang für Sanitätspersonal teil. Nach einem kurzen Einsatz in Frankreich wurde die Einheit im August 1943 nach Italien verlegt und im Oktober 1943 an die Front im Gebiet des Sangro geschickt.
Vermutlich aufgrund eines mutigen Einsatzes an der Gustav-Linie wurde Richard am 12. Dezember 1943 mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Anfang desselben Monats war er zum Gefreiten befördert worden. Nach den Kämpfen an der Gustav-Linie zog sich die 305. Infanterie-Division entlang des Apenninkamms nach Norditalien zurück. Die 2./Sanitäts-Kompanie 305 war beispielsweise im Juni in Teramo und Ende August in Badia Prataglia (Toskana) stationiert. Ab August 1944 war Larres' Einheit (1./305) als Ortslazarett in Meldola tätig, wo er im selben Monat wegen eines Leistenbruchs links selbst stationär behandelt werden musste.
Im Dezember 1944 wurde seine Einheit in Sanitäts-Kompanie 476 umbenannt und dem LXXVI. Panzerkorps unterstellt, das in Merlara (Venetien) ebenfalls als Ortslazarett fungierte. Richard war in diesem Lazarett von Dezember 1944 bis März 1945 wegen einer Nierenentzündung in Behandlung. Gegen Kriegsende, kurz nach seiner Beförderung zum Obergefreiten (Sanitäts-), geriet er in der Nähe von Vicenza in alliierte Gefangenschaft.
Sein Dienst endete jedoch nicht mit dem Krieg: Ab Juni 1945 arbeitete er laut Dokumentation für 121 Tage als Pfleger im Deutschen Kriegslazarett in Cesenatico (Emilia-Romagna). Ein Dr. Strohm bescheinigte ihm hervorragende Leistungen. Anschließend wurde er nach Schloss-Velen verlegt, wo er bis 1947 blieb und erfolgreich einen Ausbildungskurs für Krankenpfleger sowie die entsprechende Abschlussprüfung absolvierte.
Im Jahr 1970 erfuhr er durch die Kölner Rundschau von der Möglichkeit, eine Entschädigung für seine Dienstzeit in der Gefangenschaft zu erhalten. Er wandte sich an die Landeszentralbank Hessen und beantragte unter Vorlage seiner Unterlagen eine Entschädigung für 575 Diensttage. Da jedoch ein Teil der geforderten Dokumente fehlte, lehnte die Bank den Antrag ab und sandte die Unterlagen an Larres zurück.


