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Spedition Pannenbecker aus Köln

  • Hallo zusammen


    Bei der Spedition Pannenbecker ist was "faul" :-)
    Bei dieser Firma aus Köln hat mein Großvater als Fahrer gearbeitet. Das
    beweisen alte Bilder wo er mit seinem LKW
    drauf ist. Aber auch in einem Telefonbuch von 1942 ist diese Firma nicht
    verzeichnet!!
    Mein Großvater ist mit seinem LKW im 2.Weltkrieg für die Wehrmacht an
    die
    Ostfront und hat Nachschub geliefert.
    1944/1945 kehrte er mit seinem LKW nicht wieder, er war wohl von der
    russischen Armee gefasst worden.


    Wollte nun mehr über den Verbleib meines Großvaters erfahren und
    versucht die
    Spedition zu finden, leider
    ohne Erfolg. Weder in der Vergangenheit noch zur heutigen Zeit.
    Wobei sich meine Eltern fast sicher sind, diese Speditions-LKW`s noch in
    den
    60er Jahren in Köln gesehen zu haben!?


    Hat event. jemand eine Idee wie ich dort weiter kommen könnte?
    Ich glaube mein Großvater wurde nie für tod erklärt!?
    >
    > Gruß
    > Sascha

  • Also,


    eine Spedition "Pannenbecker" gibt es 1967 nach dem mir vorliegenden Adressbuch in Köln nicht.


    Das selbe gilt für 1925. In diesem Jahr erscheint aber eine gewerbliche Anzeige wie folgt:


    Jean Pannenbecker
    (Inh. Wilh. Dahlmeyer)
    Beerdigungs-Anstalt "Friede"
    Im Sionstal 28A, Windgasse 6,
    Fernsprecher Anno 7343
    Übernahme ganzer Beerdigungen


    Sonst gibt es nur als Gewerbe 4 Schreiner und 1 Schneiderin zu dieser Zeit, die Pannenbecker heißen.


    Gruß
    Gustav

    SUCHE: Deutsche Kopfbedeckungen 1871-1960 Militär, Polizei, Feuerwehr usw. - Alles über Köln, Adressverzeichnisse, Fotos, Bücher usw. Bitte alles per Konversation mit mir anbieten.


  • Speditionen haben ja einen weites Einzugsgebiet, das könnte die ja sein!

  • Aber merkwürdig ist das doch schon, oder??
    Auf dem Bild des LKW`s steht eindeutig Köln drauf,
    demnach muss sie ja zumind. zu dieser Zeit auch dort gewesen sein.


    Ich werde aber dennoch auch auf jeden Fall die aktuelle Spedition
    in Rheurdt kontaktieren.


    Vielen Dank für eure Hilfe.


    Gruß
    Sascha

  • Hallo Gustav,


    lasse die Bilder von einem Bekannten einsannen.
    Meine Dateien sind zu groß für hier.


    Noch ein paar dinge:


    Es gibt noch 2 Telefonbucheinträge "Pannenbecker" in Köln.
    Mit beiden gesprochen, beide haben niemals was von einer Spedition aus Köln gehört.


    Habe mit einem Herrn Pannenbecker von der Spedition aus Rheurdt telefoniert,
    er betreibt Ahnenforschung und hat einige Vorfahren in ganz Deutschland aufgetan, jedoch von einer Spedition aus Köln hörte er nun zum ersten mal.


    Ich versuche es noch bei einem Busunternehmen Pannenbecker aus Düsseldorf,mal schauen was das gibt.


    Ich befürchte ja fast, dass meine gesuchte Spedition nur eine "Scheinfirma" der Wehrmacht war. Aber warum sahen dann meine Eltern noch LKW`s in den 60er Jahren in Köln??


    Gruß
    Sascha

  • Das hatte ich wohl falsch verstanden ... ich dachte die Bilder wären mit "Köln" beschriftet. Eventuell könnte Gustav ja mal mit dem Rädschen vorbei fahren und bei den "Nachmietern" der Hausnummer nachfragen ... :D ...


    Zurück zum Thema, hast Du mal bei Vereinen und Verbänden rund um das Spediteurwesen nachgefragt? Eventuell bei der IHK in Köln?


    Eventuell war der Heinrich aber auch eine Art Einzelkämpfer / Einzelunternehmer mit zweitem Fahrer und hatte nie eine angemeldete Spedition als Firma ... wäre auch eine Erklärung warum es da so wenige Infos zu gibt.

  • sohhh,


    jetzt mal vorsichtig: 1925 gibt es in Köln folgenden Eintrag;


    Pannenbecker, Heinrich, Ingenieur, Bickendorf, Helmholtzstr. 90 I.


    Ein Ansatz? Warum muss es eine Spedition sein und nicht vielleicht ein Gewerk?


    Gruß
    Gustav

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  • Das ist das erste mal, dass überhaupt jemand den Namen
    Heinrich Pannenbecker irgendwo findet.
    Ist natürlich eine "heisse" Spur.


    Aber wenn keine Spedition, warum dann die Beschriftung auf dem LKW??


    Habe mit dem Busunternehmen aus Düsseldorf gesprochen, leider ohne Erfolg, die haben mit den "kölnern" nichts zu tun. Kannten auch keinen aus Köln.


    Habe mir mal die Gegebenheiten vor Ort angeschaut, natürlich ist da nichts mehr aus der Kriegszeit. Der Weichserhof und die umliegenden Strassen sind wohl im Krieg total zerstört worden. Die jetztigen Häuser sind alle nach dem
    Krieg gebaut worden. In der Strasse "Im Weichserhof" stehen höchstens noch 15 Häuser. "Meine Firma" hatte die Hausnummer 47!!! Also auch vor Ort kein weiterkommen.


    Das Beerdigungsinstitut Pannenbecker aus der Strasse "Im Sionstal" müsste aber auch damals was damit zu tun gehabt haben, da diese Strassen direkt an einander liegen.


    Gruß
    Sascha

  • 1925:


    Im Sionstal 28A:


    Eigentümer und Sarghandlung von W. Dahlmeyer, Blindgasse 6, mit Telefon
    Honold, Wilh., Buchdr. u
    Hülser, Gerh., Tagl. 2
    Lorenz, Paul, Ww. o.G. 3
    Müller, H., Straßbschaff.. 2
    Wasserfuhr E., Frau, Näh.
    Willms, Gottf., Bürodien.


    Jetzt wird es aber bestimmt interessanter ;aahh;


    Habe die Spedition gefunden! :D :D :D


    Im Weichserhof 47:


    Eigentümer Pfannenbecker, wohnt Im Weichserhof 35 u. Pfannenbecker Hrch., Fuhrunternehmer mit Telefon, Untergeschoss
    plus sonstige Einwohner


    Im Weichserhof 35:


    Eigentümer Zeyen, H. Schenkw. (Gibt es heute noch, Haus Zeyen???)
    Pfannenbecker Th., Hdlr. 1 Etage
    plus sonstige Einwohner


    Er heisst also Pfannenbecker, das "f" auf der Plane ist verdeckt und übersehen worden.


    Gruß
    Gustav

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  • Und es geht nun weiter.


    1967:


    Pfannenbecker, Heinrich, Zollstock, Bornheimer Str. 14
    - Heinrich, Möbeltransporte, Spedition, Bonner Wall 110
    - Willi, Spediteur, Dünnwald, Amselstraße 29


    Ich denke, den Rest kannst Du nun gut rausfinden:


    Google


    Telefonbuch


    Gruß
    Gustav

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  • So,
    den Willi Pfannenbecker aus Dünnwald habe ich heute angerufen,
    eine Frau meldete sich und gab mir die Auskunft, dass der Willi bereits
    seit 22 Jahren verstorben ist.
    Zudem könnte sie sich nur ganz schwach an "die anderen Pfannenbeckers"
    erinnern. ;( (hörte sich nach ärger zwischen den Familien an.)
    Auch zu dem Heinz Pfannenbecker der im gleichen Haus wohnt könnte sie mir nichts sagen......



    :-(:-(:-(


    Jetzt war ich erstmal ein wenig niedergeschlagen..........

  • Nachdem ich das erste verdaut hatte, rief ich dann den im gleichen Haus wohnenden Heinz Pfannenbecker an.


    Als ich ihm sagte was und wen ich suche, sagte er zu mir:
    Das das doch deren Firma gewesen wäre!!!!
    Es stellte sich heraus, das dies ein Enkel des Heinrich Pfannenbecker
    ist.


    So wirklich viel konnte er mir zwar auch nicht sagen, jedoch etwas zur
    Chronologie der Geschehnisse:


    -vor und wärend des 2.WK war die Firma "Im Weichserhof" ansässig.
    -nachher war dort zu 95% alles zerstört und die Firma zog um,
    erst woanders hin, anschließend zum "Bonner Wall".


    Es gibt leider weder Bilder noch Unterlagen von Mitarbeitern usw.
    Meinen Großvater kennt er aus Erzählungen NICHT!!!


    Jedoch weis er von seinem Großvater Heinrich Pfannenbecker, dass 1944
    2 Firmen-LKW`s mitsamt den dazu gehörigen Fahrern von der deutschen
    Wehrmacht "eingezogen" wurden und diese kurz danach als vermisst gemeldet wurden.Sie mussten somit dann im Auftrag der Wehrmacht Fahrten erledigen!
    Diese Fahrer sind samt ihren LKW`s nicht wieder heim gekehrt!
    Damit ist klar: einer von diesen LKW-Fahrern war mein Großvater,
    Theodor Steinborn.


    Mehr konnte mir der Heinz Pfannenbecker leider auch nicht sagen.
    Wobei ich natürlich schon sehr zufreiden mit den heutigen Ergebnissen bin.


    Jetzt weis ich zumindest, dass die "Geschichte" über meinen Großvater tatsächlich stimmt.


    Gruß
    Sascha

  • Hallo Sascha,


    das ist ja schon mal was.


    Interessant wäre vielleicht rauszubekommen, wer der andere Fahrer war,
    wohin die LKW fahren mussten,
    ob Dein Großvater vielleicht Mitglied im NSKK war und darüber etwas in Erfahrung zu bringen sein kann.
    Nachfahren der Freunde ermitteln, die damals Dein Großvater hatte.


    Gruß
    Gustav

    SUCHE: Deutsche Kopfbedeckungen 1871-1960 Militär, Polizei, Feuerwehr usw. - Alles über Köln, Adressverzeichnisse, Fotos, Bücher usw. Bitte alles per Konversation mit mir anbieten.

  • Hallo Gustav,


    ja du hast recht das sind schon tolle Info`s.


    Also von dem Enkel der Spedition sind keine weiteren Info`s zu erwarten, da er selber ja nur vom erzählen her davon weis.


    Mit Freunden oder Bekannten meines Großvaters sieht es sehr schlecht aus.
    Nur kurz zur erklärung:


    Meine Großmutter ist 1944 bei einem der letzten Bombenangriffe auf Köln verstorben. Mein Großvater ist ja mit LKW 1944 verschwunden.
    Meine Mutter war da 4 Jahre alt!!!! Sie hatte noch 2 Geschwißter.
    Die Kinder wurden zu unterschiedlichen Pflegefamilien gegeben.
    Meine Mutter und ihr Bruder nach Irland, aber zu unterschiedlichen Familien,
    die auch nie Kontakt hatten.
    Geschwißter meiner Großeltern alle verstorben oder unbekannt, Nachkommen nicht bekannt. An Freunde und Bekannte kann sich meine Mutter natürlich mit 4 Jahren nicht erinnern!
    Geschwißter meiner Mutter:
    Bruder aus Irland - seit 1944 nicht wieder gesehen, wahrscheinlich auch schon verstorben (wäre aber auch für Info`s keine Hilfe, war auch noch sehr jung!)
    Schwester - leider zu spät gefunden (1995 verstorben!)


    Wenn es von dieser Schwester noch Nachkommen geben würde,
    könnten die mir event. helfen. Die Schwester ist nämlich 1930 geboren!
    Nur da komme ich nicht weiter! ?(


    Gruß
    Sascha

  • Ich hole das Thema nach fast 10 Jahren mal nach oben: Total spannend, es wieder zu lesen!
    Ist @Mai1979 noch weckbar über einen Eintrag hier, gab es noch weitere Entwicklungen?


    Gruß


    Gustav

    SUCHE: Deutsche Kopfbedeckungen 1871-1960 Militär, Polizei, Feuerwehr usw. - Alles über Köln, Adressverzeichnisse, Fotos, Bücher usw. Bitte alles per Konversation mit mir anbieten.

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