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Gebirgsjäger-Konvolut, Vorstellung einmal anders...

  • Schönen Abend,


    ich möchte euch hier ein sehr interessantes, unglaublich spannendes, aber auch trauriges Konvolut vorstellen!!


    Wie für den damals 19-jährigen Karl Friedrich alles begann...


    In einem Brief an die Stellungskommission, bittet der junge Karl, im Falle einer Tauglichkeit,
    um Befreiung des Wehr- bzw. Arbeitsdienstes. Der Vater seit 1939 ständig eingerückt,
    braucht die große Wirtschaft einen starken Mann...

  • Nachdem sein Antrag allem Anschein nach nicht gebilligt wurde,
    begann für Karl Friedrich die aktive Soldatenzeit, und wie sollte es anders kommen, er wurde Gebirgsjäger.


    Die ersten Dokumente stammen hierzu aus dem Jahr 1941, genauer aus dem Oktober 1941.


    Der "kleine Wehrmachtsfahrschein" wurde ausgestellt von Bahnhof Krems über Agram, Belgrad nach Saloniki... Das heisst Karl war nach einem Heimaturlaub unterwegs zurück in den Krieg, zurück an die Front.....nicht ganz!!!


    Denn lt. Feldpoststempel wurde der Fahrschein ausgestellt vom
    Feldersatz-Bataillon 95 (Stabs-Kompanie), welches zur 5.Gebirgsdivision gehörte. Und diese war nach schweren verlustreichen Kämpfen am Balkan zu dieser Zeit "nur" noch zur Verfügung in Griechenland.
    Ende 1941 ging es dann für alle zurück zur Auffrischung in die Heimat.


    Dieser Fahrschein liegt in 3-facher Ausführung vor, 2 x "Teilstrecke" Balkan und 1 x "Teilstrecke" Deutschland.

  • Ende des Jahres 1941 ging es dann zu der Einheit, in der Karl dann auch bis zu seinem Kriegsende verweilte...


    Es wurde zum Gebirgsjäger-Regiment 100 versetzt, hierzu auch schon ein weiterer Fahrschein mit Feldpostnummer 01775/A welche der Stabskompanie der 100er zuzuordnen ist.

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  • Von 28.6 bis 21.8.1942 nahm das Gebirgsjäger Regiment 100
    an den Stellungskämpfen am Wolchow und im Pogostja Raum teil...


    Am 21.8.1942 wurde Karl Friedrich durch einen Granatsplitter über dem rechten Auge verwundet.


    Am 3.11.1942 erhält er dafür das Verwundeten-Abzeichen in Schwarz


    Ich denke über der Unterschrift ein I.A zu erkennen, somit dürfte es nicht die Unterschrift des damaligen Bataillonskommandeur sein.


    Für Tipps zu dieser Unterschrift wäre ich euch dankbar!!

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  • Nach weiteren schweren Kämpfen Ende des Jahres 1942 - Anfang 1943 im Osten (Raum Leningrad, Ladogasee...) wurde Karl Friedrich weitere mal verwundet...


    Im November 42 durch Granatsplitter in der rechten Hand,
    am 28.11.1942 durch Granatsplitter im linken Daumen.


    Nach 3-maliger Verwundung wurde ihm am 20.01.1943 das
    Verwundetenabzeichen in Silberverliehen.


    Sollte mir jemand mit der Unterschrift helfen können, bitte gerne!!

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  • Ende 1942, am 10.12.1942 gab es dann noch vom Divisionskommandeur
    der 5. Gebirgsdivision Generalleutnant Julius RINGEL das Eiserne Kreuz II. Klasse.


    Das GJR 100 schied im November aus der 1. Geb. Division aus und unterstand ab diesem Zeitpunkt der 5. Geb. Division.

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  • Aufgrund der 6-maligen Verwundung am 24.7.1943
    wird ihm am 6.08.1943 das Verwundeten-Abzeichen in Gold verliehen...


    Laut seiner Aufzeichnungen wurde er von 21.8.42 bis 17.5.1944 12 mal verwundet, unter anderem Granatsplitter im Fuß, in der Hand, Streifschuss...!!!


    Unterschrift ist die selbe wie auf der Urkunde zum VWA i. Silber.

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  • Nach weiteren schweren Monaten im Osten, erhält Karl Friedrich
    am 10.09.1943 (knapp vor der Verlegung nach Italien)
    das Infanterie-Sturmabzeichen in Silber verliehen.


    Unterschrift: Regimentskommandeur Oberst Anton Glasl


    Leider rechts oben mit leichter Beschädigung, sollte aber kein größeres Problem darstellen...

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    Edited once, last by Königstiger ().

  • Italien, Mai 1944 ...


    Das GJR 100 war in schwere Kämpfe rund um Cassino verwickelt, auch am 18.5.1944 wurde heftig gekämpft.


    Danach kam dieser Brief vom 22.5.1944 an die Frau von Karl. F. :

  • Nach einigen Monaten schweren Wartens, kam dann im August 1944 die erlösende Nachricht...


    Karl Friedrich lebt... er kam im Mai nach seiner Verwundung in Cassino in Amerikanische Gefangenschaft.


    Für den tapferen Einsatz im Mai 1944 erhielt Karl Friedrich das DEUTSCHE KREUZ in GOLD.


    Leider gibt es dazu keine offizielle Urkunde...


    Man kann Herrn Karl Friedrich aber in allen Literatur-Quellen als DKiG-Träger finden!!

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  • Auch in der damaligen Divisions-Zeitung "Der Gams" findet man den Namen KARL FRIEDRICH bei den DKiG Verleihungen...


    Damals dürfte der Vor- und Nachnahmen verwechselt worden sein...wobei bei dem Namen kann das passieren.

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    • Gams 2.jpg

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  • Ich hoffe die Vorstellung und die Urkunden gefallen!!!


    Es ist ein wirklich schöner kompletter Urkundennachlass eines
    offiziellen DKiG-Trägers der Gebirgstruppe...


    In dem Brief wurde ja erwähnt, dass sein Nachlass damals nach Hause geschickt wurde, leider wurde damals alles durch einen Bombenangriff zerstört.


    Mfg Königstiger

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  • Super Gruppe!
    Danke für die Präsentation.


    Woher hast Du die Information über die Verwundungen?


    MfG


    stijn

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    ;h78; Suche immer sehr frühe 57ers - besonders PKA / ASA Stufe II - III - IV - V und BKA Bronze

  • Servus Königstiger,


    ja, ich pflichte allen vorherigen Kommentaren uneingeschränkt bei, wirklich eine sehr interessante Gruppe. Abgesehen von der Frage nach den Verwundungen (sieht fast so aus, als hättest Du den Wehrpaß noch nicht vorgestellt), finde ich immer Urkundengruppen umso interessanter, wenn das Beiwerk dabei ist, also Marschbefahle, Übersendungsschreiben etc.


    Sind bei der Gruppe auch Fotos, sinsbesondere Portraits dabei?


    Auf jeden Fall, Gratulation zu der Gruppe und Danke für die tolle Vorstellung.


    Gruß - Armin.

    Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

    Edited once, last by al-allein ().

  • Wunderbare Gruppe.


    Bei der Unterschrift auf dem BZ Verwundetenabzeichen in schwarz, handelt es sich um den Träger des DK in Gold Friedrich Leikam.


    Die Namensbezeichnung in der Divisionszeitung " Karl " ist schon richtig.
    Karl war der Nachname.



    Gruß
    Gebirgsgrenadier

    Suche: Urkunden und Besitzzeugnisse von Infanterie/Grenadier-Regiment 388 - Grenadier-Brigade 388, weiter Infanterie/Grenadier-Regiment 106, sowie 214. Infanteriedivision.

  • Hallo,


    schön zu hören, dass es euch gefällt!!


    Leider gab es damals kein Soldbuch und keine Orden,
    es ist "nur" das Urkunden-Konvolut inkl. einiger privaten Aufzeichnungen usw.


    Darum auch die Info zu den Verwundungen,
    welche Hr. Karl genau mit Datum auf einem Zettel vermerkt hat.


    Mfg Köti

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