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Posts by Turtle

    Sehr interessanter Wehrpass, beide Klassen des EK innerhalb weniger Wochen ist auch eine kleine Seltenheit! Mit Jahrgang 13 gehörter er ja noch zu den weißen Jahrgängen, wehrpflichtig ab 1935 war ja erst der Jahrgang 14, die älteren Jahrgänge wurden aber oft, wie hier zu einer 2 oder 3 monatigen Kurzausbildung eingezogen.

    Äußerst interessanter Wehrpaß! Ich habe mal Dokumente eines Arztes gesehen, dem wegen Behandlung eines Zwangsarbeiters die Approbation entzogen wurde und er zu Frontbewährung verurteilt wurde, dabei verdiente er sich u.a. das Erkampfabzeichen und wurde auch "nur" Gefreiter. Gut möglich, dass auch deinem Mann ein ähnliches Schicksal widerfahren ist!? Anders sind sein militärischer Lebenslauf und der Dienstgrad, trotz mehrer Auszeichnungen kaum zu erklären.

    Hier der Wehrpass des 1.WK Veteranen Karl Kaufmann vorstellen, der in der KuK Armee diente und 1943 wieder eingezogen wurde.


    Persönliche Daten
    Geburtsdatum: 16.03.1894
    Geburtsort: Aschau / Feldbach
    Staatsangehörigkeit: Deutsches Reich (Österreich)
    Religion: katholisch
    Familienstand: verheiratet
    Schulabschluss: Volksschule
    Beruf: Landwirt
    Tauglichkeitsgrad: kriegsverwendungsfähig (07.03.1944)
    Erkennungsmarke: 4./ Landes–Schützen–Ausbildungs–Bataillon 18 Nr. 165


    Militärischer Lebenslauf
    26.11.1914: Landwehr–Infanterie–Regiment 3
    01.11.1918: aus der KuK Armee entlassen
    30.03.1944: 4./ Landes–Schützen–Ausbildungs–Bataillon 18
    20.06.1944: 1./Landes–Schützen–Ausbildungs–Bataillon 18
    07.10.1944: Grenzwacht–Kompanie XVIII/13
    08.05.1945: aus der Wehrmacht entlassen


    Ausbildung mit der Waffe
    Stutzen M95(ö), Gewehr 98, Maschinengewehr–26(t)


    Beförderungen
    17.11.1943: als Obergefreiter eingestuft


    Orden und Ehrenzeichen
    00.00.0000: Bronzene Tapferkeitsmedaille
    00.00.0000: Karl–Truppenkreuz


    Schlachten / Unternehmen
    07.10.1944: Eisenbahn & Objektsicherung im Bandenkampfgebiet Südkärnten

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    Möchte hier den Wehrpass des späteren Unteroffiziers Heinz Gornig vorstellen, er wurde 1940 schwer verwundet und aus der Wehrmacht entlassen.



    Persönliche Daten
    Geburtsdatum: 09.11.1918
    Geburtsort: Breslau
    Staatsangehörigkeit: Deutsches Reich
    Religion: evangelisch
    Familienstand: verheiratet
    Schulabschluss: Mittelschule
    Beruf: kfm. Angestellter
    Tauglichkeitsgrad: arbeitsverwendungsfähig (19.07.1944)
    Erkennungsmarke: 3./ Infanterie–Ersatz–Bataillon 49 Nr. 495


    Militärischer Lebenslauf
    01.04.1939: Reichsarbeitsdienstabteilung 7/113
    26.08.1939: 4./ Bau–Bataillon 101
    18.12.1939: 3./ Infanterie–Ersatz–Bataillon 49
    24.02.1940: 5./ Infanterie–Regiment 633
    11.06.1940: Radfahrerzug Infanterie–Regiment 633
    25.07.1940: Genesenden Kompanie Infanterie–Ersatz–Bataillon 414
    08.09.1941: Heeresentlassungsstelle Wkdo. VIII
    14.11.1941: aus der Wehrmacht entlassen


    Ausbildung mit der Waffe
    Gewehr 98, Maschinengewehr–34


    Beförderungen
    01.04.1941: Gefreiter
    14.11.1941: Unteroffizier


    Orden und Ehrenzeichen
    16.06.1940: Verwundetenabzeichen in Schwarz 1939


    Schlachten / Unternehmen
    16.03.1940: Abwehrbereitschaft an der Oberrheinfront (bis 10.06.1940)
    15.06.1940: Angriff über den Oberrhein; Kämpfe in Rheinau
    16.06.1940: Kämpfe in Rheinau


    Verwundungen
    16.06.1940: Ellenbogen Trümmerschuss

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    Äußerst interessante Detektivarbeit! Das Konvolut des Herrn Haeusler kommt mir bekannt vor.
    Hat er nur wenige Monate im 1.WK in Ersatz- & Ausbildungseinheiten gedienst, wurde aus gesundheitlichen Gründen entlassen und das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer erhalten?
    In meinen Augen ist er ein hervorragendes Beispiel für die katastrophale militärische Lage in den letzten Kriegsmonaten, Leute einzuziehen, die schon fast 20 Jahre vorher dienstuntauglich waren.

    Das Gespräch mit Zeitzeugen ist wirklich mit das Interessanteste an diesem Hobby!


    Sehr schöner Polizei-Nachlass, der in seiner Vollständigkeit sehr selten seien dürfte!
    Wenn man bedenkt, dass der Unterwachtmeister das Äquivalent zum Gefreiten und der Rottwachtmeister das zum Obergefreiten war, hat es wirklich sehr lange bei ihm gedauert. Insbesondere im Kampfeinsatz hätten die Beförderungen nach 12 bzw. 24 Monaten kommen können.

    Äußerst interessant, genau an so etwas hatte ich gedacht!! Wenn du mit deinen Auswertungen fertig bist, bin ich sehr interessiert mehr von den Stärke- und Ausrüstungsmeldungen zu sehen!!


    Aus wieviel Mann bestand die HJ Kampfgruppe 21? Die Vorstellung nur mit nem Kleinkalibergewehr bewaffnet ist Gefecht zu gehen, ist echt gruselig.

    Hallo,
    da steckt ja wirklich einiges an Recherchearbeit drin, vielen Dank!
    Werden in den Dokumenten die Typen der Bewaffnung näher aufgeschlüsselt? Beispielsweise X dt. Gewehre, Y franz. Beutegewehre, Z ital. Beutegewehre etc?


    Dein Avartarbild zeigt doch einen Kompanieführer des Volkssturms, oder?

    Die Indochina Medaille wurde erst am 01.08.1953 gestiftet, er hätte sie rückwirkend beantragen müssen. Möglicherweise hat er sie auch noch erhalten, da ja auch keine Urkunde zur Medaille Coloniale vorliegt, kann natürlich auch die Urkunde zur Indochina Medaille verloren gegangen sein!?
    Das certificate de bonne conduite wurde jedem Legionär mit guter Führung nach 5 Jahren Dienstzeit verliehen, dies berechtigte zur Beantragung einer franz. Staatsbürgerschaft (welchem normalerweise stattgegeben wurde) oder garantierte eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in Frankreich für 10 Jahre.
    Während seiner Zeit in Indochina diente er u.a. bei der 13. Halbbrigade der Fremdenlegion ( https://en.wikipedia.org/wiki/…Brigade_of_Foreign_Legionhttp://www.more-majorum.de/einheiten/13dble/index.html ) in Saigon und später in der Transitkompanie der Legion in Saigon ( http://www.more-majorum.de/einheiten/diverse/cple/index.html ).
    Außerdem wurde er als Voltigeur (leichter Sturm-Infanterist mit Gewehr-Granatwerfer) ausgebildet.
    Vielleicht kann ich dir in den nächsten Tagen noch ein paar mehr Infos liefern.