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Posts by Spießschreiber

    Teil 3


    Das zugehörige Anschreiben zum Verwundetenabzeichen im Format A5 (Beleg 09) liegt mir vor, ebenso ein Brief vom 23. Juli 1940, mit dem die Privatsachen des Verletzten an dessen Mutter geschickt wurden.


    Im Nachlass vorhanden sind neben der humoristischen „Weihnachts-Festzeitung 1940“ vom Standort Büdingen (Beleg 10) noch diverse kleinere Schreiben und Bescheinigungen, eine Postkarte des Reichsarbeitsdienstes wegen seines „Westwallehrenzeichens“ (gemeint ist hier sicher das „Deutsche Schutzwall-Ehrenzeichen“) (Beleg 11) sowie zwei A5-Schreiben wegen eines „Traditionsabzeichens des Arbeitsgaues XXX“ von Dezember 1943 / Januar 1944 (Beleg 12).


    Recht interessant ist ein den Unterlagen beiliegendes Notizheftchen, in dem der nunmehrige Stabsgefreite Kurt Brückl tagebuchartig seine Erlebnisse festgehalten hat. Die kurzen Notizen umfassen den Zeitraum vom 24. Januar 1944 bis zum 24. Februar 1944 und dann wieder vom 16. Juli 1944 bis zum 27. Juli 1944.


    Dieses Datum beendet für mich leider den Papiernachlass Kurt Brückls, von dem ich zu mindestens sehr gern ein Foto oder ein mit Foto versehenes Ausweisdokument gehabt hätte… :(


    Ich hoffe, dass Euch dieser eher unspektakuläre Nachlass nicht zu sehr gelangweilt hat?
    Ich finde aber, dass auch solche eher schlichten Alltagspapiere ein interessantes Abbild der damaligen zeitgeschichtlichen Umstände darstellen.
    Insofern möchte ich Euch gern ermutigen, gern auch zunächst vermeintlich "langweilige" Belege oder Nachlässe in unserem Forum vorzustellen. Mich zumindest interessieren und erfreuen auch solche Dokumente.


    Sammlergrüße!

    Teil 2



    Vom 15. Februar bis zum 24. März 1938 besuchte Kurt Brückl einen Lehrgang der Motorsportschule „Helsa“ des NSKK in Helsa (Regierungsbezirk Kassel). Darüber liegen mir zwei Bescheinigungen vor, eine hier als (Beleg 05).



    Am 7. November 1938 erhielt Brückl per Einschreiben den Hinweis, dass sich seine Einberufung (Gestellung) etwas verzögert und er erst zum 17.11. einberufen wird (Beleg 06).
    Da laut Annahmeschein die Einberufung bereits zum 1. Oktober 1938 hätte erfolgen sollen, kann diese Verschiebung nur durch die Sudetenkrise erklärt werden, welche nach dem Münchener Abkommen am 1. Oktober 1938 zum Einmarsch in das Sudetenland und die Eingliederung der sudetendeutschen Gebiete der Tschechoslowakei in das Deutsche Reich führte.


    Das nächste Papierstück über Kurt Brückl stammt bereits aus der Zeit des beginnenden Welt-krieges. Es handelt sich um Brückls Beförderung zum Gefreiten per 1. Dezember 1939 (Beleg 07).


    Im Westfeldzug 1940 wurde der nunmehrige Gefreite Kurt Brückl bereits im Mai 1940 verletzt und musste im Reserve-Lazarett Eickelborn behandelt werden.
    Dorthin wurde ihm auch das Besitzzeugnis zum verliehenen „Verwundetenabzeichen in Schwarz“ (hier noch „1. Stufe“ genannt!) geschickt (Beleg 08). Dieses Dokument hatte ich einzeln vor längerer Zeit mal hier im Forum vorgestellt.
    Das Besitzzeugnis wurde signiert vom inzwischen (seit 01.01.1939) zum Oberstleutnant beförderten Kommandeur der Panzerjäger-
    Abteilung 9, Theodor Keyser.

    Hallo Sammlerkollegen im Forum,


    ich möchte gern einen Nachlass an Dokumenten und Belegen vorstellen, der ausdrücklich nicht das Thema "Urkunden" in den Vordergrund stellt, sondern eher unspektakuläre "Alltagspapiere" eines jungen Wehrmachts-Freiwilligen zeigt und damit seinen Werdegang bis in den Krieg belegt.


    Der Inhaber der nun vorgestellten Dokumente und Belege, Kurt Brückl, wurde am 01.03. 1918 in Frankfurt am Main - Höchst geboren. Anhand dieses Nachlasses lässt sich sein Weg von der mehrfach erfolgten Bewerbung als Wehrmachts-Freiwilliger bis zum Stabsgefreiten und Ostfrontkämpfer des Weltkrieges (bis ins Jahr 1944) gut belegen.
    Um diesen Überblick nicht unnötig aufzublähen, werde ich hier an dieser Stelle aber nicht jeden Beleg sondern nur einige im Bild vorstellen.



    Das zweiseitige „Merkblatt für den Eintritt als Freiwilliger in das Heer“ (Ausgabe August 1937) stellt den ersten interessanten Beleg dar, die „Anmeldebescheinigung“ vom 25.09.1937 zur Anlegung des Wehrstammblattes folgt. Beide Belege zeige ich zunächst aus den o.g. Gründen nicht.


    Am 26.10.1937 bewarb sich Kurt Brückl mit vorliegendem handschriftlichem Schreiben (Beleg 01) als Freiwilliger zum Kraftradschützen-Bataillon Nr. 1 in Langensalza.
    Bereits 2 Tage später, am 28. Oktober 1937, wurde jedoch seine Bewerbung wegen „Nichtzuständigkeit des Truppenteils“ schriftlich abgelehnt und ihm geraten, sich in einem Truppenteil in der Nähe seines Heimatortes zu bewerben (Beleg 02).



    Mit weiterem Schreiben vom 23. November empfahl man Kurt Brückl, sich konkret beim Kraftradschützen-Bataillon Nr. 2 in Bad Kissingen erneut zu bewerben. Auch dieses erneute Bewerbungsschreiben zum freiwilligen Eintritt für Oktober 1938 liegt mir vor, wurde jedoch mit Schreiben vom 29.11.1937 erneut abschlägig beantwortet.



    Möglicherweise fuhr Kurt Brückl aus der Erfahrung der ersten Ablehnung in Langensalza nunmehr zweigleisig, denn von Ende November 1937 liegt auch eine „Liste der einzusendenden Papiere“ vor, welche von der Panzer-Abwehr-Abteilung 9 in Gelnhausen ausgestellt wurde. (Beleg 03)


    Eine dünne Vorladung auf Pergamentpapier belegt, dass sich Kurt Brückl am 11. Januar 1938 einer heeresärztlichen Untersuchung in der Kaserne Gutleutstraße unterziehen musste.


    Ende Januar 1938 erreichte Kurt Brückl dann die ersehnte Nachricht in Form des „Annahme-scheins“ zur Panzer-Abwehr-Abteilung 9 in Gelnhausen ab 1. Oktober 1938 (Beleg 04). Er durfte nun also als Freiwilliger in die Reihen der Deutschen Wehrmacht eintreten. Der Annahmeschein ist unterschrieben vom Abteilungskommandeur der Panzer-Abwehr-Abteilung 9, Major Theodor Keyser (geboren am 11.02.1896 in Bochum – gefallen am 12.11.1941 in Skirminowa).


    Ich sehe beim Wehrmachtssoldaten auf der linken Brusttasche auch mit ziemlicher Sicherheit das spanische Falange-Abzeichen.
    Könnte der Soldat in einem Truppenteil der Blauen Division, zuzusagen als deutsches Rahmenpersonal, Dienst getan haben?
    Vielleicht hat er es auch von einem spanischen Kameraden bekommen oder er war schon im spanischen Bürgerkrieg auf Franco-Seiten eingesetzt?
    In jedem Falle kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Trageweise so vorschriftsmäßig, wenn überhaupt gestattet, war.


    Den Rückseitentext kann ich Barmbeker auch so bestätigen.


    Viele Grüße
    Spießschreiber

    Hallo Armin,


    einfach große Klasse, ich bin ganz begeistert von dem Nachlass und Deinen persönlichen Erfahrungen mit Herrn Steinwender.
    Insbesondere auch die vielen Fotos sind sehr interessant.
    Schön, dass dieser Nachlass zusammengehalten werden konnte und er nun für die Nachwelt gesichert ist.
    Deine persönlichen Begegnungen mit vielen der Beliehenen nötigen mir immer wieder Erstaunen und Respekt ab, leider werden jüngere Sammlerfreunde ja diese Chance nicht mehr haben.
    Danke fürs teilhaben lassen!


    Sammlergrüße!

    Hallo "Douglas 5",


    ich persönlich habe auch keine Mutterkreuz-Urkunde in der Form mit dem Reichsadler in meiner Sammlung.
    Es gab aber in jedem Fall diese Variante bei späten Stücken.
    Allerdings kann ich nichts dazu sagen, ob Dein Blanko-Exemplar authentisch ist. Bei den mir bekannten Stücken ist der Reichsadler auch nicht im Stil Deines Exponates gedruckt.


    Als Beispiel füge ich zwei im Internet publizierte Urkunden an, beide zufällig ausgestellt am 21. Mai 1944, möglicherweise dem kriegslagebedingt letzten offiziellen Verleihungstag?


    Sammlergrüße!

    Hallo Dave,


    herzlichen Glückwunsch zu diesem Stück.
    Die Urkunde gefällt mir sehr gut, die Erhaltung ist ebenfalls sehr schön.
    Die Verleihungsurkunde zur "Sonderstufe des Treudienst-Ehrenzeichens für 50 Jahre" ist wirklich ziemlich selten zu finden.


    Ich habe ebenfalls eine in der Sammlung, darüber hinaus habe ich ohne Deine auch nur zwei Stück in meinem Sammlerleben gesehen. Immerhin musste man ja 50 Jahre in Treue bei einem privaten Arbeitgeber durchgehalten haben, um diese Ehrung zu erhalten. Wer konnte das schon schaffen?


    Ich weiß übrigens nicht, wo Du an dem Stück Beschneidungsspuren festgestellt haben willst? Auf Deinen Fotos finde ich keine.
    Zudem war dieser Urkundenvordruck im original immer im Format A4, Du hast also m. E. ein sehr schönes, seltenes und super erhaltenes Stück in Deine Sammlung bekommen. Glückwunsch!


    Sammlergrüße!

    Hallo Peter,


    ich möchte mich spontan darunter setzen und Gustav uneingeschränkt beipflichten. Diese Volkssturm-Rubrik ist auch für mich ein wahres Schmankerl und immer wieder spannend, ich freue mich über jeden Beitrag von Dir.
    Bitte mache so weiter damit, auch wenn man nicht immer eine Resonanz gibt, so sind doch Deine Vorstellungen zu diesem speziellen und seltenem Teilgebiet immer eine große Freude! ;sx;


    Danke und Sammlergrüße!

    Hallo Tino,


    die Signatur auf der Urkunde ist von Kurt Daluege.
    Sieht aus wie gestempelt, der Schriftzug stimmt aber.


    Kurt Daluege wurde am 20.04.1942 SS-Oberst-Gruppenführer, somit stimmt schon der angegebene Dienstgrad nicht.
    Zudem war Daluege "Chef der Deutschen Polizei" im Innenministerium, er hätte naturgemäß auch nicht "Im Felde" Urkunden signiert bzw. verliehen, er war gar nicht an der Front im Einsatz sondern wie gesagt als hoher Polizeibeamter im Innenministerium tätig.


    Die Urkunde ist in jedem Fall eine Fälschung! ;ctx;


    Sammlergrüße!

    Hallo Bastel,


    sehr schöne Gruppe, auch wenn man über den weiteren Lebensweg des Beliehenen nichts weiß.
    Das ist auch bei den meisten Dokumenten in meiner Sammlung so.
    Etwas von den unmittelbaren Angehörigen zu erhalten, die dann gewöhnlich auch etwas aussagefähig sind, wird ja leider immer seltener und wird in wenigen Jahren ganz vorbei sein. Schade....


    In Deiner Gruppe gefällt mir dieses vorläufige BZ zur Ostmedaille natürlich auch besonders. Aber auch die frühe KVK-Verleihung ist eine schöne Sache.


    Danke dafür, dass Du uns teilhaben läßt.
    Sammlergrüße!

    Hallo Bastel,


    natürlich findet dieser kleine aber feine Nachlass Interesse.
    Zwei schön erhaltene Urkunden und ein gut geführtes und nicht entnazifiziertes zugehöriges Soldbuch. Schon letzteres ist je eine absolute Ausnahme. Was will man mehr, zudem in der relativ kurzen Fronteinsatz-Zeit des Gefreiten Kurt Grambow.


    Schön, dass der junge Mann den Wahnsinn des Endkampfes wohl überlebt hat, auch seine Verwundung scheint ja glücklicherweise nicht allzu schwer gewesen zu sein.


    Ein, wie ich finde, toller Nachlass!
    Danke fürs zeigen.


    Sammlergrüße!

    Hallo Sammlerkollegen,


    mit Effekten kenne ich mich nicht aus, daher die Frage in die Runde:


    Es handelt sich bei allen 3 Bildausschnitten um den selben Soldaten. Warum hat er auf dem Kragenspiegel Bild 1 (offenbar Ausgehuniform?) nur 1 Schwinge auf dem Kragenspiegel und auf Bild 2 gleich 3 Schwingen?
    Auf Bild 3 als nunmehr Feldwebel sind auf seiner Uniform gar keine Kragenspiegel? Was könnte an seinem Kragenaufschlag befindlich sein? Sieht aus wie etwas geflochtenes?


    Ich hoffe, dass die Fragen nicht zu unbedarft sind und würde mich über Antworten freuen.
    Vielen Dank und Sammlergrüße!

    Hallo Dave,


    ich würde mich da Olli anschließen, dass eine Zweitschrift als solche gekennzeichnet wäre.
    Ich halte das ganze eher für ein Versehen/Schusselfehler. Wer weiß, wo der ausstellende Schreiber in Gedanken gerade war und dabei versehentlich 39 statt 40 getippt hat.
    Also zumindest halte ich es für möglich, dass die Verwundung eben erst am 6.9.40 passiert und aus Unachtsamkeit nicht korrekt eingetragen worden ist. Oder vielleicht auch umgedreht - beim Ausstellen der Urkunde statt 1939 aus Unachtsamkeit 1940 als Verleihungsdatum eingetragen?


    Ist zumindest mein Gedankengang dazu, wie ich finde durchaus denkbar. ;S7;


    Sammlergrüße!

    Hallo Sammlerkollegen,


    ich habe eine Frage zu den Besitzzeugnis-Kärtchen zum Schießabzeichen der Hitlerjugend und des Deutschen Jungvolkes.
    Ist jemandem bekannt, warum auf den Besitzzeugnissen immer eine "Nummer des Abzeichens" eingetragen ist, obwohl beide Schießabzeichen-Arten überhaupt keine Nummerierungen tragen?


    Über eine schlüssige Erklärung dieser zunächst sinnlos erscheinenden Praxis würde ich mich freuen.


    Danke und Sammlergrüße!

    Hallo Dave,


    nette kleine Gruppe, das Urkunde zum EK2 ist allerdings wirklich merkwürdig. Habe ich so noch nicht gesehen, bin aber auch ein bißchen skeptisch. Hast Du die Unterschrift geprüft, ist sie unzweifelhaft?
    Davon abgesehen, dass es immer wieder Überraschungen gibt und man in der Fülle der Varianten einfach nicht schon alles gesehen haben kann.


    anhaltiner: Zur Memellandmedaille bin ich eher entgegengesetzter Meinung. Nach meinen Erfahrungen ist es sogar der Normalfall, dass diese Urkunde sehr vielfach an Marineangehörige ausgestellt wurde.
    Ich persönlich habe noch nie eine gesehen, welche nicht an einen Marineangehörigen ausgestellt war. Zufall? Meist wird auf der Urkunde unter Name und Dienstgrad noch der Name des Schiffes angegeben.


    Sammlergrüße!

    Hallo Dave,


    ich bin von mir persönlich ausgegangen, ich respektiere Deine Ansicht.
    Natürlich redet man sich bei einem zweifelhaften Stück die Sache selber oft schön, damit man die Hoiffnung nicht verliert, dass es ein originales Stück und vielleicht sogar noch eine topseltene Variante ist.
    Das ist völlig normal menschlich, das kenne ich aus eigenem Erleben.
    Der Umstand, dass die Urkunde im Format A 5 ist, verstärkt aber eher meine Zweifel. Diese Standartvariante und dann in A 5, ich glaube aus der Ferne nicht mehr an ein authentisches Stück. Sorry.
    Mal sehen, was noch für Meinungen kommen...


    Viele Sammlergrüße!

    Hallo,


    sehr ungewöhnlich und so noch nie gesehen.
    Warum sollte vom normalen Vorgang abgewichen werden und statt Blindprägesiegel in diesem Falle ein Stempel benutzt worden sein?
    Prägepresse kaputt... ;S7; ?


    Auch die Suche über den Namen des Beliehenen halte ich für ein Glücksspiel, zumal Anton Schneider ein Allerweltsname ist.
    Ich habe kein gutes Gefühl bei diesem Stück.


    Lieber Dave, wäre es für Dich nicht möglich, dass Du solche zweifelhaften Exemplare vor einem Kauf hier zur Diskussion stellst und Dir damit im Nachhinein mögliche Enttäuschungen ersparst?


    Sammlergrüße!

    Hallo,


    ich würde es vielleicht nicht in einem Wort ausdrücken wie "F 38", aber mir gefällt das Stück auch überhaupt nicht.
    Nur ein Stempel (welcher noch dazu "komisch" aussieht), keine Signatur mit Name/Dienstgrad des Verleihenden und dann diese Verleihungsformel "Im Namen des Führers", die auch meiner Ansicht nach erst viel später normal wurde. 1940 wurde noch "Im Namen des Führers und Obersten Befehlshabers....." verliehen.


    Ich persönlich würde das Stück nicht haben wollen, denn ich halte es für eine freundlich gesagt "Sammleranfertigung".


    Sammlergrüße!