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Posts by anhaltiner

    Das geht hier aber auch schon wieder flott voran.


    Hab hier noch eine komplett mit Hand ausgefüllte frühe EK2-Urkunde vom Chef des Transportwesens beim Oberkommando des Heeres.
    Verliehen wurde diese am 17.Dezember 1939 an den Gefreiten Hermann Peper der 4. Kp. des Eisenbahn-Pionier-Regiment 68 und
    unterzeichnet von Generalmajor Rudolf Gercke, Träger des Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz.


    Leider wurde die Urkunde an den Rändern beschnitten, wahrscheinlich weil sie sonst nicht in einen Bilderrahmen gepaßt hätte.

    Dank unseres Forumsmitglied "Pie", der sich am Wochenende für mich auf den Weg zur Kriegsgräberstätte Futa-Pass gemacht hat, kann ich zu Johann Lederer ein Grabfoto nachreichen.


    Vielen herzlichen Dank dafür, so macht recherchieren und sammeln, in diesem Fall sogar länderübergreifend, besonders Spass.


    Gruss,
    anhaltiner

    Hallo Armin,


    wieder ein schöner Nachlass aus Deinem Spezialgebiet 7.InfDiv.


    Die Urkunde zur Nahkampfspange in Silber gefällt mir besonders, wurde diese doch nur ca. 9.500 mal verliehen und ist demnach wesentlich seltener als das Spanienkreuz oder das Deutsche Kreuz in Gold, fristet dennoch ein klein wenig ein Schattendasein.


    Ich bin ein klein wenig froh, ab morgen wenigstens die Urkunde zu einer Bronzenen NKS in meiner bescheidenen Sammlung beheimatet zu sehen.


    Gruss,
    anhaltiner

    Obwohl wir aktuell gerade eher bei den Spätverleihungen aktiv sind, erfülle ich den Beitrag zu den frühen EK2-Verleihungen nach fast 3 Jahren auch mal wieder mit Leben.



    EK2-Verleihung am 09.11.1939 an den San.Gefr. Borgartz, 7./Inf.Rgt. 95, unterzeichnet vom späteren RK-Träger Herbert Loch.


    Den kompletten Nachlass von Borgartz habe ich im Forum bereits vorgestellt: Willy Borgartz - ein tapferer Sanitäter der 17.Infanteriedivision

    Dem würde ich widersprechen.


    In Mainz-Gonsenheim, wo die Urkunde ausgestellt wurde, war das Fla-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 66 stationiert -> klick
    Und das lese ich auch auf dem Stempel.


    Ich hab zwar auch noch keine Lösung, aber ich denke dessen Bataillonskommandeur suchen wir.


    Edit:
    Oh, unsere Beiträge haben sich überschnitten.


    Clüver haben wir im Forum schon gelistet, auch in genau jener Dienststelliung.


    Clüver, Johann (Hans)

    Gleich 4 verschiedene Urkundenmuster - Respekt !!


    Sollte die letzte Auszeichnung sein, die (halb-)offiziell verliehen wurde.
    Laut Stellungnahme des BMI aus den 60ern handelt es sich nicht um eine von A.H. genehmigte Auszeichnung und wurde nach dieser Lesart auch nicht offiziell gestiftet.
    Dennoch wurde sie nach Kriegsende an viele Soldaten verliehen und beurkundet und somit kann es ja nur Spätverleihungen geben.

    Quote

    Original von Spießschreiber
    ...
    Wir könnten es auch gern auf andere Urkunden ausweiten, vielleicht in einem oder mehreren Extra-Themen?
    ...


    Ich greif mal den Gedanken von Spießschreiber auf und eröffne mal den Reigen mit späten Verleihungen des Kriegsverdienstkreuzes.


    Verleihungsurkunde zum KVK 2.Klasse mit Schwertern vom 20.04.1945 an einen Stabsgefreiten der 2./gem. Flakabt. 550 (v).
    Die Abteilung unterstand der 20.Flak-Division und kämpfte zu dieser Zeit in der Steiermark.
    Die Urkunde ist unterzeichnet von Oberst Ernst Schluchtmann, der das Kommando über die 20.Flak-Div. erst kurz zuvor am 22.03.1945 übernommen hatte.


    So, nun bin ich auf Eure Urkunden gespannt.

    Files

    • KVK_200445.jpg

      (373.42 kB, downloaded 173 times, last: )

    Genau das waren auch meine Gedanken und ich stimme Armin vollumfänglich zu.


    Gerade bei Besitzzeugnissen zum Verwundetenabzeichen findet man häufiger Ungereimtheiten was Einheitsbezeichnungen und Daten angeht.
    Die Angestellten in den Lazaretten waren eben in erster Linie medizinisches Personal.
    Dazu kommen eben noch klassische Schreib-, Lese- und Übertragungsfehler.

    Das es sich um kein zeitgenössisches Stück handelt, scheint ja nun geklärt.


    Hab aber im Zusammenhang damit folgende Frage an die Experten:
    Auf dieser Urkunde wurde der Stempel der Kompanie verwendet, obwohl der Divisionskommandeur unterschrieben hat (bzw. haben soll).
    Ist das grundsätzlich denkbar oder hätte nicht in dem Fall der Stempel der Divisionsführung verwendet werden müssen?
    Gibt es da Ausnahmen oder klare Regeln?

    Da kommen nach kurzer Zeit ja schon so einige sehr interessante Urkunden zusammen.


    Will mich auch gleich anschließen und hab zwei rausgesucht.


    1. 01.April 1945 - Gren.Rgt. 502/XIII. AK
    2. 30.April 1945 - Marinebordflakbrigade Nord


    Gruss, anhaltiner

    Files

    Sehr schöne Urkunden.
    Und gleich so viele, da braucht man auf dem Sammlermarkt gar nicht mehr zu suchen, liegen alle schon bei Bastel :D
    Späte Verleihungen haben Ihren ganz besonderen Reiz, ebenso wie die frühen aus 1939.
    Ich werd auch mal schauen, was ich beitragen kann.


    Ab welchem Verleihungsdatum zählt eine Urkunde zu den " späten" - Februar 1945 ??

    Ging zum Kriegsende schon ganz schön hektisch zu, wenn ich so auf den Ausstellungsmonat der Urkunde schaue :D


    Kann aber Oberst Hans von Ploetz bestätigen:



    Quelle: Career Summaries - Luftwaffe Officers 1935 - 1945 by Henry L. deZeng IV and Douglas G. Stankey


    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Ploetz

    Ich denke, das es sich um Oberstleutnant Dr. Grünewald handelt, allerdings ohne Gewähr.
    Er war Anfang des Jahres 1942 als Major noch Kdr II./Inf.Rgt 199, 57.InfDiv.
    später dann im Juni 1942 als Oberstleutnant stellv. Rgts-Führer des InfRgt 164, wird dann aber nicht mehr erwähnt, vlt. wurde er ja versetzt.


    Im FdW gibt es auch ein Bild von Ihm:
    http://www.forum-der-wehrmacht…t-57-Infanterie-Division/


    Quelle:
    http://www.57id.de/index.php?t…oronesch_und_R.C3.BCckzug

    Johann Lederer
    Unteroffizier im Grenadierregiment 316 / 212. Infanterie-Division,
    zum Kriegsende in einer anderen, mir unbekannten Einheit.


    ~ 20.07.1918 Allkofen/Bayern
    + 13.04.1945 bei Bologna/Italien


    Johann Lederer, Sohn eines Landwirtes aus Allkofen, einem Ortsteil der Gemeinde Laberweinting, Landkreis Straubing-Bogen in Bayern war von 1939 – 1945 Soldat.
    Er kämpfte u.a. in Frankreich, Rußland und in Italien, wo Ihn sein Schicksal im 27.Lebensjahr ereilte.


    Das Deutsche Kreuz in Gold erhielt er im Grenadierregiment 316 in der 212.Infanterie-Division. Die 212. war kurze Zeit im Frankreichfeldzug und später an der Kanalküste zum Küstenschutz im Einsatz.
    Ende 1941 wurde sie beschleunigt nach Osten in den Raum Leningrad verlegt und an der rechten Flanke vor dem Oranienbaumer Brückenkopf eingesetzt. Ab 1942 kämpfte sie an der Wolchow-Front, besonders im Abschnitt Schapki am Südufer des Ladogasees. Ab Januar 1943 kämpfte die Division dann nördlich von Nowgorod.
    Lederer muss sich in dieser Zeit bewährt haben, da Ihm nach den Eisernen Kreuzen beider Klassen im März 1943 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen wurde.
    Die Division wurde bei den schweren Rückzugskämpfen in Litauen so stark dezimiert, das sie im September 1944 aufgelöst wurde und die Reste zur Aufstellung der 212. Volksgrenadierdivision entsandt wurden, die später an der Westfront im Raum Trier an den Endkämpfen teilnahm, Johann Lederer war nicht mit dabei.
    Entweder wurde er bei den Kampfhandlungen in Litauen verletzt und kam nach seiner Genesung zu einer anderen Einheit oder er wurde einfach versetzt.


    Beim Volksbund heißt es zu den Kampfhandlungen im April 1945 in Italien:
    Nach Beendigung der Kämpfe um Cassino und der Einnahme Roms durch die Alliierten näherten sich deren Armeen auf der ganzen italienischen Front dem Nordteil des Apennin. Dort befand sich die Linie, die im deutschen militärischen Sprachgebrauch die "Grüne Linie" hieß und von den Alliierten als "Gotenstellung" bezeichnet wurde. Sie war im Rahmen der verfügbaren Mittel und der verfügbaren Zeit zu einer Verteidigungsstellung ausgebaut worden, deren Ausbau in den Küstenabschnitten südlich Carrara am Ligurischen Meer und an der Adria hinter dem Fluß Foglio am weitesten fortgeschritten war. An den Passübergängen waren Stützpunkte errichtet worden. Als markantester Kampfraum dieser Stellung ist das Gebiet um den "Futa-Pass" zu nennen. Am 09. April 1945 begannen die Alliierten mit dem Angriff auf Bologna. Am 21. April 1945 – nach schweren Abwehrkämpfen – brach die Apennin-Verteidigung zusammen…


    Mir ist derzeit nicht bekannt, in welcher Einheit Johann Lederer im April 1945 in Italien kämpfte.
    Er wurde ursprünglich auf dem Gemeindefriedhof von Imola-Piratello beigesetzt.
    Als in den 1960er Jahren der Friedhof Futa-Pass angelegt wurde, wurden die Gefallenen aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden Provinzen geborgen.
    Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Paß der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien.


    Eintrag beim Volksbund:
    Nachname:
    Lederer
    Vorname:
    Johann
    Dienstgrad:
    Unteroffizier
    Geburtsdatum:
    20.07.1918
    Todes-/Vermisstendatum:
    13.04.1945


    Johann Lederer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Futa-Pass.
    Endgrablage: Block 8 Grab 340



    Auszeichnungen:
    Deutsches Kreuz in Gold am 18.03.1943 als Obergefreiter in der 10. Kompanie, III. Bataillon, Grenadier-Regiment 316, 212. Infanterie-Division
    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
    Infanteriesturmabzeichen
    Ostmedaille


    Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.


    Gruss, anhaltiner


    Quellen: LdW, volksbund.de