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Posts by anhaltiner

    Name: Bob
    Vorname: Hans-Ekkehard
    Geboren: 24.01.1917 Freiburg im Breisgau
    Gestorben: 12.08.2013 Freiburg im Breisgau
    Letzter Dienstgrad: Major (1.Februar 1944)
    Auszeichnungen:
    Eisernes Kreuz 2. und 1.Klasse
    Ehrenpokal am 28.September 1940
    Ritterkreuz am 7.März 1941
    Deutsches Kreuz in Gold am 24.Dezember 1942
    Suchbegriffe: Jagdgeschwader JG 51 & JG 54 - Messerschmitt Me 109, Me 109, Me 163 und Me262
    Unterschrift vom: Datum der Urkunde 6.August 1942, Datum der Verleihung/Unterschrift wahrscheinlich im Frühjahr 1943, jedoch definitiv vor Februar 1944


    Netzseite von H-E. Bob mit weiteren Informationen und Fotos -> http://www.hansbob.de/Website/Willkommen.html


    Insgesamt knapp 700 Feindflüge und 60 Luftsiege.
    Teilnahme Polen, Frankreich- und Russlandfeldzug. Schlacht um England und Westfront, ab Mitte 1944 Erprobung erstes Strahlflugzeug der Welt, Me 262, später Ausbildung auf Me 163.
    Nach dem Krieg ein begeisterter Flieger und Buchautor zur Geschichte der Grünherzjäger


    (Alle Fotos und Buch: Sammlung anhaltiner)

    Eine schöne, fast vollständige Gruppe, noch dazu mit einem Foto des Soldaten.


    Es wird sich wohl um die rumänische Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" gehandelt haben, die man ganz häufig in Kombination mit dem Krimschild sieht.
    Aber egal welcher rumänische Orden es auch war, der Soldat wird diesen wohl nie getragen habe. Denn mit dem Königlichen Staatstreich in Rumänien am 23.August 1944 und der Abkehr vom Deutschen Reich durften rumänische Auszeichnungen fortan nicht mehr von deutschen Soldaten getragen werden.


    Danke für die Vorstellung.


    Gruss, anhaltiner.

    Schön, das Du die Gruppe (zumindest digital) ergänzen konntest.
    Das mit dem Albumfleddern bzw. Nachlassauseinanderreissen macht mich immer wütend.
    Mir ist gerade wieder der 2.Teil einer Me323-Fotogruppe „durch die Lappen“ gegangen - nun schon zum zweiten Male - wo ich den 1.Teil vor 2 Wochen gerade mühsam wieder einzeln zusammengetragen habe.


    Danke fürs Zeigen und bleib gesund.


    Gruss, anhaltiner.

    Hallo Jens,


    erstellst Du bitte einen Eintrag im Unterschriften-Archiv:


    BIOGRAFIEN- UND UNTERSCHRIFTENARCHIV


    Hier noch ein paar Daten aus den Luftwaffe Officer Career Summaries:




    Gruss, anhaltiner.

    Guten Morgen,


    Otto-Makiri Schellong
    ~ 27.05.1897 in Königsberg in Preußen
    † 19.09.1977 in Scharbeutz / Schleswig-Holstein


    09.07.1934 Kapitänleutnant
    01.02.1944 Kapitän z. See


    1935 Marinekommandoamt (A) Flottenabteilung (A I)
    9/36 - 3/43 OKM/1. Skl, Referent
    3/43- Kriegsende - Führer der Unterseeboote-Ost


    Gruss, anhaltiner.

    Robin Vidal Schall-Emden


    (der Namenszusatz „Emden“ wurde ihm am 3.März 1934 verliehen)


    Beförderungen:


    Fähnrich zur See (15. April 1912)
    Leutnant zur See (3. August 1914)
    Oberleutnant zur See (1. Januar 1920)
    Kapitänleutnant (1. September 1921)
    Korvettenkapitän (1. August 1929)
    Fregattenkapitän (1. April 1935)
    Kapitän zur See (1. Oktober 1936)
    Konteradmiral (1. Dezember 1940)
    Vizeadmiral (1. Februar 1943)

    Hallo und herzlich willkommen im Forum,



    Oh, da gibt es viele Gründe für die Besonderheit - einfach mal ein bisschen im Netz recherchieren.
    Die Festung Lorient war vom 7.August 1944 bis zum 10.Mai 1945 (Kapitulation) von amerikanischen Truppen eingekesselt, die Versorgung nur über See möglich.
    Zum Kriegsende waren es noch knapp 10.000 Soldaten, die in Gefangenschaft gingen.


    Die Besonderheit machen aus:


    - nahezu kompletter Dokumentennachlass eines hochausgezeichneten Soldaten
    - 2 Urkunden zum EK2 ausgestellt
    - EK1 und DKiG in der Festung Lorient ausgestellt
    - Verleihung des DKiG wenige Tage vor der Kapitulation
    - DK-Verleihung an einen Marineartilleristen (gibt wahrscheinlich nur eine Handvoll)
    - Verleihungsvorschlag erhalten, fast seltener als die Urkunde selbst
    - Soldat ging sicher direkt in Lorient in alliierte Gefangenschaft, dennoch sind die Festungsdokumente (EK1, DKiG, Verl.Vorschlag, Soldbuch) komplett erhalten


    Gruss, anhaltiner.

    Vom Träger des Deutschen Kreuz in Gold Eduard Graf ist mir nicht allzuviel bekannt.


    Er wurde am 11.Januar 1922 geboren und ist kurz vor Kriegsende am 22.April 1945 in Italien gefallen.


    Als Flugzeugführer flog er im Jahr 1943 bei der 5.Staffel der II.Gruppe des Stuka-Geschwader 2 „Immelmann“ und erhielt dort innerhalb von 3 Monaten beide Eiserne Kreuze verliehen.
    Die II./Stuka-Geschw. 2 flog mit der Ju 87 D in der Zeit vor Grafs EK2-Verleihung am 9.Mai 1943 und der wenig später am 7.August 1943 erfolgten EK1-Verleihung Einsätze in folgenden Räumen:


    02.1943 - 04.1943 Stalino
    04.1943 - 05.1943 Kertsch IV
    05.1943 - 07.1943 Charkow-Ost
    07.1943 - 10.1943 Karatchew


    Eduard Graf wird dann zur 3.Staffel der Störkampfgruppe der Luftflotte 4 versetzt.
    Dort wird ihm als Unteroffizier am 1.Dezember 1943 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.


    Als Flugzeugführer erwarb er sich außerdem alle Stufen der Frontflugspangen. Die höchste Stufe die er bis zu seinem Tod im April 1945 erwarb, ist die Goldstufe mit Anhänger.
    Laut einer Internetquelle soll es sich um die Frontflugspange für Aufklärer mit Anhänger handeln, was ich aber nicht ganz so nachvollziehen kann.
    Eduard Graf fällt noch kurz vor Kriegsende als Feldwebel am 22.April 1945 in Italien und findet seine letzte Ruhestätte auf der Kriegsgräberstätte Meran in Südtirol.


    Auszeichnungen:


    Deutsches Kreuz in Gold am 12.Dezember 1943, verl. durch 3./Störkampfgruppe Luftflotte 4


    Eisernes Kreuz 1.Klasse am 7.August 1943, verl. durch 5./II./Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“


    Eisernes Kreuz 2.Klasse am 9.Mai 1943, verl. durch 5./II./Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“


    Frontflugspange in Gold mit Anhänger (für Aufklärer?)



    Eintrag beim Volksbund


    Nachname: Graf


    Vorname: Eduard


    Dienstgrad: Feldwebel


    Geburtsdatum: 11.01.1922


    Todes-/Vermisstendatum: 22.04.1945



    Eduard Graf ruht auf der Kriegsgräberstätte in Meran, Endgrablage Grab 465



    Wenn noch jemand was zu Eduard Graf hat, kann er sich gern melden.


    Gruss, anhaltiner.

    Habt vielen Dank für Eure Kommentare, dann hat sich ja die Arbeit mit der Ausarbeitung für das Doku-Forum gelohnt.


    In der Vermissten-Bild-Liste des Roten Kreuzes habe ich ein Foto eines Kameraden von Werner, der mit ihm in dem Giganten als Bordmechaniker mitflog, gefunden.
    Ich hänge es hier mit an und habe es auch oben noch mit eingefügt.


    Gruss, anhaltiner.

    Hätte hier nur ein paar EK1-Verleihungen anzubieten:


    Max Dittmann, Oberstleutnant und Kommandeur II. Abteilung / Panzerregiment 1 / 1. Panzerdivision - EK1 am 17.10.1939


    Harry Düntsch, Leutnant und Zugführer 8. Kompanie / Panzerregiment 1 / 1. Panzerdivision (Deutsches Kreuz in Gold) - EK1 am 18.10.1939


    Ernst Philipp, Oberleutnant und Chef 4. Kompanie / Panzerregiment 1 / 1. Panzerdivision (Eichenlaubträger) - EK1 am 21.10.1939


    Walter von Kempski, Leutnant im Panzerregiment 1, Dienststellung nicht bekannt (Deutsches Kreuz in Silber) - EK1 am 09.11.1939


    Gruss, anhaltiner.

    Als Nachtrag noch ein paar Zusatzinformationen zu den Ereignissen im Frühjahr 1943:


    Im April 2019 jährte sich ein denkwürdiges Ereignis zum 76. Mal – das sogenannte „Massaker vom Gründonnerstag“.
    An jenem 22. April 1943 kam es zu einem folgenschweren Ereignis für die mit ihren Messerschmitt Me 323 "Gigant" in Neapel-Pomigliano stationierten Transportflieger der KGr z.b.V. 323.
    Früh am Morgen startete eine Gruppe von 16 Giganten, beladen mit Treibstoff für das in den Endkämpfen in Afrika ringendem Deutschen Afrika Korps, von Neapel in Richtung Tunesien.
    Ein Gigant fiel schon beim Start in Neapel aus, ein Zweiter beim Sammeln des Pulks über Sizilien, der dort notlandete.


    Die restlichen 14 Giganten flogen im Verband mit Ju 52 und begleitendem Jagdschutz im Tiefflug in einer Höhe von 20 bis 50 m über das Mittelmeer.
    Der in einem der Me 323 mitfliegende Gruppenkommandeur der II./KGr. z.b.V. 323, Oberstleutnant Werner Stephan befahl eigenmächtig eine Kursänderung, so dass sich die Giganten von den Ju 52 lösten und die Route über Kap Bon flogen. Die begleitenden Jagdflieger blieben in der Mehrzahl auf befohlenem Kurs bei den Ju 52. Gleichzeitig flog eine Gruppe deutscher Jagdflugzeuge aus Tunesien kommend als Geleitschutz dem Transportpulk entgegen, jedoch auf der ursprünglichen Strecke.
    Somit flogen die Giganten fast schutzlos und auf sich allein gestellt über das Mittelmeer.


    Gegen halb zehn zwischen Kap Bon und der Insel Zembra wurden die Transportflugzeuge plötzlich von 2 alliierten Gruppen mit P40 Kittyhawks und Spitfire der britischen RAF und der südafrikanischen SAAF angegriffen. Die Spitfire verwickelten die deutschen Jagdflieger in Luftkämpfe und zogen sie von den Giganten weg. Die zweite Gruppe stürzten sich mit ihren Kittyhawks auf die Giganten, deren Bordschützen noch verzweifelt versuchten, mit ihren Bord-MG die Allliierten abzuwehren. Die Me 323 konnten normalerweise aufgrund ihrer Bauweise einige Treffer einstecken, so war die Flugzeugführerkabine gepanzert, jedoch bestand die Ladung hauptsächlich aus leichtentzündlichem Treibstoff und so wurde ein Gigant nach dem anderen in Brand geschossen und stürzte brennend ins Mittelmeer. Aufgrund der geringen Flughöhe konnten die Flugzeugführer keine kontrollierte Notwasserung mehr versuchen und die meisten der Besatzungsmitglieder auch nicht mehr aussteigen, was die hohe Verlustzahl erklärt.


    Der Führer der Ju 52-Gruppe, Oberleutnant Biedermann, sah aus der Ferne den Luftkampf und konnte ohne Verluste mit seinen Flugzeugen Tunesien erreichen. Erst am Boden kontaktierte er den Adjudanten des Fliegerführers, der daraufhin die Rettungsmaßnahmen einleiten konnte. Somit begann die Rettung der Überlebenden erst gegen Mittag 12 Uhr mit Fieseler Störchen und später mit Booten. Der letzte Überlebende wurden abends gegen 18 Uhr, nach 8 ½ Stunden aus dem Mittelmeer gerettet.


    Am selben Tag wurde ein Sender im Beichtstuhl der Kirche am Monte Giovanni oberhalb von Trapani entdeckt, mit dem italienische Partisanen den Alliierten die deutschen Flugbewegungen verrieten und diese entsprechend zielgerichtet ihre Angriffe fliegen konnten.


    Die Verlustzahlen für den Einsatz am 22.April 1943 entsprechend Meldung des Generalquartiermeisters:
    Gerettete 18
    Vermisste 107
    Gefallene 9
    In Summe 134 Besatzungsmitglieder.


    Die wenigen Überlebenden wurden medizinisch versorgt und haben sicher ihr Leben lang dieses Ereignis, bei dem sie so viele ihrer guten Kameraden verloren haben, nicht vergessen können.
    Die Gefallenen, die geborgen werden konnten, wurden auf Kriegsgräberstätten in Tunesien oder Sizilien bestattet, die vielen Vermissten liegen noch immer auf dem Grund des Mittelmeers – mögen sie in Frieden ruhen.


    In dem auf Sizilien notgelandeten Giganten saß übrigens mein guter Freund Herbert als Flugzeugführer, der so der Katastrophe entkam..
    Im letzten Jahr ist es mir gelungen, den zweiten Flugzeugführer dieses Giganten ausfindig zu machen und ich habe nach über 75 Jahren ein Treffen der beiden Veteranen organisiert, welches mir für immer tief in Erinnerung bleiben wird.


    Es wurde keiner der an diesem Tag abgeschossenen 14 Giganten im Mittelmeer gefunden.
    Allerdings entdeckten Taucher vor einigen Jahren vor Sardinien das Wrack eines Giganten im Meer.
    Davon mal ein paar Fotos im Anhang an denem man etwas die Größenverhältnisse sehen kann.
    Und auch noch ein Foto der südafrikanischen Jagdflieger nach dem Luftkampf.

    Sicher hoffte die Familie noch eine Zeit lang auf eine Nachricht, das Werner von den Alliierten gerettet werden konnte und sich in Gefangenschaft befindet, doch diese blieb aus.
    Erst im November 1949 wurde Werner Fritzsche vom Landgericht Wien für tot erklärt.


    Werner Fritzsches Frau wird, grad ein Jahr nach der Hochzeit, zur Witwe und sein Sohn Werner im Alter von 9 Monaten zum Halbwaisen.
    Sie müssen sich durch die Kriegs- und Nachkriegswirren kämpfen und sollen aufgrund Ihrer nun deutschen Staatsbürgerschaft ausgewiesen werden.
    Beide können jedoch durch eine Intervention eines Großonkels in Österreich bleiben, wo Sohn Werner später eine eigene Familie aufbaut.


    Die drei letzten Dokumente sind Geburts- und Taufschein und die Todeserklärung.


    Das war meine Vorstellung des kleinen Dokumentennachlasses. Nichts spektakuläres, passt aber genau in mein Interessensgebiet.


    Gruss, anhaltiner.

    Werner kommt dann zur neu aufgestellten Kampfgruppe z.b.V. 323, die in Leipheim und Regensburg-Obertraubling mit der Messerschmitt Me 323 „Gigant“ ausgerüstet wird.
    Die I.Gruppe/KGr z.b.V. 323 verlegt ab Ende November 1942 in den Mittelmeerraum, die II.Gruppe kurzzeitig an die Ostfront und im Frühjahr 1943 auch nach Italien.
    Beide Gruppen fliegen von Neapel-Pomigliano Transporteinsätze nach Tunesien für das im schweren Kampf stehende Deutsche Afrika Korps.


    Laut Mitteilung der Wehrmachtsauskunftsstelle in Berlin gehört Werner im Frühjahr 1943 zur 2.Staffel/II.Gruppe/KGr z.b.V. 323.
    Es ist anzunehmen, dass Werner bis zu jenem 22.April 1943, an dem sein Schicksal besiegelt wird, einige Einsätze als Bordfunker mit der Me 323 „Gigant“ Werksnr. 1224, Stammkennzeichen DT+IX / Verbandskennzeichen C8+EP mitfliegt.
    Es ist Grün-Donnerstag, der Tag vor dem Osterfest 1943. Ein Pulk aus Ju 52 und ME 323 setzt von Sizilien aus zum Sprung nach Afrika an. Alle 14 Giganten werden abgeschossen – auch der Gigant in dem Werner als Bordfunker mitfliegt.
    Die Maschinen werden in geringer Flughöhe abgeschossen, so dass keine Zeit zu einer geordneten Notwasserung oder Absprung mit dem Fallschirm bleibt. Mit im Flugzeug sitzen noch weitere 8 Kameraden von Werner, die mit ihm in den Fluten versinken. Nur einer wird später tot geborgen, alle anderen ruhen mit ihrer Maschine auf dem Grund des Mittelmeers.
    Werner gilt wie alle seine Kameraden, die nicht geborgen werden konnten, zunächst als vermisst.


    Die offizielle Meldung für Werners Giganten aus den Verlustlisten vom OKL:


    Me 323 Werknummer 1224, C8+EP (DT+IX)


    (FF) Ofw. Chotka, Alfons (verm.)


    (FF) Ofw. Maratzny, Herbert (verm.)


    (Bf) Fw. Fritzsche, Werner (verm.)


    (Bm) Ofw. Sengespeig, Walter (verm.)


    (Bm) Ogfr. Kalthoff, Adolf (verm.)


    (Bs) Gefr. Breddin, Waldemar (gef.)


    (Bs) Flg. Reuß, Karl (verm.)


    (Bs) Gegr. Wenk, Lorenz (verm.)


    (Bs) Ofw. Noak, Walter (verm.)


    Das Flugzeugfoto zeigt Werners Me 323 Gigant C8+EP, mit dem er abgeschossen wurde.
    Aus der Vermissten-Bild-Liste des Roten Kreuzes habe ich ein Foto eines Kameraden von Werner, der mit ihm in dem Giganten als Bordmechaniker mitflog.
    Das Foto mit dem Kranz habe ich nur symbolisch angehängt, es zeigt das Grab eines anderen Gefallenen vom Transportgeschwader 5.

    Files

    Denn Anfang 1942 werden durch heftige Angriffe der Roten Armee an der Ostfront die deutschen Truppen bei Cholm und bei Demjansk eingekesselt.
    Um die Versorgung der Soldaten in den Kesseln aufrecht zu erhalten, werden alle verfügbaren Transportfliegereinheiten an die Ostfront verlegt.
    Da das nicht ausreichte, mussten eiligst neue Kampfgruppen z.b.V. (zur besonderen Verwendung) aufgestellt werden.


    Im Februar 1942 wurde die Kampfgruppe z.b.V. 4 aufgestellt und im März dann nach Riga an die Ostfront zur Versorgung des 2.Armeekorps im Kessel von Demjansk verlegt.
    Zu dieser Kampfgruppe kommt Werner Fritzsche und fliegt dort viele Einsätze als Bordfunker oder Bordschütze in einer Junkers Ju 52 in den Kessel hinein und wieder raus, immer der Gefahr feindlichen Feuers ausgesetzt.
    Für diesen Einsatz wird ihm am 25.April 1942 vom Chef der Luftflotte 1 und Befehlshaber Ost das Eiserne Kreuz 2.Klasse verliehen. Die Urkunde wurde von Generaloberst Alfred Keller, Träger des Pour le Merite aus dem 1. Weltkrieg, unterschrieben.
    Die Einheitsbezeichnung auf der EK2-Urkunde wurde fälschlicherweise mit K.G. z.b.V. 4 bezeichnet. Es gab jedoch kein Kampfgeschwader mit dieser Bezeichnung, sondern eben nur jene Kampfgruppe.
    Zuvor oder im Zuge der Auszeichnung mit dem EK2 wird Werner zum Feldwebel befördert.


    Da er bei diesen Einsätzen mindestens 20 Frontflügen absolvierte, wurde Werner am 7.Juli 1942 durch den Gruppenkommandeur der KGrz.b.V. 4 Major Rudolf Krause die Frontflugspange für Transportflieger in Bronze verliehen.


    Die Kampfgruppe wurde nach dem erfolgreichen Ausbruch der deutschen Truppen aus dem Kessel von Demjansk im Juni 1942 wieder aufgelöst.


    Ein paar Fotos und Daten zur Luftversorgung von Cholm und Demjansk findet man hier: -> hier

    Ob der schlecht bezahlte Beruf des Strumpfwirkers oder aber der Arbeitsdienst, der auch schon im Jahre 1935 unter strengen militärischen Regeln ablief, seine Entscheidung zur freiwilligen Meldung bei der Luftwaffe beeinflusste, ist nicht bekannt.


    Mit einer unbekannten Einheit ist er beim Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes 1938 an das Deutsche Reich dabei. Dafür werden ihm die "Medaille zur Erinnerung an den 1.Oktober 1938", die sogenannte Sudetenmedaille und die "Medaille zur Erinnerung an den 13.März 1938", die Österreich-Medaille, verliehen.
    Im März 1939 wird ihm außerdem für besondere Verdienste bei der Schaffung des Protektorates Böhmen und Mähren zusätzlich zur Sudetenlandmedaille die Spange "Prager Burg" verliehen.
    Beide Bandspangen sind auf dem einzigen erhaltenen Soldatenfoto zu sehen.


    Über den weiteren militärischen Werdegang von Werner ist nicht alles bekannt.
    Seit dem 1.April 1941 verrichtet er, mittlerweile Unteroffizier, jedenfalls Dienst beim Luftdienstkommando 1/12 in Westfrankreich. Er hat sich für 12 Jahre Dienstzeit verpflichtet. Dies wurde ihm vom Luftdienstkommando 1/12 bescheinigt.


    Im Spätherbst 1941 möchte er seine Verlobte Maria Kain,Tochter des Schuhmachermeisters Leopold aus Plank a/Kamp, N.D., heiraten.
    Dafür wird er Ende November 1941 durch den Truppenarzt der Fliegerhorst-Kommandantur(E) 3/VII in Etampes-Mondesir, Frankreich, ärztlich untersucht.
    Der Heirat steht aus ärztlicher Sicht nach den damals vorgegebenen Maßstäben nichts im Wege, was ihm auch attestiert wird.
    Ebenso muss er eine Heiratserlaubnis bei seiner Einheit beantragen. Der Heiratserlaubnisschein wird ihm am Heiligabend 1941 durch den Chef des Stabes beim Luftgaukommando Westfrankreich, Oberst im Generalstab Alfred Erhard, erteilt.
    Beide Dokumente sind erhalten.


    Die Hochzeit findet dann am 18.Januar 1942 in Plank a/Kamp statt. Gerade noch rechtzeitig, denn schon am 27.Juli 1942 wird Söhnchen Werner geboren.
    Doch Werner Senior sieht seinen Jungen zum ersten Mal, als dieser schon einige Wochen alt ist.

    Die Stillen Adler, die Transportflieger des 2.Weltkrieges, sind ja eines meiner Hauptsammelthemen.
    Nachdem ich schon vor längerer Zeit hier meinen ersten Transportfliegernachlass (->Urkunden Transportflieger Werner Golde) vorgestellt habe, möchte ich Euch heute eine weitere kleine Gruppe aus meiner Sammlung zeigen.


    Ich habe die Papiere erst im Sommer vom Sohn bzw. vom Enkel des Soldaten bekommen, sozusagen als kleine Belohnung, da ich entscheidend zur Schicksalklärung des Fliegers beitragen konnte. Über seine Militärzeit und die näheren Umstände seines Todes war in der Familie bisher wenig oder gar nichts bekannt.


    Werner F. wird am 16.05.1914 in Hohndorf bei Glauchau geboren, einer kleinen Gemeinde in Sachsen, in der er auch aufwächst und zur Schule geht.
    Die Gegend um Glauchau war ein Zentrum der sächsischen Textilindustrie und so erlernt Werner nach Abschluss der Schule den Beruf des Strumpfwirkers.


    Anfang 1935 meldet Werner sich zum Freiwilligen Arbeitsdienst (FAD), dem Vorgänger des Reichsarbeitsdienstes (RAD), der ab Juni1935 zur Pflicht wurde.
    Ob die freiwillige Meldung aus Gründen von Arbeitslosigkeit erfolgte, ist nicht bekannt.
    Er leistet seinen Arbeitsdienst von April bis September 1935 bei der Abteilung 5/162 in Beerlage, Havixbeck bei Münster.
    Sein Arbeitsdienst-Ausweis ist erhalten geblieben.

    Hallo Anhaltiner,
    danke dir für deine Mühe...


    Ich habe gestern bei 77 KVK Urkunden Unterschriften raus gesucht, da war dann irgendwann die Luft raus...


    Paar habe ich aber noch die bestimmt werden müssen.


    Ist ja auch nicht schlimm, mir nur aufgefallen.
    Macht mir ja auch Spaß die Unterschriften zu identifizieren, also wenn Du beim Rest auch noch Hilfe brauchst, ruhig einstellen.


    Wäre aber fein, wenn Du im Gegenzug bei „neuen“‘ Unterschriften, die noch nicht in unserem Unterschriftenarchiv hinterlegt sind, die betreffenden Einträge im Nachgang erstellst.


    10 - Generalleutnant Choltitz, von Dietrich


    der Retter von Paris : http://www.choltitz.de/


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_Choltitz


    Gruss, anhaltiner.


    PS: Link zum Unterschriften-Archiv: BIOGRAFIEN- UND UNTERSCHRIFTENARCHIV

    Hallo,


    einige davon hättest Du ohne grosse Mühe mit Google oder hier im Forum einfach selbst finden können.


    Ich fang mal auf die Schnelle an:


    3 - Generalleutnant Lange, Wolfgang (klick)
    4 - Oberst Paul Mahlmann
    5 - Generalleutnant Kurt Pflugradt
    6 - General der Artillerie Loch, Herbert (klick)
    7 - Generalleutnant Vollrath Lübbe
    8 - Generalleutnant Karl Gümbel


    Gruss, anhaltiner.

    Hallo Armin,


    Du warst also erfolgreich, meinen Glückwunsch zu dieser Gruppe, die den Werdegang von der HJ bis zum kämpfenden Soldaten ordentlich darstellt.
    Zum Schicksal von Erich Bauer kann ich nichts weiter beitragen, beim Volksbund ist er zumindest nicht verzeichnet.
    Könntest Dich höchstens durch die VBL des DRK durchklicken, ob er dort vermerkt ist.


    Gruss, anhaltiner.