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Posts by Austria12

    Servus Rossano,


    im Buch "Winterschlacht im Mai", von Karl Ruef, wird erwähnt, dass Hauptmann Hans Heber, ab 01.05.1942 der Bataillons-Führer wurde, für jenes Bataillon welches den Abschnitt um den Stützpunkt 2 hielt. Diese Stellung hatte ja Hptm. Ernst Mayr, bis zu seiner Verwundung inne. Im Buch wird Heber aber als Btl.Fhr. des II./GJR 141 genannt, dieses Bataillon hielt hier die Stützpunkte vor der sowjetischen Großoffensive. Ernst Mayr kam ja mit Teilen des Feld.Ers.Btl.91 zur Verstärkung dieses Abschnittes, und übernahm nach erkranken des vorherigen Abschnittskomandeurs, die Führung dieses Abschnittes, womit er sozusagen auch gleichzeitig Btl.Fhr. des II./141 sowie Kdr. Feld.Ers.Btl.91 war.


    Von der Unterschrift auf der Heldentod-Urkunde, könnte Heber auch passen. Wobei ich persönlich eher Huber lese.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    bei meinen Recherchen zu Hauptmann Ernst Mayr, konnte ich noch in zwei Ausgaben der "Innsbrucker Nachrichten" vom 27.05.1942 und vom 03.06.1942 eine Traueranzeige und einen Artikel zu Ernst Mayr finden.


    Interessant ist, dass er bevor er zum Kdr. des Feld.Ers.Btl.91 ernannt wurde, der Kp-Chef der "Südtirolerkompanie" des GJR 141 war. Unter seinem Kommando stand auch während des Griechenlandfeldzuges der junge Südtiroler Gefreite Helmut Valtiner, dem als zweiter Soldat im Mannschaftsstand das Ritterkreuz verliehen wurde.



    Rossano Ich müsste im KTB der 6.GebDiv tiefer recherchieren und Deine Frage konkret zu beantworten. Auf jeden Fall gab es laut Urkunde einen Bataillons-Führer für das Feld.Ers.Bt.91. Für 1943 wird auch ein Hauptmann Gebhardt als Btl.Kdr. für das Feld.Ers.Btl.91 genannt.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    heute möchte ich Euch die "Heldentod-Urkunde" des Hauptmann Ernst Mayr, der als Kommandeur des Feldersatzbataillon 91, der 6.GebDiv, an der Eismeerfront gefallen ist, vorstellen.


    Doch wer war Ernst Mayr?


    Ernst Mayr wurde am 31.12.1899 in Gottschee, einer deutschen Sprachinsel, im sonnst mehrheitlich slowenisch-sprechenden Krain, geboren. 1921 verschlägt es ihn nach Innsbruck, wo er 1927 seine Frau Herta geb. Prantl heiratet, aus der Ehe gingen die drei Söhne Wolfgang, Ernst Friedrich und Peter Pauli hervor. Ernst Mayr arbeitete in der Versicherungsbranche, hier arbeitete er sich bis zum Vorstand Generalagentschaft für Tirol in Innsbruck der Allgemeinen Asskuranz-Assicurazioni Generali und der Ersten Allgem. Unfall-und Schadens-Versicherungs-Gesellschaft empor. Nach dem Anschluss trat er als SS-Mann, der allgemeinen SS in Innsbruck bei.

    Nachdem er zum Kriegsdienst einberufen wurde, kam er schließlich als Bataillonskommandeur zum Feldersatzbataillon 91, der 6.Gebirgs-Division an die Eismeerfront.

    Der 6.GebDiv war bereits vor dem 28.04.1942, dem Beginn der sowjetischen Maioffensive, klar, dass die Russen an der Südflanke, Vorbereitungen für einen Angriff planten, dadurch wurde der Abschnitt des GJR 141, mit dem Bataillonsstab, sowie der 1. und 2. Kompanie des Feld.Ers.Btl.91 unter Hauptmann Mayr, sowie der 11./141 verstärkt. Nachdem der ursprünglich Kommandeur des Abschnittes, Hauptmann Jacob erkrankte, übernahm Hauptmann Mayr die Führung des Abschnittes dieser vorgelagerten HKL.

    Nachdem die Sowjets mit einer Rentierbrigade, am 28.04.1942, begannen die deutschen Stützpunkte anzugreifen, kam im laufe des 29.04.1942 der äußerst rechte Flügel, zwischen Hausberg und Kampenhöhe in Bedrängnis. Um diese Stützpunkte zu verstärken wurden zwei Züge der Geb.Pz.Jäg.Abt.47 auf die Kampenhöhe befohlen. Gegen 16:30 Uhr griffen die Sowjets abermals die Kampenhöhe an, der Angriff wurde abgewehrt. Darauf Antworteten die Russen mit schwerem MG-, Granatwerfer- und Schrapnellfeuer. Hauptmann Mayr war gerade auf dem Rückweg zu seinem Gefechtsstand, nachdem er den Führer der Pz.Jäg.-Einheit, auf der Kampenhöhe eingewiesen hat, als ca. 10-20 Meter über ihm eine Schrapnellgrante explodierte. Eines dieser Schrapnelle traf ihm am Bauch und riss ihm eine große Wunde hinein.

    Er wurde zum H.V.Pl. Winkelsee gebracht, wo er aber seiner Verwundung am 05.05.1942 erlag. Er wurde daraufhin am Ehrenfriedhof Parkkina-Petsamo bestattet.


    Er erhielt folgende Auszeichnungen: EK2, EK1, VWA, ISA.


    Doch neben seinem militärischen Lebenslauf möchte ich auch eine andere Seite von ihm zeigen, nämlich jene welche er in der Nach vom 09.November auf den 10.November 1938 in Innsbruck spielte.


    Wie ihr wohl alle wisst, kam es in dieser Nacht, im gesamten Reich, zu Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung, ebenso in Innsbruck. Gauleiter Hofer gab in dieser schicksalhaften Nacht, den Mordbefehl über wichtige Vertreter der jüdischen Gemeinde von Innsbruck. Der Studentensturmführer, SS-Obersturmführer Dr. Gerhard Lausegger erhielt den Auftrag, zusammen mit weiteren fünf SS-Männern in zivil, den Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, Oberbaurat Ing. Richard Berger, still aus dem Weg zu räumen. Das Mordkommando bestand aus Ostuf. Lausegger, Untersturmführer Walter Hopfgartner, Oberscharführer Dr.Robert Duy, zwei weiteren unbekannten SS-Männern und dem als Kraftfahrer zugewiesenen SS-Mann Ernst Mayr, der seinen privaten PKW für die Aktion zur Verfügung stellte. Nach der Befehlsausgabe setzte sich der Trupp in Marsch und fuhr zur Wohnung von Ing. Berger in der Anichstraße 13. Vier Mann stürmten in die Wohnung von Berger und behaupteten er müsste zu einer Befragung der Gestapo, Ernst Mayr blieb wohl als Kraftfahrer bei seinem Wagen. Nachdem Richard Berger sich der Aufforderung beugte, stieg er in den Wagen Mayers und die Täter und ihr Opfer fuhren Richtung Universitätsbrücke weg. Dort gab Lausegger den Befehl nach Kranebitten zum Inn zu fahren.Berger ahnte bereits das schlimmste und weigerte und wehrte sich vor dem Aussteigen. Doch die SS-Männer versetzten ihm mehrere Faustschläge bis der 50 Jährige am Boden lag, daraufhin wurde er von einem der Männer mit einem Stein erschlagen, die Leiche wurde in den Inn geworfen. Dr. Robert Duy feuerte noch zwei Schüsse auf den Leichnam ab, da er glaubte Schwimmbewegungen zu erkennen. Nach der Ermordung von Ing. Richard Berger trennte sich das Mordkommando unscheinbar. Der Leichnam von Richard Berger wurde am 10.11.1938 auf einer Sandbank gefunden, und in München eingeäschert. Jahre nach dem Krieg konnte seine Asche in Israel bestattet werden.


    Von Ing. Richard Bergers Mördern wurde nur einer nach dem Krieg verurteilt. Walter Hopfgartner erhielt 10 Jahre Kerker, von dem er nicht mal 5 Jahre verbüßte. Die anderen Teilnehmer gelang die Flucht und das Untertauchen, konnten nie ermittelt werden, oder wie Ernst Mayr fielen im Krieg.


    Ich hoffe Euch interessiert diese Aufarbeitung ebenfalls, und man sieht wieder, wie viel Information man mit ordentlich Recherche aus einem Schriftstück herausfindet.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    heute möchte ich Euch eine Neuerwerbung vorstellen. Dabei handelt es sich um das Soldbuch des Hauptmann d.R. Anton Niederwanger, der einen interessanten Werdegang hatte. Für mich von großem Interesse, ist natürlich seine Dienstzeit bei der Geb.Pz.Jäg.Abt.55, der 2.GebDiv.


    Anton Niederwanger wurde am 23.08.1906 in Innsbruck, Tirol geboren. Im Zivilberuf war er Finanz- und Steuerbeamter. Doch wahrscheinlich entschied er sich schon früh Berufssoldat zu werden. Er diente bereits im Bundesheer der 1.Republik und wurde nach dem Anschluss in die Wehrmacht übernommen. Von seiner Dienstzeit im Bundesheer, zeugt die Verleihung der Medaille des 5-jährigen Militärdienstzeichen. Nach dem Anschluss kam er zur 1./Geb.Pz.Abw.Abt.48, der 3.GebDiv, mit Friedensgarnison Graz. Hier hatte er bereits den Dienstgrad Feldwebel inne.

    Vom 14.08.-07.10.1939 nahm Feldwebel Niederwanger am 1.Offiziers-Anwärter-Lehrgang an der Panzertruppenschule Wünsdorf teil, somit blieb ihm ein Einsatz im Polenfeldzug erspart. In Wünsdorf, wurde auch am 07.10.1939, sein Soldbuch ausgestellt.

    Mit 01.02.1940 wurde Niederwanger zum Leutnant befördert. Ab April 1940 nahm er im Verband der 3.GebDiv, unter seinem Divisionskommandeur Generalleutnant Dietl, an der Besetzung Norwegens teil. Nachdem Verblieb er mit seiner Abteilung als Besatzungssoldat in Norwegen. Als für die 2.GebDiv, ebenfalls eine Pz.Jäg.Abt. aufgestellt wird, wird aus der 1./Geb.Pz.Jäg.Abt.48 der Stamm der Geb.Pz.Jäg.Abt.55 gebildet, somit war Lt. Niederwanger ein Mann der ersten Stunde in der Geb.Pz.Jäg.Abt. 55. In der Pz.Jäg.Abt. der Rentier-Division, diente er in der 1. Kompanie, 2.Kompanie und beim Stab-und Nachrichten-Zug.

    Nach dem ersten Polarwinter im hohen Norden, begann auch für Lt.Niederwanger am 29.06.1941 der Russlandfeldzug. In der wegelosen Tundra waren die Panzerjäger mit schweren Transportproblemen konfrontiert, so dass die PaK oft von den Bedienungen selbst in die Stellungen gezogen werden musste.


    Mitte Juli stellte die Abteilung einen Sicherungsverband für die Vormarschstraße der Division im Abschnitt "Wasserfall 5 km südöstlich Zapad Liza bis zum Südhang Herzberg". Im Gegensatz zur restlichen Ostfront stellte sich die verwendete 3,7cm PaK als ausreichend gegen die an der Eismeerfront eingesetzten, leichten sowjetischen Amphibienpanzer und Straßenpanzerwagen. Die kurze Schussweite der Waffe wurde bemängelt und schon kurz darauf setzte die Abteilung sowjetische Beute-PaK, zur Bekämpfung von Bunkern und Feindnestern ein. Während des Septemberangriff 1941 wurde eine aus der Geb.Pz.Jäg.Abt.55 gebildete Schützenkompanie am Brückenkopf ostwärts der Liza eingesetzt. Ein Zug der Abteilung lag zur selben Zeit, mit russischer Beute-Pak, auf der Kuppe 700m südwestlich des Lager Liza und bekämpfte Feindnester auf dem Westhang der Lagerhöhe. Nachdem im September 1941 der Vormarsch auf Murmansk nicht weiter möglich war, gingen die Deutschen in die Verteidigung über. Die schwer ausgedünnte 2.GebDiv wird von der 6.GebDiv abgelöst. Am 16.10.1941 erfolgte die Herauslösung der Geb.Pz.Jäg.Abt.55 aus dem Lizabrückenkopf. Mit dem 20.10.1941 trifft die Abteilung kompaniewiese im neuen Unterkunftsbereich bei Nyrud-Nautsi ein. Bereits am 12.10.1941 wurde ihm das EK2 verliehen.


    Während seines zweiten Polarwinters wird Anton Niederwanger, am 01.03.1942 zum Oberleutnant befördert. Doch der schwere Maieinsatz 1942 steht kurz bevor. Nach der Landung einer sowjetischen Marinebrigade im Nordraum und dem Angriff einer Rentierbrigade an der Südflanke, steht das Gebirgskorps Norwegen vor der Einkesselung. Die Geb.Pz.Jäg.Abt.55 wird der 6.GebDiv unterstellt und wird zum teil im infanteristischen Kampf eingesetzt. Nachdem die sowjetischen Angriffe zurückgeschlagen waren, betrug die Kampfstärke der Geb.Pz.Jäg.Abt.55 nur mehr 45 Mann!


    Bis Mitte/Ende 1943 verblieb Olt. Niederwanger bei der Geb.Pz.Jäg.Abt.55 an der Eismeerfront. Dort erhielt er am 16.02.1943 die Ostmedaille verliehen und am 17.09.1943 das KVK 2.Klasse mit Schwertern. Im feucht-kalten Klima der Eismeerfront dürfte sich Olt. Niederwanger mit einer Pilzinfektion der Haut angesteckt haben. Diese wurde vom 26.07.-27.08.1943 im Ortslazarett Sandnes behandelt. Im Anschluss darauf wurde er wohl zum Ersatztruppenteil in die Heimat versetzt, in seinem Fall die Pz.Jäg.Ers.u.Ausb.Abt.48 in Cilli, hier wurde er auch am 01.09.1943 zum Hauptmann d.R. befördert.


    Dadurch, dass sich sein Hautleiden nicht besserte, wurde er vom 02.10.-10.11.1943 im Reservelazarett IV Graz, erneut behandelt. Anschließend erhielt er eine Kurbehandlung im Reserve-Kurlazarett Badgastein, vom 15.11.-12.12..1943.

    Im Jänner 1944 wurde Hptm. Niederwanger erneut zur Front kommandiert, dieses mal zur 21. Luftwaffen-Felddivision. Er kommt zur 1./Pz.Jäg.Abt.21 (L) und später dann noch zur Stabskompanie des Jägerregiment 41 (L). Im Raum von Staraja Russa, kämpft er nun im Ramen der Adler-Division. Bereits am 05.02.1944 wurde ihm das EK1 verliehen und am 07.02.1944 das Sturmabzeichen. Er nahm an den Rückzugskämpfen am Nordabschnitt der Ostfront, bis Lettland teil. Doch sein Hautleiden flammte erneut auf und so musste er vom 01.08.1944 bis zum 20.08.1944 im Feldlazarett 21 erneut behandelt werden.


    Es erfolgt nun seine Versetzung zur Führerreserve des OKH für Gebirgstruppen im Wehrkreis XVIII. 1945, kurz vor Kriegsende dürfte er erneut an der Südgrenze des Reiches eingesetzt worden sein, wo er in alliierte Gefangenschaft geriet. Vom Mai 1945 ist eine Eintragung aus dem Auffanglager Bozen erhalten. Er wurde wohl mit anderen Gefangenen weiter nach Süden gebracht, wo er mindestens bis zum 15.06.1945 im Lager Nr.15 in Cervia verblieb.


    Ich hoffe Euch gefällt dieses interessante Soldbuch genauso wie mir. Gerade der Werdegang von der 3.GebDiv über die 2.GebDiv zur 21. Lw-Feld-Division und dem Kriegsende in Italien, finde ich höchst interessant.


    Noch eine Frage an die Experten. Kann man aufgrund der Eintragungen, z.B. Urlaube, die vom Abteilungs-Kdr, Abteilungs-Adj., Stellv.Abt.Kdr., unterzeichnet wurden darauf schließen, dass Olt. Niederwanger der jeweilige Kp-Chef in der Geb.Pz.Jäg.Abt.55 war? Im KTB konnte ich leider nichts von ihm finden.


    Vielen Dank!


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    heute möchte ich Euch eine Neuerwerbung vorstellen, die mich wieder sehr freut.


    Dabei handelt es sich um den Wehrpass des Stabsgefreiten Anton Resch, der den größten Teil des Krieges beim Kr.Kw.Zg. 2/67, 2.GebDiv gedient hat.


    Anton Resch wurde am 31.08.1909 in Innsbruck geboren, wie sein Vater erlernte er den Beruf des Malers. Er wurde am 12.05.1939 im WMA Innsbruck als k.v. gemustert.

    Am 26.08.1939 wurde er zur Geb.San.Kp.67 in Kufstein einberufen, mitten in der Mobilmachung zum Polenfeldzug. Im Verband der 2.GebDiv, sollte Anton Resch bis 1945 verbleiben. Anton Resch erhielt eine Ausbildung am Gewehr 98k und am lMG 34, sowie die Krankenträgerausbildung. Mit der 2.GebDiv nahm er am am Polenfeldzug teil, bei den Durchbruchkämpfen in Westgalizien bis zur Einschließung von Lemberg. Nach kurzer Besatzungszeit in Polen, wurde Anton Resch, mit der 2.GebDiv, nach dem Westen verlegt und war im Winter 1939/40 an der Sicherung der Westgrenze im Raum Hunsrück beteiligt.

    Nachdem die Operation Weserübung angelaufen war, wurde auch die 2.GebDiv alarmiert, und nach Norwegen verlegt. Hier kämpfte sich die 2.GebDiv durch Mittelnorwegen, um eine Landverbindung mit der Gruppe Narvik aufzubauen. Am 01.04.1940 wurde Anton Rasch zum Gefreiten befördert. Nach der erfolgreichen Besetzung Norwegens verblieb der Gefreite Resch als Besatzungssoldat in Nordnorwegen.

    Mit 13.08.1940 wurde der Gefreite Resch zum Krankenkraftwagenzug 2/67 (Kr.Kw.Zg. 2/67) versetzt. Nach dem ersten Polarwinter in Nordnorwegen, brachte das Jahr 1941 eine radikale Veränderung mit sich. Am 29.06.1941 trat die 2.GebDiv, im Rahmen des Gebirgskorps Norwegen, zum Angriff auf die Sowjetunion an, Kampfziel Murmansk.

    Nach anfänglichen Erfolgen, blieb der Vormarsch der deutschen Gebirgsdivisionen in der sowjetischen Tundra, östlich des Flusses Liza liegen. Die San-Einheiten der 2.GebDiv erhielten einen, bis dato unbekannten Anfall an Verwundeten. Der Kr.Kw.Zg. 2/67 war wesentlich an der Verwundetenversorgung der Eismeerfront beteiligt. Durch sie wurden Verwundete, auf den wenigen Wegen in der Tundra, zu den, im rückwärtigen Operationsgebiet gelegenen Lazaretten transportiert.

    Am 01.09.1941 wurde Anton Resch zum Obergefreiten befördert.


    In den folgenden 4 Jahren verbleibt Anton Resch an der Eismeerfront und leistete seinen Samariterdienst an seinen Kameraden. In diesen Jahren war der Sanitätsdienst an der Eismeerfront immer wieder stark gefordert, wie beim Maieinsatz 1942 oder den schweren Abwehrkämpfen in Oktober 1944.

    Am 28.02.1942 wurde dem Obergefreiten Anton Resch das KVK 2.Klasse mit Schwertern verliehen. Am 08.10.1942 legte Anton Resch die Prüfung zum Wehrmacht-Führerschein der Klasse 3, bei der Werkstattkomapnie (mot) 67, positiv ab. Von da an war er wohl als Kraftfahrer in einem San-Ka der 2.GebDiv eingesetzt. Mit 01.08.1944 wurden die zwei Krankenkraftwagenzüge der 2.GebDiv zur Kr.Kw.Kp.67 zusammengefasst.

    Kurz vor der sowjetischen Oktober-Offensive 1944, wurde Anton Resch, am 01.10.1944, zum Stabsgefreiten befördert. Während den harten Rückzugskämpfen durch Nordwestrussland, Nordfinnland bis nach Norwegen waren die Sanitätsdienste und damit der Stabsgefreite Resch wieder stark gefordert.

    Zum Jahreswechsel 1944/45 wurde die 2.GebDiv, im Eiltransport von Norwegen an die Westfront verlegt, Ende Jänner 1945 trafen die ersten Verbände der Division im Elsass ein, und wurden sofort in die Front geworfen. Im Kampf gegen die amerikanischen und französischen Verbände häuften sich die Verluste der Division. Auch hier waren die San-Einheiten stark gefordert. Kontinuierlich zog sich die Division durch das Elsass über die Saarpfalz nach Osten zurück.

    Die letzte Eintragung im Wehrpass des Stabsgefreiten Anton Resch ist vom 04.04.1945, wo das Ende seiner Zugehörigkeit zur Kr.Kw.Kp.67 eingetragen wurde.

    Wie Anton Resch das Kriegsende erlebt hat, geht leider nicht aus dem Wehrpass hervor.



    Es freut mich wirklich, dass dieser interessanter Wehrpass in mein Archiv gefunden hat. Es muss nicht immer ein Dokument eines Frontkämpfers sein. Gerade zu den Divisionstruppen der 2.GebDiv findet man nur recht wenig.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus Michael,


    ich hab gerade schnell in meiner Liste nachgeschaut. Die Liste stammt vom Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge, die den Friedhof Parkkina betreut.


    Michael Kogoj

    geb.: 27.09.1917 in Lobnig

    gef.: 08.11.1941, Ort nicht näher verzeichnet.

    Dienstgrad Gefreiter


    Leider ist in dieser Liste nicht die Einheit eingetragen, ich bin erst nach und nach dabei die Liste mit den Einheiten zu vervollständigen.


    Eventuell könnte anhaltiner mal bei Ancestry nachschauen, ob zu Deinem Verwandten eine Karteikarte zu finden ist, die noch zusätzliche Informationen liefert.


    Ich hab als kleines Projekt eine Gedenk-Internetseite zum Friedhof Parkkina-Petsamo gemacht, bei der einige Fotos aus meinem Archiv zum Fredhof und weitere Hintergrundinformation zu finden sind. Ich hab aber noch weit mehr Originalfotos vom Friedhof in meinem Archiv.


    Hier mal der Link zu meiner Internetseite: Parkkina-Petsamo


    Ich freue mich von Dir zu hören, und Dir bei der Suche weiter zu helfen.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Samuel

    Servus,


    das die Gruppe Feurstein-Urkunden wohl zu den bekanntesten Urkunden der 2.GebDiv gehört, möchte ich gerne hier einen Sammelbereich eröffnen, um die verschiedenen Urkunden vorzustellen.


    Die Urkunde wurde von Generalleutnant Valentin Feurstein, als Kdr. der 2.Gebirgs-Division, gestiftet, und wurde an alle Soldaten der Division verliehen, die im Rahmen der "Gruppe Feurstein", am Feldzug in Nord-Norwegen 1940 teilgenommen haben.


    Ich freue mich schon auf weitere Urkunden, die Ihr hier vorstellt.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Verleihungsurkunde zum KVK 2.Klasse mit Schwertern, an den Unteroffizier Otto Rybak.


    Verliehen am 16.04.1942 durch Oberst Georg Ritter von Hengl, Divisions-Führer der 2.GebDiv.


    Hierbei handelt es sich um die bisher erste Urkunde, die Georg Ritter von Hengl, noch als Oberst und Divisions-Führer der 2.GebDiv unterschrieben hat, die ich gesehen habe.

    Servus,


    heute möchte ich Euch eine weitere Neuerwerbung vorstellen. Dabei handelt es sich um das Soldbuch und den Sanitätsausweis von:


    Dr. Johann Julius Gessner, Unterarzt in der Studentenkompanie Innsbruck.


    Johann Gessner wurde am 01.04.1919 in München geboren. Sein Soldbuch wurde am 27.08.1939, kurz vor dem Polenfeldzug, von der Geb.Nachsch.Komp.54, der 1.GebDiv ausgestellt. Vermutlich diente er bereits vor 1939 bei der Wehrmacht, da sein Dienstgrad bereits Unteroffizier war. Mit der 1.GebDiv nahm er vermutlich am Polen- und Frankreichfeldzug teil. Am 13.07.1940 wurde er in Ortslazarett St.Laurent wegen einem Furunkel behandelt, die Behandlung war mit dem 20.07.1940 beendet. Er diente auch beim Feldlazarett 54, wohl ein erster Schritt auf seinem Weg zum Arzt.

    Im Frühjahr 1941 wurde er zur Studentenkompanie Innsbruck versetzt, wo er nun im Auftrag der Wehrmacht Medizin studierte. Am 01.05.1941 wurde er zum San-Feldwebel befördert. In den folgenden Jahren absolvierte Johann Gessner nun die Ausbildung zum Arzt. Mit 01.09.1944 promovierte er in Innsbruck zum Dr.med. und erhielt die Beförderung zum Unterarzt. In Innsbruck lernte er auch seine Frau kennen, die er noch unter dem Krieg heiratete. Nach dem fertigen Studium wurde Unterarzt Dr. Gessner in verschiedenen Sanitätseinheiten im Wehrkreis XVIII eingesetzt, darunter die 2.San.Off.Erg.Abt. Innsbruck, Sanitätsabteilung Innsbruck, Heeres-San.-Staffel Salzburg und zuletzt der 5./Geb.San.Ers.Abt.18. Ende Jänner 1945 wurde Dr.Gessner mit neuer feldbrauchbarer Ausrüstung ausgestattet und zur Front kommandiert.

    Leider ist im Soldbuch nicht angegeben zu welchem Fronttruppenteil er versetzt wurde.

    Am 09.02.1945 wurde Unterarzt Dr.Gessner im Feldlazarett 646 wegen einen Verwundung durch ein Infanteriegeschoss eingeliefert, welches er am 11.02.1945 verließ um in einem Kriegslazarett weiter behandelt zu werden. Dieses verließ er am 14.02.1945 mit einem Lazarettzug und erreichte am 18.02.1945 das Reserve-Lazarett Oberndorf bei Salzburg wo er weiter behandelt wurde. Am 27.04.1945 kam er noch ins Reserve-Lazarett I Innsbruck. Am selben Tag erhielt er bis zum 21.06.1945 Sonderurlaub für "Hirnverletzte", welche er in Untermieming und Stams, einige Kilometer westlich von Innsbruck verbrachte. So ist also zu vermuten, dass er als Urlauber das Kriegsende in Tirol erlebte.


    Eventuell kann jemand vom Euch nähere Informationen zum Feldlazarett 646 beisteuern, damit ich ungefähr einen Einsatzort ermitteln kann. Ich hab zwar im Netz einen Standort finden können, dieser ist aber von 1944 und darum für den Feber 1945 nicht mehr ganz aktuell.


    Ich freue mich von Euch zu hören. Vielen Dank!


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    danke für Eure Antworten.


    al-allein Hierbei handelt es sich wohl um einen Fehler in der Schreibstube, der wohl bei vielen Angehörigen des GJR 141 vorgekommen ist. Eventuell waren auch die offiziellen Gefechtsbezeichnungen noch nicht verlautbart, und die Eintragungen waren aber schon in die Wehrpässe eingetragen. Offiziell waren vom 03.03.1942 bis zum 31.05.1942 die richtige Gefechtsbezechnung "Abwehrkämpfe in Nordfinnland", hier war der Maieinsatz mit der sowjetischen Großoffensive der Grund für diese Bezeichnung. Danach blieb die Eismeerfront wieder statisch und wurde zum Stellungskampfemit wechselseitigen kleineren Operationen, meist Überfälle oder Spähtrupps. Dadurch war bis Oktober 1944 diese die passende Gefechtsbezeichnung.


    Schöne Grüße


    Austria12

    ..Servus,


    heute kann ich Euch eine Neuerwerbung vorstellen. Den Wehrpass von:


    Paul Bornik, Obergefreiter bei der 5./GJR 141, 6.GebDiv.


    Paul Bornik wurde am 19.01.1923 in Grablach, ein Stadtteil von Bleiburg in Kärnten geboren, in unmittelbarer Nachbarschaft zur erst kurz zuvor errichteten Grenze zu Jugoslawien. Besonders zu erwähnen ist, dass er slowenisch sprach, eventuell war er ein Angehöriger der Kärntner-Slowenen, eine Minderheit in Kärnten. Im Bezirk Völkermarkt waren über 30% der Bevölkerung Slowenen. Ab 1942 wurden viele dieser "Windischen" in die Wehrmacht einberufen, und viele davon kamen an die Eismeerfront.


    Paul Bornik wurde am 25.06.1941 im WBK Klagenfurt gemustert und am selben Tag vom RAD zurückgestellt. Am 16.04.1942 rückte er zur 5./ I. Geb.Jäg.Ers.Rgt.139 nach Klagenfurt ein, hier erhielt er seine Grundausbildung als Gebirgsjäger, unteranderem am K98, Granatwerfer 34 und dem Gewehr 33/40. Nach seiner Abstellungsuntersuchung wurde der Jäger Bornik mit der 2. Feld.Ers.Btl.6/3, am 04.08.1942 an die Front in Marsch gesetzt. Das Feldersatzbataillon brachten Nachersatz an die Eismeerfront, die dort eingesetzten 2. und 6.GebDiv benötigten nach den verlustreichen Kämpfen, im Mai 1942, dringen eine Auffrischung. Am 18.09.1942 kam er schließlich zur 4./Feld.Ers.Btl. 91 der 6.GebDiv an die Eismeerfront. Bei diesem Feldersatzbataillon wurde seine Ausbildung finalisiert, und er wurde auf den kommenden Einsatz in der Tundra des hohen Nordens vorbereitet. Mit 01.11.1942 kam kam Paul Bornik zur 5./GJR 141, bei dieser Kompanie sollte er für fast zwei Jahre an den Stellungskämpfen in Nordfinnland und Nordrussland teilnehmen. Eventuell war er auch bei einer Grantwerferbedienung seiner Kompanie eingesetzt, die Kompanie hatte zu jener Zeit sechs 8cm Granatwerfer zugeteilt. Am 01.05.1943 erfolgte die Beförderung zum Gefreiten. Vom 03.05.-09.05.1943 nahm er an einem Gasentgiftungskurs bei der Geb.San.Kp.91 teil. Nach einem weiteren Polarwinter, wurde Paul Bornik am 01.05.1944 zum Obergefreiten befördert.

    Am 29.06.1944 traf den Obergefreiten Bornik das harte Soldatenlos, er wurde auf der Adlerhöhe, an der Eismeerfront, durch Granatsplitter an Kopf und Brust, tödlich verwundet. An diesem Tag zählte das GJR 141, 7 Gefallene und 29 Verwundete.


    Der Leichnam von Paul Bornik wurde geborgen und von seinem Kameraden auf dem Soldatenfriedhof in Parkkina-Petsamo bestattet.


    Ich freue mich zu hören, wie Euch der Wehrpass gefällt.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    heute möchte ich Euch ein sehr interessantes Sterbebild vorstellen.


    Matthias Mayrhofer


    geb.: 04.07.1920 in Eugendorf, Bundesland Salzburg

    gest.: 05.05.1947 im Spital Phan Thiet, Indochina


    Matthias Mayrhofer diente im 2.WK als Oberjäger im Gebirgsjäger-Regiment 136. Mit diesem geriet er wohl Anfang 1945, im Elsass, in französische Kriegsgefangenschaft. In den Kriegsgefangenenlagern rekrutierten die Franzosen unzählige Soldaten für die Fremdenlegion. Auch Matthias Mayrhofer ließ sich anwerben und erhielt die Matricule au corps 21784. Er kam zum 2e régiment étranger d'infanterie (2.Fremden-Infantierieregiment) nach Indochina. Hier erlag er, als soldat de 1re classe (Gefreiter), in einem Lazarett seiner erlittenen Verwundung. Dafür wurde ihm der Rechtsbegriff "Mort pour la France", "Gestorben für Frankreich" zuerkannt.


    Ursprünglich wurde er in Phan Thiet bestattet, nach dem endgültigen Sieg der Kommunisten in Vietnam, begannen diese die französischen Friedhöfe aus der Kolonialzeit abzureißen. Daraufhin wurden die Gebeine von Matthias Mayrhofer nach Frankreich, in die Nécropole Nationale 'FREJUS' umgebettet.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus Armin,


    wirklich ein spitzen Foto, dass Du hier vorstellst. Ich hab ein wenig in der Chronik des II./GJR 140 gelesen, welche ja aus dem Tiroler Landesschützenregiment aufgestellt wurde gelesen. Dort wird auch auf die Zeit des Landesschützenregiments und des Anschluss 1938 eingegangen.


    Mit 01.11.1934 wurde dem Landesschützenregiment die Traditionspflege der drei K.k. Kaiserschützen übertragen. Hierbei wurde die Truppenfahne des ehem. K.k. Kaiserschützen-Regiment "Bozen" Nr.2 an die Landesschützen überreicht. Also zeigt wohl Dein Foto jene österreichisch-ungarische Fahne.

    Als Wahlspruch erhielten die Landesschützen jenem vom K.k. Kaiserschützen-Regiment "Trient" Nr. 1, "Sieg oder Tod im Alpenrot".


    Ebenfalls wird dort die Ankunft des Infanterie-Regiment 61, in Hall, am 15.03.1938, erwähnt, und den darauf folgenden Kameradschaftsabend der deutschen und österreichischen Offiziere. Auch eine kleine Reiberei zwischen jungen Offiziere wird erwähnt, die zur Entschuldigung des Rgt.Kdr. des Inf.Rgt.61 gegenüber den Landesschützen führte, und die eiligste Rückverlegung der betreffenden Offiziere in das Altreich.

    Vielleicht hast Du in Deinem Archiv eine Sicht des Inf.Rgt.61 zu diesen Ereignissen?


    Schöne Grüße


    Samuel

    Servus,


    ich besitze einen Wehrpass in dem der Angehörige mit 08.05.1941 zur 4. schweren Schwadron des Radfahr-Bataillon 67 versetzt wurde. Sprich wohl zu dieser Zeit die geführte Bezeichnung war. Nächste Eintragung ist vom 20.06.1942 die lautet "umbenannt auf 4.(schw.)/Radfahr-Abteilung 67. Eventuell ein Hinweis, dass zuerst die Bezeichnung Radfahr-Bataillon 67 gebräuchlich war.


    Anbei nun die Vergrößerung der Schulterklappe. Ich hab rausgeholt, was der Scan hergibt. Für mich ist die Zahl 67 so gut wie eindeutig, und auch das "R" gleicht dem Vergleichsstück im LdW. Die Waffenfarbe goldgelb könnte auch passen, für weiß zu dunkel und für rot, grün zu hell.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    laut meinen Quellen waren auf der "Bahia Castillo" und der "Buenos Aires" folgende Truppen eingeschifft: II./GJR 136, Regimentsstab und Stabskompanie GJR 136, 5.Batterie/GAR 111 und Teile des Divisionsstabes. Laut der Divisionschronik waren Teile des Geb.Pi.Btl.82 auf den beiden kleineren Dampfern "Wiegand" und "Kreta" eingeschifft, die zum selben Geleit gehörten. Aus meinem Wissenstand geht nicht hervor, dass die "Wiegand" oder die "Kreta" einen Torpedotreffer erhielten, sie waren auch die zwei kleinsten Transportschiffe des Geleitzuges.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    hier noch die Lebensdaten der Gebirgsjäger:


    Franz Bergmann, Unteroffizier

    geb.: 15.07.1913, Strassen, Osttirol

    gef.: 01.05.1940, Skagerrak


    Begraben in Frederikshavn Block 1 Grab 81


    Andreas Entleitner, Gefreiter

    geb.: 04.07.1917, Westendorf, Tirol

    gef.: 01.05.1940, Skagerrak


    Begraben in Frederikshavn Block 1 Grab 80


    Alfons Tannheimer, Gefreiter

    geb.: 02.11.1914, Schattwald, Tirol

    gef.: 01.05.1940, Skagerrak


    Begraben in Oslo-Alfaset Block A Reihe 2 Grab 28.


    Josef Fankhauser, Obergefreiter

    geb.: 06.12.1916, Finkenberg, Tirol

    gef.: 01.05.1940, Skagerrak


    Vermutlich Seegrab.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    danke für Euer Interesse an den schicksalhaften Ereignissen des 01.Mai 1940. Anbei die Auskunft der WASt, die ich zum Onkel meines Großonkels erhalten habe.


    Er wurde am 09.12.1914 in Jajce in Bosnien-Herzegowina geboren. Sein Vater stammte ursprünglich aus Böhmen, wovon auch der Familienname zeugt. Nemec ist Tschechisch und bedeutet "Deutsche". Sein Vater arbeite als Werkmeister in verschiedenen Fabriken der Monarchie, ehe es ihn mit der Familie nach Tirol verschlug, zuerst in Innsbruck, ehe er bei der Continentale-Fabrik für Karbit in Landeck als Werkmeister bis zur Pension beschäftigt war.

    Und so kam es, dass der Sudetendeutsche und in Bosnien geborene Ferry Nemec zum Tiroler GJR 136 einrückte, und den Tot in den Wellen gefunden hat.


    Demnächst werde ich noch die Lebensdaten der vier Gebirgsjäger von den Sterbebildern hier noch vorstellen.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12