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Posts by Austria12

    Servus Armin,


    vielen Dank für das vorstellen dieses schönen kleinen Nachlasses.


    Und es ist wieder das beste Beispiel, was man alles wieder zusammenführen kann, wenn man aufmerksam sucht und schaut. Gerade in eBay tauchen oft interessante Sachen auf, die auf den zweiten Blick dann mehr sind, als zuerst gedacht. Ich konnte auch schon Mal in eBay ein Grabfoto und kurz darauf das Sterbebild des Soldaten finden. Einfach Klasse, wenn einem sowas gelingt.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Samuel

    Servus,


    heute möchte ich Euch den Wehrpass des Obergefreiten Josef Plattner vorstellen.


    Josef Plattner wurde am 10.02.1915 in Rietz/Tirol geboren. Er besuchte 7 Klassen Gymnasium, im Anschluss wollte er eine Laufbahn als römisch katholischer Priester einschlagen und studierte Theologie, was im Wehrpass als "Klerikerstudent" eingetragen wurde.

    Nach dem Reichskonkordat zwischen dem Deutschen Reich und dem Heiligen Stuhl, konnten im Falle einer allgemeinen Mobilmachung auch Priester sowie Studenten der Theologie und Philosophie zum Wehrdienst einberufen werden, diese sollten aber primär dem Sanitätsdienst zugeteilt werden.


    So musste auch Josef Plattner sein Studium abbrechen und wurde am 17.07.1939 im WBK Bregenz als tauglich gemustert. Bereits bei der Musterung wurde er vorgesehen für die Aushebung bei der II./GAR 111 in Hall in Tirol.

    Am 06.10.1940 rückte Josef Platter zur 3./Geb.Art.Ers.Regt. 111, in Solbad Hall in Tirol ein. Hier erhielt er seine Grundausbildung als Gebirgsartillerist an der Gebirgskanone M15, ein Skoda-Geschütz, welches bereits im 1.Weltkrieg eingesetzt wurde, und dem Karabiner 98K.

    Nach der Grundausbildung erfolgte für den Kanonier Plattner die Abstellung zur Fronttruppe, in seinem Fall die 3./GAR 111, der 2.GebDiv. Laut Gefechtskallender dürfte er am 31.07.1941 bei der fechtenden Truppe angekommen sein. Zu dieser Zeit stand die 2.Gebirgs-Division an der Eismeerfront, wo der Vormarsch nach Murmansk bereits ins Stocken geraten war. Die 2.GebDiv hielt in der wegelosen Tundra einen Brückenkopf ostwärts des Flusses Liza. Das Kriegstagebuch der 2.GebDiv schildert zu dieser Zeit, dass das GAR 111 immer die Angriffe mit Feuer unterstützte, erkannte Feindansammlungen, fdl.Trägerkollonen sowie Feindbatterien bekämpfte und oft Sperrfeuer schoss. Als Feuerunterstützung für den Septemberangriff 1941, wurde die 3./111 in den Lizabrückenkopf verlegt, wo sie südlich des Russenlagers in Feuerstellung gingen. Nachdem dieser Angriff nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatte ging die 2.GebDiv in die Verteidigung über und legte winterfeste Stellungen an. Die 6.GebDiv soll die 2.GebDiv im Oktober 1941 aus dem Lizabrückenkopf ablösen, zu den letzten Einheiten die abgelöst wurden zählte das GAR 111, die ausgezehrten Batterien konnten in die lang ersehnten Ruhestellungen in Nordfinnland und Nordnorwegen einkehren.


    Nach dem ersten Polarwinter, kam für den Kanonier Plattner eine weitere harte Probe. Am 27.04.1942 starteten die Russen ein Großoffensive an der Eismeerfront. Nach und nach mussten immer mehr Einheiten der 2.GebDiv alarmiert werden, um die Vernichtung des Gebirgskorps Norwegen zu verhindern. Auch die Artilleristen mussten mit der Waffe in der Hand ihre Stellungen verteidigen, wenn der Feind vor ihnen durchgebrochen war. Nach zähem ringen konnte die sowjetische Offensive gestoppt werden, und in mehreren Gegenstößen die alten Stellungen wieder erreicht werden. Doch das Gebirgskorps Norwegen hatte große Verluste zu beklagen.


    In den folgenden Jahren, entwickelte sich die Eismeerfront zum Stellungskrieg, die 2. und 6.GebDiv wechselten sich im Lizabrückenkopf ab und die 2.GebDiv hielt auch die Sicherungsfront im südlichen Abschnitt der Eismeerfront. Nachdem die 3.Batterie mit dem Gebirgsgeschütz 36 ausgerüstet wurde, erhielt auch Josef Plattner die Ausbildung dafür. Laut Wehrpass wurde er auch als Hilfskrankenträger eingesetzt. Mit dem 01.09.1942 wird er zum Gefreiten und am 01.04.1943 zum Obergefreiten befördert.


    Am 18.09.1944 wird dem Obergefreiten Plattner das KVK 2.Klasse mit Schwerter verliehen. Doch wieder zieht ein unheilvolles Ereignis herauf. Am 07.10.1944 starteten die Sowjets eine nie dagewesene Großoffensive, die bereits am ersten Tag große Durchbrüche erzielte. Die I./GAR 111 lag zu diesem Zeitpunkt im Stellungsraum 2km östlich des "Isarlagers". Bereits am 07.10.1944 gingen fast alle Batterien des GAR 111, welche östlich der Titowka lagen verloren. Entweder wurden sie von den schnell vordringenden Sowjets niedergekämpft, oder sie konnten nicht mehr über die Titowkabrücke zurück und so mussten die Geschütze gesprengt werden, um nicht den Feind in die Hände zu fallen.


    Leider sind im Wehrpass keine weiteren Eintragungen zum verblieb vom Josef Plattner. Ist er im Oktober 1944 in Gefangenschaft geraten? Oder konnte er sich mit der 2.GebDiv kämpfend nach Norwegen zurückziehen? Falls ihm dies gelang wurde er zusammen mit der 2.GebDiv zur Jahreswende 1944/45 über Norwegen in das Reich verlegt. In Dänemark erhielt das GAR 111 neue Geschütze und wurde Ende Jänner 1945 an die Westfront in den Elsass verlegt. Hier musste das GAR 111 zum Teil im Direktbeschuss Panzer mit ihren Geschützen bekämpfen. Es folgen weitere Rückzugsgefechte um Trier, in der Saarpfalz bis die 2.GebDiv schließlich in Kössen in Tirol kapitulierte.


    Eventuell hat der Krieg bei Josef Plattner einen Interessenswandel hervorgerufen. Er wählte nicht mehr die priesterliche Laufbahn und heiratete am 17.09.1951.


    Ich hoffe ich konnte Euch wieder einen interessanten Einblick in das Leben eins Artilleristen der 2.GebDiv geben.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Einheit: 2. Gebirgs-Division


    Aufstellungstag: 01.04.1938 in Innsbruck


    Gliederung, Garnison und Unterstellung


    - 1939:


    Friedensgarnison:


    Stab 2.GebDiv = Innsbruck


    Stab u. I.Btl./GJR 136 = Innsbruck

    II.Btl./GJR 140/136 = Kufstein und Wörgl

    III.Btl./GJR 136 = Landeck

    11./GJR 136 = Imst


    I.Btl./GJR 137 = Salzburg

    II.Btl./GJR 137 = Spittal an der Drau

    III.Btl./GJR 137 = Lienz


    I.Abt./GAR 113/111 = Spittal an der Drau

    II.Abt./GAR 111 = Solbad Hall in Tirol

    Stab u. III.Abt./GAR 111 = Innsbruck

    10./GAR 111 = Solbad Hall in Tirol

    Geb.Pi.Btl.82 = Schwaz


    Kommandeure:


    01.09.1939 - 04.03.1941 FEURSTEIN Valentin, Gen.Lt.

    04.03.1941 - 03.03.1942 SCHLEMMER Ernst, Gen.Maj.

    10.03.1942 - 25.10.1943 RITTER VON HENGL Georg, Obst., Gen.Maj., Gen.Lt.

    01.11.1943 - 06.02.1945 DEGEN Hans, Obst. i.G., Gen.Maj., Gen.Lt.

    06.02.1945 - 12.02.1945 ROSCHMANN Hans, Obst. u. Div.Fhr.

    13.02.1945 - 08.05.1945 UTZ Willibald, Gen.Lt.


    Namensgebung: "Rentierdivision"


    Feldzüge:


    Sudetenlandeinsatz

    Polenfeldzug

    Norwegenfeldzug

    Krieg gegen die Sowjetunion 1941-44, Eismeerfront, westlich Murmansk

    Elsass 1945

    Saarpfalz 1945

    Rückzugskämpfe bis Kössen in Tirol


    Zuständiger Experte

    Austria12


    und/oder Moderator im Dokumentenforum.de:

    Austria12


    Dokumentenforum.de-Links bzw. Dokumentationsbereich:

    2. Gebirgs-Division



    Externe Weblinks:



    Formationsgeschichte nachfolgend:

    Servus,


    es freut mich sehr, dass Du meinen Beitrag zum Reserve-Lazarett Landeck in Tirol gefunden hast. Deine Fotos sind auch spitze, vor allem, wenn sie noch aus der Familie sind. Ich kann Dir sagen, dass die Krankenzimmer im Altbau des Spitals, noch bestehen, wie sie auf einigen deiner Fotos zu sehen sind.


    Das Foto auf dem Aussichtspunkt, wurde am "Galugg" aufgenommen, dieser liegt oberhalb des Spitals. Das Gebäude, welches man am linken unteren Ende erkennt, ist das Kloster der barmherzigen Schwestern in Zams, welches damals auch als Lazarett verwendet wurde.


    Gerne kannst Du auch in einem eigenen Thema das Leben Deines Großvaters vorstellen. Würde mich sehr interessieren!


    Schöne Grüße aus Tirol


    Samuel

    Servus,


    Gratulation Bolgorby zu dieser sehr gelungenen Vorstellung eines höchst interessanten Nachlasses eines Oberjägers der 5.JägDiv!


    Ich selbst habe kein Problem damit, wenn man den Dokumenten ihr alter ansieht, und diese nicht mehr in 1a Zustand sind. Nach 80 Jahren und zig Händen können sie schon mal so aussehen, das schmälert aber nicht die Geschichte der Soldaten, die sie nacherzählen. Uns Divisions-Sammler geht es ja um die Geschichte des Soldaten.


    So einen Internierungs-Ausweis habe ich auch noch nie gesehen. Ein gewaltiges Belegstück. Interessant währe noch zu wissen, wie es den Obj. Feldbauer in die Schweiz verschlagen hat.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    heute stelle ich Euch den Wehrpass des Obergefreiten August Eder vor, der zuerst bei der 11./GJR137, der 2.GebDiv, und nach Verwundung bei der 8./GJR 143, der 6.GebDiv, an der Eismeerfront eingesetzt war.


    August Eder wurde am 21.05.1921 in Spital am Semmering, Steiermark geboren. Er rückte am 02.10.1940 zum Reichsarbeitsdienst ein, aufgrund der vorzeitigen Einberufung zum Wehrdienst, erhielt er eine unvollständige Ausbildung und wurde am 27.12.1940 aus dem RAD entlassen.


    Am 05.02.1941 rücke August Eder, zur 13./Geb.Jäg.Ers.Rgt.136, in die Pontlatz-Kaserne in Landeck ein. Beim selben Einrückungstermin war auch mein Großonkel Alois und Peter Halbeisen, dessen Nachlass ich hier schon vorgestellt habe.

    In Landeck erhielt er seine Grundausbildung als Gebirgsjäger am Gew. 24(t), MG 34 und der P08. Mit 01.05.1941 wird der Jäger Eder zur 11./Geb.Ers.Jg.Regt.136 versetzt. Vom 01.07.-09.07.1941 nahm er am "Einsatz F.Z. Parthenen" teil. Was dieser war konnte ich noch nicht herausfinden, eventuell hat jemand von Euch eine Idee?

    Nach diesem Einsatz kam er zurück zu seiner 11.Kp.

    Mit 02.08.1941 erfolgte seine Kommandierung zur Fronttruppe, in seinem Fall die 11./GJR 137, der 2.GebDiv. Das GJR 137 lag zu diesem Zeitpunkt an der Eismeerfront im äußersten Norden der Ostfront. Laut Gefechtskallender dürfte er am 15.08.1941 bei der fechtenden Truppe angekommen sein. An diesem 15.08.1941 erhält der Jäger Eder seinen ersten Nahkampftag auf Höhe 258,3, am Lizabrückenkopf. Als August Eder an der Eismeerfront ankam, war der Vormarsch bereits zum Stillstand gekommen. Die Jäger lagen in der Verteidigung am Lizabrückenkopf und am Westufer der Liza. Im September 1941 wurde ein letztes Mal versucht den Weg nach Murmansk freizukämpfen, welcher aber am schwierigen Gelände der Tundra scheiterte. Nach den schweren Verlusten, musste die 2.GebDiv dringend abgelöst werden, Mitte Oktober 1941 begann die Ablöse der Rentierdivision durch die 6.GebDiv. Am 12.10.1941, Jäger Eder, lag im Lizabrückenkopf, als die Sowjets immer wieder Spähtrupps auf den Abschnitt der "Gruppe von Hengl" ansetzten. An diesem Tag wurde August Eder durch Granatsplitter am rechten Unterarm verwundet.


    Vorerst ging es für ihn ins Lazarett und in die Heimat zum Ersatztruppenteil, dem I./Geb.Jäg.Ers.Rgt.137 in Salzburg. Am 16.12.1941 wurde ihm das Verwundetenabzeichen in Schwarz verliehen. Nachdem er wieder genesen war, erfolgte abermals die Versetzung zur Fronttruppe, am 08.04.1942 kommt August Eder zur Stabskompanie/GJR 143, der 6.GebDiv, welche an der Eismeerfront, in dem ihm bekannten Stellungen an der Liza lag. Ab dem 10.06.1942 scheint er wieder bei fechtenden Truppe zu sein, dadurch blieb im der schwere Kampf während des Mai 1942 an der Eismeerfront erspart. Mit 01.06.1942 wird August Eder zum Gefreiten befördert. In den folgenden Jahren bleibt der Krieg an der Eismeerfront statisch, die Front friert ein und der Kampf beschränkt sich auf Jagdunternehmen und Stoßtrupps. Vom 02.11.-05.12.1942 muss der Gefreite Eder wegen einer Angina im Feldlazarett (mot) 2 behandelt werden. Mit 01.06.1943 wird Eder zum Obergefreiten befördert.

    Am 24.03.1944 wurde der Obergefreite Eder zur 8./GJR 143 versetzt.

    Am 07.10.1944 begann eine noch nie dagewesene Großoffensive der Sowjets an der Eismeerfront, das III./GJR 143 war zu diesem Zeitpunkt als Divisionsreserve und zur Sicherung im "Nordraum" zwischen Titowka und Liza. Bereits nach wenigen Stunden konnten die Russen an allen Abschnitten der Eismeerfront einbrechen und die Gebirgsjäger konnten sich nur laufend zurückziehen. Die 6.GebDiv zog sich auf der Russenstraße nach Westen zurück. Die Gren.Brig. 388, das II. und III./143 sowie einige Einheiten der Div.Grp. van der Hoop bildeten einen Brückenkopf um Parkkina, ostwärts des Petsamojokki. Am Abend des 14.10.1944 musste Parkkina aufgegeben werden, der Obergefreite Eder nahm am weiteren Rückzug nach Norwegen teil. Bei den Kämpfen an der Tarnet-Straße wurde August Eder durch einen Beckenschuss schwer verwundet, er wurde ins Feldlazarett Elvenes in Norwegen eingeliefert, wo er aber seiner schweren Verwundung am 20.10.1944 erlag.

    Zuerst wurde er am Kriegerfriedhof Grab Nr.8 in Evenes bestattet, ehe er nach Botn-Rognan, Block A Grab 1070 umgebettet wurde.

    Am 27.10.1944 wurde August Eder, posthum das EK2 verliehen.



    Interessanterweise ist dies der erste Wehrpass eines Soldaten, den ich von einem Gefallenen des Oktobereinsatz 1944 an der Eismeerfront gesehen habe. Man müsste meinen, dass häufiger solche Stücke auftauchen müssten, da bei diesem Einsatz die meisten Gefallenen der Eismeerfront auftraten.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus Armin,


    Gratulation zu dem sehr schönen Portrait eines österreichischen Veteranen des 1.Weltkrieges, der bei der Feuerschutzpolizei dienst tat.


    Die Auszeichnungen sind meiner Meinung nach:


    x bronzene Tapferkeitsmedaille mit Wiederholungsspange

    x Karl-Truppenkreuz

    x Verwundetenmedaille

    x Frontkämpfer Ehrenkreuz

    x Österreichische Kriegserinnerungsmedaille

    x silberne Tapferkeitsmedaille 1.Klasse (Hier stimmt die Rangfolge nicht, müsste an erster Stelle sein)

    x Tiroler Landesdenkmünze 1914-18

    x Ungarische Kriegserinnerungsmedaille


    Schöne Grüße aus Tirol


    Samuel

    Servus,


    hier die Urkunde zum KVK 2.Klasse mit Schwerter für den Unteroffizier Johann Schriebl, von der 5.Kp/Grenzwachtunterabschnitt XVIII/B. Welches er am 01.09.1944 verliehen bekommen hat.


    Die Grenzwacht-Kompanien des Wehrkreises XVIII wurden an der Südgrenze und den angrenzenden Operationszonen des WK XVIII eingesetzt. Ihre Hauptaufgabe war der Objektschutz und die Bewachung wichtiger Einrichtungen und Verkehrswege, sie wurden aber auch teilweise im Bandenkampf eingesetzt.


    Unterschrieben ist die Urkunde von General der Infanterie Joachim Witthöft, als Befehlshaber Venezianische Küste.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    heute möchte ich Euch ein kleines Urkundenkonvolut vorstellen, dass ich diese Woche bekommen konnte. Es gehörte dem Oberjäger und späteren Feldwebel Adolf Marcher, der zuerst bei der 2./GJR 136, der 2.GebDiv und dann bei der 12./GJR 143, der 6.GebDiv, gedient hat.


    Zu den genauen Lebensdaten von Adolf Marcher habe ich keine näheren Informationen. Auf jeden Fall war er bereits im Bundesheer der 1.Republik Unteroffizier. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, diente Marcher als Oberjäger in der 2./GJR 136, in Innsbruck. Mit dieser Kompanie nahm er auch an der Besetzung des Sudetenlandes teil.


    Am 07.08.1939 wird Oberjäger Marcher die Dienstauszeichnung IV.Klasse verliehen. Die Urkunde trägt die Unterschrift von Oberst Karl Eglseer, dem ersten Kdr. des GJR 136. Es ist wahrscheinlich, dass er im September 1939, mit der 2.GebDiv, am Polenfeldzug teilgenommen hat. Am 12.09.1939 wird ihm die Medaille zur Erinnerung an den 1.Oktober 1938 verliehen. Unterschrieben von Oberst Albin Nake, dem zweiten Kdr. des GJR 136.


    Wann genau Adolf Marcher zur 6.GebDiv und der 12./GJR 143 kam, ergeht leider nicht aus den Urkunden. Jedenfalls verbrachte er den Winter 1941/42, im Hohen Norden, an der Eismeerfront, wo die 6.GebDiv rund um den Fluss Liza in den Stellungen lag. Für diesen Einsatz während seines ersten Polarwinters, erhält der mittlerweile zum Feldwebel beförderte Adolf Marcher, am 10.08.1942, die Ostmedaille verliehen. Unterschrieben wurde die Urkunde von Oberleutnant Rudolf Koller, Chef 12./GJR 143, DKiG am 13.01.1945.

    Am 30.01.1943 wird Feldwebel Marcher das KVK 2.Klasse mit Schwertern verliehen, die Urkunde ist unterzeichnet von Generalmajor Christian Philipp, Kdr. der 6.GebDiv.


    Über das weitere Schicksal von Feldwebel Marcher geben die Urkunden leider keinen Aufschluss. Vielleicht kann ein Leser irgendwann, weiter Dokumente oder Erkenntnisse zu ihm beisteuern.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    durch die überaus nette und schnelle Hilfe der Archive der Diözesen Feldkirch und Innsbruck konnte ich nun auch den priesterlichen Lebensweg von Anton Bernhart nach verfolgen.


    Anton Bernhart besuchte von 1936-1938 das Priesterseminar in Brixen, 1939 wurde er von dort ausgewiesen und absolvierte sein letztes Jahr bis zur Priesterweihe in Innsbruck bzw. Volders.


    Anton Bernhart wurde am 23.07.1939 in der Heilig-Kreuz Kirche in Bludenz („Eccl. Ad S. Crucem Bludenz“) von Paulus Rusch, Apostolischen Administrator von Innsbruck-Feldkirch und Titularbischof von Lycopolis, zum Presbyteratus (Priester) geweiht.

    Am 30.07.1939 feierte er seine Primiz.

    Ab 01.06.1940 wirkte er als Kaplan in Jerzens und Wenns im Tiroler Pitztal. Ab 01.09.1940 war er Kaplan in Egg in Vorarlberg. 1941 wurde er zum Wehrdienst einberufen, nach Kriegsende kehrte er kurz zu seinem Seelsorgeposten als Kaplan in Egg zurück. Vom 01.09.1945 bis 1947 war er Frühmesser in Ludesch und Thüringen. Ab dem 16.09.1947 war er Kaplan in Hörbranz und ab dem 16.01.1949 bis 1952 Frühmesser ebenda. Vom 01.09.1952 bis 1955 wirkte er als Frühmesser in Götzis.


    Ab dem 15.09.1955 bis zum 01.12.1996 wirkte Anton Bernhart als Spitalskaplan im Krankenhaus St.Vinzenz in Zams, unweit seines Geburtsortes. Am 07.04.1985 wird Anton Bernhart zum Consiliarius (Geistlicher Rat) ernannt.


    Am 01.12.1996 stirbt Kaplan Anton Bernhart im 84.Lebensjahr.


    Damit ist hier auch sein geistliches Leben wiedergespiegelt. Faszinierend was alles in den kirchlichen Archiven zu den einzelnen Priestern zu finden ist. Besonders interessant ist, dass die Archive aus sehr detaillierte Daten zu seinem Wehrdienst hatten, eventuell mussten Priestersoldaten ihren Wehrdienst bei kirchlichen Behörden offen legen?


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    heute möchte ich Euch eine Neuerwerbung vorstellen, die für mich doppelt interessant ist. Zuerst weil der Soldat aus meinem Bezirk kam und zweitens, weil sich bei der Recherche interessante Tatsachen ergeben haben.


    Hierbei handelt es sich um das Soldbuch des San-Obergefreiten Anton Bernhart, er diente bei der Heeres-San-Staffel Feldkirch. Besonders zu erwähnen ist, dass er römisch katholischer Priester war, und als Priestersoldat im Sanitätsdienst der Wehrmacht eingesetzt wurde.


    Anton Bernhart wurde am 03.01.1913 in Stanz bei Landeck/Tirol geboren. Wann genau er Theologie studierte und zum Priester geweiht wurde, konnte ich leider noch nicht herausfinden. Doch beim Ausstellen seines Soldbuches wurde schon "Kaplan" als Beruf angegeben.

    Das Soldbuch von Anton Bernhart wurde am 10.10.1941 bei der 4./Geb.San.Ers.Abt.18 in St.Johann in Tirol ausgestellt. Als Sanitäts-Soldat soll hier für den jungen Priester, sein Dienst in der Wehrmacht beginnen. Nach der Grundausbildung und Sanitätsausbildung wird Anton Bernhart wohl als Rahmenpersonal bei der Geb.San.Ers.Abt.18 verblieben sein. Am 01.10.1942 wird er zum San-Gefreiten befördert. Kurz darauf muss er vom 12.11.1942 bis zum 03.03.1943 im Reserve-Lazarett Salzburg II wegen eines Beingeschwürs behandelt werden. Nach der Genesung kommt San-Gefreite Bernhart nur mehr kurz zurück zu seiner alten Kompanie, er wird im März/April 1943 zur Heeres-San-Staffel Feldkirch in Vorarlberg versetzt. In Vorarlberg wird er dem Reserve-Lazarett II Feldkirch zugeteilt. Das Lazarett war in den Gebäuden der Stella Matutina untergebracht. Hier widmete sich Bernhart der Pflege von Kranken und Verwundeten, sicherlich leistete er auch geistlichen Beistand. Während seiner Dienstzeit in Feldkirch ereignete sich am 01.10.1943 ein verheerender Luftangriff der Amerikaner auf Feldkirch. Das Internat der Lehrerbildungsanstalt und auch des Reserve-Lazarett I Feldkirch wurden schwer getroffen, bei diesem Angriff kamen rund 210 Menschen ums leben.

    Nach dieser sicher schweren Zeit für Anton Bernhart wird er mit 01.01.1944 zum San-Obergefreiten befördert. Anton Bernhart bleibt bis zum Ende im Lazarett in Feldkirch, die Front rückt immer näher, am 01.05.1945 überschritten die Alliierten die alte Deutsch-Österreichische Grenze und besetzten Bregenz. Am 03.05.1945, gegen 13:00 Uhr erreichen die ersten französischen Panzerspähwagen Feldkirch. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich mehr als 5000 Verwundete und Kranke in den Lazaretten in Feldkirch. Der Lazarettbetrieb muss noch einige Zeit funktionieren.

    Am 17.05.1945 wird der San-Obergefreite Bernhart aus der Wehrmacht entlassen, laut Befehl des kommandierenden Generals der 4. marokkanischen Gebirgsdivision, wovon eine zweisprachige (Deutsch/Französisch) Eintragung auf Seite 20 hinweißt.


    Wie genau der weitere Lebensweg von Pfarrer Bernhart aussah konnte ich noch nicht genau Feststellen. Von 1952-1955 wirkte er als Kaplan und Frühmesser in Götzis in Vorarlberg.


    Als ich das Soldbuch erworben habe, ist mir gar nicht bewusst gewesen, dass es von einem römisch katholischen Priester stammt. In meinem Fokus lag der Bezug zu meiner Region, erst als ich es dann in der Hand hatte wurde mir bewusst, was eigentlich für eine zusätzliche Geschichte dahinter steht. Man findet ja nur recht selten Stücke von Priestersoldaten, da freut es mich doppelt, dass ich nun ein Soldbuch eines Priesters aus meiner Region im Archiv habe.

    In der Tasche des Soldbuchs befand sich von ein "Merkblatt über Selbsthilfe bei Kampfstoffeinwirkung".


    Mich würde interessieren was ihr von diesem interessanten Soldbuch und seiner Geschichte hält?


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus Armin,


    vielen Dank für die Vorstellung dieses interessanten Soldbuchs eines Angehörigen der 7.InfDiv.


    Ich würde bei der Eintragung auf Seite 12/13 "Bandriss..." lesen. Dafür sprechen würde die Eintragung vom Kriegslazarett 1/605, die wohl die selbe Verwundung betrifft. Die Krankennachweisnummern 30 = Muskel- und Gelenkrheumatismus bzw. das unterstrichenen 34 = Schädigungen durch Unfall.


    Eventuell riss sich der Gefreite Monhard beim Angriff ein Band, was dann als Beschädigung unter Feindeinwirkung gewertet wurde und somit zur Verleihung des VWA in schwarz geführt hat.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Samuel

    Servus,


    heute möchte ich Euch einen recht unscheinbaren Polizei-Dienstpass vorstellen, der aber eine wichtige Facette der Geschichte Österreichs wiederspiegelt. Nämlich der Kärnter Abwehrkampf und die ungeteilte Zugehörigkeit Kärntens an Österreich.


    Friedrich Fischer wurde am 27.07.1898 in Klagenfurt, im Kronland Kärnten geboren. Während des großen Weltenbrandes diente Friedrich Fischer im k.u.k. Infanterieregiment "Graf von Khevenhüller" Nr.7. Vom 11.05.1916 bis zum 01.11.1918 verblieb er bei seinem Regiment und nahm an den Grenzkämpfen in den Karnischen und Julischen-Alpen sowie der 12. Isonzoschlacht und der Julischlacht 1918 teil. In den wirren des Zusammenbruchs der Doppelmonarchie zieht sich das Regiment von der Front zurück und kommt Mitte November 1918 wieder in Klagenfurt an, wo es demobilisiert wird.


    Bereits am 25.10.1918 erklärte der Kärntner Landesauschuss, Kärnten als unteilbar. Am 05.11.1918 marschierten Truppen des neu gegründeten SHS-Staates in Südostkärnten ein. In dieser schwierigen Lage wurde in Deutschösterreich mehrere Volkswehr-Bataillone aufgestellt, die eine erste Bewaffnete Macht für Deutschösterreich bildeten. Diese Volkswehr-Einheiten wurden größtenteils mit fronterfahrenen Soldaten der aufgelösten kuk Regimenter gebildet. Mit 01.11.1918 trat auch der Infanterist Fischer beim Volkswehr-Bataillon 3 ein. Mit diesem nahm er am Kärntner Abwehrkampf teil, um die in Kärnten eingefallenen Slawen hinter die alten Grenzen zurück zu drängen.

    Das Volkswehrbaon 3 zeichnete sich besonders bei den Kämpfen um Grafenstein, Lassein, Dullach und von St.Kanzian bis Kühnsdorf aus.


    Für seinen Einsatz wurde Friedrich Fischer mit dem Allgemeinen Kärnterkreuz für Tapferkeit und dem Besonderen Kärntnerkreuz für Tapferkeit ausgezeichnet.


    Durch den Abwehrerfolg der Kärntner konnte am 10.10.1920 eine Volksabstimmung abgehalten werden, und mit einer Mehrheit von 59,0% stimmte die Bevölkerung für die Zugehörigkeit Kärntens an Österreich. Seit jenem Tag ist Kärnten, frei und ungeteilt und der 10.Oktober ist der Landesfeiertag in Kärnten.


    Vom 02.05.1920 bis August 1923 diente Friedrich Fischer als Gefreiter im Alpenjäger-Regiment 8 des jungen Bundesheers. Im Anschluss dürfte er einer Beschäftigung als Hilfsarbeiter nachgegangen sein.


    Am 15.07.1942 tritt Friedrich Fischer in den Dienst der Polizei-Reserve in Linz ein, er wird als Rottwachtmeister übernommen. Zuerst erfolgte bis zum 01.09.1942 ein Ausbildungs-Lehrgang bei der Schutzpolizei. Daraufhin erfolg sein Einsatz vom 02.09.1942 bis zum 04.05.1943 beim 2.Polizei-Revier in Linz und vom 05.05.1943 bis vermutlich Kriegsende beim 8.Polizei-Revier in Linz.


    Wie der weitere Lebensweg von Friedrich Fischer aussah ergeht leider aus dem Dienstpass hervor.


    Auch wenn es auf den ersten Blick nur ein schlichter Polizei-Dienstpass ist, so ist die Geschichte dahinter weit interessanter und facettenreicher als gedacht.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus Armin,


    wieder mal einen sehr interessanten Wehrpass, den Du uns hier vorstellst. Gratulation!


    Hier mal meine Gedanken zu seinem Dienstunfall. Laut Eintragung, dürfte er eine schwere Kopfverletzung erlitten haben, dadurch wurde er am linken Ohr schwer hörig, sowie hatte er permanent schwere Kopfschmerzen und Schwindel. Da ja im Wehrpass seine Ausbildung als Fahrer vom Bock und Sattel, sowie das Reiten eingetragen ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass sein Dienstunfall in Zusammenhang mit einem Pferd steht. Ob vom Bock oder Sattel gefallen oder einen Huftritt, geht leider aus den Eintragungen nicht hervor.


    Ich vermute diese Eintragung ist wohl eine Art Entlassungsbeurteilung. Da auch "Durchschussnarbe der Weichteile des rechten Oberschenkel" angegeben wird, dies werden wohl die Spuren, seiner am 23.07.1943 erlittenen Verwundung, sein.


    Vielleicht konnte ich Dir etwas weiterhelfen.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Samuel

    Hiermit beende ich die Vorstellung vom Nachlass des Wehrmachtpfarrer Hans Karl Scherrer. Mich freut dieser Nachlass besonders, da er einen Einblick in die Seelsorge "meiner" zwei Gebirgsdivisionen gibt und dadurch, dass Scherrer viele Soldaten in Parkkina-Petsamo zur letzten Ruhe gebettet hat, auch ein weiterer Mosaikstein für meine Recherchen zu meinem Buchprojekt.


    Ich würde mich freuen zu hören, wie Euch dieser Nachlass und meine Vorstellung gefällt. Und ich freue mich auf etwas Diskussion zu diesen Stücken.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Was blieb, die Kameradschaft.....


    Zeit seines Lebens war Hans Karl Scherrer der Gebirgstruppe stark verbunden, er diente fast vier Kriegsjahre als Divisionspfarrer bei der 6.GebDiv un der 2.GebDiv. Somit war er auch ein Gründungsmitglied des Kameradenkreis der ehem. Gebirgstruppe in Freiburg. Auch an Gedenkveranstaltungen nahm Pfarrer Scherrer gerne teil, oft zusammen mit seinem katholischen Amtsbruder Johann Georg Schmutz, die gemeinsam eine kleine Andacht hielten.


    Nach einem Gottergeben und ereignisreichen Leben starb Hans Karl Scherrer, 1987 in Freiburg-Haslach. Im Jahre 1988 wurde ein Platz nach ihm benannt.



    Artikel aus verschiedenen Kameradschaftszeitschriften, eigenhändiger Lebenslauf

    Wieder in der Heimat....


    Nach der Entlassung aus der Gefangenschaft, geht es für Pfarrer Scherrer, im Viehwaggon bis nach Tuttlingen, wo er von der französischen Besatzungsmacht abermals entlassen wurde. Darauf folge ein Fußmarsch bis nach Baden-Baden, er ist endlich wieder daheim.


    Pfarrer Scherrer meldet sich beim ev. Oberkirchenrat zurück, dort sagt ihm ein Kirchenjurist, dass er als ehemaliger Feldgeistlicher als Militarist gilt, und nicht weiter seelsorgerisch in der französischen Zone arbeiten kann. Man gibt ihn den Rat wieder in Gefangenschaft zu gehen um als Lagerpfarrer zu wirken.

    Pfarrer Scherrer lässt sich aber nicht unterkriegen und fragt bei den französischen Dienststellen nach, diese geben ihm die Auskunft, dass er ohne weiteres, auch als ehem. Feldgeistlicher, weiter als Pfarrer wirken kann.


    Daraufhin tritt er vertretungsweise die Pfarrstelle in Gernbach an. Alsbald erhält er die Versetzung an die Melanchthonkirche in Freiburg-Haslach. Hier wirkt er 26 einhalb Jahre, bis er schließlich in den wohlverdienten Ruhestand geht.


    Weiter geht es im nächsten Beitrag....



    Schreiben des Oberkirchenrat Dr.Hans Heidland

    Vom Mittelabschnitt bis zur Kapitulation.....


    Im Frühjahr 1943 kommt Pfarrer Scherrer als evangelischer Divisionspfarrer zur 45.InfDiv, welche in schweren Kämpfen im Mittelabschnitt der Ostfront lag. Im Herbst 1943 nahm er an den schweren und verlustreichen Rückzugskämpfen im Raum Gomel-Kursk- Briansk teil. Hier erkrankte er an einer Lungenentzündung die verschleppt wurde. Von 03.12.1943 bis 08.04.1944 musste er in verschiedenen Lazaretten auch dem Lungenlazarett Sühlheim im Harz behandelt werden. Nach der Behandlung galt er als G.v.H. und wurde zur Standortkommandantur Brünn versetzt wo er als evangelischer Wehrmachtpfarrer für Mähren eingesetzt wurde.

    Im Dezember 1944 erfolgt seine Umstufung zu k.v.. Durch eine mann könnte fast meinen göttliche Fügung, wird er zum neuen evangelischen Divisionspfarrer der 2.GebDiv, welche Seite an Seite mit der 6.GebDiv an der Eismeerfront kämpfte.

    Pfarrer Scherrer wird im Eiltransport nach Norden verlegt, da die 2.GebDiv nach der Oktoberschlacht 1944 nach Norwegen zurückgenommen wurde. In Flensburg wird er gestoppt, die 2.GebDiv ist nicht mehr in Norwegen, sondern durch das Reich, an die Westfront, in das Elsass verlegt worden.

    Von der Frontleitstelle Feiburg i.B. wird er bei der Bahnfahrt von Jabos verfolgt, von Heidelberg geht es nur mehr zu Fuß weiter. Er schließt sch einer Kolonne der Waffen-SS an, wo er bei Raststatt die ersten Gebirgsjägern findet. Zuvor erhält er noch kurz Urlaub um seine Familie in Baden-Baden zu sehen.


    Nun geht es über den Rhein, an der elsässich-pfälzer Grenze findet er den Stab der 2.GebDiv. Nun tritt er als letzter evangelischer Divisionspfarrer der 2.GebDiv seinen Dienst an. Er spendet seinen Kameraden Trost in den Kämpfen in der Pfalz und um Trier, bei den Rückzugskämpfen im kleinen Odenwald und Heilbronn, 10 Tage Häuser-und Straßenkampf, ein ungewohntes Gebiet für die Gebirgsjäger die Seit 1940 am Polarkreis kämpften.

    Der Rückzug geht weiter durch Franken, dem Chiemsee, Erding, Ebersberg bis sich die Division in Kössen in Tirol einigelt um auf die Kapitulation zu warten. Welche dann am 09.05.1945 in den Tiroler Bergen auch geschah.

    Wehrmachtpfarrer Scherrer wirkte auch hier noch und spendete den Soldaten Trost in diesen schweren Stunden. Das vorletzte Kapitel der Divisionschronik der 2.GebDiv, "Es war ein Edelweiß" endet mit einer Predigt die Pfarrer Scherrer kurz nach der Kapitulation vor den Soldaten des Stab des GAR 111 gehalten hat.


    Pfarrer Scherrer kommt nach sechs Kriegsjahren in amerikanische Gefangenschaft, welche aber nur kurz dauert. Am 12.06.1945 wird er in Göttingen entlassen, und kann in seine Heimat zurückkehren, die nun unter französischen Besatzung steht.


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    An der Eismeerfront .....


    Den ersten Polarwinter 1941/42 verbrachte Wehrmachtpfarrer Scherrer, mit seiner an der Eismeerfront und im Liza-Brückenkopf liegenden Division. Er war immer bemüht sein Seelsorgerisches Wirken, trotz den widrigsten Umständen durchzuführen. Oft musste er mit Skiern oder zu Fuß mehrere Stunden zu einem Stützpunkt laufen, um dort für eine Hand voll evangelischer Soldaten einen Gottesdienst oder eine Abendmahlfeier abzuhalten. Der Großteil der Soldaten war katholisch, aber es gab bei jeder Einheit auch einige Protestanten.

    Zu den Gottesdiensten kamen abwechselnd mit dem kath.Divisionspfarrer die wöchentlichen Beerdigungen auf dem Ehrenfriedhof Parkkina-Petsamo. Hier wurden die Gefallenen ohne Rücksicht auf die Konfession bestattet.

    Bei einem Besuch auf Stützpunkt K5, verletzte sich Pfarrer Scherrer, am 16.01.1942 bei einem Skiunfall, welches für ihn eine Zwangspause bei den Truppenbesuchen bedeutete.

    Als am 28.04.1942 die Sowjets eine Großoffensive an der Eismeerfront starteten, waren auch die Divisionspfarrer stark gefordert. In den überfüllten H.V.Pl. und Lazaretten besuchten sie die Verwundeten und Sterbenden und spendeten ihnen Trost und die Sakramente. Dazu kamen die Bestattungen der Gefallenen in Parkkina-Petsamo.

    Als Div.-Gräberoffizier, bemühte sich Pfarrer Scherrer, den Gefallenen ein würdiges Andenken zu bereiten, durch seine Bemühungen konnten auch einige Unbekannte wieder identifiziert werden. Er korrespondierte mit den Angehörigen und versuchte den Wünschen nach Grabfotos zu entsprechen.

    Auch diese Arbeit war mit Schwierigkeiten verbunden, da außer seinem treuen Feldküster Bever, nur ein Maler zu ihm abgestellt wurde, der alsbald wieder zu seinem Truppenteil versetzt wurde.


    Nach den schweren Maieinsatz 1942 erkrankte Scherrer an einer Grippe und Bronchitis, die von 17.06.-06.07.1942 im Feldlazarett (mot) 2 behandelt werden musste. Am 20.07.1942 wird ihm die Ostmedaille verliehen, kurz darauf, am 30.07.1942 der königlich Bulgarische Tapferkeitsorden IV.Klasse.


    Anfang Jänner 1943 wird Wehrmachtpfarrer Scherrer zum Korps-Nachschubführer 463 kommandiert und dort seelsorgerisch zu Wirken. Im Anschluss ist er Seelsorger der Kriegslazarett Abt. 677, in Oulu in Finnland.


    Im Frühjahr 1943 endet für Wehrmachtpfarrer Scherrer der Einsatz im hohen Norden und vorerst sein Einsatz bei der Gebirgstruppe.


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    Im Kriege ....


    Das Soldbuch von Wehrmachtpfarrer Hans Karl Scherrer wurde am 27.08.1939 vom Stab. Krgs.Laz.Abt.(mot) 551 ausgestellt. Kurz darauf kommt er als evangelischer Divisionspfarrer zur 557.Infanterie-Division. Die Division liegt als Sicherungsdivision an der Westgrenze des Reiches, Pfarrer Scherrer bedauert es vorerst nur bei einer Sicherungsdivision eingesetzt zu sein. Doch zu beginn des Frankreichfeldzuges wird die 557.ID auch zur Angriffsdivision. Bei Kappel überschritt die Division mit Sturmbooten den Rhein. In einem der ersten Sturmboote war auch Wehrmachtspfarrer Scherrer dabei, da man mit den ersten Verwundeten oder Sterbenden rechnete, die die seelsorgerische Betreuung eines Priesters benötigen.

    Die Stoßrichtung der Division war auf Schlettstett bis Col de Ste. Marie. Nachdem die Kämpfe beendet waren, wurde die Division zum Pferdesammeln und einsammeln von Beutewaffen eingesetzt. Dort traf Scherrer zum ersten mal auf Oberst Ferdinand Schörner, der mit seiner jungen 6.GebDiv in Frankreich die Feuertaufe erlebte. Am 09.08.1940 wurde Divisionspfarrer Scherrer das KVK 2.Klasse verliehen.

    Die Division wurde nach Thüringen verlegt, und Pfarrer Scherrer erhielt Heimaturlaub, dort erhielt er den telegrafischen Befehl sich beim Wehrmachtsdekan in Paris zu melden.

    Dieser stellte ihn vor die Wahl evangelischer Divisionspfarrer in einer ostpreußischen Division zu werden oder in der, aus Ostmärkern und Bayern (hauptsächlich Katholiken) bestehenden, 6.GebDiv zu wirken. Bewusst entschied sich Scherrer für die 6.GebDiv, und traf nun abermals auf Ferdinand Schörner. Hier wurde er auch gleich zum Divisions-Gräberoffizier.


    Zuerst lag er mit der Division am Semmering, ehe er mit der Division im Frühjahr 1941 über Ungarn, Rumänien und Bulgarien an die griechische Grenze kam. Mit 09.04.1941 durchbrach die 6.GebDiv die Metaxaslinie und kämpfte sich nach Süden bis Athen. Am 29.05.1941 bekommen Pfarrer Scherrer und sein katholischer Amtsbruder den Befehl von Gerneral Schörner sofort nach Kreta zu fliegen. Um dort die noch nicht geborgenen Toten der Division zu bestatten. Außer den zwei Priestern und ihrem Fahrer, hatten sie keine weitern Männer zur Gefallenensuche und zur Bestattung, so fragen sie in einem Gefangenenlager und einige Briten und Griechen meldeten sich Freiwillig. Durch die heißen Temperaturen war die arbeit fast unerträglich und die Identifizierung der Gefallenen schwierig.

    Kurz nach der Rückkehr nach Athen, flog Wehrmachtspfarrer Scherrer nochmals nach Kreta, die Ju52 war mit Grabkreuzen beladen, die er in Athen für die Gefallenen auf Kreta hatte anfertigen lassen. Nach kurzer Besatzungszeit in Griechenland wurde die 6.GebDiv auf einen neuen Kriegsschauplatz verlegt.


    Nachdem die 2.GebDiv im Hohen Norden, beim versuchten Vorstoß auf Murmansk, am Fluss Liza, schwerste Verluste erlitten hatte, musste diese dringend abgelöst werden. Über Saloniki, durch Deutschland bis Stettin, per Schiffstransport nach Finnland, über die Eismeerstraße nach Norden, bis Ende Oktober 1941, die 6.GebDiv die ausgezehrte 2.GebDiv ablöst.


    Nun versieht Pfarrer Scherrer seinen Seelsorgedienst jenseits des Polarkreis in der Tundra der Eismeerfront. ...


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    Die Zeit am Heuberg.....


    Am 10.06.1934 heiratete Pfarrer Scherrer, Nordhild Müller. Am 01.07.1934 wurde er noch zusätzlich zum evangelischen Standortpfarrer des Truppenübungsplatz Heuberg ernannt. Stetten a.k.M. grenzt direkt an den Truppenübungsplatz, ist aber hauptsächlich katholisch. Durch die Erweiterung des Tüpl und die immer mehr hinzukommenden Soldaten, kam auch ein etwas größerer Anteil an Evangelen nach Stetten a.k.M.. Die Jahre 1935/36 brachten einige schwere Schicksalsschläge für Hans Karl Scherrer. Kurz nach der Geburt starb seine Tochter Daglind, seine Frau war durch die Geburt gesundheitlich schwer angeschlagen. Am 07.03.1936 starb sein Vater in Heidelberg, während er bei der Beerdigung seines Vaters in Heidelberg weilte, starb seine geliebte Frau in Sigmaringen.

    Seine Mutter und Schwester gaben ihm in dieser schweren Zeit halt, und unterstützten ihn am Heuberg. Um auf andere Gedanken zu kommen, ließ er sich von einem Vikar vertreten und trat als zeitfreiwilliger Soldat, für 8 Wochen in Villingen dem IR 75 bei.

    Doch nach kurzer Zeit musste er sich wieder seiner zivilen und militärischen Gemeinde, in belangen der Seelsorge am Heuberg widmen.


    Hier sorgte er dafür, dass die evangelische Gemeinde ihre erste Kirche erhält. Unter der initiative von Pfarrer Scherrer wurde die Hindenburg-Gedächtniskirche in Stetten erbaut. Während eines Kurzurlaubes am Bodensee, lernte er Margarete Gerner kennen, welche er am 02.11.1937 heiratete. In Stetten wurde auch die Tochter Nordhild geboren. Er wurde auch zum Wehrmacht-Standortpfarrer für Baden-Baden, Baden-Oos, Kehl, Offenburg und Raststatt.

    In Baden-Baden erhielt er eine Dienstwohnung, wurde nochmals vereidigt und beschaffte sich die vorgeschriebene Uniform.

    Unter der Woche versah er Kasernenabende, Revierbesuche und am Sonntag Gottesdienst in den vier Garnisonen, dazu kamen noch in zwei Standorten wöchentliche Bibelstunden.

    Zusammen mit dem kath. Standortpfarrer machte Wehrmachtpfarrer Scherrer Bunkerbesuche.


    Doch die schöne Zeit in den Friedensgarnisonen war nur kurz, es kommt die Mobilmachung 1939!.....


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    Neues vom Heuberg, evangelische Gemeindenachrichten Stetten a.k.M., Gemeine Chronik Stetten a.k.M., Dienstreiseausweis,

    Servus,


    ich möchte Euch nun nach und nach den Nachlass des evangelischen Pfarrers Hans Karl Scherrer vorstellen. Der als Wehrmachtpfarrer, im 2.Weltkrieg, unter anderem bei der 6.GebDiv und der 2.GebDiv als evangelischer Divisionspfarrer eingesetzt wurde.


    Hans Karl Scherrer wurde am 19.11.1906 in Hornberg im Schwarzwald, als Sohn eines Tierarztes geboren. Nach der Volksschule besuchte er das Heidelberger Humanistische Gymnasium, wo er am 09.04.1927 das Abitur ablegte. Daraufhin studierte Scherrer in Heidelberg und Gießen evangelische Theologie. Er war in der Theologischen Verbindung "Wartburg" sowie deren Kartelverbindung in Gießen aktiv. In Karlsruhe bestand er, im Frühjahr 1931, das I. Theologische Staatsexamen, nachdem er im Frühjahr 1932 das II. Theologische Staatsexamen bestanden hatte, wurde er in den Dienst der Badischen Landeskirche aufgenommen. Ab 15.03.1932 versah er den Pfarrdienst in Adelsheim, am 11.04.1932 kam noch Rheinfleden hinzu. Ab 01.08.1932 wurde er als Vikar in Wertheim eingesetzt.

    Mit 01.04.1934 wird er zum Diasporapfarrer in Stetten am kalten Markt.


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    Konfirmationsurkunde, Reifezeugnis, Fotos aus dem Studium, Aufnahme-Urkunde evangelische Landeskirche Baden, Bestallungsurkunde zum Pfarrer in Stetten a.k.M.;

    Servus,


    hier noch die restlichen Seiten aus demWehrpass.


    Gustav Vielen Dank für Dein nettes Kommentar. Es ist mir immer eine Freude ein Schicksal eines Angehörigen der 2.GebDiv hier vorzustellen. Demnächst werde ich hier auch einen ganz besonderen Nachlass eines Angehörigen der Rentierdivision vorstellen.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    nachdem die Lieferung durch die Post doch etwas länger gedauert hat als gedacht, kann ich Euch nun wieder ein neues Dokument, eines Angehörigen der 2.GebDiv vorstellen.


    Den Wehrpass des Oberjäger Siegfried Lorenz, von der 11./GJR 137.


    Siegfried Lorenz wurde am 09.04.1915 in Bergsdorf in Brandenburg geboren. Vom 01.04.1936 bis zum bis zum 26.06.1936 leistete er seine Arbeitsdienstpflicht. Am 17.07.1937 wurde Lorenz im WBK Neumünster gemustert. Bereits am 04.11.1937 erfolgte für ihn die Einberufung zur 7./IR 76 nach Hamburg-Altona-Bahrenfeld. Hier erhielt er seine infanteristische Grundausbildung am Gewehr, lMG 34, Pistole 08 und der Handgranate, später auch noch am leichten Granatwerfer. Im Oktober 1938 nahm er mit dem IR 76 an der Besetzung des Sudetenlandes teil. Bereits am 01.10.1938 wurde er zum Gefreiten befördert. Für die Teilnahme an der Besetzung des Sudetenlandes wurde dem Gefreiten Lorenz später die Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 verliehen.


    Mit November 1938 kam für den Gefreiten Lorenz ein Tapetenwechsel. Mit 10.11.1938 wurde er von der Hansestadt Hamburg, in die Osttiroler Dolomitenstadt Lienz, zur 11./GJR 137 versetzt. Gerade zu jenem Zeitpunkt, waren auch die ersten ostmärkischen Rekruten, in die Friedensgarnisonen der 2.GebDiv eingerückt. Für die Ausbildung dieser wurden neben dem Kader aus übernommenen Soldaten des Bundesheeres auch Ausbildner und Hilfsausbildner aus dem Altreich zugeführt. So wird es auch mit Siegfried Lorenz gewesen sein.


    Der Gefreite Lorenz nahm vom ersten Tag am Polenfeldzug teil. In Polen nahm er auch mit seiner 11./137 am Gefecht im Wald von Boratycze teil. Es war das schwerste Gefecht welches die Division in Polen bestritt. Hierbei musste die 2.GebDiv den höchsten Blutzoll in diesem Feldzug zahlen. Während des Polenfeldzuges scheint sich der Gefreite Lorenz bewährt zu haben, nachdem die 2.GebDiv, im Spätherbst 1939, zur Sicherung der Westgrenze in den Raum Hunsrück verlegt wurde, bekam Lorenz am 01.11.1939 die Beförderung zum Oberjäger und am 02.12.1939 wurde ihm das EK2 verliehen.


    Nachdem die Operation Weserübung angelaufen war, wurde auch die 2.GebDiv alarmiert, und nach Norwegen verlegt. Hier kämpfte sich die 2.GebDiv durch Mittelnorwegen, um eine Landverbindung mit der Gruppe Narvik aufzubauen. Nachdem der Norwegenfeldzug zu deutschen Gunsten ausging, verblieb die Division, und somit auch der Oberjäger Lorenz als Besatzungssoldat und zum Küstenschutz in Nordnorwegen. Hier erlebte er seinen ersten und einzigen Polarwinter.

    Am 28.05.1941 verpflichtete sich Oberjäger Lorenz zu einer 12-jährigen Dienstzeit in der Wehrmacht, welche 1949 auslaufen würde.

    Nachdem die Division in den Raum Kirkenes verlegt wurde, kam es zu häufigen Übungen und viel Gefechtsausbildung. Man munkelte von einer bevorstehenden Invasion in Schottland. Doch mit dem 22.06.1941 kam alles anders, die 2.GebDiv überschritt die norwegisch-finnische Grenze und besetzte das finnische Petsamo-Gebiet. Am 29.06.1941 trat das GJR 137, als Spitzenregiment der Division, zum Durchbruch durch die sowjetische Bunkerlinie, ostwärts Petsamo an. Im zähen Kampf konnte diese durchstoßen werden, und der Kampf nach Osten, Richtung Murmansk ging weiter. Doch von Anfang an wahren die schweren Wegbedingungen und das unwegsame Gelände, sowie die sich hart Verteidigenden Russen die größten Probleme der Gebirgsjäger. Unter der Führung des Rgt.Kdr. Oberstleutnant Georg Ritter von Hengl, bildet das GJR 137 weiterhin die Speerspitze für den Angriff über den Fluss Liza. Anfang Juli 1941 konnte die Liza erreicht werden und auch ein erster Brückenkopf gebildet werden. Der Brückenkopf ostwärts der Liza konnte gegen die immer wieder antretenden Sowjets nur hart verteidigt werden. Am 19.07.1941 wurde von General Dietl, weitere Versuche zur Erweiterung des Brückenkopfs gestoppt, und die Gebirgsjäger mussten diesen halten, bis Nachersatz, und Munition herbeigeschafft wird, sowie dass der Straßenbau weiter vorangetrieben werden kann. Doch die Russen versuchen immer wieder den Brückenkopf zu zerschlagen. Wie am 26.07.1941, Oberjäger Lorenz liegt mit seiner Kompanie am Südhang der Höhe 258,3, im Brückenkopf ostwärts der Liza. Die Sowjets greifen die Gebirgsjäger unter Ura-Rufen an, im Bereich der 11./GJR 137 gelingt den Russen der Einbruch in die deutschen Stellungen. Im Nahkampf gelingt es die Rotarmisten aus den eigenen Stellungen zu werfen. Dabei fällt Oberjäger Siegfried Lorenz, durch Grantsplitterverwundung in der Brust.


    Oberjäger Lorenz wird daraufhin am Ehrenfriedhof des Gebirgskorps Norwegen, in Parkkina-Petsamo bestattet.


    Leider fehlen beim Wehrpass die ersten vier Seiten, doch ist er trotzdem für mich ein interessantes Stück, für einen Angehörigen des GJR 137, den ein tragisches Ende traf. Dazu auch noch von einem Soldaten aus dem Altreich, den es in die ostmärkische 2.GebDiv verschlagen hat. Der Wehrpass von Siegfried Lorenz ist nun mein dritter von der 11./137, es ist interessant gleiche Einträge in den Dokumenten von verschiedenen Soldaten zu sehen.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12