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Posts by Austria12

    Servus Gebirgsgrenadier,


    vielen Dank, dass Du diese Karte mit uns teilst. Wirklich ein super Stück zur Recherche. Somit war auch ein Großteil des Operationsgebietes Nordfinnland verleihungsberechtigt für die Ostmedaille.


    Gruß


    Austria12

    Servus Gebirgsgrenadier,


    sehr interessant, was Du da berichtest. Das lässt die ganze Sache wieder anders aussehen. Ich kenne nur die Richtlinien wonach die finnisch-sowjetische Grenze von 1940 als "Verleihungsgrenze" genommen wurde, sprich also östlich von Petsamo. Mit Deiner "Verleihungsgrenze" dürften demnach weit mehr Einheiten den 2.GebDiv verleihungsberechtig gewesen sein, als ich dachte. Aus welcher Quelle hast Du diese interessante "Verleihungsgrenze"?


    Ich habe mal mein Archiv durchgeschaut und kann aus Dokumente die Verleihung an folgende Einheiten der 2.GebDiv nachweißen.


    x 5./GJR 136

    x 15./GJR 136

    x 4./Aufkl.Abt.67

    x 1./Geb.Pi.Btl.82

    x Stab/Geb.Pz.Jäg.Abt.55


    Von einem Bekannten sind mir auch Verleihungen an das GAR 111 bekannt.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus Walle,


    da hast Du mir gerade einen sehr interessanten Denkanstoß gegeben.


    Die 2.GebDiv überschritt am 29.06.1941 die finnisch-sowjetische Grenze und focht dort bis Oktober 1941. Aufgrund der äußerst schweren Verluste, die 2.GebDiv hatte die größten Verluste aller, an der Ostfront 1941, eingesetzten deutschen Divisionen, wurde die Division aus der Front genommen und wurde von der 6.GebDiv abgelöst. Die Ablöse war mit 28.10.1941 abgeschossen. Die 2.GebDiv wurde weit auseinandergezogen über Nordfinnland und Nordnorwegen in Winterquartiere einquartiert. Doch während der "Winterpause" der 2.GebDiv, wurden immer wieder einzelne Bataillone an der Eismeerfront, jenseits der finnisch-sowjetischen Grenze eingesetzt, bzw. manche Bataillone, Abteilungen etc. waren den ganzen Winter über der 6.GebDiv unterstellt und lagen an der Front.


    Eventuell könnte daher die Anzahl, der vorhandenen Urkunden zur Ostmedaille für Soldaten der 2.GebDiv herrühren, dass wirklich nur jene Soldaten ausgezeichnet wurden, die die Verleihungsgrundlagen vollkommen erfüllten. Aufgrund der oft verschwimmenden Einsätze von Einheiten der 2.GebDiv im Winter 1941/42 ist mir die Tatsache, dass die Division eigentlich als Küstenschutz und Bereitschaftstruppe im Operationsgebiet lag, völlig aus dem Sinn gekommen.


    Vielen Dank für Deinen Denkanstoß, da werde ich jetzt mal meine Archive und die Kriegstagebücher studieren um da ein klares Bild der Lage zu bekommen. :D


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    bevor ich Die Urkunde noch im passenden Sammelbereich vorstelle, möchte ich sie noch einem gesondert vorstellen.


    Dabei handelt es sich vom die Verleihungsurkunde zur Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42 für den Obergefreiten Helmut Sacher von der 5./GJR 136, 2.GebDiv.


    Verliehen wurde die Ostmedaille am 20.11.1942, Unterschrift eines Oberleutnant und Kp-Chef Hensler.


    Für mich besonders ist, dass dies meine erste Urkunde zur Ostmedaille der 2.GebDiv ist. Es ist auffallend, wie selten Urkunden zur Ostmedaille von der 2.GebDiv auftauchen. Ich persönlich kenne nur drei solcher Urkunden. Zwei davon sind von der Aufklärungs-Abteilung 67 und nun diese vom GJR 136. Man müsste ja meinen, dass von einer Division die von Anfang an an der Ostfront gekämpft hat, dass da mehr Urkunden zu finden sein dürften. Bis dato hatte ich nur in Soldbüchern und Wehrpässen Beispiele für die Verleihung der Ostmedaille an Soldaten der 2.GebDiv.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Hier die restlichen Seiten des Soldbuches.

    Servus,


    hier ein Soldbuch vom Gebirgs-Artillerie-Regiment 111, 2.GebDiv.


    Das Soldbuch gehörte dem Gefreiten Karl Lercher, von der 3. und 11.Batterie des GAR 111 diente.


    Karl Lercher wurde am 06.09.1910 in Mautern, Steiermark geboren. Er arbeitete als Bergmann. Karl Lechner wurde erst recht spät einberufen. Das Soldbuch wurde am 14.07.1943 von der Stamm Battr./ I.Geb./Art.Ers.u.Ausb.Rgt 112 in Solbad Hall ausgestellt. In der Tiroler Salzstadt Hall erhielt er seine Grundausbildung zum Gebirgsartillerist. Mit Herbst 1943 wir er vermutlich zur Fronttruppe versetzt worden sein. Mit dem Marschbataillon z.b.V. 216 ging es für ihn in den Hohen Norden. Kurz danach wurde er am 17.09.1943 in das Kriegslazarett 3/677 Abteilung III, in Oulu, Finnland eingeliefert. Nach der Krankennachweisnummer 24 war er wegen "Andere nichtvenerische Erkrankungen der Harn-und Geschlechtsorgane" in Behandlung. Mit 02.10.1943 ging er als Genesener zurück zur Truppe. In seinem Fall kam er zur 3./GAR 111, welche am nördlichsten Abschnitt der Ostfront in harten Stellungskämpfen westlich Murmansk lag. Während des ersten Polarwinters wurde der Kanonier Lercher am 01.03.1944 zum Oberkanonier befördert. Am 01.08.1944 wurde er zum Gefreiten befördert.
    Als im Oktober 1944 die sowjetischen Truppen zur Großoffensive an der Eismeerfront ausholten, nahm der Gefreite Lercher bei den Rückzugsgefechten nach Norwegen teil. Während dieser Zeit muss er auch zur 11.Batterie des GAR 111 versetzt worden sein.
    Von Norwegen aus wurde die 2.GebDiv im Eiltransport in das Reich verlegt, mit neuen Waffen ausgerüstet und eilig an die Westfront in das Elsass verlegt. Ab Ende Jänner lag die Division in schwersten Abwehrkämpfen gegen amerikanische und französische Verbände. Ende Februar rückten die amerikanischen Truppen, ausgehend vom Saar-Brückenkopf, bis zum Rhein vor. Die amerikanische 94th Infantry Division nimmt die Stadt Trier ein. Auf deutscher Seite wird ein Gegenangriff forciert (2.GebDiv und 6-SS-GebDiv "Nord"), um die Stadt zurück zu erobern. Durch den überlegenen Feind ist dies nicht mehr möglich, die Stellungen konnten aber bis März 1945 gehalten werden. Hier erlitt die 2.GebDiv große Verluste. Für seinen Einsatz im Westen erhielt der Gefreite Lercher am 30.03.1945 das EK2 verliehen.
    Die Reste der 2.GebDiv zog sich über den Rhein und Württemberg bis nach Kössen in Tirol zurück, wo sie kapitulierten.


    Ein Interessantes Soldbuch eines Artilleristen der 2.GebDiv.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus Pietro,


    danke für Deine Antwort!


    Du hast gute Augen, ja das Passfoto wurde mal ersetzt. Ob es der Mann auf dem Foto ist, konnte ich nicht feststellen. Vielleicht wollte ihn jemand wieder komplettieren. Aber bei einem solch unspektakulären Pass ist es auch kein großes Manko, wenn ein anderes Foto drin ist.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    hier wieder eine Kleinigkeit von der 2.GebDiv.


    Der Wehrpass von Rudolf Auderer, Veteran des 1.Weltkrieg und mit der 4./Geb.Fahr.Kol.67 in Polen.


    Rudolf Auderer wurde am 17.12.1894 in Tumpen, Gemeinde Umhausen, im Tiroler Ötztal geboren. Er erlernte das Handwerk des Maurers, übernahm aber den elterlichen Bergbauernhof und betrieb ihn als Landwirt.


    Von Septemeber 1915 bis zum 03.11.1918 diente er beim Landsturmbaon 162 in der Pionierabteilung. In der österreich-ungarischen Armee war er an der Südfront im Einsatz.


    Nach dem Anschluss wurde er am 18.01.1939 im Wehrmeldeamt Landeck, militärärztlich Untersucht, und eine beschränkte Tauglichkeit attestiert. Für den bevorstehenden Polenfeldzug wurden Unmengen an Soldaten gebraucht, um die Fehlstellen in den Divisionen aufzufüllen. Hier wurde auf Reservisten, aber auch auf Weltkriegsveteranen zurückgegriffen. Rudolf Auderer wurde am 26.08.1939 zur 4./Geb.Fahr.Kol.67 der 2.GebDiv einberufen. Mit dieser Einheit nahm er im Tross der 2.Gebirgs-Division am Polenfeldzug teil. Nach kurzer Besatzungszeit in Polen kam er noch mit der 2.GebDiv in das Operationsgebiet der Westfront. Mit 22.11.1939 schied er aus der 2.GebDiv aus, und kam zur Fahr-Ersatz-Abteilung 18 nach Graz, wo er am 24.11.1939 aus dem Wehrdienst entlassen wurde.


    Es ist zwar kein Hammer-Wehrpass, aber trotzdem ein interessantes Stück der Geschichte der 2.GebDiv. Und auch die Eintragungen des WMA Landeck sind interessant, da man sie schön mit deren im Wehrpass meines Urgroßonkels (Grenzwacht-Kompanie XVIII/1) vergleichen kann.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    auch wenn das hier schon ein älterer Beitrag ist, muss ich auch meine Bewunderung kund tun.


    Die Urkunde ist wirklich ein Stück österreichischer Militärgeschichte. Die Träger des MMTO sind bis heute ja ein wesentlicher Bestandteil der Traditionspflege im österreichischen Bundesheer, vor allem von der Theresianischen Militärakademie und dem Offizierskorps.


    Ein Wahnsinnsstück aus die Frühgeschichte dieses Ordens!


    Gratulation für diese sehr schöne Stück!


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    ich habe gestern ein großes Fotokonvolut (ca.400 Fotos) eines Zillertalers bekommen, der als Sanitäter mit der 2.GebDiv in Polen, der Westfront, Norwegen und an der Eismeerfront war. Ganz interessant ist, dass sehr viele Technikfotos dabei sind. Auch einige schöne Beispiele von Fahrzeugen mit dem Rentierkopf der 2.GebDiv.


    Auf einigen Fotos finden sich auch zivile LKW die im Dienst der Wehrmacht standen, und es gibt auch ein mir Unbekanntes Verbandswappen das das Wappen der Stadt Innsbruck zeigt. Ich kann dies aber noch nicht zuordnen, eventuell weiß ja jemand mehr dazu?


    Falls ein paar Fahrzeugspezialisten auch hier sind, können sie auch gerne näheres zu den Eingesetzten Fahrzeugen sagen.


    Es sind auch ein paar Fotos mit Panzern dabei, wenn gewünscht kann ich diese auch vorstellen. Ich vermute alle in Polen und Norwegen aufgenommen.


    Schöne Grüße aus Tirol und Danke für die Hilfe!


    Austria12

    Hier die Urkunden zur Sudetenlandmedaille und dem Bulgarischen Tapferkeitsorden, sowie das Übersendungsschreiben der Sudetenlandmedaille.

    Hier die restlichen Seiten vom Wehrpass.

    Servus,


    heute möchte ich Euch gerne folgenden Nachlass vorstellen.


    Obergefreiter Siegfried Bauer, der in verschiedenen Einheiten der 2.GebDiv und 6.GebDiv gedient hat.


    Siegfried Bauer wurde am 29.12.1915 in Kufstein in Tirol geboren. Er erlernte das Handwerk des Kaufmanns. Sein Vater betrieb das bekante Kufsteiner Gasthaus "Bayrischer Hof".


    Vom 06.10.-30.12.1937 diente er bei den Tiroler Landesschützen im Bundesheer der 1.Republik. Nach dem Anschluss erfolge auch für ihn die Einberufung zu einer Übung. Bei dieser Übung kam er zur 7./Tiroler-Jäger-Regiment 140 (GJR140). Vom 16.09.1938 bis zum 22.10.1938 diente er beim GJR 140, mit welchem er auch an der Besetzung des Sudetenlandes teilnahm. Im Anschluss wieder entlassen erfolgte wieder eine Einberufung zu einer Übung. Vom 07.01.-02.02.1939 wurde er bei der 3./ (E) N.A.40 in Regensburg, zum Fernsprecher umgeschult.
    Kurz vor dem Ausbruch des Polenfeldzuges, am 29.08.1939 erfolgte für ihn abermals eine Einberufung zu einer Übung. Bei der 5.sch.E.Kp./GJR 136 rückte er ein. Zu einer Verwendung während des Polenfeldzuges kam es nicht, er blieb als Reserve in der Tiroler Heimat stationiert. Mit 30.10.1939 erfolgte die Versetzung zum Feldheer, und damit die Versetzung in den aktiven Wehrdienst. Mit 30.10.1939 versah er seinen Dienst beim Stab/Gb.Jg.Felders.Btl.67, welches zur 2.GebDiv gehörte und zu jeder Zeit als Sicherung der Westfront im Raum Hunsrück lag. Mit 01.05.1940 kam er zur neu aufgestellten 6.GebDiv, in seinem Falle dem Stab II./GJR 141. Mit dem GJR 141 nahm er am erfolgreichen Frankreich- und Griechenland-Feldzug teil. Mit 01.04.1941 wurde Siegfried Bauer zum Obergefreiten befördert.
    Bevor die 6.GebDiv ihren schicksalhaften Weg nach Norden antrat, wurde Obergefreiter Bauer zur 2.Kp/Ers.Btl./GJR 139 versetzt und kam dann zur 3./Ldsch.Ers.Btl.18 nach Lienz. Hier wurde er am 06.12.1941 aus dem Wehrdienst entlassen. Er wurde UK für die Polizei gestellt und wechselte in eine Polizeilaufbahn.


    Am 31.07.1944 fiel Siegfried Bauer, im Range eine Zugwachtmeister, in Frankreich. Er wurde auf der Kriegsgräberstätte Dagneux begraben.


    Für seine Teilnahme an der Rückholung des Sudentenlandes erhielt er am 12.09.1939, die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 verliehen. Unterschrieben von Oberst Albin Nake.
    Für die Teilnahme am Griechenland Feldzug wurde ihm das Königlich Bulgarische Soldatenkreuz des Tapferkeitsordens IV.Klasse, am 17.03.1942 verliehen. Das Besitzzeugnis wurde im hohen Norden von Generalleutnant Christian Philipp, Kdr. 6.GebDiv unterzeichnet.


    Für mich ist es wieder ein schöner Nachlass eines ehemaligen Soldaten der 2.GebDiv, der auch bei der 6.GebDiv gedient hat und dem das Schicksal bei der Polizei ereilt hat.


    Interessant finde ich, dass er im Rahmen einer Übung bei der Besetzung des Sudetenlandes teilgenommen hat. Habt Ihr in Euren Sammlungen auch Beispiele dafür?


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus @Turtle,


    ja der Wehrpass ist mir bekannt. Den hab ich seinerzeit von Dir gekauft. :thumbsup: Das war auch damals der Grund, dass ich mich hier im Forum angemeldet habe. Somit ist es ja eigentlich Dein Verdienst, dass ich auf das Forum aufmerksam geworden bin und jetzt so aktiv hier meine Stücke vorstelle.


    Mir gefallen solche Dokumente von Teilnehmer der 1.Weltkrieg, die dann im 2.Weltkrieg wieder einberufen wurden. Da ist oft der Werdegang recht interessant und auch oft wie Eintragungen aus dem 1.WK übernommen wurden.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Servus,


    hier ein interessantes Sterbebild eines Tiroler Gendarmen, der während einer der dunkelsten Stunden der 1.Republik ums leben kam.


    Gendarmerie-Rayonsinspektor Hermann Wieser, geb. 1898 in Zell am Ziller, gestorben am 16.02.1934 in Graz.


    Am Nachmittag des 12.02.1934 geriet eine Abteilung der Gendarmerie beim Konsumvereinsgebäude in Eggenberg bei Graz in das Kreuzfeuer der in umliegenden Gebäuden verschanzten Schutzbündler. Wieser erlitt dabei einen Bauchschuss. Er erlag diesen Verletzungen am 16.02.1934 im Barmherzigenspital in Graz.


    Während dieser Februarkämpfe 1934 starben mehrere hundert Menschen, deshalb wir auch oft vom "österreichischen Bürgerkrieg" gesprochen. Es standen sich die regierenden Christ-Sozialen und die unterdrückten Sozialdemokraten gegenüber.


    Das Sterbebild ist ein interessantes Zeugnis, für die politischen Zustände der Zwischenkriegszeit in Österreich.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus Pietro,


    vielen Dank für Deine Antwort! Es ist gut möglich, dass diese Grenzwacht-Kompanie nach dem italienischen Waffenstillstand gleich zum Einsatz gekommen.


    Ich weiß von einem Veteran der zufällig auf Heimaturlaub war,als Italien den Waffenstillstand unterzeichnet hat. Da wurden alle im Wehrkreis XVIII Verfügbaren Einheiten sofort zum Grenzschutz an die Südgrenze verlegt, auch Ausbildungseinheiten mit jungen Rekruten.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Hier noch die dazugehörige Wehrpassnotiz "F", Kriegsurlaubsschein, Entlassungsschein und Truppenausweis.


    Und zwei Fotos von ihm. Interessant zu sehen, dass er eine Gebirgsjäger-Feldbluse trägt und ein Luftwaffenkoppel dazu.

    Servus,


    heute stelle ich Euch einen weiteres Stück einer Grenzwacht-Kompanie XVIII vor.


    Schütze Sebastian Kirschner von der Grenzwacht-Kompanie XVIII/1.


    Sebastian Kirschner wurde am 20.01.1898 geboren. Im 1.Weltkrieg diente er bei der k.u.k. Bergführer-Kompanie 3 und war dort von 1916 bis 1918 dem II.Regiment der Tiroler Kaiserjäger zugeteilt.


    In der Zwischenkriegszeit bewirtschaftetet er seinen Bergbauernhof zusammen mit seiner Frau und seiner Nichte. Ebenso hatten sie einen kleine Zimmervermietung an Bergtouristen.


    Nach dem Anschluss wurde er von 06.09. bis 15.09.1938 zu einer Übung im Ausbildungslager Landeck, Übungslager Hall einberufen, hier übte er als Infanterie-Schütze.


    Nach fortschreiten des Krieges wurde er zum aktiven Wehrdienst einberufen. Am 18.09.1943 kam er zur Grenzwacht-Kompanie XVIII/1, welche zum Grenzwacht-Abschnitt XVIII/A gehörte, und der Stab im Innsbruck lag. Die Kompanie wurde zum Grenzschutz in Oberitalien und Südtirol eingesetzt.
    Von 09.10. bis 11.10.1943 erhielt er Sonderurlaub zur Regelung dringender familiärer Angelegenheiten.
    Bereits am 16.02.1944 erfolgte seine Versetzung zur 4.Stamm.Komp./Ldsch.E.u.A.Btl.18 in Lienz. Noch am selben Tag wurde er in Lienz aus der Wehrmacht entlassen.


    Hier wieder ein interessantes Stück der Grenzwacht-Kompanie XVIII, mit einigem an Beiwerk.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    vor einigen Jahren, als ich noch Jungsammler war, habe ich an einem kleinen Flohmarkt bei Innsbruck diese interessante Verleihungsurkunde erworben. Eigentlich ist es ja überhaupt nicht mein Sammelgebiet, aber da mich der Vietnamkrieg immer interessiert hat, und damals der Trieb des Jungsammlers, hat mich dazu verleitet, das Stück zu erwerben, und mit 2€ war es auch kein großes Loch in meinem Budget. ;)


    Hier handelt es sich um die Verleihungsurkunde für die Air Medal an Major Thomas N. Weiskirch. Welcher mit der 1st Cavalry Division im Vietnamkrieg eingesetzt wurde.


    Hierbei handelt es sich bereits um die 13. Verleihung der Air Medal für Major Weiskirch (thirteenth oak leaf cluster). Erhalten hat er sie für einen Einsatz am 28.11.1968 in der Republik Vietnam.


    Laut meinen Recherchen war Major Thomas N. Weiskirch als "Bataillon Operations Officer" des 1st Bataillon 8th Cavalry Regiment eingesetzt. Er Diente von Juni 1968 bis Juni 1969 in Vietnam. Und er starb am 29.07.1995 in Deutschland.


    Interessieren würde mich, ob er die Air Medal für die Planung eines erfolgreichen Unternehmens erhalten hat. Oder ob er selbst als Mitglied eines Hubschraubers der Luftkavallerie bei einem Einsatz beteiligt war. (Fortunate Son von CCR spielt im Hintergrund) :P


    Vielleicht kann mir jemand von Euch noch bei den weiteren Recherchen helfen.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

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    Servus,


    hier ein Nachkriegs-Autogramm von Hans Degen. Schön auch noch mit einer kleinen Schriftprobe.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

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    Servus Polux,


    freut mich, wenn dir mein Foto zusagt. Wie du sagst, Fotos von den Tiroler Standschützen zu bekommen ist wirklich nicht leicht. Ich hab in den letzten Jahren nur eine Hand voll zu Gesicht bekommen. Aber natürlich mit der Zeit wird sicher mal das passende Stück auftauchen.


    Gratuliere zu der sehr schönen Sammlung an Standschützen-Ärmelrauten! Da hast du eh schon sehr viele zusammen. Viele fehlen nicht mehr.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Guten Morgen Pietro,


    vielen Dank für Deine Antwort. In der Tat eine seltenen Einheit. In der Literatur findet man fast nichts zu den Grenzwacht-Kompanie XVIII.


    Die Kompanien lagen entlang der ganzen Südgrenze des Wehrkreis XVIII, Von Italien bis in die Untersteiermark. Mein Urgroßonkel war z.B. als Besatzungssoldat in Norditalien und Südtirol.


    Ich hab mittlerweile zwei Soldbücher und einen Wehrpass von diesen Kompanien und auch noch den Wehrpass meines Urgroßonkels.


    Bei Gelegenheit werde ich die anderen Stücke auch noch vorstellen.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    für alle Interessierten am Volkssturm habe ich heute mal ein Interessantes Foto. Es zeigt drei Standschützen, wie der Tiroler Volkssturm genannt wurde. Gauleiter Franz Hofer wollte diese Bezeichnung auch offiziell einführen, erhielt aber von Berlin eine Abfuhr, was ihn aber nicht hinderte einen Alleingang mit den Tiroler Standschützen zu machen.


    Man erkennt schön am rechten Ärmel die Rauten, welche die Zugehörigkeit zu dem jeweiligen Standschützen-Bataillon kennzeichnet.


    Leider findet man nur sehr selten Fotos der Tiroler Standschützen und Dokumente noch viel weniger.


    Schöne Grüße aus Tirol


    Austria12

    Servus,


    heute möchte ich Euch gerne das Soldbuch und den Identitätsausweis von:


    Obergefreiten Franz Mair, 3./GJR 137 vorstellen.


    Franz Mair wurde am 22.08.1920 in Innsbruck geboren. Da das Soldbuch eine Ersatzausfertigung ist, lässt sich nicht mehr eindeutig sagen, wann er zum Wehrdienst einberufen wurde. Auf jeden Fall war seine Ausbilungseinheit die 2./Geb.Jäg.Ers.Rgt.136, welche in Innsbruck stationiert war. Die Eintragung der Wehrsoldgruppe, lässt vermuten, dass er um den 19.11.1940 seinen Wehrdienst angetreten hat. Während der Grundausbildung musste er vom 24.06. -28.06.1941 wegen einem Furunkel im Reserve-Lazarett Innsbruck behandelt werden. Vom 21.02.-12.06.1942 musste er abermals wegen einer Verletzung in einem Reservelazarett behandelt werden. Ich vermute, dass er gegen Ende 1942 zur Fronttruppe kam. In seinem Fall die 3./GJR 137, welche im Verband der 2.GebDiv an der Eismeerfront stand.
    Das Jahr 1943 war gekennzeichnet von den Stellungskämpfen in Nordfinnland. Am 22.07.1943 wurde er in das Feldlazarett (mot) 67 eingeliefert, er wurde durch Granatsplitter an der linken Hand, Ellenbogen und Schulter verwundet. Aufgrund dieser Verwundung musste ihm der linke Mittelfinger amputiert werden. Die Verwundung wurde bis zum 07.09.1943 im Feldlazarett (mot) 2 behandelt, anschließend kam er zurück zur Truppe. Laut Soldbuch wurde ihm bereits am 12.07.1943 das VWA in schwarz verliehen, also lässt sich vermuten, dass er Anfang Juli 1943 diese Verwundung erlitten hatte.
    Im Jahr 1944 durfte er zwei mal auf Urlaub in die Tiroler Heimat, doch zu den schweren Rückzugskämpfen im Oktober 1944 war er wieder bei seiner Truppe und machte auch die Rückverlegung in das Reich mit.
    Direkt an die Front im Elsaß geworfen, hatte die 2.GebDiv wieder blutige Verluste zu beklagen. Hier wurde der Obergefreite Mair erneut verwundet. Am 01.02.1945 wurde er wegen 31b (Verwundung durch Granatsplitter), in das Reserve-Lazarett Seefeld eingeliefert. Eine Entlassung ist nicht mehr eingetragen, so ist zu vermuten, dass er das Kriegsende im Lazarett verbracht hat.


    Schöne Grüße


    Austria12

    Hier die restlichen Seiten des Wehrpasses und der Ausmusterungsschein.

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