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Posts by Adebar

    Hallo,


    ich denke, der abgebildete Pr盲gestempel pa脽t am ehesten in diese Kategorie. Er wurde verwendet, um die bis in die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts 眉blichen Siegelmarken zum Verschlie脽en von Briefumschl盲gen aus Papier anzufertigen. Wie das genau gemacht wurde, wei脽 ich nicht.

    Versuchsweise habe ich mal angefeuchtetes Papier mit hinterlegtem Gummi mittels einer Schraubzwinge in den eingef盲rbten Pr盲gestempel gedr眉ckt. Das Ergebnis ist eher mau. Wie man es geschafft hat, das die Farbe nicht verl盲uft und das Papier sich ordentlich der Form anpa脽t, w眉rde mich mal interessieren.


    Zeitlich denke ich, d眉rfte der Stempel zwischen 1919 und 1927 datieren. Vorher trugen die Siegelmarken den preu脽ischen Adler, nicht das Ortswappen und 1927 wurde die Schule in "Regino-Gymnasium" umbenannt.


    Ebenfalls unter den Bildern eine Originalsiegelmarke, die wohl seinerzeit damit gefertigt wurde.


    Viele Gr眉脽e,

    Dierk

    Hallo,


    hier ein weiterer, seltener und geschichtstr盲chtiger Vogel. Die Petschaft des Kommandanten des Panzerschiffes SMS Arminius.


    Zeitlich nicht leicht zu datieren, der Adler ist irgendwie eine Mischform der Varianten von 1871 und 1888.


    Die Inventarnummer zeigt - es ist wieder ein St眉ck aus dem gro脽en Fund in Polen. Mit der Nummer "56" ist es wohl relativ fr眉h archiviert worden.


    Das ganz besondere an diesem Schiff ist, da脽 es das erste "moderne", deutsche Kriegsschiff war.


    Es wurde von der Preu脽ischen Marine in England gekauft, da die Werften in Preu脽en / Deutschland damals solche Schiffe nicht fertigen konnten. Gebaut wurde es von der englischen Werft Samuda Brothers, der Stapellauf erfolgte am 20.August 1864, die Auslieferung an Preu脽en erfolgte jedoch durch politische Spannungen (den Deutsch-D盲nische Krieg) erst am 22. April 1865.


    Nach dem Stapellauf vom 20.August 1864 war die Auslieferung eigentlich auf September vorgesehen. Durch den Ausbruch des zweiten Deutsch-D盲nischen Krieges und den damit verbundenenm, politischen Spannungen zwischen Preu脽en und England, verz枚gerte sich die Auslieferung jedoch auf den 22. April 1865.


    Erste, milit盲rische Eins盲tze hatte das Schiff im Preu脽isch-Deutschen Krieg. Hier war es haupts盲chlich auf der Elbe und der Weser zur Bek盲mpfung von K眉stenbatterien und der Forts des K枚nigreichs Hannover eingesetzt.

    Nach dem Krieg kam das Schiff in das Nordseegeschwader des Norddeutschen Bundes.

    Im deutsch-franz枚sischen Krieg von 1870/71 war die Arminius zur Bewachung der Weserm眉ndung eingesetzt. Dort fand am 24. August 1870 ein Gefecht mit der franz枚sischen Panzerkorvette Atalante statt, was jedoch ohne Auswirkungen beendet wurde.


    Nach der Reichsgr眉ndung 1871 wurde die Arminius in die neue Kaiserliche deutsche Marine 眉berf眉hrt. Es kam ab 1875 als Maschinistenschulschiff zum Einsatz, sp盲ter dann als als Eisbrecher vor Kiel und Flensburg und fungierte als Tender beim Torpedo Versuchs- und Schulschiff Bl眉cher.


    Die Weiterentwicklung der Marineschiffe war rasant, daher war die Arminius sehr schnell veraltet und war den neueren Kriegsschiffen bald unterlegen. Am 2. M盲rz 1901 wurde sie daher aus der Kaiserlichen Marine ausgemustert, verkauft und dann 1902 in Hamburg abgewrackt.


    Schiffsdaten


    Schiffstyp: Panzerschiff (Monitor)

    Kiellegung: 1863

    Stapellauf : 20. August 1864

    Bauwerft: Samuda Brothers bei Poplar

    Besatzung: 132 Mann

    Baukosten: umgerechnet 1,887 Mio Goldmark


    Technische Daten


    Wasserverdr盲ngung: Konstruktion: 1653t, (nach Umbau: 1609 t), amtlich: 1725 t, Maximal: 1829 t

    L盲nge: KWL: 61,6 m, 眉ber alles: 63,21 m

    Breite: 10,9 m

    Tiefgang: 4,55 m

    Maschinenanlage: 4 Dampfkessel, 1 liegende, 2-Zylinder-Einfachexpansions-Dampfmaschine

    Anzahl der Schrauben: 1, zweifl眉gelig, 脴 3,96 m

    Leistung: 2.260 PSi

    Segel: Rahschoner

    H枚chstgeschwindigkeit: 10 kn

    Fahrbereich: 2000 sm bei 8 kn

    Brennstoffvorrat: ca. 171 Tonnen Kohle


    Panzerung


    G眉rtelpanzer: 114 mm, Seite: 76 mm

    T眉rme: 114 - 119 mm

    Kommandostand: 114 mm


    Bewaffnung


    Ringkanonen

    21 cm L/19: 4

    Revolverkanonen: 4 (ab 1882)

    Torpedorohr 脴 35 cm : 1 眉ber Wasser im Bug


    Kommandanten


    22. April 1865 bis 12. Juni 1865 KL
    Struben

    14. Mai 1866 bis 20. Oktober 1866 KK
    Werner, Reinhold

    28. September 1868 bis 15. November
    1868 KK Arendt

    19. Juli 1870 bis 27. April 1871 KK
    Livonius

    1. Mai 1872 bis 1. Oktober 1872 KL/KK
    v. Kall

    16. April 1873 bis 31. Mai 1873 KL
    Holzhauer, Heinrich

    17. M盲rz 1874 bis 16. Mai 1874 KK v.
    Kall

    15. M盲rz 1875 bis 31. Mai 1875 KL v.
    Zitzewitz, G眉nther.


    Soweit das, was ich ermitteln konnte. Demn盲chst reiche ich noch ein Bild nach, habe eins geordert.


    Viele Gr眉脽e,

    Dierk



    Hallo,


    der abgebildete Stempel ist m.M.n. absolut echt, ich kenne sehr 盲hnliche Stempel mit Stahlplatte aus gesicherten Quellen.

    Die Kriegslazarettabteilung 528 (R) war wohl zun盲chst in Nancy, zu Kriegsende im Raum Alzey, Bad Kreuznach, Neustadt a.d. Weinstra脽e stationiert.


    Auf der Suche im Netz bin ich irgendwo 眉ber ein Soldbuch gestolpert, mit einem Stempelabdruck dieser Abteilung.

    Bei genauer Betrachtung f盲llt aber auf, da脽 beide Stempelbilder nicht deckungsgleich sind. So ist z.B. der Punkt hinter "Laz" beim Soldbuch ziemlich genau 眉ber dem Adlerkopf, bei meinem Stempel eher Auf 11 Uhr.

    Eigentlich erstaunlich - offenbar hatte sogar eine derart 眉berschaubare Einheit mindestens zwei Dienstsiegel im Gebrauch - hatte ich so nicht erwartet.


    Viele Gr眉脽e,

    Dierk

    Hallo,


    hier mal zwei kleinere Petschaften, wie sie im 19. Jahrhundert von Bahnh枚fen verwendet wurden, beispielsweise um Geldbriefe zu versiegeln.

    Ich bekam die Petschaft "J枚hlingen" bereits 1985 mit 13 Jahren von einem alten Eisenbahner geschenkt - es war mein erstes "Dienstsiegel" 眉berhaupt. Die Petschaft aus Gr枚tzingen erhielt ich aus gleicher Quelle, allerdings erst 2009. Urspr眉nglich gab es auch noch ein gleichartiges Siegel von W枚ssingen, leider konnte der alte Eisenbahner ihn nicht mehr finden und seit 2016 lebt er nun nicht mehr.


    Lange Zeit konnte ich die Petschaften zeitlich nicht richtig einordnen. Durch das Material Stahl und das Fehlen irgendwelcher Hinweise auf den Gro脽herzog vermutete ich eher die Zeit 1918 bis zur Gr眉ndung der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft 1921.


    J眉ngst konnte ich aber einen Brief ersteigern aus dem Jahr 1897. Dieser Brief zeigt einen gleichartigen Abdruck einer Petschaft des Stationsamtes Marbach. Hier wurde die Petschaft als Tintenstempel zweckentfremdet. Auch wenn es ein anderes Stationsamt war, hilft das Dokument, die Petschaften klar in die Zeit der ab 1872 so genannten, Gro脽herzoglich Badischen Staatseisenbahnen, zu verorten, bzw. in die Zeit der "Staatsbahn" zuvor.


    Die Petschaft aus Gr枚tzingen d眉rfte ungef盲hr von 1859 sein, da wurde der Streckenabschnitt Durlangen-Wilferdingen in Betrieb genommen.

    Die Petschaft aus J枚hlingen ist wahrscheinlich j眉nger, da die Kraichgaubahn zwischen Gr枚tzingen und Eppingen erst 1879 er枚ffnet wurde.


    Sind vielleicht nicht so spektakul盲r, aber, wie ich finde, ein interessantes St眉ck Eisenbahn- und Zeitgeschichte.


    Viele Gr眉脽e,

    Dierk

    Hallo mal wieder!


    Heute erreichte mich ein absolut seltener Vogel mit hohem, geschichtlichen Wert. Der Siegelstempel des Oberkommandos der Seestreitkr盲fte - des sogenannten Flottenchefs.


    Folgende Daten habe ich mir aus dem Netz zusammengesucht:


    Oberkommando der Seestreitkr盲fte / Flottenkommando

    aufgestellt am 15.10.1923.


    Der Flottenchef war dem Oberbefehlshaber der Marine unmittelbar unterstellt.

    lm Dezember 1940 wurde zus盲tzlich die Dienststellung des 2.Admirals der Flotte eingerichtet, um den Flottenchef zu entlasten. Bis zum Untergang der Bismarck befand sich der Stab des Flottenchefs bei
    Unternehmungen an Bord seines jeweiligen Flaggschiffs.


    1923 - 31. 1. 1926: Linienschiff Braunschweig

    1. 2. 1926 - 7. 1. 1939: Linienschiff Schleswig-Holstein

    7. 1. 1939 - 3. 1941: Schlachtschiff Gneisenau

    3. 1941: Schlachtschiff Bismarck

    Herbst 1941 und 3.- bis 9. 1942: Schlachtschiff Tirpitz

    6. 1941: Flottentender Hela


    Flottenchefs:

    15.10.23 - 25.09.24: Vizeadmiral Hans Zenker

    26.09.24 - 28.09.27: Vizeadmiral Konrad Mommsen

    29.09.27 - 30.09.31: Vizeadmiral Iwan Oldekop

    01.10.31 - 22.09.33: Vizeadmiral Walter Gladisch

    23.09.33 - 20.12.36: Admiral Richard Foerster

    21.12.36 - 31.10.38: Admiral Rolf Carls

    01.11.38 - 20.10.39: Admiral Hermann Boehm

    21.10.39 - 07.07.40: Admiral Wilhelm Marschall

    11.03.40 - 23.04.40: i.V. Admiral G眉nter L眉tjens

    18.06.40 - 07.07.40: i.V. Admiral G眉nter L眉tjens

    08.07.40 - 27.05.41: Admiral G眉nter L眉tjens

    13.06.41 - 30.07.44: Generaladmiral Otto Schniewind

    31.07.44 - 23.05.45: Vizeadmiral Wilhelm Meendsen-Bohlken


    Ich gehe davon aus, da脽 das Siegel ab 1935/1936 ausgetauscht wurde, gegen das Modell mit dem Hakenkreuzadler.

    Es d眉rfte aber sicher auf den Linienschiffen Braunschweig und Schleswig-Holstein "Dienst" getan haben und von den Flottenchefs bis Admiral Richard Foerster verwendet worden sein.


    Es war also auf dem Schiff, von welchem aus die Artilleriesch眉sse auf die Westerplatte den 2. Weltkrieg eingel盲utet haben.


    Leider war es absolut nicht billig, ist aber auch nat眉rlich ein besonderes Unikat.


    Die Archivnummer am Rand entspricht den beiden Dienstsiegeln des Linienschiffs Schlesien, welche ich hier: Reichsmarine Linienschiff Schlesien schon einmal vorgestellt habe. Das Siegel d眉rfte demnach ebenfalls aus dem gro脽en Hortfund an Marinesiegeln stammen, die vor Jahren in den Umlauf kamen.


    Viele Gr眉脽e,

    Dierk

    Hallo,


    hier mal ein Set aus der ehemaligen DDR. Von der bekannten Gesellschaft f眉r Deutsch-Sowjetische Freundschaft, genauer vom Bezirksvorstand von Gross-Berlin. Gab ja fast in jedem Ort eine "Strasse der DSF", so betrachtet ein interessantes St眉ck Zeitgeschichte. Leider handwerklich keine sehr sch枚nen St眉cke, sicherlich maschinell graviert.


    Zeitlich d眉rften wir zwischen 1949 (Umbenennung dieser Gesellschaft) und 1959 (dann kam Hammer und Zirkel auf die Staatsflagge der DDR hinzu) liegen. Ob die "53" im kleinen Siegel etwas mit der Jahreszahl zu tun hat, wei脽 ich leider nicht.


    Durchmesser 35mm und 29,7mm


    Viele Gr眉脽e, Dierk

    Hallo,


    ein weiteres, 盲lteres Siegel. Die Zeitstellung ist mir hier unklar, ich vermute aber die erste H盲lfte des 19. Jahrhunderts. Ungew枚hnlich f眉r die Zeit vor 1918 ist die Blickrichtung -

    meistens schaut der Adler in dieser Zeit (heraldisch) nach rechts. Auch das ab 1701 眉bliche "FR" auf der Brust wurde weggelassen, allerdings ist die Stempelplatte mit 23,2mm auch relativ klein.


    Ob man sich unter einer Justizkommission so etwas wie ein Gericht oder eine Staatsanwaltschaft vorstellen kann ist mir ebenfalls noch nicht wirklich klar. Heute ist dieser Begriff wohl nur noch in der Schweiz g盲ngig...


    Falls jemand dar眉ber mehr wei脽 bin ich f眉r Infos nat眉rlich dankbar.


    Viele Gr眉脽e, Dierk

    Hallo,


    weiter geht es mit einem interessanten Konvolut. Drei Siegelstempel der heute (oder wieder) noch existenten Bismarck-Schule in Genthin.


    Zun盲chst diente die Schule der Ausbildung von Volksschullehrern, als "k枚nigliches Lehrerseminar". Dann ab 1922 war es dann eine "normale"Schule - eine "staatliche deutsche Oberschule in Aufbauform" (alle Klassenstufen bis zum Abitur). 1926 endete dann die Funktion als "Lehrerseminar". Von 1926, mit der Gr眉ndung der Oberschule, bis zum Oktober 1945 hie脽 das Institut dann "Bismarck-Schule".
    In der ehemaligen DDR wurde das Geb盲ude als Oberschule genutzt und sp盲ter in EOS "Theodor Neubauer"(Erweiterte Oberschule) umbenannt.


    Leider fehlt die Petschaft der DDR-Schule, die es sicher auch gegeben hat. Dann w盲r's komplett...


    Aber auch so sch枚n, da脽 drei Epochen zusammen zu sehen sind.


    Viele Gr眉脽e, Dierk

    Hallo Gustav,


    danke f眉r Deinen Beitrag - habe mich auch sehr 眉ber das St眉ck gefreut, bekam es erst am letzten Freitag von einem Freund geschenkt.


    Ich hoffe, noch mehr 眉ber dieses Konsulat und seine Vizekonsule herauszufinden.


    Viele Gr眉脽e, Dierk

    Hallo!


    Habe mich im letzten Jahr aus gesundheitlichen Gr眉nden rar gemacht - m枚chte nun langsam wieder in die Thematik "Dienstsiegel" einsteigen. Ein paar wenige Exponate kamen in letzter Zeit wieder zu mir, werde ich in n盲chster Zeit einmal vorstellen.


    Besonders sch枚n ist das Siegel eines Vizekonsulats in Norwegen, die Stadt hei脽t nicht mehr Frederikshald, sondern heute "Halden".

    Der Adler ist zeitlich zwischen 1871 und 1888 einzuordnen, ab ca. 1889 wurde er ja ge盲ndert.

    Der Durchmesser betr盲gt 33,7mm. sch枚n ist der Herstellerstempel am Rand.

    Anbei ein paar Bilder und ein paar der wenigen Infos aus dem Netz. Leider findet man nicht so viel zu diesem Konsulat. Ich wei脽 auch nicht, wie lange es bestanden hat...


    Viele Gr眉脽e, Dierk

    Hier nochmal das andere Siegel dazu.


    Leider auch aus Stahl, wie zu diesem sp盲ten Zeitpunkt 眉blich. Die Feldpostnummer w眉rde man eigentlich eher als 29782 B lesen, aber es ist definitiv vom Grenadierregiment 77 und der 1. Kompanie. Ging aus den damals dabei gewesenen Dokumenten klar hervor...


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Danke Hartmut!


    Ich vermute mal, da脽 der Grundtenor dieser Verordnung vom 7.3.36 wird 盲hnlich sein wie die Entscheidung vom 6.3.37.
    Zumindest hatte sich die Blickrichtung des Heereskoppelschlo脽 ja schon 1936 ge盲ndert. Fr眉he Muster mit HK-Adler schauen ja in die gleiche Richtung wie die Reichswehradler.
    Schon seltsam, da脽 hier trotz Gleichschaltung unterschieden wurde - wenn auch nicht immer konsequent.


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo Gustav,


    ja, besonders bei der Wehrmacht war man da nicht ganz so konsequent. Das Koppelschloss vom Heer von 1935-1936 盲nderte ja in dieser Spanne die Blickrichtung und einige Orden/Ehrenzeichen tragen ja Adler mit 鈥瀎alscher鈥 Kopfstellung. War zum Teil wohl k眉nstlerische Freiheit.


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo Stefan,


    ist nat眉rlich m枚glich, da脽 Archivalien dieses Amtes zu Endkriegszeiten irgendwo hin ausgelagert wurden und dann unter die R盲der kamen.
    Jedenfalls war der Verk盲ufer, als ich den Fund seinerzeit sichtete, m.M.n. aus Polen. Auch Einzelst眉cke dieses Postens tauchten bei Polen auf, die in Ciney mit Bodenfunden Handel betrieben/betreiben.
    Daher vermute ich die Herkunft 枚stlich der Oder/Neisse.


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk


    Ich gehe davon aus, das das Gegenst眉ck des Apparats 眉ber
    dem Siegel plan ist!

    Du meinst den Oberstempel? Nein - der ist eingeschnitten wie das Lacksiegel im gleichen Beitrag. Bei der Presse ist allerdings noch eine glatte Platte dabei gewesen, die man anstelle des Unterstempels einsetzen kann. Vermutlich, damit die Presse auch f眉r Lacksiegel benutzt werden konnte - zumindest funktioniert das, hatte ich mal getestet.


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo,


    hier noch zwei Siegel, welche ich f眉r sehr interessant halte, auch wenn die Siegel der Notare prinzipiell nicht als selten einzustufen sind.


    Das erste stammt von einer Pers枚nlichkeit, die in historischer Sicht interessant ist. Dr. Harbich war Vorsitzender der "Versammlung der schlesischen Nationalit盲t" der Schlesischen Volkspartei und k盲mpfte f眉r die Unabh盲ngigkeit von Schlesien unter dem Schutz des nationalsozialistischen Deutschland. F眉r weiter Interessierte findet sich hier ein lesenswerter Artikel dazu:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Silesian_People%27s_Party


    Das zweite Objekt ist eine Oblatenpresse. Diese Oblaten wurden (und werden) benutzt um Bl盲tter untrennbar zu verbinden, z.B. bei Vertr盲gen. Die Presse selbst erscheint mir 盲lter (um 1900?), ziemlich sicher wurde sie 眉bere mehrere Generationen von Notaren benutzt und nur die Platten ausgetauscht.
    Der Oberstempel ist aus Stahl, der Unterstempel aus Kupfer oder Tombak, leider etwas unsch枚n aufgel枚tet - sicher vom Klemptner im Ort :D
    Nicht sch枚n, aber man sieht solche Oblatenpressen nur sehr selten.


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo Stefan,


    wundert mich nicht - Fa. Weitze ist ja stets in Ciney auf der B枚rse, ich glaube dort sah ich diesen Fund ca. 2016 mal in seiner G盲nze (?). Kann auch Arlon gewesen sein, aber eher Ciney. Es waren wirklich hochinteressante St眉cke, in unterschiedlicher Erhaltung aus vielen Jahrzehnten.
    Irgendeine Marinedienstelle mu脽 diese abgelegten Siegel (wenn sich der Reichsadler wandelte oder die Dienststelle erloschen ist) eingelagert haben. Sie hatten ja trotzdem noch hoheitliche Aussagekraft.
    Diese Verwahrstelle wurde sicherlich 1945 ger盲umt und das Inventar irgendwo im Osten verklappt. W盲re interessant, welches Archiv das damals wohl war, sicherlich war es in den verlorenen Ostgebieten beheimatet...


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo Gustav,

    vielen Dank f眉r die Pr盲sentation! Top-St眉ck Geschichte.
    Spannend, wenn man dann noch ein zeitgen枚ssisches Dokument finden sollte, auf dem es seinerzeit angebracht wurde.

    da hast Du recht, darauf hoffe ich immer. Leider habe ich nur zu zwei Dienststempeln (1x G.R. 77 und 1x Kriegslazarett 2/528) bislang Dokumente finden K枚nnen, die im Netz zu finden sind.


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo Gustav,



    Der Adler ist ohne Zweifel derjenige der 脰sterreichisch-Ungarischen Monarchie. Erkennbar ist im Zentrum des Wappens das rot-wei脽-rote Bindenschild, auch die Kollane zum Orden vom Goldenen Vlie脽, welche den Wappenschild umgibt.
    Hier sieht man ihn zum Vergleich sch枚n detailliert:


    http://peter-diem.at/History_2/1815_kl.jpg



    Der russische Zarenadler hat auf der Brust den hl. Georg.


    https://de.wikipedia.org/wiki/鈥n_Empire_Central_Lob.svg



    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo,


    anbei Bilder einer Petschaft, welche mir noch Fragezeichen aufwirft, auch wenn ich an der Originalit盲t keinen Zweifel hege.


    Die kyrillische Schrift weist es als "袩袝校.(袩械褔邪褌褜) 袧袨孝袗袪袠校小袗 袨袪袝小孝袗 袦. 袨袪袥袨袙袗-袙鞋 袦. 小袦袝袥袗", 眉bersetzt PETSCHAFT DES NOTARES ORESTA M. ORLOVA-V M. SMELA aus.
    Smela russisch, bzw. Smila ukrainisch, liegt unweit von Kiev. Wie hier der 枚sterreichische Adler hinein pa脽t, erschlie脽t sich mir noch nicht. Allerdings wei脽 ich auch nicht, wer dort nach dem Frieden von Brest-Litowsk das sagen hatte, Ru脽land verlor danach ja einige Westgebiete - vielleicht pa脽t es ich diese kurze Zeitspanne...


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Danke Euch Beiden f眉r die Antworten.

    Diese Dinger waren auch nicht ganz billig in der Herstellung,
    denn Graveure geh枚rten schon damals zu den Spitzenverdienern
    noch vor den Litographen.

    Genau das w眉rde mich mal interessieren. Ich graviere ja selbst Schlagbuchstaben und Ziffern mit Handsticheln und Nadelfeilen, wei脽 also, wie langwierig das ist.
    Und da ja jede Kompanie, jeder Bahnhof, jede Beh枚rde mehrere solcher Siegel hatte, mu脽 es ja Zigtausende gegeben haben. Die Arbeitsstunden kann man garnicht absch盲tzen.


    Die Siegellackpetschaften waren sicher einfacher zu machen. Die Buchstaben konnten mit auf rechts gravierten Schlagziffern eingepunzt werden. 鈥濶ur鈥 der Adler mu脽te dann graviert werden. Aber schon das Anzeichnen der Buchstaben usw. war sicher sehr zeitraubend.


    Viele Gr眉脽e,
    Dierk

    Hallo!


    Hier mal ein sch枚nes P盲rchen - f眉r Siegellack und Tinte, von der Kassenverwaltung des Linienschiff Schlesien.
    Die Stempel wurden nach 1935 sicher durch solche mit dem Hakenkreuzadler ersetzt und in irgendeinem Kriegsmarinearchiv eingelagert - die eingeschlagenen Nummern am Rand deuten darauf hin. Stammt aus einem sehr gro脽en Fund aus Hunderten von Marinesiegeln aus der Zeit ca. 1914-1945, welche wohl in den letzten Wochen des WK2 in die Erde gelangten, leider wei脽 ich keine Einzelheiten dazu, konnte allerdings vor ein paar Jahren mal einen gro脽en teil dieser interessanten St眉cke auf einer B枚rse sichten. Zwischenzeitlich wurde der Fund zerstreut und einzelne Posten daraus tauchen von Zeit zu Zeit auf. Alle tragen diese kryptischen Archivnummern an der Seite.


    Gr眉脽e,
    Dierk