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Posts by Adebar

    Hier nochmal das andere Siegel dazu.


    Leider auch aus Stahl, wie zu diesem späten Zeitpunkt üblich. Die Feldpostnummer würde man eigentlich eher als 29782 B lesen, aber es ist definitiv vom Grenadierregiment 77 und der 1. Kompanie. Ging aus den damals dabei gewesenen Dokumenten klar hervor...


    Viele Grüße,
    Dierk

    Danke Hartmut!


    Ich vermute mal, daß der Grundtenor dieser Verordnung vom 7.3.36 wird ähnlich sein wie die Entscheidung vom 6.3.37.
    Zumindest hatte sich die Blickrichtung des Heereskoppelschloß ja schon 1936 geändert. Frühe Muster mit HK-Adler schauen ja in die gleiche Richtung wie die Reichswehradler.
    Schon seltsam, daß hier trotz Gleichschaltung unterschieden wurde - wenn auch nicht immer konsequent.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo Gustav,


    ja, besonders bei der Wehrmacht war man da nicht ganz so konsequent. Das Koppelschloss vom Heer von 1935-1936 änderte ja in dieser Spanne die Blickrichtung und einige Orden/Ehrenzeichen tragen ja Adler mit „falscher“ Kopfstellung. War zum Teil wohl künstlerische Freiheit.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo Stefan,


    ist natürlich möglich, daß Archivalien dieses Amtes zu Endkriegszeiten irgendwo hin ausgelagert wurden und dann unter die Räder kamen.
    Jedenfalls war der Verkäufer, als ich den Fund seinerzeit sichtete, m.M.n. aus Polen. Auch Einzelstücke dieses Postens tauchten bei Polen auf, die in Ciney mit Bodenfunden Handel betrieben/betreiben.
    Daher vermute ich die Herkunft östlich der Oder/Neisse.


    Viele Grüße,
    Dierk


    Ich gehe davon aus, das das Gegenstück des Apparats über
    dem Siegel plan ist!

    Du meinst den Oberstempel? Nein - der ist eingeschnitten wie das Lacksiegel im gleichen Beitrag. Bei der Presse ist allerdings noch eine glatte Platte dabei gewesen, die man anstelle des Unterstempels einsetzen kann. Vermutlich, damit die Presse auch für Lacksiegel benutzt werden konnte - zumindest funktioniert das, hatte ich mal getestet.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo,


    hier noch zwei Siegel, welche ich für sehr interessant halte, auch wenn die Siegel der Notare prinzipiell nicht als selten einzustufen sind.


    Das erste stammt von einer Persönlichkeit, die in historischer Sicht interessant ist. Dr. Harbich war Vorsitzender der "Versammlung der schlesischen Nationalität" der Schlesischen Volkspartei und kämpfte für die Unabhängigkeit von Schlesien unter dem Schutz des nationalsozialistischen Deutschland. Für weiter Interessierte findet sich hier ein lesenswerter Artikel dazu:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Silesian_People%27s_Party


    Das zweite Objekt ist eine Oblatenpresse. Diese Oblaten wurden (und werden) benutzt um Blätter untrennbar zu verbinden, z.B. bei Verträgen. Die Presse selbst erscheint mir älter (um 1900?), ziemlich sicher wurde sie übere mehrere Generationen von Notaren benutzt und nur die Platten ausgetauscht.
    Der Oberstempel ist aus Stahl, der Unterstempel aus Kupfer oder Tombak, leider etwas unschön aufgelötet - sicher vom Klemptner im Ort :D
    Nicht schön, aber man sieht solche Oblatenpressen nur sehr selten.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo,


    was man hier auch schön erkennt ist die Stellung des Adlerkopfes, heraldisch nach links. Typisch für Adler der Partei, die Dienstsiegel der Wehrmacht, Notare usw. hatten die Adlerköpfe heraldisch nach rechts, siehe auch angehängtes Bild (gilt für Varianten mit Hakenkreuz, nicht Weimar!).


    Viele Grüße,
    Dierk

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    • Adlerkopf.jpg

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    Hallo Stefan,


    wundert mich nicht - Fa. Weitze ist ja stets in Ciney auf der Börse, ich glaube dort sah ich diesen Fund ca. 2016 mal in seiner Gänze (?). Kann auch Arlon gewesen sein, aber eher Ciney. Es waren wirklich hochinteressante Stücke, in unterschiedlicher Erhaltung aus vielen Jahrzehnten.
    Irgendeine Marinedienstelle muß diese abgelegten Siegel (wenn sich der Reichsadler wandelte oder die Dienststelle erloschen ist) eingelagert haben. Sie hatten ja trotzdem noch hoheitliche Aussagekraft.
    Diese Verwahrstelle wurde sicherlich 1945 geräumt und das Inventar irgendwo im Osten verklappt. Wäre interessant, welches Archiv das damals wohl war, sicherlich war es in den verlorenen Ostgebieten beheimatet...


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo Gustav,

    vielen Dank für die Präsentation! Top-Stück Geschichte.
    Spannend, wenn man dann noch ein zeitgenössisches Dokument finden sollte, auf dem es seinerzeit angebracht wurde.

    da hast Du recht, darauf hoffe ich immer. Leider habe ich nur zu zwei Dienststempeln (1x G.R. 77 und 1x Kriegslazarett 2/528) bislang Dokumente finden Können, die im Netz zu finden sind.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo Gustav,



    Der Adler ist ohne Zweifel derjenige der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Erkennbar ist im Zentrum des Wappens das rot-weiß-rote Bindenschild, auch die Kollane zum Orden vom Goldenen Vließ, welche den Wappenschild umgibt.
    Hier sieht man ihn zum Vergleich schön detailliert:


    http://peter-diem.at/History_2/1815_kl.jpg



    Der russische Zarenadler hat auf der Brust den hl. Georg.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…an_Empire_Central_Lob.svg



    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo,


    anbei Bilder einer Petschaft, welche mir noch Fragezeichen aufwirft, auch wenn ich an der Originalität keinen Zweifel hege.


    Die kyrillische Schrift weist es als "ПЕУ.(Печать) НОТАРИУСА ОРЕСТА М. ОРЛОВА-ВЬ М. СМЕЛА", übersetzt PETSCHAFT DES NOTARES ORESTA M. ORLOVA-V M. SMELA aus.
    Smela russisch, bzw. Smila ukrainisch, liegt unweit von Kiev. Wie hier der österreichische Adler hinein paßt, erschließt sich mir noch nicht. Allerdings weiß ich auch nicht, wer dort nach dem Frieden von Brest-Litowsk das sagen hatte, Rußland verlor danach ja einige Westgebiete - vielleicht paßt es ich diese kurze Zeitspanne...


    Viele Grüße,
    Dierk

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    • Smila.jpg

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    • Smila 002.jpg

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    Danke Euch Beiden für die Antworten.

    Diese Dinger waren auch nicht ganz billig in der Herstellung,
    denn Graveure gehörten schon damals zu den Spitzenverdienern
    noch vor den Litographen.

    Genau das würde mich mal interessieren. Ich graviere ja selbst Schlagbuchstaben und Ziffern mit Handsticheln und Nadelfeilen, weiß also, wie langwierig das ist.
    Und da ja jede Kompanie, jeder Bahnhof, jede Behörde mehrere solcher Siegel hatte, muß es ja Zigtausende gegeben haben. Die Arbeitsstunden kann man garnicht abschätzen.


    Die Siegellackpetschaften waren sicher einfacher zu machen. Die Buchstaben konnten mit auf rechts gravierten Schlagziffern eingepunzt werden. „Nur“ der Adler mußte dann graviert werden. Aber schon das Anzeichnen der Buchstaben usw. war sicher sehr zeitraubend.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo!


    Hier mal ein schönes Pärchen - für Siegellack und Tinte, von der Kassenverwaltung des Linienschiff Schlesien.
    Die Stempel wurden nach 1935 sicher durch solche mit dem Hakenkreuzadler ersetzt und in irgendeinem Kriegsmarinearchiv eingelagert - die eingeschlagenen Nummern am Rand deuten darauf hin. Stammt aus einem sehr großen Fund aus Hunderten von Marinesiegeln aus der Zeit ca. 1914-1945, welche wohl in den letzten Wochen des WK2 in die Erde gelangten, leider weiß ich keine Einzelheiten dazu, konnte allerdings vor ein paar Jahren mal einen großen teil dieser interessanten Stücke auf einer Börse sichten. Zwischenzeitlich wurde der Fund zerstreut und einzelne Posten daraus tauchen von Zeit zu Zeit auf. Alle tragen diese kryptischen Archivnummern an der Seite.


    Grüße,
    Dierk

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    • Img_0005.jpg

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    • Img_0007.jpg

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    • Schlesien.jpg

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    Hallo Hartmut,


    ich vermute, daß die Siegellackpetschaften beim Notar prinzipiell wichtiger waren, jedenfalls sieht man diese auf Börsen usw. noch häufiger.


    Beim Militär war das vermutlich nur bei bestimmten Stellen nötig, ich besitze z.B. ein solches nur von einer Kassenverwaltung der Reichsmarine. Wahrscheinlich wurden auch Geldbriefe u.ä. so versiegelt.
    Bei Bodenfunden habe ich anscheinend bisher nur Tintenstempel wahrgenommen, eine „normale“ Einheit brauchte so etwas wohl selten oder nie.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo!


    Hier noch meine weiteren Stempel Petschaften - einer für Siegellack und zwei für Stempelfarbe.


    Der Notarsstempel hat 35mm, der stärker abgenutzte Stempel von der "Königlich Preussische(n) Kassenverwaltung d. II. Bataillons Res.-Inf.Rgts. No. 12" etwa 34,5mm und der ältere Polizeistempel hat 30mm. Den Polizeistempel würde ich so ungefähr ins Jahr 1850 verorten, die Buchstaben RW dürften den Amtsinhaber/Dienststellenleiter benannt haben - das königliche Monogramm wurde dafür unterschlagen. Wer das seinerzeit war, konnte ich nicht herausfinden.


    Viele Grüße,
    Dierk

    ... hi Dierk, mache doch bitte mal mit dem Stempel/Siegel des Gerichts einen
    Testabdruck und stelle ihn hier ein. Ich glaube, das Ergebnis wird interessant.

    So, Hartmut. Anbei der Abdruck, nicht so einfach mit einem Metallstempel, müßte man wohl etwas Leder oder Gummi unter das Papier legen, damit der Abdruck satter wird...


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo Hartmut,


    sehr gut beobachtet. Ja, ich gehe sogar prinzipiell davon aus, daß der Stempel Ausschuß war - die eine Flügelspitze wurde versehentlich beim gravieren lädiert.


    Wahrscheinlich war der Schaffende noch ungeübt....


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo,


    danke für Deinen Beitrag.


    Ja, ich finde die Stempel aus dieser Zeit auch sehr reizvoll. Mit der Lupe sieht man schön, wie detailliert der Graveur allein schon die Kette des schwarzen Adlerordens herausgestochen hat.
    Mich würde interessieren, wie lange ein erfahrener Graveur dafür gebraucht hat - da ich mich selbst mit gravieren beschäftigt habe, weiß ich, wie schwierig es schon ist, nur eine Zeichnung auf das Material zu übertragen. Und dann muß es erst noch mühsam herausgearbeitet werden.
    Da ja jede Behörde, militärische Einheit und und und mehrere solcher Petschaften hatte, müssen da sehr viele Meister tausende von Stunden verbraten haben.


    Nächste Woche zeige ich noch drei Stempel mit rein preußischen Adler - 1x militärisch, 1x Notar und 1x Polizei.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo Gustav,


    die Box, welche die Dienstsiegel und Dokumente enthielt, war nicht ganz dicht, am Boden sammelte sich Feuchtigkeit. So viel, daß die wahrscheinlich in keinster Form oberflächenbehandelten Eisenplatten rosten konnten, aber zuwenig, um das lackierte Holz verrotten zu lassen.
    Wobei Papier relativ beständig ist. Ein Freund von mir fand mal vergrabenes Geschirr in einer Zinkwanne, das Porzellan in Zeitungspapier von 1943 eingeschlagen. Zerbröselte zwar beim auspacken, aber war noch klar erkennbar...


    Viele Grüße, Dierk

    Hallo,


    ein weiteres Siegel aus meinem Besitz - Eisen graviert, kein Abguss. Ausführung deckt sich mit anderen Siegeln aus der Zeit - Zwischenmodell zwischen der Messingvariante und den Siegeln aus dünnem Stahl, welche mit 3 Holzschrauben am Griff befestigt wurden.


    Allerdings komme ich mit der Einheitsbezeichnung nicht klar. Eine Landesschützenkompanie mit einer Ortsbezeichnung, anstatt Nummer oder dem Hinweis auf eine Bataillonszugehörigkeit ist wohl ziemlich exotisch.


    (Bild der Platte gespiegelt! Bin bis Montag unterwegs, Antworten können daher u.U. etwas dauern)


    Viele Grüße,
    Dierk

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    • Lds.Schtz.jpg

      (415.51 kB, downloaded 11 times, last: )

    Hallo,


    anbei ein schöner, handgravierter Stempel eines Gerichts einer Etappenkommandantur. Leider weiß ich nicht von welcher der 354 Etappenkommandanturen er stammt. Vermutlich muß er in Kombination mit einem anderen Stempel verwendet worden sein. Leider habe ich bisher noch kein Dokument mit diesem Stempel finden können...


    (Bild der Platte gespiegelt! Bin bis Montag unterwegs, Antworten können daher u.U. etwas dauern)


    Viele Grüße,
    Dierk

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    • Gericht.jpg

      (606.23 kB, downloaded 11 times, last: )

    Hallo,


    ein Stempel mit Fragezeichen...


    Habe ich schon sehr lange in meinem Besitz - bekommen hatte ich ihn von einem befreundeten Dachdecker, ist also ein echter Dachbodenfund.
    Man sieht anhand der Fertigungsspuren, daß er mühsam aus Vollmaterial herausgearbeitet wurde, kein Guß wie die üblichen Ostblockkopien. Allerdings kommt er tatsächlich von dort, genauer aus Serbien - auf der Rückseite befindet sich ein entsprechender Herstellervermerk. Ich vermute, daß er während der Besatzungszeit bei einem örtlichen Stempelmacher in Auftrag gegeben wurde - eine Totalfälschung kyrillisch zu beschriften, wäre wohl ziemlich unsinnig.
    Was damit als Eigentum o.ä. gekennzeichnet werden sollte oder wurde konnte ich bisher nicht herausfinden.


    Viele Grüße,
    Dierk

    Hallo,


    parallel zu meiner Anfrage behufs der Feldpostnummer noch das eine der beiden Siegel aus meinem Besitz. Die Zuordnung zur genannten Einheit ist sicher, anhand der Dokumente, welche seinerzeit dabei waren.
    Eigentlich böte sich die Nummer 27282 B an, aber es muß wohl eine "6" gewesen sein.
    Leider hat das Holz und das Papier die Zeit besser überdauert als die Stempelplatten aus Eisen.
    (Bild der Platte gespiegelt! Bin bis Montag unterwegs, Antworten können daher u.U. etwas dauern)
    Viele Grüße,
    Dierk

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    Hallo!


    Mir ist bewußt, daß der letzte Beitrag schon fast 10 Jahre her ist...


    Aber ich suche die Zuordnung einer ähnlichen Feldpostnummer, die ein Dienstsiegelstempel des I. Batl. Gren. Rgt. 77 aufweist.
    Es geht um die Nummer 27262 B
    Da „C“ ja die 2. Kompanie war, gehe ich davon aus, daß „B“ die 1., sprich Stabskompanie war?


    Weiß das jemand?


    Vielen Dank für etwaige Antworten.


    Viele Grüße,
    Dierk