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Posts by UHF51

    Zum Abschluss des Absatzes 眉ber die handelnden Personen ist noch an

    einen Mann zu denken, der im Bereich der Korpsgruppe Stockhausen

    segensreiche T盲tigkeiten entwickelte, ohne eine bestimmte Funktion auszu眉ben. Es handelt sich um Generalleutnant Gerhard Matzky [zul.

    Fest.Kdt. Pillau], den sp盲teren Begr眉nder des Bundesgrenzschutzes.

    Er residierte in Heiligenhafen und war dort f眉r den Korpsstab in Wei脽enhaus wie aber auch f眉r alle Kommandeure und Gen.St.Offz. im Gebiet 禄F芦 unverzichtbarer Ratgeber und Akteur, wenn es um 脛rgernisse oder Ungereimtheiten mit der britischen Gewahrsamsmachtging.

    Die Themenkomplexe in diesem Zusammenhang waren eigene

    Vorkommnisse und arrogantes Verhalten der britischen

    Kontrolloffiziere, Missachtung der getroffenen Vereinbarungen

    zwischen HQ F und dem britischen VIII. Korps in Pl枚n, die Androhung

    britischer Regierungsstellen, die deutschen Generale und

    Generalstabsoffiziere nach Aufl枚sung der Korpsgruppe Stockhausen auf

    ferne Inseln im Atlantik zu verbannen, die Haltung und Einstellung

    deutscher Offiziere zu den in N眉rnberg laufenden

    禄Kriegsverbrecher芦-Prozessen, die Aufforderung der in N眉rnberg

    t盲tigen Verteidiger f眉r ihre Mandanten, pers枚nlich oder

    schriftlich Zeugnis abzulegen und 盲hnliches. 鈥 Hier hat General

    Matzky durch seinen Rat und brillante eigene Schrifts盲tze an das

    IRK, an die Britische Regierung, an das Britische Unterhaus, an den

    Vatikan, an schwedische Stellen usw. versucht, auf das Geschehen

    Einfluss zu nehmen, zum Wohle aller.


    Den Engl盲ndern gingen diese Aktivit盲ten auf die Nerven. Den Versuch

    seitens des brit. VIII. Korps, den General aus dem Gebiet der

    Korpsgruppe zu eliminieren (Oktober 1945) hat eine handvoll

    Eingeweihter 鈥 ich darf mich dazu z盲hlen 鈥 mit Erfolg und List

    vereitelt, sodass wir uns bis Januar 1946 in all den schwierigen

    Fragen gg眉. der Gewahrsamsmacht an den General wenden konnten. Er

    war damals unser Schildtr盲ger in einer f眉r uns alle nicht mehr

    nachvollziehbaren, ja fast hoffnungslosen Zeit.


    Ende Dez. 1945/Anfang 1946 waren die Entlassungen soweit fortgeschritten,

    dass die Divisionen in der Mehrheit aufgel枚st oder zusammengelegt

    werden konnten. 脺brig blieben regionale Bereiche die sich teils

    Wirtschaftsbereiche oder wie beim Abschn.Kdo. III Bataillonsbereiche

    nannten. Ich selbst ging mit einem solch verkleinerten Stab nach

    Lensahn. Weisungen oder Befehle wurden vom HQ F diesen Bereichen

    unmittelbar zugestellt.


    Der letzte Befehl vom HQ F, vom Oberst i.G. Fett unterschrieben, war vom

    06.02.1946 datiert. Die letzte Ziffer dieses Befehls lautete:

    Kennwort: 禄Ph枚nix芦.


    Mein Fahrer, ein ostpreu脽ischer Obergefreiter, meinte, 禄Nun ist alles

    aus, fr眉her h盲tte das Kennwort immer gelautet Bl眉cher, Seydlitz,

    Zieten, Scharnhorst usw., Ph枚nix, was ist das denn 眉berhaupt.芦 Ich

    erkl盲rte ihm die Bedeutung dieser weit in die nebul枚se Zukunft

    reichende Parole, doch hatte ich das Gef眉hl, ihn erstmals nicht

    眉berzeugt zu haben.

    Am 17.03.1946 wurde alles, was nicht entlassen worden war 鈥 禄Frozen

    Personal芦 nach Neustadt i. Ostholstein beordert und in der N盲he der

    Stadt in ehem. Unterk眉nfte der Wehrmacht in Pelzerhaken notd眉rftig

    untergebracht. Am 21.03.1946 wurde der Marsch zum Bahnhof Neustadt

    angetreten. Generale, Admirale, Generalstabsoffiziere und ein

    gr枚脽eres Kontingent der ehem. Waffen-SS. Der Anmarsch zum Bahnhof

    wie auch die Verladung in einen G眉terzug fand unter den unw眉rdigsten

    Umst盲nden statt. Das britische Begleitkommando schimpfte ohne

    Unterlass, schlug mit St枚cken drein und pl眉nderte noch auf dem

    Bahnsteig ohne R眉cksicht auf Dienstgrad und Person. Vor allem hatte

    man es auf Geld und Uhren abgesehen. 禄Member of the fifth columnist芦

    das bedeutete, dass man sich auf der Suche nach Wertgegenst盲nden,

    splitternackt in einem Waggon ausziehen musste. Welch ein Unterschied

    zu der im allgemeinem 盲u脽erst korrekten Verhaltensweise durch die

    mit uns in Ber眉hrung gekommenen Soldaten und Offiziere des

    britischen VIII. Korps.

    Wir waren froh, als sich der Zug um 10.00 Uhr in Bewegung setzte. Doch

    nach Ankunft gegen 16.00 Uhr in L眉neburg wiederholte sich die

    geschilderte unw眉rdige Prozedur.

    Am 23.03.1946 erreichten wir gegen 10.00 Uhr Br眉gge und um 12.00 Uhr

    kamen wir dann im Lager 2226 in Zedelghem an.

    In meinem Tagebuch finde ich eine Notiz vom 23. M盲rz abends: 禄Gottlob

    sind wir die Bluthunde los, Aufnahme und Behandlung im Lager

    korrekt芦.

    Die

    vorstehende Schilderung beruht auf Aktenstudium der Korpsgruppe

    Stockhausen, auf eigenen Tagebuchaufzeichnungen und auf meiner

    pers枚nlichen Erinnerung.

    Abschluss:

    Nach sechs Jahren, am 06.02.1952, sa脽en erstmals wieder deutsche

    Offiziere (die Generale Speidel, Heusinger, Oberst Fett und

    Oberstleutnant de Maizi茅re) am Konferenztisch in Paris mit den

    Alliierten zusammen. 禄Ph枚nix芦 begann sich aus der Asche zu

    erheben.


    Quelle:

    Udo Ritgen (Brigadegeneral a.D.) in DSJB 1998, Schild Verlag M眉nchen,

    S. 87-94

    _______________________________________________________________

    E N D E

    Alle Divisionsst盲be waren etwa gegliedert, wie die der Wehrmacht,
    nat眉rlich verk眉rzt. Sie wurden gef眉hrt von Divisonskommandeuren,
    hatten einen Ia, IIb, IIa, einen Sanit盲tsoffizier, einen F眉hrer f眉r
    das Nachrichten- und Fernmeldewesen, einen Kraftfahroffizier, dazu
    noch einen 01, ein oder zwei Ordonnanzoffiziere und entsprechendes
    Stabspersonal. Ob alle Div.-St盲be in gleicher Weise besetzt waren,
    entzieht sich meiner Kenntnis. Bei meiner Div. 816 im Abschn.Kdo. III
    war es jedenfalls so.

    Jeder Division waren auch vom ''H.Q. F'' Putlos, Abt. V/K, Transportraum
    und Fahrzeuge/Kr盲der zur eigenen Beweglichkeit zugeteilt (siehe
    Abschlu脽meldung Div. 816, Ib, V/K vom 23.01.1946 an das Abschn,Kdo.
    III und H.Q. F Putlos V/K).


    Im Juli/August 1945 盲u脽erte sich der Korpsgruppen-Nachrichtenf眉hrer
    mir gegen眉ber dahingehend, da脽 nunmehr im Bereich der Korpsgruppe
    ein Fernmeldenetz aufgebaut worden sein, welches von Kiel bis Kairo
    reichen w眉rde.

    Die Anzahl der jeweils den Divisionen nachgeordneten Regimenter,
    Bataillone und Kompanien war unterschiedlich. Sie hing von den
    枚rtlichen Gegebenheiten und Unterkunftsm枚glichkeiten ab.


    b) Handelnde Personen


    Monatlich fand im Hauptquartier Putlos/Wei脽enhaus mindestens eine
    Gen.St.-Besprechung statt. Sie stand unter Leitung des Chefs des
    Stabes Oberst i.G. Kurt FETT bzw. unter der des Oberquartiermeisters, Oberst i.G. Poleck. An diesen Besprechungen nahmen alle Gen.St.-Offiziere in Funktion teil.

    Der Chef des Stabes berichtete 眉ber die Weisungen des VIII. (brit.) Korps in Pl枚n und
    allgemein 眉ber das Verh盲ltnis zur Gewahrsamsmacht 虏). Die Gen.St.-Offiziere trugen ihrerseits Sorgen 眉ber die Zusammenarbeit mit den Engl盲ndern aus ihrem Bereichen vor.

    Ein wichtiges Thema war stets das Geschehen an den Entlassungspunkten, die F眉rsorge f眉r die Soldaten, die Aufrechterhaltung von Ordnung und Disziplin sowie die
    Handhabung und der Umgang mit den fremdl盲ndischen Soldaten im Bereich der Korpsgruppe.

    Die Themen im Gespr盲ch mit dem O.Quartiermeister betrafen in erster Linie
    Versorgungsprobleme, Sicherstellung der sanit盲ren Ma脽nahmen 鈥 Seuchengefahr 鈥 Zusammenarbeit mit den B眉rgermeistern, Bereitstellung von Material f眉r die geplanten Winterbauten, Zuweisung von LKW, PKW, Kr盲der und eine optimale Versorgung und
    Kommunikation der Verb盲nde und Truppenteile herzustellen.


    Die Einrichtung von Lazaretten in Heiligenhafen und Oldenburg war vorbildlich. Das Korpsgruppen H.Q. hat bis Ende Dezember 1945 / Anfang Januar 1946 unter den gegebenen Umst盲nden beispielhafte Arbeit geleistet und entscheidend dazu beigetragen, das Los der auf Entlassung wartenden Soldaten aller Dienstgrade ertr盲glich zu gestalten, und der Zivilbev枚lkerung in dem von Menschen 眉berf眉llten Raum Sicherheit und Zuversicht zu vermitteln, in allen Fragen die ihre Interessen betrafen.


    Unsch盲tzbar auch die vom H.Q. F ausgehende Stimulation und Motivation aller
    Kommandeure und ihrer Gen.St.-Offiziere, den letzten Dienst an den Soldaten der Wehrmacht pflichtbewu脽t und mit gro脽em Engagement wahrzunehmen, an sich eine Selbstverst盲ndlichkeit; aber es darf nicht vergessen werden, da脽 die Zahl derer, die resignierend beiseite standen, und den lieben Gott einen guten Mann sein lie脽en,
    beachtlich war.


    General v. Stockhausen, sein Chef des Stabes, Oberst i.G. Kurt FETT, sein
    Oberquartiermeister Oberst i.G. Poleck, General Sixt, Kom.Gen. des
    Abschn.Kdo. III, sein Chef Oberstleutnant i.G. Schneider, der Ia
    Major i.G. Wittmann, der Quartiermeister Major i.G. Ehmisch, der
    Kommandeur 816. Division in sp盲terer Folge General Lorenz, mein IIa
    Major Geyer [Major Udo Ritgen war der Ia/Chef] sowie die Major Krug
    und Major v. Schmitterl枚w und meinen Ord.Offz. Anke und Scherer
    m枚chte ich namentlich an dieser Stelle nennen, weil sie Tag und
    Nacht um das Wohl aller ihnen anvertrauter Menschen bem眉ht waren.


    Hierzu geh枚rten auch die vielen Stabsangeh枚rigen unterer R盲nge
    z.B. die Stabshelferinnen beim Abschnittskommando III, Prinzessin
    Marie Alix zu SCHAUMBURG-LIPPE (sp盲tere Herzogin von Holstein),
    sowie Prinzessin Margarete zu WALDECK. Beide Damen haben unz盲hligen
    Soldaten in schwierigen Situationen bei eigenem hohem Risiko
    unsch盲tzbare Dienste geleistet.

    Doch wie h盲tte das Div.Kdo. 816 Auftrag und Aufgaben von Riepsdorf aus
    erf眉llen k枚nnen, h盲tte es nicht das Gut Koselau, ehemaliger Gro脽herzoglich Oldenburgischer Besitz, gegeben. Hier 禄regierte芦 Frau Elisabeth M., unterst眉tzt von ihren beiden blutjungen T枚chtern Elin und Gisela, dem dynamischen Verwalter F. und dem vom Strohlager im Kuhstall von Koselau ins Gutshaus 眉bergewechselte Hermann v. Z.,
    ehemals Hauptmann im Art.Rgt. 93. 鈥

    Der Gutsherr, ehemals Kommandeur einer Pz.J盲g.Abt., Herr M. [Major der Res. Walter M.] befand sich noch in britischer Gefangenschaft in England. Auf Gut Kosenau gab es aus Sicht des Div.Kdo. 816 fast nur Engel. Nie wurde eine Bitte um Lagerstroh, Erbsen, Bohnen oder Milch und Mehl abgeschlagen, Dinge, die wir zur Verbesserung der Lage unserer Soldaten so dringend immer wieder ben枚tigten. 鈥 Der Dank aus
    vollem Herzen kann nicht oft genug wiederholt werden und gilt stellvertretend f眉r viele andere in den f眉nf Gemeinden des Div.Bereiches. Besonders jedoch m枚chte ich in diesem Zusammenhang hervorheben die Hilfe der Familie V. in Riepsdorf und der Familie P. in Gosdorf. Die Nachwelt soll das wissen.

    HEREUS Fritz, (*13.02.1898)

    Major d.R. mit RDA: 1.8.42 (977)


    Fr.Tr.Teil: Pz.J盲g.Abt. 20

    W.B.K.: Hamburg I


    00.00.0000: Pz.J盲g.Ers.Abt. 6

    15.05.1943: F.R. OKH (W.Kdo. X)

    01.07.1943: Kdr. Pz.J盲g.Abt. 165

    15.04.1944: Gen.Kdo. r枚m. 4. AK als Stopak

    01.11.1944: Stab H.Gr. S眉d als Stopak


    Auszeichnung: DKiG

    ERB Karl-Otto, (*22.11.1917)

    Oblt. mit RDA: 1.10.40 (444)

    Hptm. mit RDA: 1.5.43 (11 b)


    Fr.Tr.Teil: Pz.Lehr-Rgt. (Pz.J盲g.Lehr-Abt.)


    00.10.1939: Pz.J盲g.Abt. 7

    15.09.1942: Pz.Tr.Schule (Umschulung auf Panzer)

    13.12.1942: Pz.Rgt. 204, Kp.Chef

    25.03.1943: Pz.Abt. 138

    00.00.1943: Pz.Rgt. 27, Chef 7. Kp.

    13.08.1943: verwundet

    00.08.1943: Pz.Ers.Abt. 11 / Lazarett

    12.04.1944: H.U.S. d. Pz.Truppen Eisenach, Kp.Chef O.B.-Kp.

    01.03.1945: F.R. OKH, freigegeben f. 17. Gen.St.Lehrgang


    Auszeichnungen:

    EK II & I, Sturmabz., O.M., DKiG, VwA

    Alle Regimenter wurden untergliedert in Bataillone und Kompanien. Das Befehls-

    und Meldesystem, anfangs per Rad, sp盲ter durch eigens gelegte Fernsprechverbindungen regulierte sich rasch.

    Die Durchsetzung der Befehle und Anordnungen beruhten auf folgende Fakten:


    die britische Gewahrsamsmacht 鈥 hier das f眉hrende VIII. (brit.) Korps
    in Pl枚n 鈥 belie脽 allen F眉hrern und Kommandeuren, die den Engl盲ndern gemeldet sein mu脽ten, die volle Disziplinargewalt,


    schwere, nach fr眉herer Auffassung kriegsgerichtliche Vergehen waren dem VIII.
    (brit.) Korps zu melden (in meinem Bereich nicht vorgekommen),


    als ultima ratio zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurde britischerseits jeder Division ein Div.-Ordnungszug in St盲rke von 45 Mann mit Karabinern zugewiesen. Dieser wurde von einem Leutnant gef眉hrt und hatte pro Waffe 15 Schu脽 Munition. Alle 14 Tage wurde dieser Zug von einem Captain der Briten visitiert. Der Einsatz des Zuges oder Teilen davon erfolgte ausschlie脽lich durch die Division, die schriftlich eine solche Ma脽nahme nachtr盲glich begr眉nden mu脽te.

    In der Division 816 ist der Einsatz einmal befohlen worden, als mehrere hundert Ungarn ihrem Kommandeur und ihren Offizieren den Gehorsam aufgesagt und sich pl眉ndernd in die Felder und Hofanlagen eines Anwesens eingenistet hatten.

    Mit einer Salve 眉ber die K枚pfe hinweg war die Ordnung in wenigen Minuten die Ordnung f眉r immer wieder hergestellt. Der britische Kontroll-Offizier hatte die Ma脽nahmen gebilligt.


    Die H枚chstbelegung im Divisionsbereich betrug im Juni 1945 ca. 24.000, im gesamten Korpsbereich (''Gebiet F'') 650.000 Mann. Danach sank sie langsam aber stetig ab. Trotzdem hatten wir im Herbst 1945 noch ca. 8.000 bis 10.000 Soldaten. Das machte den Bau von Winterunterk眉nften notwendig. So wurde im Div.-Bereich eine Reihe von Lehmbauten vorsorglich aufgef眉hrt, weil ja mit Ausbruch des Winters die Viehstallungen als Notunterk眉nfte nicht mehr in Betracht zu ziehen waren.


    Alle Ma脽nahmen der Division 816 waren von mir im engsten Einvernehmen mit
    den B眉rgermeistern der Gemeinden getroffen, die ich jede Woche einmal pers枚nlich mit dem jeweilig f眉hrenden Regimentskommandeur aufsuchte.

    Dieser enge Kontakt, der sich zun盲chst m眉hsam, dann aber immer besser
    gestaltete, hat sich f眉r die Soldaten wie auch f眉r die Zivilbev枚lkerung segensreich ausgewirkt. Die Soldaten bekamen zus盲tzlich Nahrung und Lagerstroh, konnten bei der Feldarbeit und Ernte mithelfen; die Bev枚lkerung war sicher gegen眉ber herumstreunenden und Gewalt nicht scheuenden Fremdlingen aller Art.


    Als die Division 816 um die Jahreswende 1945/46 aufh枚rte zu bestehen, konnten wir mit Stolz auf die reibungslose Entlassung, wie auf eine den Umst盲nden entsprechende optimale Betreuung und F眉rsorge der in unserem Befehlsbereich gestandenen Soldaten zur眉ckblicken.

    Kein Bauerngeh枚ft oder anderes Anwesen ist in Rauch und Flammen aufgegangen, kein Raub oder gar Vergewaltigung war zu registrieren. Wie leicht h盲tte all das geschehen k枚nnen, wenn man sich die Lage und Umst盲nde des Sommers 1945 vergegenw盲rtigt.


    Einige Anmerkungen zur Lage im Gesamtbereich der Korpsgruppe

    a) Strukturen

    Ab Mitte / Ende Juni 1945 f眉hrte das H.Q. in Wei脽enhaus/Putlos folgende Abschnittskommandos die der Gliederung fr眉herer Korpsst盲be entsprachen:


    Abschnittskommando I (Fehmarn)

    Vizeadmiral August THIELE


    Abschnittskommando II (Siggen/Ostraum, Oldenburg-Holstein)

    Generalleutnant John ANSAT


    Abschnittskommando III (Damlos, sp. Lensahn)

    Generalleutnant Karl JANK ab Ende Juni 1945 Generalleutnant Friedrich SIXT


    Abschnittskommando IV (Hasselburg, S眉dteil Gebiet ''F'')

    General der Flieger PFLUGBEIL [?]


    Abschnittskommando V (Kletkamp, s眉dostw. L眉tjenburg)

    Generalleutnant Karl G脺MBEL


    Abschnittskommando VI (P眉lsen, n枚rdl. Selenter See)

    Generalmajor Hans HECKER


    Jedem Abschnittskommando, welcher in etwa wie ein Korpsstab der Wehrmacht
    gegliedert war, unter-standen 3 bis 6 Divisionsst盲be, so beim
    Abschnittskommando I die 801., 802., 803., und 804. die Divisionen
    802 und 803 wurden im Sp盲tsommer 1945 aufgel枚st. Die ''8'' als
    erste Zahl der Divisions-Nummer steht f眉r das VIII (brit.) Korps in
    Pl枚n, welches 1945/46 眉ber alle deutschen Verb盲nde in
    Schleswig-Holstein die Befehlsgewalt ausge眉bt hat.


    Zum Abschnittskommando II geh枚rte die 805., 807., 808., 811. und 812. Division.


    Zum Abschnittskommando III geh枚rte die 813., 814., 815. und 816. Division.


    Zum Abschnittskommando IV geh枚rte die 819. (Tschecho-slowakische), 820. und 821. Division.


    Zum Abschnittskommando V geh枚rte die 823., 824. und 825. Division.


    Zum Abschnittskommando VI geh枚rte die 829., 830., 832. und 833.(脰sterreicher) Division.


    [Fortsetzung geplant]

    Bericht zur Lage im Fr眉hjahr 1945 in Ost-Holstein insbesondere der

    Korpsgruppe von STOCKHAUSEN


    Autor: Udo Ritgen (1945 Major i.G., *1916 Danzig 鈼 鈥2010 Pullach)

    Quelle: Deutsches Soldatenjahrbuch 1998 / 46. Deutscher Soldatenkalender,

    Schild Verlag, 81249 M眉nchen, Seite 87 鈥 94

    Abschrift & Bearbeitung: UHF51 鈥 Berlin 鈥 2005

    Die mit [?] versehenen Worte/Namen sind nicht 100%ig nachvollziehbar.


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    Am 08.05.1945 entlie脽 mich der O.B. 禄des AOK Westpreu脽en芦,
    General der Pz.Tr. Dietrich von SAUCKEN, aus seinem Befehlsbereich
    mit der Ma脽gabe, zu versuchen, mit den Schiffen der Kriegsmarine von
    Hela den Westen zu erreichen. Gemeint war mein 30-k枚pfiger Stab, dem
    ich als 禄Chef der Seeleitstelle Hela芦 vom 01.04.1945 bis 08.5.1945,

    als General v. SAUCKEN unmittelbar unterstellt war, vorstand. Die Verabschiedung
    erfolgte am 08.05.1945 zwischen 15:00 und 16:00 Uhr im H.Q. des AOK unweit

    von Heisternest (Hela) in Anwesenheit des Chef des Stabes, Generalmajor Robert MACHER.


    Am 11.05.1945 vormittags erreichten wir auf dem F眉hrerboot der 13.
    leichten Flottille die Reede von Kiel 鈥 nach abenteuerlicher Fahrt
    einschlie脽lich Abwehr eines schweren Luftangriffs der Sowjets
    zwischen 16:00 und 17:00 Uhr ostw盲rts von Bornholm. An dem Angriff
    auf den nach Westen steuernden Konvoi nahmen ca. 25 IL18 Bomber [?] teil.


    Die Ausladung an Land erfolgte am 13.05.1945 in Neustadt/Holstein.

    Ein britischer Posten an der Pier nahm uns nur die Waffen ab. Alle
    Offiziere wurden in der hanseatischen Yachtschule untergebracht.
    Lagerstatt der Fu脽boden, ansonsten Kaltverpflegung, keinerlei
    Orientierung 眉ber den Fortgang der Dinge.

    Am 15.05.1945 vormittags telefonierte ein Offizier aus der Yachtschule
    mit einem mir fremden 禄Auffangstab Jank芦. Ich hing mich in das
    Gespr盲ch ein und sprach mit dem Ia des Stabes in Damlos, Major i.G.
    J眉rgen WITTMANN. Er fragte mich, ob ich bereit sei, an der Aufgabe,
    ertr盲gliche Verh盲ltnisse f眉r die jetzt in britischem Gewahrsam
    stehenden Soldaten zu schaffen und mitzuarbeiten. Ich sagte sofort zu
    und machte mich, nur auf Seitenwegen fahrend, auf den Weg nach
    Damlos.

    Am 16.05.1945 meldete ich mich bei dem F眉hrer des Auffangstabes,
    Generalleutnant Karl JANK. Anschlie脽end wies mich sein Ia, Major
    i.G. WITTMANN, in die mir zugedachte Aufgabe ein. Ich wurde Ia der
    Division 816, Sitz Riepsdorf/b. Lensahn/Kr.Oldenburg (Holstein).

    Am 16.05.1945 traf ich abends in Riepsdorf ein und fand dort einen im
    Aufbau befindlichen Div.Stab vor. Der F眉hrer war Oberst d.R. Ernst
    RATZ, ehem. Rgts.Kdr. der 227 Inf.Div. Ich kannte ihn und seinen Stab
    von den K盲mpfen um die Ssinjawino-H枚hen s眉dlich des Ladoga-Sees
    und von den schweren Abwehrk盲mpfen in der Tucheler-Heide bis hinauf
    in den Raum Danzig 鈥 Gotenhafen.


    Oberst RATZ, RK-Tr盲ger, erkl盲rte mir, er vertraue mir voll und ganz, ich
    k枚nnte von nun an alle Ma脽nahmen treffen, die ich im Sinne des von
    General JANK erteilten Auftrages f眉r richtig halte, er b盲te nur um
    Unterrichtung und Orientierung. F眉r mich bedeutete diese Aussprache
    eine mehr als zufriedenstellende Entwicklung in einer f眉r uns alle
    ver盲nderten Welt.

    Zum Auftrag geh枚rte im Divisionsgebiet mit den Gemeinden Riepsdorf,
    Cismar, Kellenhusen, Dahme und Grube eine 脺bersicht 眉ber die
    t盲glich wachsende Zahl der einstr枚menden Soldaten zu bekommen, ein
    Mindestma脽 an milit盲rischer Ordnung herzustellen, die von den
    Engl盲ndern aus Wehrmacht-best盲nden zugef眉hrte 盲u脽erst knappe
    Verpflegung gerecht zu verteilen, die Unterbringung der Soldaten in
    geregelte Bahnen zu leiten, Voraussetzungen f眉r eine nach
    Berufsst盲nden zu erwartende Entlassungsaktion vorzubereiten und auf
    jeden Fall 脺bergriffe gegen眉ber der durch die hohe Anzahl der
    Soldaten auch in Bedr盲ngnis geratene Zivilbev枚lkerung zu
    verhindern.

    Eine wichtige Voraussetzung f眉r all diese Aufgaben war die Herstellung
    einer hierarchischen, allen Soldaten und der Zivilbev枚lkerung
    vertrauten milit盲rischen Struktur. Folgerichtig wurde aufgebaut:


    ein leistungsf盲higer Divisionsstab in Riepsdorf (Schulgeb盲ude)


    ein Regimentsstab in Cismar, der neben deutschen Soldaten noch ca. 1.000
    polnische unter F眉hrung eines polnischen Offiziers zu f眉hren hatte


    ein Regimentsstab in Kellenhusen


    ein Regimentsstab in Dahme


    ein Regimentsstab in Grube, der neben deutschen Soldaten noch ca. 700
    rum盲nische zu f眉hren hatte


    ein Regimentsstab in Schwienkuhl, westlich Riepsdorf dem etwa 800 Ungarn
    unter F眉hrung eines ungarischen Majors unterstanden.


    [Fortsetzung geplant]

    Hallo Armin,


    mich interessiert das Bild Nr. 1 mit den Klappen眉berschub. Mir ist in Erinnerung, dass dieser Stern den Bezug zu einem bestimmten Regiment darstellte. Die Grundfarben stellten wohl die Bataillonszugeh枚rigkeit dar. Der Stern sollte auf den Rgt.Kdr. (Himmelstjerna?) zur眉ckzuf眉hren sein. Hast Du da weitere Infos, erinnere mich nur vage, weil es mal Thema in einem Forum war.

    Auszug aus meiner Zusammenstellung:

    (...)

    Die Zeit bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges (1919-1939)


    Die Friedenskonferenz von Versailles legte fest, dass Deutschland nur
    eine Berufsarmee von 100.000 Mann Land- und 15.000 Mann Marinetruppen
    (Dienstzeit 12 Jahre) mit insgesamt 4.000 Offizieren (Dienstzeit 25
    Jahre) besitzen durfte. Am 01.10.1919 wurde das Reitende
    Feldj盲gerkorps aufgel枚st. Damit hatte dieses nach 179j盲hriger
    ruhmvoller T盲tigkeit als einer der 盲ltesten Truppenteile des preu脽.
    Heeres aufgeh枚rt zu bestehen. In der Reichswehr gab es auch keine
    eingegliederte milit盲rpolizeiliche Ordnungstruppe. Um aber Ordnung
    und Sicherheit zu gew盲hrleisten, bildete man in Preu脽en aus
    erfahrenen Offizieren und Unteroffizieren 鈥 besonders aus
    ehemaligen Feldgendarmen und Feldj盲gern 鈥 禄Landj盲ger芦
    (1919-1934) und verst盲rkte sie zahlenm盲脽ig so stark, dass
    jederzeit aus ihren Reihen eine Truppe f眉r feldpolizeiliche Aufgaben
    gebildet werden konnte. Schon zu Beginn des Jahres 1920 entschloss
    sich Gen.Maj. v. Seeckt, den besten und zuverl盲ssigsten Teil der
    ehemaligen Frontsoldaten bei gleichzeitiger Absto脽ung der
    notorischen Abenteurer- und Landknechtsnaturen f眉r die
    Landesverteidigung im Sinne des Reichsgedanken zu gewinnen.


    Als ein Sonderkommando (Kleinkriegsorganisation) wurde ein
    禄Feldj盲gerdienst芦 gegr眉ndet. Dieser Dienst hatte nichts mit
    milit盲rpolizeilichen Aufgaben zu tun. Im Jahr 1927 wurde diese
    Organisation wieder aufgel枚st. Kleine Gruppen von 10 Mann hatten den
    Auftrag, falls erforderlich, kriegs- und lebenswichtige Objekte durch
    Zerst枚rung oder L盲hmung der Benutzung durch den Feind zu entziehen.

    Hermann G枚ring ordnete in seiner Eigenschaft als Oberster F眉hrer des SA und
    kommissarischer preu脽ischer Innenminister die Aufstellung eines
    禄SA-Feldj盲ger-Korps (FJK)芦 an. Vorl盲ufer war die SA-Hilfspolizei
    der Gruppe Berlin-Brandenburg zu 3 Bereitschaften mit jeweils 60 Mann.

    Die Verf眉gung CH. Nr. 1547/53 vom 07.10.1933 legte fest:

    鈥濪er Feldj盲ger, kenntlich durch den wei脽metallenen Ringkragen mit
    Dienstnummer, ist in Aus眉bung seines Dienstes Vorgesetzter eines
    jeden SA-, SS- oder SAR-F眉hrers und 鈥揗annes. Seinen Anordnungen
    ist unbedingt und ohne Widerrede Folge zu leisten. SA-, SS- und
    SAR-F眉hrer und 鈥揗盲nner, welche gegen diesen Befehl versto脽en,
    werde ich zur Rechenschaft ziehen und bestrafen. Glaubt ein
    Angeh枚riger der SA, SS oder der SAR sich unrechtm盲脽ig behandelt
    oder benachteiligt, so hat er dies unter kurzer Schilderung des
    Falles und Angabe der Dienstnummer des Feldj盲gers seiner
    vorgesetzten Dienststelle schriftlich zu melden. Die Entscheidung
    trifft jeweils der F眉hrer der Obergruppe.鈥


    Die Angeh枚rigen des Feldj盲ger-Korps galten als Hilfspolizeibeamte,
    nicht aber als Polizeibeamte im Sinne der einschl盲gigen Gesetze.
    Dieses Korps hatte daher keine gesamt-milit盲rpolizeiliche Aufgabe,
    hat sich aber in der Zusammenarbeit mit der Polizei als
    Ordnungstruppe f眉r SA, SS, SA-Reserve, 禄Stahlhelm芦 und 盲hnlichen
    Vereinigungen bew盲hrt. Die Angeh枚rigen dieser Organisation
    unterstanden dem Stabschef der SA. Das Feldj盲gerkorps arbeitete eng
    zusammen mit den SA-Obergruppen, der Geheimen Staatspolizei (Gestapo)
    und den 眉brigen Polizeibeh枚rden in Preu脽en. Am Ende gliederte sich
    das Feldj盲ger-Korps in 8 Abteilungen:

    I: K枚nigsberg (Pr.) 鈥 II.: Stettin 鈥 IIIa: Breslau 鈥 IIIb: Berlin
    鈥 IV: Magdeburg 鈥 V: Frankfurt a. Main 鈥 VIa: Hannover 鈥 VIb: D眉sseldorf.


    Jede Feldj盲ger-Abt. hatte 3 FJ-Bereitschaften zu 65 Feldj盲gern. Zu deren
    weiteren Aufgaben geh枚rte auch die Verkehrskontrolle und
    Verkehrs眉berwachung in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei und
    Gendarmerie.

    In Berlin rekrutierte sich der Stamm des FJK aus ausgew盲hlten M盲nnern
    der ehemaligen Feldpolizei (SA-Hilfspolizei *22.02.1933, abgel枚st
    durch die Feldpolizei im M盲rz 1933, aufgel枚st August 1933) der
    Gruppe Berlin-Brandenburg, der SS und SA-Reserve, sowie auch aus
    ehemaligen Angeh枚rigen der SA-Stabswache 禄Hermann G枚ring芦, die im
    Jahr 1934 in das 禄Feldj盲ger-Korps芦 眉berf眉hrt wurde. Jeder
    Feldj盲ger-Anw盲rter wurde hinsichtlich seiner geistigen,
    charakterlichen und k枚rperlichen Eignung gepr眉ft und musste das
    Reichs- und SA-Sportabzeichen besitzen. Die
    Einstellungsvoraussetzungen richteten sich 眉brigens nach den
    Richtlinien der Schutzpolizei. Die Ausbildung erfolgte an der
    Feldj盲gerschule in Suhl. F眉r die FJK-F眉hrer bzw. Offz. wurden
    Lehrg盲nge an der Schutzpolizei-Schule in Berlin durchgef眉hrt.


    Das ca. 3.000 Mann starke preu脽ische FJK unterstand direkt den Stabschef
    der SA Ernst R枚hm. 1934 wurde SA-Ogruf. Victor Lutze nach dem
    禄R枚hm-Putsch芦 dessen Nachfolger.

    Befehligt wurde das FJK durch den fr眉heren Standartenf眉hrer der Berliner
    Feldpolizei und Oberst der Polizei Fritsch.

    Mit Erlass vom 15.03.1935 wurde das 禄Feldj盲ger-Korps芦 wieder
    aufgel枚st. Ein Teil der Mitglieder kehrte in die SA und SS zur眉ck,
    ein anderer wurde in die Polizei 眉bernommen. Mit ihnen wurde
    teilweise die motorisierte Stra脽enpolizei (禄motorisierte
    Gendarmerie芦) aufgebaut. Am 01.04.1936 hatte ein
    Stra脽enpolizeikommando die St盲rke von 6 Offizieren und 100
    Mannschaften, und war mit 25 zweisitzigen Pkw鈥檚 und Kr盲der mit
    Beiwagen ausger眉stet.

    Uniformierung des SA-Feldj盲ger-Korps 1933-1935: Olivbraune Hose (Breeches) mit
    wei脽en Biesen, 鈥 Olivbrauner Rock mit gleichfarbigen Aufschl盲gen,
    wei脽e Vorst枚脽e und silberne Kn枚pfe, 鈥 Leibriemen und
    Schulterriemen aus braunem Blankleder, 鈥 Ringkragen mit
    Polizeistern, Abteilungs- und Dienststellennummer, Wei脽e
    Kragenspiegel, rechts ein goldfarbener Polizeistern, links
    Dienstgradabzeichen, 鈥 Polizeiseitengewehr mit langer Klinge, 鈥 Braune Pistolentasche, rechts getragen, 鈥 Signalpfeife an wei脽er
    Schnur, 鈥 Braune Marschstiefel, 鈥 Olivbraune Bergm眉tze in
    versteifter Ausf眉hrung, oberhalb der abklappbaren Seiten ein breites
    wei脽es Band, 鈥 Unter dem Hoheitsabzeichen ein vergoldeter
    erhabener Polizeistern, 鈥 Rote Armbinde mit schwarzem Hakenkreuz in
    wei脽em Kreisfeld, 鈥 Brotbeutel aus dunkelbraunem Segeltuch, 鈥
    Trinkflasche in braunem Filzstoff眉berzug.


    Der Zweite Weltkrieg


    Bei der Mobilmachung 1939 stand keine Wehrmachtordnungstruppe zur
    Verf眉gung. Man griff daher, wie bereits 1914, auf die Polizei
    zur眉ck. Die Polizeibeamten wurden in die Wehrmacht 眉berf眉hrt und
    waren somit Soldaten. F眉r die 禄Feldgendarmerie芦 ergaben sich
    folgende Aufgaben:

    鈥瀂u den ordnungspolizeilichen Aufgaben geh枚ren u.a.: Verkehrs-,
    Verwaltungs-, Fremden- und Melde-, Viehseuche-, Jagd-, Fischerei-,
    Gesundheits-, Gewerbe-, Feuer-, Feld- und Forst-Polizei sowie
    Ma脽nahmen auf dem gebiet des zivilen Luftschutzes鈥.

    鈥濨ei Verkehrsunf盲llen, bei denen nur Fahrzeuge und Angeh枚rige der
    Wehrmacht beteiligt sind, ist durch die Feldgendarmerie der
    Tatbestand zu ermitteln. Sind bei Verkehrsunf盲llen im eigenen Land
    Zivilfahrzeuge oder Zivilpersonen beteiligt, so hat die Bearbeitung
    im Einvernehmen mit der 枚rtlich zust盲ndigen Polizeidienststelle zu
    erfolgen. Bei Verkehrsunf盲llen im eigenen Land, an dem weder
    Fahrzeuge noch Angeh枚rige der Wehrmacht beteiligt sind, beschr盲nkt
    sich die T盲tigkeit der Feldgendarmerie auf die erste Hilfeleistung
    und die Tatbestandsaufnahme, sofern keine 枚rtlich zust盲ndigen
    Polizeiorgane zu erreichen sind. Die weitere Bearbeitung obliegt der
    zust盲ndigen Polizeidienststelle, der die von der Feldgendarmerie
    getroffenen Feststellungen zuzuleiten sind.鈥


    Weitere Aufgaben der Feldgendarmerie waren: 鈥 脺berwachung des
    vorschriftsm盲脽igen und disziplinierten Verhaltens der
    Wehrmachtangeh枚rigen, 鈥 Verhindern strafbarer Handlungen, 鈥
    Einschreiten bei verdacht Strafbarer Handlungen, 鈥 Einrichten von
    Gefangenensammelstellen im Operationsgebiet, 鈥 Sorge f眉r das
    Beseitigen von Verkehrshindernissen auf Marschstra脽en, 鈥 Durchsuchen von Geb盲uden, in denen feindliche St盲be untergebracht
    waren, 鈥 Entwaffnung und Beaufsichtigung feindlicher
    Zivilbev枚lkerung, 鈥 Erledigung von Auftr盲gen und Ansuchen
    zust盲ndiger Dienststellen in polizeilichen Angelegenheiten, 鈥
    Kontrolle der Urlauber, 鈥 Sicherstellen feindlicher Flugbl盲tter, 鈥
    Sicherstellen von Erkennungsmarken, Soldb眉chern, Barschaften usw.
    Gefallener, 鈥 Durchsuchen feindlicher Gefallener, 鈥 Sorge f眉r
    Sprengungen gefundener Blindg盲nger, 鈥 Erkunden und Melden aller
    f眉r die Wehrmacht verwertbaren Vorr盲te des Feindes, 鈥
    Zusammenfassen der arbeitsf盲higen feindlichen Zivilbev枚lkerung zur
    Arbeitsleistung, 鈥 Luftschutz im Feindesland.

    Wach-Bataillone, Landessch眉tzenverb盲nde und Sicherungs-Regimenter waren f眉r den
    Schutz r眉ckw盲rtiger Verbindungen, f眉r Bewachung und Abtransport
    von Gefangenen und f眉r Hilfeleistungen bei Notlandungen eigener
    Flugzeuge und ihre Bewachung sowie Sicherstellung feindlicher
    abgest眉rzter oder notgelandeter Flugzeuge und Bewachung der Toten
    und Tr眉mmer zust盲ndig. 鈥濭egen眉ber
    der Zivilbev枚lkerung im eigenen Lande haben Feldgendarmen im
    Operationsgebiet die gleichen Rechte wie die ordentlichen
    Polizeivollzugsbeamten.鈥

    鈥濱m Feindesland 眉bt die Feldgendarmerie ihre Aufgabe auch Zivilpersonen
    gegen眉ber nach den Grunds盲tzen deutschen Polizeirechts aus, soweit
    nicht besondere Anordnungen getroffen sind.鈥

    (...)

    Moin,


    lt. KTB der 18. Armee (HGr. NORD) war am 30.4.1944 die Stu.G.Brig. 184 dem XXXVIII. AK unterstellt gewesen.

    Die 3./Stu.G.Brig. 184 dort am 5.5.1944 verzeichnet.

    Die 2./Stu.G.Brig. 184 dort am 3.7.1944 verzeichnet.


    Davor AOK 16, da habe ich nicht viel zum besagten Zeitraum ...

    Gibt es noch mehr Informationen 眉ber Karl Heinrich Doerper von der Division Brandenburger zbV?

    Dein Einstieg ins Forum ist eine Klasse f眉r sich!


    Aus meiner "Brandenburger"-Liste werde ich trotzdem Dir etwas an die Hand geben:


    DOERPER Karl Heinrich, Sold. (3/40) 1. Baulehr-Kp. z.b.V. 800, Objg. 6/44,
    "Wildsch眉tz/Wwi 85", zul. i. SS-Jgd.Verb. S眉dost (*22.12.10 Iserlohn)

    Hallo *Feldpost*,


    ein herzliches Willkommen in diesem netten Forum.


    Vielen Dank auch f眉r das Einstellen dieses fr眉hen Besitzzeugnisses.

    Denn davon haben m.E.n. nicht so viele "眉berlebt".

    Moin,


    wenn man die Nachkriegsgeschichte richtig verfolgt, wei脽 man aber auch, dass viele Wehrmachtsangeh枚rige sich in der Fremdenlegion wohler f眉hlten, als zu Hause. Meist Menschen, welche alle ihre Angeh枚rigen verloren hatten, aber v.a. die "Gesuchten" d.h. SS-Angeh枚rige. Und die Franzosen brauchten nach den 2. Weltkrieg viele Soldaten, um ihre Kolonien zu "beruhigen". Siehe Indochina und Nordafrika, aber das w盲re schon zu ausschweifend ...

    Man versprach diesen Soldaten eine neue Identit盲t & gutes Ein- und Auskommen!!

    Bin immer wieder hoch erfreut , wenn Du hier Derartiges uns n盲her bringst :!:

    Da mein Gro脽onkel in Parkkina liegt & mit seiner Batterie an der Liza-Front k盲mpfte, freue ich mich immer wieder.

    Urgro脽mutter sel. hat seinen Tod nie verwunden. Soweit ich es noch erinnere erz盲hlte man in der Familie, dass er auf Heimaturlaub eine Bergm眉tze trug, an dessen Seite ein Edelwei脽 befestigt war. Daher denke ich, dass seine Batterie l盲nger den Geb.Jg. zugeteilt war.

    Daher habe ich auch Kalteneggers B眉cher "verschlungen" ...


    Beste Gr眉脽e

    Uwe

    Moin,


    kann ich heute nicht mehr genau sagen.


    Ansonsten haben ich noch dies:

    (...)

    Ab Mai 1943 erfolgte
    aufgrund freiwilliger Meldungen aus allen Konzentrationslagern die
    erste planm盲脽ige Ausmusterung von H盲ftlingen und deren
    Zusammenziehung im KL Sachsenhausen. Von ihnen wurden ca. 350 眉ber
    Minsk nach Ossipowitschi 眉berf眉hrt. Gleichzeitig trafen etwa 150
    neu erfasste Wildsch眉tzen ein. Der Verband gliederte sich nunmehr in
    1 deutsche Kompanie (Inf.), 1 deutsche Batterie (Art.) und 1
    deutschen Kradsch眉tzen-Zug, 3 russische Kompanien und 1
    Ukrainer-Zug, zusammen ungef盲hr 750 Mann. Die Verluste betrugen von
    Febr. 1942 bis Aug. 1943 insgesamt 92 Tote, 218 Verwundete und 8
    Vermisste. Mit Befehl vom 10.08.1943 zur Aufstockung zum
    SS-Sonderregiment 'D' wurden zun盲chst Bew盲hrungssch眉tzen aus dem
    Straflager der SS und Polizei Dachau, die wegen krimineller Delikte
    verurteilt waren, zugef眉hrt. Zus盲tzlich kamen 眉ber das
    SS-Gren.Ers.Btl. "Ost" eingezogene Wildsch眉tzen.

    (...)