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Posts by Leutwein

    Hallo,


    ich finde es äußerst interessant, daß der Herr genau am selben Tag verwundet wurde wie mein Großvater. Ist in den anderen Dokumenten ersichtlich, wo er verwundet wurde?


    Mein Opa wurde im Raum La Bassee verwundet.


    Viele Grüße


    Karsten

    Quote

    Original von Barmbeker
    Hallo Karsten,


    vielen Dank für Deine Antwort. Deine Aussagen decken sich im wesentlichen mit meinen Vorüberlegungen und bestätigen, daß eine "Wert-Ermittlung" am Besten durch eine Versteigerung a' la Ebay zu bewerkstelligen ist. Diese Dokumente sind eben doch etwas "spezieller", als für den normalen Phaleristiker.


    Sehe ich auch so! Zwar wäre es für mich als Kolonialsammler auch interessant aber da es nicht 100% zu meinem Sammelgebiet passt, wäre ich natürlich auch nicht bereit das Maximum zu bezahlen und zum Schnäppchenpreis will ja auch keiner verkaufen =) Demnach wäre Ebay eine optimale Lösung.


    Grüße


    Karsten

    Hallo,


    um wie viele Dokumente handelt es sich genau? Da von den drei interessantesten nur die Rede ist.


    An sich ist der Nachlass schon interessant (bspw. auch für Kolonialsammler), jedoch gilt es anzumerken, daß aus phaleristischer Sicht nichts nennenswertes (wie bspw. Verleihungsurkunden, Trägerfotographien und dergleichen) dabei ist. Einzig das Kommandierungs- bzw. auch Ernennungsschreiben wäre (aus phaleristischer Sicht betrachtet) interssant, jedoch handelt es sich nicht um das Original, sondern nur um eine Abschrift. Eine Abschrift ist leider nicht so gefragt wie das Original. Nur der Name hebt nochmal den Wert dieses Konvolutes, da ja von Stetten kein Unbekannter war.


    Der Umfang des Konvolutes wäre daher auch interessant. Schließlich kann der Wert eines Konvolutes auch durch seinen Umfang steigen oder sinken (falls es nur ein paar Dokumente sind).


    Viele Grüße


    Karsten

    Also für mich gibt es schon einen Zusammenhang und würde daher die Kette beim Urkunden-Konvolut belassen und nicht voneinander trennen!


    Anbei mal ein weiterer Tigerzahn an der Brust eines dekorierten Angehörigen der kaiserlichen Schutztruppe.


    Übrigens, wenn der Name mitgeteilt werden könnte, wäre es tendenziell möglich zu ermitteln, in welcher Kolonie der Herr im WK 1 diente.


    Viele Grüße


    Karsten

    Hallo Werner,


    vielen Dank für die Blumen :]


    Und du hast Recht! Nach dem Erwerb eines begehrten Photos ist die Identifizierung in der Tat ein zweites Erfolgserlebnis.


    Viele Grüße


    Karsten


    P.S.: Kleine Korrektur noch und zwar zum zweiten Beitrag (dem Schutztruppenoffizier aus DOA): Eine Identifizierung ohne Orden ist normalerweise UNMÖGLICH!

    Nun möchte ich mich noch kurz dem widmen, wie man eine Person nur anhand seines Dienstgrades und voherigen Truppenteil ermitteln kann.


    Vor ein paar Monaten erwarb ich dieses Photo! Zu sehen ein Offizier (Leutnant bis höchstens Hauptmann) der kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika (DOA). Auf der Rückseite leider unbeschriftet. Auch trägt der Herr keine Orden....


    ....ist damit eine Identifizierung unmöglich?


    Normalerweise nicht aber nicht in diesem Fall schon ;)


    Der Verkäufer stellte noch weitere Bilder des Herrn ein (in der Heimatuniform der Schutztruppe (ohne Mantel und mit dem typischen Schutztruppenhut) und mit der Centenarmed auf der Brust aber alle Photos waren unbeschriftet!). Leider konnten mir diese Photos auch nicht für eine Identifizierung behilflich sein. Diese Photos sagten nur aus, daß jener Herr im März 1897 aktiver Offizier war, mehr aber auch nicht...


    ....gäbe es nicht noch dieses Photo. Dieses Photo war für mich relevanter, als jene Photos mit der Heimatuniform der Schutztruppe und der Centenarmedaille auf der Brust. Denn es zeigt jenen Herrn in einer Heeresuniform und das Photo wurde in Bremen aufgenommen. Auf der Schulterklappe ist eindeutig die Zahl 75 erkennbar und eine weitere Auflage die ihn als Oblt. kennzeichnet.


    Demnach diente der Herr vor seinem Übertritt zur Schutztruppe in DOA beim 75. Inf. Regt. mit Standort Bremen. Diese Info war sehr bedeutend für mich und mit dieser Information konnte ich nun im folgenden Buch weiterarbeiten:


    "Geschichte der kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika" von Ernst Nigmann.


    Dort habe ich alle Offiziere überprüft und fand glücklicherweise nur einen einzigsten Treffer:


    Der einzigste Offizier der kaiserlichen Schutztruppe für DOA, welcher zuvor im Inf.-Regt Nr. 75 diente war der Herr Oblt. Alfred von Müller


    Dieser diente vom 2. Mai 1902 bis zum 29.Mai 1904 bei der kaiserlichen Schutztruppe für DOA.


    Und so war es auch in diesem Falle möglich einen Herrn, nur anhand seines vorherigen Truppenteils und auch seines Dienstgrades, zu identifizieren. Und auch in diesem eigentlich unmöglichen Fall, hat ein Offizier wieder seinen Namen bekommen.


    Viele Grüße


    Karsten

    Hallo Forumsgemeinde,


    da ich mich jetzt mal kurz meinem Hobby widmen möchte, versuche ich nun zu erklären, wie man unbekannte dekorierte Soldaten (auf Photos) identifiziert.


    In erster Linie ist es wichtig über bestimmte Quellen zu verfügen. Diese Quellen wären Verleihungslisten und im Falle der Offiziere und Deckoffiziere: Ranglisten.
    Natürlich ist es auch sehr wichtig die Orden und Ehrenzeichen auf den Photos erkennen zu können. Ohne diesem Wissen, kommt man auch mit den soeben genannten Quellen nicht weiter. Des Weiteren wären auch in manchen Fällen Grund-Kenntnisse über die Uniformen des Heeres, der Marine und der Schutztruppen sehr hilfreich und auch das Beherrschen der Sütterlin-Schrift kann sehr hilfreich sein und erspart, bei Vorhandensein einer Widmung, alle vorherige Schritte der Recherche.


    Mit Hilfe dieser Kenntnisse und Quellen verfügt man nun über das "Arbeitswerkzeug", um unbekannte dekorierte Personen zu identifizieren. In selternen Fällen ist es auch möglich eine Person nur anhand seines Dienstgrades und seines vorherigen Truppenteils zu identifizieren. Solch einem Fall möchte ich mich später widmen und dürfte meiner Meinung nach nur im Falle von Offizieren der kaiserlichen Schutztruppe und des Ostasiatischen Expeditionskorps (Boxeraufstand) möglich sein.



    Beginnen möchte ich nun mit einem schwierigen Beispiel. Wie zu erkennen handelt es sich um einen Deckoffizier der kaiserlichen Marine, welcher für seine Teilnahme am Boxeraufstand ausgezeichnet wurde. Anhand der Rückseite wissen wir nur, daß dieser hochdekorierte Person Aloys hieß und das Bild einem Freund mit Namen Henry gewidmet hat. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist jedoch die Tatsache, daß jener Herr Deckoffizier im Jahre 1905 Angehöriger der SMS Mars war. Leider verfüge ich noch über keine Ranglisten der Marine und aus diesem Grunde waren folgende Schritte von Nöten:


    1. Welche Ehrenzeichen kommen in Betracht? Leider lässt das unscharfe Bild der Ordensschnalle keinen 100% Schluß zu. Sicher ist nur das Militärehrenzeichen 2. Klasse (MEZ 2) an erster Position und an vorletzter Position die China-Denkm. mit einer Gefechtsspange und an letzter Position die Centenarmedaille.


    Mit dieser Kombination (MEZ 2, China-Denkm. und Centenarmed) kommt man jedoch nicht weiter. Laut der OMM Nr. 43 gibt es 447 Verleihungen für die Marine und die Seebataillone. Selbst wenn man nun alle Personen ausschließen würde, die weitere Auszeichnungen (wie bspw. MEZ 1 oder weitere fürstliche Auszeichnungen (bay. Militärverdienstkreuz mit Schwertern, sächs. Allg. Ehrenzeichen mit der Kriegsdekoration oder das hess. Allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift für Tapferkeit am Bande des Allg. Ehrenzeichens oder am Kriegsband usw. )) erhalten haben, bliebe immer noch eine hohe Anzahl von Kandidaten übrig, so daß eine Identifizierung unmöglich ist.


    Scheitert nun der Versuch der Identifizierung?


    Nein. Vergrößert man die Ordensschnalle erkennt man schwach, daß sich an Position 4 eventuell um die russ. Kriegsverdienstmedaille handeln kann. Leicht erkennbar ist der russ. Zarenkopf (leider nur bei höherer Auflösung, was hier leider nicht der Fall ist und daher der Zarenkopf überhaupt nicht erkennbar ist) und die Öse ist auch sehr typisch für die russischen Medaillen.


    Was kann man nun daraus interpretieren? Fakt ist, der Herr ist dekorierter Veteran des Boxeraufstandes. Jener Herr hat möglicherweise noch eine russ. Medaille erhalten und demzufolge kann es sich bei Position 2 auch noch um eine fürstl. Tapferkeitsauszeichnung handeln. Demnach kann es sich um eine Person handeln, welcher möglicherweise 3 verschiedene Tapferkeitsauszeichnungen für seinen Einsatz in China (1900/1901) erhielt. Diese "Masse" an Auszeichnungen kam für die Kolonien und wie in diesem Falle für China sehr selten vor und kann daher die Identifizierung erleichtern bzw. wie in diesem Falle ermöglichen.


    Nun ist man schon mal einen Schritt weiter, welche aber auch nicht weiter hilft. Sicher ist nun das MEZ 2, die China-Denkm. und die Centenarmed. Des Weiteren wird eine fürstl. Tapferkeitsauszeichnung und eine russ. Medaille vermutet. Da man jedoch nicht weiß, um welche fürstl. und russ. Auszeichnung es sich handeln, wäre diese Suche zu mühsam und würde höchstwahrscheinlich auch zu keinem Ergebnis führen!


    Eventuell kommt man nun über den Dienstgrad weiter. Sicher ist, daß es sich um einen Deckoffizier handelt und ein Detailbild der Schulterklappe schränkt die potentiellen Kandidaten enorm ein. Denn mit Hilfe dieser Website konnte ich ermitteln, daß nur folgende Deckoffiziere in Frage kämen:


    http://kaiserliche.marineunifo…e/index.php?idcat=65&sid=


    Anhand des Detailbildes (man erkennt sich kreuzende Gegenstände) und dieser Website kommen folgende Deckoffiziere in Betracht:


    Feuermeister
    Exerziersergeant
    Feuerwerker
    Signalmeister


    Nun gilt es zu ermitteln, wie viele Angehörige dieser Gruppen das MEZ 2 für den Boxeraufstand erhielten und anhand einer Exel-Datei (bzw. dem Marineverordnungsblatt), welche von einem Sammlerkollegen zur Verfügung gestellt wird, kommt man zum folgenden Ergebnis:


    Feuerwerksmaat Beck
    Oberfeuermeistersmaat Ackermann
    Feuermeistersmaat Bahn
    Oberfeuerwerkersmaat Bittner
    Feuermeistersmaat Elfert
    Feuerwerksmaat Hellwig
    Feuerwerker Lenz
    Oberfeuerwerkersmaat Netzband
    Feuermeistersmaat Pfeiffer
    Feuermeistersmaat Rochow
    Signalmaat Rollwagen
    Oberfeuermeistersmaat Schleif
    Signalmaat Staben
    Signalmaat Hornig


    So haben wir nun mögliche 447 potentielle Träger auf 14 reduziert! Dienstgrade wie bspw. den Signalgast habe ich nicht berücksichtigt, da es mir unwahrscheinlich erscheint, daß sich bspw. der Signalgast (ungefähr einem Obergefreiten entsprechend) innerhalb von 4 Jahren zu einem Deckoffizier hochgearbeitet hat. Aus dem Grunde kam für mich nur ein Maat (Unteroffizier) aufwärts in Betracht.


    So da aber unser Kandidat möglicherweise 3 Auszeichnungen für seinen Einsatz in China erhielt, gilt es nun zu ermitteln welcher von diesen 14 möglicherweise drei Tapferkeitsauszeichnungen bzw. nebst einer fürstl. Auszeichnung auch eine russische erhalten hat.


    BINGO!


    Feuerwerksmaat Beck


    Jener Herr war der einzigste der dreimal für China ausgezeichnet wurde. Doch trotz dieser Fakten traue ich mir noch keine 100% Zuordnung zu. Es fehlen mir die Ranglisten der Deckoffiziere für 1905/1906 um meine Vermutung nun auch bestätigen zu lassen.


    Durch die Hilfe eines Sammlerkollegen, welcher über diese Ranglisten verfügte, wurde mir nun folgendes mitgeteilt, ich zitiere:


    "1905 - Nein.
    1906 - Volltreffer. Feuerwerker Beck (kein Vorname), Diensteintritt 2.10.1894, Ernennung zum Feuerwerker 1.Mai 1905 (daher in der 1905er noch nicht erfasst), Kommando S.M.S. Mars.


    Militärehrenzeichen 2.Klasse
    Dienstauszeichnung 3.Klasse
    Württemberg Silberne Militärverdienstmedaille"


    Damit passt alles. Beck war ab dem 01. Mai 1905 Feuerwerker (Deckoffizier), wie auf meinem Bild. Beck war Inhanber der DA 3. Klasse, was auf meinem Photo ebenfalls zu sehen ist und das MEZ 2 und die württemb. MVM passen auch. Leider wird die russ. gold. KVM nicht genannt. Warum der Russe nicht genannt wurde, kann ich nichts zu sagen. Fakt ist aber, daß Feuerwerker Beck am 28.07.1902 die russ. gold Kriegerverdienstmedaille bekommen hat, was durch die Marineverordnungsblätter bestätigt wird....



    und damit hat ein unbekannter hochdekorierter Deckoffizier der kaiserlichen Marine wieder seinen Namen bekommen und nun ist es auch möglich Näheres zu Beck zu erfahren. Beck diente als Feuerwerksmaat auf der SMS Kaiserin Augusta und nahm an den Kämpfen um Tientsin teil.

    Quote

    Original von beef_supreme
    Die Zahl von 7478 EKII Verleihungen , welche Peter Steiner in seinem Buch "Heldenwerk 1914-18" angibt , bezieht er nur auf Verleihungen an Offiziere.


    Ich finde es überaus außergewöhnlich, daß genauso viele KuK Offiziere wie KuK Mannschaften und Unteroffiziere vom Kaiserreich ausgezeichnet wurden. Normalerweise dienen ja mehr Soldaten und Uffze in einem Heer und erfahrungsgemäß erfolgen sonst auch immer mehr Verleihungen an Uffze und Soldaten wie an Offiziere.


    Nur mal so als Bsp:


    Für den Herero-und Hottentotten-Aufstand erfolgten an Mannschaften und Uffze:


    3959 Verleihungen (MEZ 1, MEZ 2, Kreuz des AEZ, AEZ und RM)


    an Offiziere hingegen:


    685 Verleihungen (PLM, RAO, KO und RM)


    Nun für den Boxeraufstand:


    an Mannschaften und Uffze:


    860 Verleihungen (MVK, MEZ 1, MEZ 2, Kreuz des AEZ, AEZ, RM und die Rot-Kreuz-Medaille 2. und 3. Klasse)


    an Offiziere:


    483 Verleihungen (PLM, RAO, KO und RM)



    Zu diesen Zahlen wurden jedoch keine Mehrfach-Verleihungen an eine Person berücksichtigt und außerdem erhielten Offiziere in erster Linie ihrem Rang entsprechend einen Orden (soll heißen: ein Lt./Oblt. erhielt den KO4x und ein Hptm den RAO4x), während alle Mannschaften und Uffze erstmal das MEZ 2 erhielten und erst bei wiederholter Tapferkeit das MEZ 1 (nur in wenigen Fällen erfolgte eine Direkt-Verleihung des MEZ 1). Dies erklärt auch die Seltenheit des MEZ 1 (und steht daher in den meisten Fällen (mit Ausnahme Chinas) für eine Verleihung an eine Person, welcher schon zuvor das MEZ 2 verliehen bekommen hat). In der obigen Auflistung wurden fürstliche und ausländische Auszeichnungen auch nicht berücksichtigt.


    Daher meine Frage, ist die Verleihungszahl für KuK-Offiziere nicht zu hoch oder die Verleihungszahl für KuK- Mannschaften und -Unteroffiziere nicht zu niedrig??



    Viele Grüße


    Karsten

    Quote

    Original von beef_supreme
    Interessant ist zu sehen ,dass diesem Soldaten ,obwohl es sich um einen Unteroffiziersdienstgrad handelt ,das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen wurde ,ein Umstand ,den es so nicht geben sollte ,da eine Verleihung an Mannschaften eigentlich "tabu" war.


    Hallo Werner,


    ein sehr schöner und interessanter Nachlass, danke fürs zeigen.


    Bzgl. des EK´s hier noch ein interessanter Beitrag im SDA-Forum von einem öster. Sammlerkollegen:


    "...das EK wurde bis auf wirklich wenige ausnahmen NICHT an österr. UO oder mannschaften verliehen. Sogar das Fliegerass Julius Arigi (32 Abschüsse) hat als kuk Offiziersstellvertreter nur die Kriegerverdienstmedaille bekommen.


    Die Kriegerverdienstmedaille ist NICHT die Vorstufe zum EK für österr. Soldaten.


    die österreicher die sie bekamen, waren zumeist schon mehrfach mit einer öü TM ausgezeichnet und verdiente soldaten. (Anmerkung von mir: würde auch im Falle Petric zutreffen oder nicht?) Die wirklich wenigen Ausnahmen finden sich bei Einheiten, die direkt deutschen Kommando unterstellt waren.


    1916/17 gab es sogar den sogenannten Fall Fallenbacher. Ein österr. Offiziersstellvertreter der unter deutschen Kommando stehend das EK2 verliehen bekam. 2 Wochen später, nachdem man darufkam hoppala, der ist ja kein offizier, musste er das EK wieder hergeben. Es gibt zwei Artikel von jörg Steiner zu fallenbacher und der kriegerverdienstmedaille an Verbündete."


    Ein weiterer Sammlerkollege fügte noch folgende Information hinzu:


    "Steiner gibt in einem seiner Artikel eine Verleihungsanzahl von 7123 Kriegerverdienstmedaillien, 7478 EK 2 und 341 EK 1 an Österreicher an..."


    Die Beiträge stammten aus dem folgenden Link und sind unter den Beiträgen: Nr. 5 und 8 zu finden.


    http://h1797427.stratoserver.n…-unterschied-kvm-und-mez/


    Beitrag 1 (sprich vom öster. Sammlerkollegen) erklärt dann wie außergewöhnlich die Verleihung eines EK an einen öster. Soldaten ist.


    Unter Beitrag 2 würde mich persönlich interessieren, da die Verleihungszahl des EK´s im Vgl. zur KVM etwas höher liegt, wie viele von den 7478 Beliehenen des EK 2 Offiziere waren. Nach Beitrag 1 müsste ja dann der Großteil der EK 2 Beliehenen Offiziere gewesen sein.


    Viele Grüße


    Karsten

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    Original von beef_supreme
    Weist du , wann man bei dem Allgemeinen Ehrenzeichen für Tapferkeit auf das Tapferkeitsband umgestellt hat ?


    Hallo Werner,


    im Artikel von Herrn Spath: "Die Schwerter zum Orden Philipps des Großmüthigen von Hessen-Darmstadt" (im Vereinsmagazin des BDOS Nr. 81, 14. Jahrgang Oktober 2012), heißt es hierzu:


    "Der Autor und andere gehen davon aus, dass die Tapferkeitsmedaille ab dem 04.Januar 1902 nur noch am "hessischen Kriegsbande" verliehen wurde."


    Also erfolgte die Umstellung (vom Bande des Allg. Ehrenzeichens zum hessischen Kriegsbande) noch während der Verleihungsserie für die Veteranen des Boxeraufstandes.


    Demnach erfolgten nur 8 Verleihungen des hess. Allg. Ehrenzeichens mit der Inschrift für Tapferkeit am Bande des Allg. Ehrenzeiches.


    Viele Grüße


    Karsten

    Quote

    Original von beef_supreme
    Ein Dokumentenkonvolut eines Askaris leider nicht.
    Auch noch nie gesehen oder davon gehört.
    Ich kenne eine erhaltene Ordensspange , aber mit Papieren sieht es wohl ganz mies aus.
    Viele Grüße , Werner


    Kann ich nur bestätigen. Ich meine mal einen Militärpass eines Askaris, welcher durch den Ausbruch des WK1 eingezogen wurde und dann an den Feldzügen in DOA teilnahm, gesehen zu haben....


    ....jedoch finde ich die Bilder nicht mehr, was ich sehr ärgerlich finde.


    Das es solche Belege (VU, sonstige Dokumente etc. von Askaris) gab ist klar, daß sie die Zeit überdauert haben beweist dieses Photo (Quelle: Karlheinz Graudenz, Hanns-Michael Schindler: Die deutschen Kolonien, Weltbild-Verlag) ABER ob diese Dokumente, nach Ableben des Veteranen, noch heute existieren, ist mehr als fraglich.


    Aber vielleicht schlummert ja noch so mancher Schatz in Afrika, denn solch ein Askari-Nachlass wäre schon was ganz besonderes ;aahh;


    Auch Photobelege von dekorierten Askaris sind leider sehr sehr sehr selten.


    Viele Grüße


    Karsten

    Ist wirklich eine schöne VU und was die VU so interessant macht, ist, daß diese an eine Frau verliehen wurde und des Weiteren auch eine interessante Geschichte vorhanden ist.


    Ich mag besonders solche Einzelurkunden oder Urkundengruppen zu denen sich einiges recherchieren lässt. So macht das Sammeln Spaß!


    Glückwunsch zu dieser schönen VU.


    Anbei mal ein Photo eines "Tientsin-Veteranen". Der damalige Seesoldat Roth gehörte zum Zug des Lt. Wenzel, der vor Anbeginn in Tientsin eingeschlossen wurde.
    Für seine Teilnahme an den Kämpfen erhielt der Seesoldat Roth das MEZ 2 und das hessische Allgemeine Ehreinzeichen mit der Inschrift für Tapferkeit am Bande des Allg. Ehrenzeichens(!).


    Eventuell kannte der Seesoldat die Villa der Frau Eveline Detring.


    Viele Grüße


    Karsten

    Hallo Alex,


    eigentlich sind ja die Kolonien und der Boxeraufstand mein Spezialgebiet und von daher hält sich mein Wissen bzgl der Württemberger eher in Grenzen....


    ....aber soweit ich das erkennen, haben wir mMn in beiden Fällen (also auf deinem Foto und auf dem vom Vereinsheft) einen Generalmajor und in beiden Fällen handelt es sich auch um den Herrn v.Steinhardt.


    Da bleiben eigentlich nur 2 Alternativen übrig:


    1. Der Herr besaß eventuell doch mehrere Ordensschnallen (finanziell gesehen hätte er es sich zumindest leisten können aber ob man zu einem besonderen Anlaß auch unterschiedliche Ordensschnallen getragen hat??).


    2. Dein Foto ist jüngeren Datums, sprich zw. 1912 und 1914.


    Vielleicht gibt es in diesem Forum ja einen "Württemberg-Experten" und kann sich hierzu äußern.


    Viele Grüße


    Karsten

    Hallo,


    hat zwar recht lange gedauert :rolleyes:


    ....aber besser spät als nie.


    Anbei mal ein Ausschnitt aus dem Vereinsmagazin des BDOS. Meiner Meinung nach handelt es sich um den Generalmajor Gustav Albrecht von Steinhardt.


    Aber anhand des fehlenden Offizierskreuzes des bay. MVO (entweder wird dieser vom Arm verdeckt oder er trägt diesen einfach nicht!) und der Reihenfolge der Orden an der Ordensschnalle (Orden stimmen mit denen von Generalmajor vSteinhardt überein nur die Reihenfolge nicht!), muss deine Aufnahme aus einem früheren Zeitpunkt stammen. Demnach zeigt deine Aufnahme GM vSteinhardt nicht bei der Königsparade in Stuttgart im Jahre 1912 (er wird ja schließlich nicht 2 Ordensschnallen an jenem Tag getragen haben) und muss daher aus der Zeit vor 1912 stammen.


    Aber definitiv Generalmajor von Steinhardt!


    Im übrigen ist der Ausschnitt im Vereinsmagazin des BDOS Heft 50 (9. Jahrgang/ August 2007) auf Seite 5 zu finden.


    Viele Grüße


    Karsten

    Eventuell könnte es sich um den Generalmajor v. Steinhardt handeln. Wen dem so ist, dann müsste die Aufnahme von Henry Jones während der Königsparade in Stuttgart im Jahre 1912 stattgefunden haben.


    Nach nochmaligen Vergleich, ist es definitiv Generalmajor von Steinhardt während der Königsparade in Stuttgart im Jahre 1912.


    Viele Grüße


    leutwein

    mhm echt schade! Denn unter diesen Bedingungen ist eine Identifizierung der Orden nicht möglich und damit auch der Name der Person.


    Muss mich aber korrigieren, vielleicht hat der Herr General doch eine Tschapka auf den Kopf und keinen Tschako.


    Viele Grüße


    leutwein

    Dragoner würde ich beim Herrn General ausschließen! Der Mann hat doch einen Tschako auf dem Kopf, demnach kann dieser doch (meines Wissens!) kein Dragoner sein.


    Aufnahme selbst muss vor 1914 entstanden sein. Würde selbst zw. 1900 und 1914 tendieren, doch wann genau.... ?( Da bräuchte man schon ein paar Zusatzinfos mehr.


    Auch eine Vergrößerung der Ordensspange, des Offizierskreuzes und des Halsordens wäre von Vorteil. Eventuell würde sich der General durch seine Auszeichnungen identifizieren lassen.


    Viele Grüße


    Leutwein

    Hallo,


    ja die Urkunden stammen alle aus Nachlässen, welche in meinem Besitz sind! Sind aber nur die Urkunden, leider.


    Anbei noch eine recht seltene Variante!!! Mit Originalunterschrift vom Kaiser Wilhelm II


    Zu deiner Frage:


    Gefreiter Biermann erhielt die Kolonialdenkm. für seinen Einsatz in Deutsch-Südwestafrika im Jahre 1897/98 gegen die vereinigten Swartboi-Topnar-Hottentotten und Nordwest-Hereros.


    So und hier die VU zur DSWA-Denkm. aus Stahl an den späteren General der Artillerie und Feldzeugmeister Koehne


    Viele Grüße


    Leutwein