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Posts by kerschi

    Mein Gro脽vater r眉ckte 1935 zum Pionierbatallion Nr. 7 in Villach ein. Dort wurde er 1938 von der Deutschen Wehrmacht 眉bernommen und nach Schwaz (Gebirgspionierbatallion 82-2.Gebirgsdivision) 眉berstellt. Im Oktober 1938 erfolgte der erste Einsatz der Gebirgspioniere beim Einmarsch ins Sudetenland. Am 1. September begann auch f眉r die 2. GD der Zweite Weltkrieg. Vom Bereitstellungraum der Hohen Tatra in der Slowakei erfolgte der Vormarsch 眉ber Jaslo bis Lemberg. Nach Beendigung des Feldzuges wurde die Division im Raum Koblenz stationiert. Ende April 1940 wurde die Gebirgsdivision in Alarmbereitschaft versetzt. Der Einsatz erfolgte aber nicht im Westen, sondern in Norwegen. Am 1. Mai wurde mein Opa mit Teilen des Gebirgsj盲gerregiments 136 auf die Buenos Aires verladen. Einige Stunden nach dem Auslaufen erhielt das Schiff Torpedotreffer durch ein englisches U-Boot. Einige Zeit sp盲ter sank das Schiff. Mein Opa 眉berlebte und wurde kurz darauf ohne Zwischenf盲lle nach Norwegen verschifft. Danach ging es zu Fu脽 von Drontheim nach Narvik, um das Gebirgsj盲gerregiment 139 unter General Dielt zu unterst眉tzen. Am 23. Mai 1940 befahl der Oberbefehlshaber der 2. GD-General Valentin Feurstein, die "Kampfgruppe B眉ffel" aufzustellen. Zu Fu脽 gelangten die Gebirgsj盲ger von Mo in Lana 眉ber den Gicce Gocca Gletscher in den Raum Narvik. In der ersten Juniwoche wurde das Unternehmen beendet, da das Ende des Frankreichfeldzuges bevorstand und die Allierten aus Narvik abzogen. Am 22. September 1940 verlegte die Einheit meines Opas nach Kirkenes in Nordnorwegen. Nach einer Besatzungszeit bis zum 29. Juni 1940 ( Beginn des Russlandfeldzuges) ging es im Rahmen des Unternehmens Platinfuchs in Richtung Murmansk. Nach anf盲nglichem raschem Vorsto脽 bis zur Liza ( 45 km nordwestlich von Murmansk) kam der Angriff zum Erliegen. Nach einer Zeit von ungef盲hr 2,5 Jahren (bis Anfang 1945) blieb die Division im Hohen Norden. (Im Oktober 1944 begann die Gro脽offensive der Russen gegen Finnland). Danach ging es an die Westfront (Colmar, Trier, Sta脽burg, Germersheim) Am 17.April 1945 kam mein Opa in amerikanische Gefangenschaft. Die Aufenthalte in den ber眉chtigten Rheinwiesenlagern geh枚rten sicher zu den schwersten Stunden im Leben meines Gro脽vaters. Im September 1945 wurde er nach mehrmaligen Ausbr眉chen aus den Lagern und anschlie脽end wieder erfolgten Aufgriffen aus der Gefangenschaft der Amerikaner entlassen. Anfang September traf er in seinem kleinem Heimatdorf in Flattach-M枚lltal -K盲rnten -脰sterreich ein. Auch seine Br眉der (auch alle Eismeerfrontk盲mpfer) 眉berlebten alle den Krieg.

    Ich meine mich erinnern zu k枚nnen, dass im Werk von Kr盲utler-Springenschmid-Es war ein Edelwei脽-- in einem Nebensatz erw盲hnt wurde, dass Teile des Gebirgspionierbataillons 82 an Bord der Buenos Aires waren. Es ist mittlerweile leider schon drei Jahrzehnte her , als mein Opa erz盲hlte, dass er am 1. Mai 1940 versenkt wurde. Er berichtete auch von 眉ber 200 Pferden, die beim Untergang ertranken. Ich kann mich aber auch t盲uschen-jedenfalls vielen Dank f眉r deine (wie immer) sehr interessante Aufarbeitung der Geschichte der 2. GD! **:clapping_hands:

    Hallo Samuel!


    Konntest du in Erfahrung bringen, wieviel Gebirgspioniere der 1/Geb. Pi. 82 auf der Buenos Aires eingeschifft waren? Wie du ja wei脽t, war auch mein Opa auf dem Schiff und trieb 8 Stunden im Skagerrak, bevor er von einem Minensucher aufgenommen wurde.

    Hallo Samuel!


    Vielen Dank f眉r diese ausf眉hrliche und gewissenhaft aufgearbeitete Dienstzeit eines Gebirgsj盲gers beim GJR 136. Wie du ja wei脽t, bin ich durch die Geschichte meines Gro脽vaters sehr mit der Historie der 2. GD verbunden. Mit gr枚脽tem Interesse verfolge ich immer deine Nachforschungen!


    lg und bis bald


    kerschi:clapping_hands::clapping_hands::clapping_hands:

    Im folgenden Beitrag stelle ich Euch die Urkundengruppe des Oberj盲gers Rudolf Keuscher vor. Leider wei脽 ich keine Details seiner Dienstzeit. Ich kann Euch nur kurz berichten, wie diese Urkunden den Weg zu mir fanden:


    Bei einer Geburtstagsfeier vor ungef盲hr 25 Jahren war auch der ehemalige Oberj盲ger Rudolf Keuscher eingeladen. Bei einem Gespr盲ch erw盲hnte ich stolz, dass ich die Urkunden und Auszeichnungen meines Opas in Ehren halte. Daraufhin erz盲hlte der ehemalige Gebirgsj盲ger ein wenig von seiner Dienstzeit. N盲t眉rlich hakte ich immer mehr nach. Er lud mich daraufhin zu sich nach Hause ein.


    Am folgenden Tag konnte ich die Gruppe in meine Sammlung aufnehmen. Besonders stolz bin ich auf den ISA Vordruck und die Urkunde zum EK 1. Die Orden hatte er vor seinem abenteuerlichen Heimweg von der Tschechoslowakei nach der Kapitulation weggeworfen. Mit M眉he konnte er einem Aufgriff der tschechischen Partisanen entkommen und sich nach Spittal an der Drau-K盲rnten -脰sterreich durchschlagen.


    lg aus K盲rnten


    kerschi

    Mein Name ist Walter Kerschbaumer und ich kommen aus Obervellach , K盲rnten , 脰sterreich. Viele junge M盲nner meines Heimattales wurden zu den Gebirgsj盲gern eingezogen. Fernab der Heimat leisteten sie ihren entbehrungsreichen Kriegsdienst ab. Im folgenden Beitrag stelle ich Euch die Dienstzeit meines Opas vor:


    Mein Gro脽vater r眉ckte 1935 zum Pionierbatallion Nr. 7 in Villach ein. Dort wurde er 1938 von der Deutschen Wehrmacht 眉bernommen und nach Schwaz (Gebirgspionierbatallion 82-2.Gebirgsdivision) 眉berstellt. Im Oktober 1938 erfolgte der erste Einsatz der Gebirgspioniere beim Einmarsch ins Sudetenland. Am 1. September begann auch f眉r die 2. GD der Zweite Weltkrieg. Vom Bereitstellungraum der Hohen Tatra in der Slowakei erfolgte der Vormarsch 眉ber Jaslo bis Lemberg. Nach Beendigung des Feldzuges wurde die Division im Raum Koblenz stationiert.


    Ende April 1940 wurde die Gebirgsdivision in Alarmbereitschaft versetzt. Der Einsatz erfolgte aber nicht im Westen, sondern in Norwegen. Am 1. Mai wurde mein Opa mit Teilen des Gebirgsj盲gerregiments 136 auf die Buenos Aires verladen. Einige Stunden nach dem Auslaufen erhielt das Schiff Torpedotreffer durch ein englisches U-Boot. Einige Zeit sp盲ter sank das Schiff. Mein Opa 眉berlebte und wurde kurz darauf ohne Zwischenf盲lle nach Norwegen verschifft. Danach ging es zu Fu脽 von Drontheim nach Narvik, um das Gebirgsj盲gerregiment 139 unter General Dielt zu unterst眉tzen. Am 23. Mai 1940 befahl der Oberbefehlshaber der 2. GD-General Valentin Feurstein, die "Kampfgruppe B眉ffel" aufzustellen. Zu Fu脽 gelangten die Gebirgsj盲ger von Mo in Rana 眉ber den Gicce Gocca Gletscher in den Raum Narvik. In der ersten Juniwoche wurde das Unternehmen beendet, da das Ende des Frankreichfeldzuges bevorstand und die Alliierten aus Narvik abzogen


    . Am 22. September 1940 verlegte die Einheit meines Opas nach Kirkenes in Nordnorwegen. Nach einer Besatzungszeit bis zum 29. Juni 1941 ( Beginn des Russlandfeldzuges) ging es im Rahmen des Unternehmens Platinfuchs in Richtung Murmansk. Nach anf盲nglichem raschem Vorsto脽 bis zur Liza ( 45 km nordwestlich von Murmansk) kam der Angriff zum Erliegen. Nach einer Zeit von ungef盲hr 2,5 Jahren (bis Anfang 1945) blieb die Division im Hohen Norden. (Im Oktober 1944 begann die Gro脽offensive der Russen gegen Finnland). Danach ging es an die Westfront (Colmar, Trier, Sta脽burg, Germersheim) Am 17.April 1945 kam mein Opa in amerikanische Gefangenschaft.


    Die Aufenthalte in den ber眉chtigten Rheinwiesenlagern geh枚rten sicher zu den schwersten Stunden im Leben meines Gro脽vaters. Im September 1945 wurde er nach mehrmaligen Ausbr眉chen aus den Lagern und anschlie脽end wieder erfolgten Aufgriffen aus der Gefangenschaft der Amerikaner entlassen. Anfang September traf er in seinem kleinem Heimatdorf in Flattach-M枚lltal -K盲rnten -脰sterreich ein. Auch seine Br眉der (auch alle Eismeerfrontk盲mpfer) 眉berlebten alle den Krieg.


    lg aus K盲rnten


    kerschi