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Posts by speedytop

    Mal wieder eine nicht alltägliche Urkunde, mit Anerkennung und Dank für einen "Schubkarren mit Obst" anlässlich der Herbstdankfeier (Erntedankfest) abgehaltenen Wettbewerb.

    Der 1. Weltkrieg lag in seinen letzten Zügen, die Bevölkerung hatte harte Kriegsjahre hinter sich, aber für eine derartige Veranstaltung mit Wettbewerb und Dankurkunde reichte es noch.


    Uwe

    Hallo,


    ja, frühe Stücke der 57er Auszeichnungen, aber das Abzeichen LSA, Großabzeichen und Vorstecknadel, ist etwas zu früh für diese Rubrik.

    Das ist ein Landessportabzeichen (LSA), verliehen 1949 bis 1952 in Württemberg, in Baden und in Württemberg-Hohenzollern. Das Abzeichen gab es in Bronze, Silber, Gold und als Versehrten-Sportabzeichen.


    Uwe

    Mit "Sudetenlandmedaille ... und ... DIenstauszeichnung IV.Klasse" war er doch zumindest seit 1934 Soldat. Die Ausbildung zum Offizier dauerte 2 Jahre, damit könnte er seit 1936 Leutnant gewesen sein. Damit frühestens 1939 (nach 1.September) Oberleutnant und 1942 Hauptmann.

    Geboren 1913 war die Altersgrenze bei der Bundeswehr für Oberstleutnante mit 56 Jahren im Jahr 1969 erreicht.


    Uwe

    Hallo Anhaltiner,


    "Im Oktober 1938 Teilnahme am Einmarsch ins Sudetenland." Gibt es dazu eine Urkunde, auf der ja der Dienstgrad eingetragen sein muss?

    "Er war zum Kriegsbeginn am 01.09.1939 Leutnant". War er schon einige Zeit Leutnant oder wurde er an diesem Tag befördert?

    Das sind alles sehr vage Angaben.


    Die Bundeswehr übernahm ehemalige Soldaten der Wehrmacht mit dem letzten erreichten Dienstgrad oder mit dem nächsthöheren Dienstgrad, je nach festgestellter Eignung, auch abhängig vom Lebensalter.


    Uwe

    Für die Glückwünsche, die Sie mir zur Verleihung des Eichenlaubes geschickt haben, danke ich Ihnen herzlich. Ebensosehr danke ich Ihnen, zugleich im Namen meiner Frau, für die Wünsche zu unserer Vermählung. Es sind unendlich schöne Tage, die ich nach meiner Genesung in der Heimat verbringen kann. Meine Verwundung hat sich wieder ##### gemacht, so dass ich nicht in Bälde wieder an die Front zurückkehren kann

    Mit den besten Grüßen und Wünschen für Sie


    Uwe

    Bis in die 1850er Jahre war der Hamburger Bürgereid plattdeutsch verfaßt. Da gibt es z.B. bei den Abgaben immer noch die Türkensteuer (Einziehung von Geld für die Kriege gegen die Türken), eine Tholage für außerhalb Hamburgs wohnenden Bürger, sowie auch einige andere Abgaben. Ab den 1850er Jahren, der Bürgereid war jetzt hochdeutsch verfaßt, steht an dieser Stelle nur noch "Steuern und Abgaben".


    Die Unterschrift (Handschrift) des Herrn Hinse besteht aus einem großen X mit der Anmerkung: Kann nicht schreiben.


    Uwe

    Ich möchte hier einen Beleg einstellen, der meinem Vater bei der Entlassung aus englischer Kriegsgefangenschaft im Oktober 1945 mitgegeben wurde.
    Er hatte zwar nicht vor, Landarbeit zu verrichten, aber das war damals eine übliche Formulierung, um Kriegsgefangene frühzeitig entlassen zu können.


    Den Beleg finde ich durchaus lesenswert.


    Uwe

    Das andere Dokument von 1853 ist durchaus interessanter, denn hierbei handelt es sich um den Chef der 4. Compagnie des 6. Bataillons, den Hauptmann Pedro Gabe.


    Durch das Kriegs-Gericht wird erkannt, daß nach Anhörung des Hauptmanns, des Auditeurs Adjunkt und der Verteidigung sowie einschließlich des Erkenntnisses des Chefs des Bürger-Miltärs, Herrn Oberst Nicol, der Angeklagte "wegen disziplinarwidrigen Benehmens gegen seinen Vorgesetzten, jedoch unter Berücksichtigung der vorgekommenen Umstände, mit einem sofort zu ertheilenden Verweis und vier mal ein und zwanzig Stunden Arrest - in einer Haft zu büßen - zu bestrafen sei."


    Interessant ist, daß der Chef des Bürger-Militärs, Oberst Nicol, auch 12 Jahre später noch der Chef ist, siehe meinen Beitrag vom 27.08.2007.


    Uwe

    Hier ist ja richtig viel los!


    Aber nachdem ich zwei neue Belege des Hamburger Bürger-Militärs erhalten habe, möchte ich die auch vorstellen.


    Im ersten Dokument von 1848 geht es um zwei Gardisten von der 7. Compagnie des 1. Bataillons, die bei der Rückkehr vom Heiligen-Geist-Felde, wohl nach einer kleinen Feier dort, "unziemlichste" Reden gegen ihre Vorgesetzten, namentlich gegen den Oberlieutenant Wulff geführt haben. Außerdem haben sie sich in Uniform, "wenngleich außer dem Dienst", in Beleidigungen und Drohungen gegen den Herrn Hauptmann Benecke und den Sergeanten Leh ergangen.
    Zugute gehalten wird ihnen, daß sie geständig sind und zugeben, am gedachten Tage stark betrunken gewesen zu sein.


    Der Gardist J.C. Voigt wird mit einer Arreststrafe von "10 Mal 24 Stunden" und der Gardist H.W. Haack zu einer Arretstrafe von"6 Mal 24 Stunden" belegt.
    Beglaubigt (In fidem) wird das Ganze vom zuständigen Auditeur Adjunkt (Gehilfe des richterlichen Militärjustizbeamten).

    Hallo Armin,


    ich musste mich nach Erhalt der Urkunde selbst erst einmal informieren. Die Bezeichnung gibt es auch noch als "Oberleutnant zur See der Reserve der Matrosenartillerie"


    Die Marineartillerie gliedert sich in die Schiffsartillerie und die Küstenartillerie. In der Küstenartillerie gab es damals Matrosenartillerie-Abteilungen. Die Mannschaften der Matrosenartillerieabteilungen waren Männer aus der nichtseemännischen Bevölkerung und blieben an Land.


    Uwe

    Gefreiter Berthold Schüttler


    Königlich Preußisches 2. Bataillon Brieg, 4. Niederschlesisches Landwehrregiment No. 51
    3. December 1870
    Dem Gefreiten Berthold Schüttler wird mit Bezug auf die Kriegsministerielle Verfügung vom 23/27 November 1870 /: K.M. No. 50211 A I a :/ militärischerseits ein Urlaub nach Rußland auf ein Jahr und genau bis zum Vierten December Achtzehn Hundert ein und siebenzig bewilligt.
    Brieg, den 3. December 1870
    Der Oberstlieutenant z.D. und Bezirks-Commandeur.


    Königlich Preußisches Reserve-Landwehr-Bataillon Breslau No. 38
    Dem Gefreiten Berthold Schüttler wird unter den untenstehenden Bedingungen ein fernerer zweijähriger Urlaub nach Rußland und zwar bis genau 20ten Dezember 1800 drei und Siebenzig … bewilligt.
    ...
    Breslau, den 20. December 1971
    Der Oberstlieutenant und Bezirks-Kommandeur.


    Königlich Preußisches Reserve-Landwehr-Bataillon Breslau No. 38
    Dem Gefreiten Berthold Schüttler wird ein fernerer Urlaub nach Rußland und zwar bis zum 29. Dezember 1870 und Fünf unter den untenstehenden Bedingungen hierdurch bewilligt.
    Breslau, den 29. Dezember 1873
    Der Oberstlieutenant und Bezirks-Kommandeur


    Weiteres Dokument ohne Bild:
    Königlich preußisches Reserve Landwehr Regiment No. 38 (Breslau) II. Bataillon
    Antrag auf Übertritt in den Landsturm, unter anderem unter Vorlage der Papiere für Auslands-Urlaub bis zum Jahr 1878 (oben die Bewilligungen bis 1875).
    Antrag bewilligt mit Hinweis darauf, dass weitere Bewilligungen zum Aufenthalt im Ausland nicht mehr erforderlich sind, da zum Landsturm übergeführt.
    Hinweis: Einen Anspruch auf die Landwehr Dienstauszeichnung haben Sie bestimmungsmäßig nicht.
    Anschrift: Herrn M. Helferich-Sadet Charkow zur Übergabe an Herrn Gutsbesitzer Berthold Schüttler.


    Uwe

    Ich habe kurz das Forum nach "Sterbebildern" durchforstet. Anscheinend gibt es hier so etwas nur von Deutschen und auch nur von Soldaten?
    Daher erlaube ich mir mal, 2 belgische Todesanzeigen zu zeigen:


    Eine dieser Karten berichtet gleich von 3 Belgiern, die als "politische Gefangene für Belgien im Frühjahr 1945 in Deutschland starben".


    Die andere Karte gilt einem 21jährigen Belgier, der"elendig ums Leben gekommen ist in Mannheim (Deutschland) am 21. Januar 1945". (Im Mannheimer Stadtteil Sandhofen gab es jeweils ein KZ-Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof [es war ein Hungerlager] und des KZ Hintert).



    Uwe

    Aus einem kleinen Konvolut möchte ich eine Urkunde vorstellen, die die Problematik deutscher "Staaten" nach dem 1. Weltkrieg zeigt.


    Das Königreich Bayern endete am 7. November 1918, als von Kurt Eisner der "Freistaat Bayern" ausgerufen wurde. In diesem Zusammenhang wird auch vom "Freien Volksstaat Bayern" gesprochen, Briefmarken mit dem Bildnis des letzten bayerischen Königs Ludwigs III. wurden mit dem Aufdruck "Volksstaat " versehen. Im Staatsgrundgesetz von Anfang 1919 (Bayern ist eine Republik) steht als erster Satz: Bayern ist Mitglied der Vereinigten Staaten Deutschlands (Deutsches Reich).


    Sozialistische Gruppen (Arbeiter- und Soldatenräte) riefen 1919 die "Münchner Räterepublik" (Bayerische Räterepublik) aus; das wurde nach wenigen Wochen beendet. Es gab dann kurz auch noch eine 2. Räterepublik (Kommunistische Räterepublik), die aber schnell wieder verging.


    Mit der Bamberger Verfassung vom 14. August 1919 endete auch formell das Königreich Bayern. Diese Verfassung bezeichnet Bayern als „Freistaat und Mitglied des Deutschen Reiches“.


    Die unterschiedlichen Bezeichnungen dieser Zeit werden auf der Urkunde sichtbar. Als "Mitglied des Deutschen Reiches" ist auf der Urkunde ganz oben diese Bezeichnung angebracht "Deutsches Reich". Übergangsweise lautet die weitere Bezeichung Volksstaat Bayern", die von der Bezeichnung "Freistaat Bayern" abgelöst wird.
    Nach meinem Kenntnisstand wird der Oberbegriff "Deutsches Reich" in Bayern nicht mehr lange weiterverwendet (aber ich kann mich auch täuschen).


    Staataangehörigkeit Bayern F.jpg


    Uwe

    Hallo,


    diese beiden Urkunden begeistern mich beim Ansehen immer wieder. Erst verbietet man einem PG das Tragen der Uniform und jegliche Betätigung innerhalb der Partei, und nach über 2 Jahren wirft man ihm vor, keine Versammlungen mehr besucht zu haben. Mit Unterschrift des selben Organisationsleiters.


    NSDAP-Mitteilungen K.jpg


    Uwe

    Und was helfen neue Geldscheine mit einem Wert von 50 Milliarden Mark, wenn man ein paar Tage später 600 Milliarden Mark als Bezugspreis für 7 Tage Tageszeitung bezahlen muss (Bote an der Inde in Eschweiler, vorne in einen Buchdeckel eingeklebt)!
    Vermutlich wurde der Betrag kurz vor der Auslieferung der Zeitung, womöglich am 15. November 1923 kassiert.


    Direkt anschließend, am 15. November 1923, endete die Inflation mit Einführung der Rentenmark.


    Uwe

    Ich bin der Meinung, dass man diese sprunghaften Veränderungen des Geldes auch an Beispielen illustrieren sollte.
    Hier ein Beleg von Urkundenheften für das Sportabzeichen Ende 1922/Anfang 1923.
    Im Heft vom Juli 1922 waren bereits deutlich erhöhte Preise für den Erwerb des Urkundenheftes vorgesehen, vorher 5 Mark (1920) bzw. 15 Mark (1921). Vor der Ausgabe der Hefte wurde der Preis auf 30 Mark erhöht, dann mit 300 Mark überstempelt und dieser Stempel noch mit 1.000 Mark überstempelt.

    Sammler mit Fachwissen DDR werden gleich anmerken, dass es Urkunden zum Ehrentitel "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" in unglaublich großer Anzahl gibt. Das ist korrekt, ich habe selber über 100 Urkunden davon in meiner Sammlung.
    Trotzdem möchte ich hier 2 Urkunden einstellen.


    Bei der Verleihung dieses Ehrentitels gabt es eine Kollektiv-Urkunde und für jedes Kollektiv-Mitglied eine Urkunde mit Medaille sowie eine Prämie. Die Einzelurkunden für ein Kollektiv sind entsprechend seltener und sie wurden nach der Wende 1989 leicht entsorgt, da ohne namentliche Zuordnung.


    Die hier vorgestellten Urkunden gehören zu dem Kollektiv "Abteilung für Anästhesie und Intensivpflegestation" der "Militärmedizinischen Akademie in Bad Saarow" (MMA).
    Chef (Rektor) dieser Akademie war der Generalleutnant OMR Prof. Dr. med. sc. Dr. h.c. Hans-Rudolf Gestewitz. (OMR = Obermedizinalrat)
    Das Kollektiv erhielt diese Auszeichnung 1978, 1979 und 1980, der Titel wurde demnach nach Erstverleihung 1978 zweimal verteidigt. Die Unterschriften des GL Gestewitz sind alle original handschriftlich.


    Die Kollektivurkunde hat zusammengeklappt die Größe DIN A4, die Einzelurkund(n) die Größe DIN A5. Zu jeder Urkunde gehört normalerweise eine Mappe, hier nicht abgebildet.
    Neben der Urkunde des Hauptmann Bigus befindet sich noch eine weitere Einzelurkunde dieses Kollektivs in meiner Sammlung, für eine Frau Blomel. Nach einer Internet-Recherche konnte ich die beiden Kollektiv-Mitglieder als Angehörige der Klinik Anasthesiologie und Intensivtherapie in der MMA entdecken, den Oberstleutnant Dr. med. Gerd Bigus als Leiter des Fachbereichs Dialyse und den Leutnant Edelburg Blomel als Leitende Schwester..


    Anzumerken ist noch, dass die als Vorläufer bis 1961 verliehenen Ehrentitel "Brigade der sozialistischen Arbeit" und "Gemeinschaft der sozialistischen Arbeit" erheblich seltener sind, insbesonder die Einzelurkunde für eine Brigade und eine Gemeinschaft.
    Aber auch solche Urkunden befinden sich in meiner Sammlung.


    Uwe

    Danke für die freundlichen Kommentare, wobei ich eingestehe, dass ich das mit der abgesetzten Pfalz (Exklave) vor diesem Ausweis ebenfalls nicht wußte.


    Aber dafür sind ja Dokumente da, zum Nachforschen. Und nicht nur zum Erwerben und Abheften.


    Uwe

    Nur ein kleines Dokument, zusammengeklappt 84mm x 101mm, aber erstaunlich viel Information, wenn man ein wenig an Geschichte interessiert ist.


    Mir fiel an der Ausweiskarte auf:
    - Rammelsbach in Bayern; Wiki sagt Rheinland-Pfalz, weit entfernt von Bayern
    - (französisch) besetzte Gebiete noch 1928?


    Das ist ein sehr umfangreiches Thema, ich versuche es kurz zu machen.
    Zugehörigkeit Rammelsbach:
    1798 - 1814 französisches Saardepartement,
    1814 - 1816 Österreich,
    1816 - 1918 Königreich Bayern,
    1918 - nach Kriegsende 1945 Bayern, zwischendurch bis 1930 französich besetzt,
    1945 - 1946/47 französisch besetzt,
    1947 - heute Rheinland-Pfalz


    Zur Verdeutlichung der damaligen abgesetzten Lage der Pfalz ein Bild aus Wikipedia.


    Theobald Ausweis F.jpgKönigreich Bayern (Wikipedia).jpg


    Uwe

    Hier möchte ich einen "Meisterbrief" aus dem Jahr 1856 vorstellen, aus Eggenfelden in Niederbayern.


    Der 25jährige Schlossergeselle Michael Mayer aus Mayerhofen, kgl. Landgerichts Hemau, unterzieht sich der vorschriftsmäßigen Gewerbs-Prüfung. Er hat die Prüfung (praktisch gut und theoretisch gut) "in der Art bestanden, dass er zum selbstständigen Betriebe dieses Gewerbes in Städten III. Klasse, dann in Märkten und Landgemeinden vollkommen tüchtig und meisterhaft befunden wurde."


    Mayer Meisterbrief 1856 K.jpg


    Das galt nur für Kleinstädte und Dörfer, für größere Städte der Klassen I und II galt es nicht.
    Hemau/Mayerhofen gehörte damals zu Niederbayern.


    Uwe