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Posts by bcd4

    Hallo Sammlerfreunde,


    aus aktuellem Anlass möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein paar Anmerkungen zu diesem Bereich zu machen.


    Sinn und Zweck ist es hier unterschiedliche Vordrucke in der Gestaltung für Auszeichnungen, Anerkennungen, Dienstauszeichnungen, truppeninterne Urkunden in unterschiedlichen Themen zu archivieren.


    Sollte jemand zB eine Urkunde für das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern hier einstellen wollen, sollte er in dem entsprechenden Bereich nachschauen, ob 'sein' Vordruck bereits dort von einem anderen Sammler eingestellt wurde.


    Falls ja, bitte weitere Ausfertigungen eines gleichen Vordrucks - vielleicht, weil die Scans im Laufe der Jahre einfach auch besser werden - als weitere Beispiele desselben Vordrucks im Thema dieses Vordrucks anfügen.


    Bitte prüfen, ob der Unterzeichner der Urkunde bereits im BIOGRAFIEN- UND UNTERSCHRIFTENARCHIV gelistet ist. Genauso wichtig wie der Vordruck selbst, sind die Unterschriften der Bataillons- Regiments- und Divisionskommandeure (analog Luftwaffe und Marine). Dann bitte dort ebenfalls einstellen.


    Beispiel: KvK 2. Klasse mit Schwertern = 2 x gleicher Vordruck, aber unterschiedliche Unterschriften


    1 x in den Vordruckbereich in das Thema des gleichen Vordrucks anfügen

    1x in den Biografien- und Unterschriftenbereich


    bei Unklarheiten, einfach bitte kurze Nachricht an einen MOD;)


    Grüße Walle

    Ich war mal nah dran, an eine Ernennungsurkunde eines SS-Sturmmannes der Division "Wiking" zum Scharfschützen zu kommen.

    Hallo Matthias,


    ein Scharfschütze wurde nicht ernannt, sondern mußte dazu einen der mehrwöchigen Scharfschützenlehrgänge besuchen. Heer und Waffen-SS haben dabei unterschiedliche Übungsanlagen. Nach dem Ende des Lehrgangs wurde man entweder als Schütze oder Beobachter eingesetzt, denn nicht alle Teilnehmer erfüllten die hohgen Anforderungen.


    Im vorliegenden Fall könnte es sich um eine Urkunde nach bestandenem Lehrgang und Rückkehr zur Einheit handeln, oder einfach 'nur' um eine Divisionsinterne Tätigkeit ohne den erforderlichen Lehrgang besucht zu haben.


    Grüße Walle

    Hi Armin,


    eine tolle Gruppe, die ich vor allem wegen den Urkunden zum Thema Kraftfahrbewährungsabzeichen sehr interessant finde. Anerkennungsurkunden der gezeigten Art kamen in vielen Varianten und bei doch einigen Divisionen vor. Ich vermute mal, dass diese Urkunden bzw. der Bedarf, verdiente Kraftfahrer auszuzeichnen, später die Stiftung des Kraftfahrbewährungsabzeichen nach sich zog.


    Glückwunsch


    Walle

    Hi Peter,


    wieder mal ein absolut genialer Bericht. Ich persönlich finde eh, dass über den Komplex 'Volkssturm' viel zu wenig publiziert wurde.


    Tolle Sache;rexc;


    Grüße Walle

    Hi Samuel,



    Die Ablöse war mit 28.10.1941 abgeschossen. Die 2.GebDiv wurde weit auseinandergezogen über Nordfinnland und Nordnorwegen in Winterquartiere einquartiert. Doch während der "Winterpause" der 2.GebDiv, wurden immer wieder einzelne Bataillone an der Eismeerfront, jenseits der finnisch-sowjetischen Grenze eingesetzt, bzw. manche Bataillone, Abteilungen etc. waren den ganzen Winter über der 6.GebDiv unterstellt und lagen an der Front.


    Die Medaille wurde an Soldaten der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS verliehen, die im Zeitraum vom 15. November 1941 bis zum 15. April 1942 an der Ostfront eingesetzt waren und

    • mindestens 14 Tage an Gefechten teilgenommen hatten (bei Luftwaffenangehörigen an 30 Einsätzen) oder
    • eine Verwundung, für die ein Verwundetenabzeichen verliehen wurde, oder eine Erfrierung erlitten hatten oder
    • sich mindestens 60 Tage ununterbrochen im Einsatz bewährt hatten.


    Ich vermute mal, dass genau dass der Grund dafür ist, dass eben gerade bei der 2. GJD nur bestimmte Einheiten und somit natürlich weit weniger Soldaten die Ostmedaille erhielten, als man bei einer Division vermuten konnte.


    Soldaten derjenigen Einheiten, die aus ihrem Verband herausgelöst als Verstärkung irgendwo eingesetzt wurden, hatten oft das Pech, dann bei Auszeichnungen einfach übergangen oder schlicht 'vergessen' wurden, da sie nach Erfüllung des Auftrags zu ihren Stammdivisionen zurückkehrten und der Vorschlag zu einer Auszeichnung nicht nachgereicht wurde.


    Grüße und Glückwunsch zu der trotz seiner Häufigkeit bei dieser Einheit seltenen Urkunde


    Walle

    Hi Samuel,


    Bei dem Einsatzgebiet der 2. GJD werd ich irgendwie nicht schlau. Im Lexikon der Wehrmacht steht zwar in der Einsatzbeschreibung, dass die Division ab Juni 1941 in Russland eingesetzt wurde, aber in der Grafik-Übersicht sind nur Norwegen und Lappland aufgeflistet.


    Das würde dann aber gegen eine Verleihung der Ostmedaille sprechen, da dafür ein Einsatz im Winter 1941/1942 Verleihungsvorausssetzung war.


    Du bist besser im Theme 2. GJD drin; was stimmt denn ?


    Grüße Walle

    Files

    • 2. GJD.jpg

      (60.13 kB, downloaded 29 times, last: )

    Hallo Simon,


    eine interessante Urkunde ! Persönlich gefallen mir diese amerikanischen Urkunden von der Gestaltung her recht gut. Leider kann ich die nichts über die Hintergründe der Verleihungen sagen.


    Grüße Walle

    Hi Matthias,


    wann wurde das Dokument ausgestellt ?


    Generell halte ich das Dokument für plausibel. Verleihungsberechtigt war der Kommandierende General im Luftgau VI (Schmidt oder Dörfler). So wie ich es interpretiere, wurde dem Angehörigen der Feuerschutzpolizei hier das KVK verliehen, worüber ihn der Dienstvorgesetzte dieses Polizisten (hier: Generalmajor Karl Hoffmann) mit diesem Schreiben informierte.


    Was ich nicht recht verstehe ist die Formulierung 'vorbehaltlich der Genehmigung...', denn der Komm. General im Luftgau VI war vollständig selbstständig verleihungsberechtigt.


    Grüße Walle

    Hi Samuel,


    ich hab vor kurzem das Buch 'Die steinerne Front' gelesen und war echt fasziniert, was da damals abging. Leider gingen mir vor einigen Wochen mehrere Fotos der öster./ung. Gebrirgsartillerie der damaligen Zeit beim MFF durch die Lappen.
    Rommel hat dort übrigends als Leutnant des württembergischen Gebirgsbataillon den Pour le Merite bekommen.
    Solltest du da auch Material in deiner Sammlung haben, würd ich mich freuen, wenn du die ebenfalls mal einstellst.


    Grüße Walle

    Hi,


    ich würde sie nicht haben wollen, ohne jetzt gleich von Kopie zu reden. Speziell die Faksimile-Unterschriften habe ich anders in Erinnerung und zumindest die sollten ja nicht groß voneinander abweichen


    Grüße Walle

    Hi zusammen,


    freut mich, dass mein Beitrag doch noch ein paar Reaktionen bringt.


    @Hartmut


    ich bin mir natürlich nicht sicher, aber ich vermute, dass die Ausgabe dieser Urkunden bei der Kriegsmarine sehr stringent gehandelt wurde. Ich habe diverse Nachlässe von gefallenen Soldaten, wo jeweils eine Ehrenurkunde dabei ist.
    Beim Heer gehe ich davon aus, dass hier die wenigsten Urkunden ausgestellt wurden. Da vermute ich, dass es 1. auf die Einheit und 2. auf die Heftigkeit der Kämpfe ankam, da solche Urkunden nur die jeweiligen Schreibstuben ausfüllten.


    @Gustav


    danke für deinen Hinweis. Ist mir bislang echt entgangen. Das EK bei den Gefallenen macht aber durchaus Sinn


    Grüße Walle

    Hi Dave,


    ich habe jetzt mal hin und her überlegt, kann dir aber leider auch nur Vermutungen anbieten.


    Verleihungen des EK oder KvK bei der Kriegsmarine habe ich bislang bewußt nur bei Angehörigen der Handelsmarine gesehen, die i.d.R. auf den sog. Blockadebrechern fuhren.


    Verleihungen des EK 1 an Zivilisten kenne ich bei der Marine nur sehr wenig. Im Buch von Patzwall ist ein Handelsschiffkapitän abgebildet, dem sogar das RK des EK verliehen wurde, weil er sein Schiff mit wichtigen Rohstoffen nach deutschland gebracht hatte.


    In diesem Fall gehe ich einfach von einem Schreibfehler der Schreibstube aus und vermute, dass es sich eigentlich um einen Zimmermeister der Kriegsmarine handelt.


    Grüße Walle

    Hi zusammen,


    vor kurzem konnte ich im MFF diese einzelne Urkunde des Marinelagermeisters Ernst Döring erwerben.


    Anhand der Eintragungen kann man ersehen, dass Döring am 17.12.1944 im Marinelazarett Malente (Schleswig Holstein ) verstorben ist. 4 Tage später wurde deshalb diese Urkunde ausgestellt und an die (vermutl.) Ehefrau in Hamburg übersandt.


    Unterschrieben wurde die Urkunde vom Kommandanten des Marinelazaretts Malente, dem Admiralarzt D. med. habil. Hellmut Heim. Heim wurde am 13.1.1900 in Bad Mergentheim geboren und verstarb am 20.8.1986 in Stutgart.


    Nun zum Hintergrund dieser 'Ehrenurkunde', die in Sammlerkreisen allgemein als "Heldentodurkunde" bezeichnet wird.


    Im Dezember 1941 wurde im Marineverordnungsblatt die Stiftung dieser Ehrenurkunden angekündigt und die Durchführungsbestimmungen, sowie die dafür vorgesehenen Urkunden als Muster 1 und Muster 2 abgebildet.


    Die beiden Muster unterscheiden sich in der Ausführung und Gestaltung nur in soweit, dass der Text variiert.


    Muster 1 iwar vorgesehen für Angehörige der Kriegsmarine, die durch Feindeinwirkung getötet oder so schwer verwundet wurden, dass sie an den Folgen dieser Verwundung verstarben


    Der Text auf diesen Urkunden lautete: " Für Führer, Volk und Vaterland starb den Heldentod"


    Die Urkunde hier aus meiner Sammlung wurde für die Angehörigen eines Besatzungsmitglied der 'Scharnhorst' ausgestellt


    Muster 2 war vorgesehen für Angehörige der Kriegsmarine, die aus sonstigen Gründen verstarben. Ausdrücklich ausgenommen wurden hier Selbstmörder, für die keine Ehrenurkunde ausgefertigt wurden.


    Der Text auf diesen Urkunden lautete "Für Führer, Volk und Vaterland gab sein Leben"


    Während man Urkunden des Musters 1 relativ häufig sieht (lt. Patzwall hatte die KM 48904 Gefallene und ca. 100.000 Vermisste) , sind Urkunden des Musters 2 relativ selten zu finden.



    viel Spaß beim anschauen und Kommentare wie immer erwünscht.



    Grüße Walle

    Hi Matthias,



    Nun mussten die Soldaten für diesen Zeitraum bei Ihren Geschützen bleiben und der Dinge harren, konnten und durften nicht weg, während die Leute vom Tross die Verpflegung und die Feldpost zu den Batterien brachten.
    Wenn nun ein Artillerist irgendwo weiter weg von seinem Batterie-Standort von der Feldgendarmerie aufgegriffen wurde, musste der sich erklären was er da will, sonst käme er in Verdacht, sich evtl. zu drücken oder gar abhauen zu wollen.

    da die Artillerie idR natürlich nicht direkt vorne im Graben stand, ist die Distanz zur Infanterie einfach normal. Ich spekuliere hier einfach auch mal drauf los, weil ich es einfach nicht sicher weiss, aber...


    Wo in Russland im Jahre 1944 (kurz vor der großen Offensive) hättest du als Landser hinwollen. In Richtung Dtsch. Reich unmöglich, zu den Russen als Überläufer war zumindest dein Schicksal fraglich. Ein Feldgendarm konnte ja anhand deines Soldbuchs oder einfach anhand einer Überprüfung deiner Angaben den Tatverdacht einer möglichen Fahndenflucht entkräften.


    Ein VB dürfte der Schramm mMn nicht gewesen sein, da er sonst zumindest das EK 2 und nicht ein KVK bekommen hätte, da VB's bei der Infanterie im Graben oder nicht viel weiter davon weg saßen, um das Feuer wirkungsvoll leiten zu können.


    Was mir aber jetzt im Zusammenhang mit Feldgendarm und Etappe kam, ist die Tatsache, dass 1944 die Personaldecke bei der Dtsch. Wehrmacht überall mehr als knapp war. Bedingt durch Partisanentätigkeit (und so kurz vor der russ. Offensive bestimmt noch mehr als sonst) waren die Einheiten gezwungen, sogenannte Jagdkommandos oder auch Alarmeinheiten zu bilden, um ihre Nachschubwege zu sichern. Da landeten dann meistens die Soldaten, die aus dem Lazarett oder Urlaub kamen und vorzugsweise diejenigen, bei denen man der Meinung war, dass sie z.Zt. an der Front selbst nicht fehlten und somit die Kampfkraft nicht schwächten. Da waren dann die Bäcker, Schmiede etc. dran.


    Es könnte also durchaus sein, dass Schramm diese Bescheinigung seiner Batterie hatte, um eben einem solchen 'Heldenklau' nicht ausgeliefert zu sein, in dem er belegen konnte, dass er neudeutsch "systemrelevant" ist und an der Front (kämpfende Truppe) gebraucht wurde


    Würde mich echt interessieren, ob es sich klären läßt.


    Grüße Walle

    Hi Armin,


    interesssant finde ich an diesem kleinen Konvolut die Bescheinigung, dass Schramm Angehöriger der kämfenden Truppe ist. Es gibt ja von anderen Einheiten den Ausweis für Grabenkämpfer, womit diverse Vergünstigungen verbunden waren. Das war offensichtlich nicht der Fall oder kennst du eine solche Vergünstigung im Rahmen der 7. ID?


    Schramm, als Angehöriger der Stabsbatterie, war mit Sicherheit als Funker, Fahrer etc. eingesetzt, da er wegen seiner Verdienste das Kriegsverdienstkreuz verliehen bekam. Dafür spricht auch, dass er auf Grund seiner langer Zugehörigkeit zur Batterie bis zur Verwundung auf jeden Fall das Sturmabzeichen hätte haben müssen.


    Die Urkunde zum Verwundetenabzeichen in Silber (Verlust der Hand) müßte Schramm auf jeden Fall entweder vom Lazarett oder vom zuständigen Wehrkreis bekommen haben. Mitte 1944 wurde da schon noch genau nach Vorschrift gearbeitet. Leider kenne ich die Erlasslage nicht genau, was die Verleihung des EK 2 in diesem Fall betrifft.


    Grüße Walle

    Hi Austria,


    gerade die Kämpfe im Norden stehen eigentlich immer hinter dem Kampfgebiet Russland zurück und werden fast immer auf 'Narvik' reduziert.
    Berichte und Dokumente aus diesem Kampfraum sind deshalb immer interessant und ich freue mich schon auf weitere Vorstellungen von dir hier im Forum :thumbsup:


    Grüße Walle

    Aus dem LDW:


    "Das Jagd-Kommando 7 (Heer) wurde am 7. Januar 1942 in Mittenwald, im Wehrkreis VII, aufgestellt. Das Kommando wurde anfangs zu 3 Kompanien aus Kommandierten des Wehrkreises aufgestellt. Dazu wurde das II. Bataillon (Gebirgsjäger) vom Infanterie-Regiment Walküre verwendet. Das Kommando wurde als Heerestruppe zur Partisanenbekämpfung aufgestellt. Das Bataillon wurde nach der Aufstellung in Mittelrussland eingesetzt. Dabei kam das Kommando unter der Heeresgruppe Mitte zum Einsatz. Ende Januar 1942 wurde das Kommando dem LIX. Armeekorps zugeführt und am 25. Januar 1942 wurde das Kommando der 83. Infanterie-Division unterstellt. Am 29. Januar 1942 um 19 Uhr wurde das Kommando aus dem Lager Opuchliki in den Raum Stenkowo vorgeschoben. Dort wurde das Kommando zum Schutz der Straße Newel - Welkije Luki eingesetzt und deckte damit auch die rechte Flanke der 83. Infanterie-Division ab. Am 9. Februar 1942 trat das Kommando gemeinsam mit dem Wach-Bataillon 705 von Newel auf Ußwjati an. Die beiden Einheiten wurden als Gruppe Wallner bezeichnet und sollten damit die Nordflanke des LIX. Armeekorps schützen und den Gegner im Raum Ußwjati binden. Am Nachmittag erreichten sie Budnitza. Am Nachmittag des 16. Februar 1942 traten gegen die Gruppe Wallner starke Partisanenverbände an. Am 23. Februar 1942 wurde beim Ausbildungsstab für Jagdbataillone im Wehrkreis I eine 4. Kompanie für das Kommando aufgestellt, welche aber nicht mehr zum Kommando verlegt wurde. Auch im März 1942 unterstand das Kommando noch in der Gruppe Wallner im Raum Ußwjati der 83. Infanterie-Division. Am 6. März 1942 verlor die Gruppe ihren Führer, Hauptmann Wallner, wegen Erkrankung. Die Führung der Gruppe übernahm Major Papst von Oheimb, die Gruppe wurde aber weiter als Gruppe Wallner bezeichnet. Am 12. März 1942 nahm die gesamte Gruppe Wallner im Zusammenwirken mit dem Nebelwerfer-Regiment 51 die Ortschaft Mesha. Am Mittag des 24. Mai 1942 wurde eine Kompanie vom Kommando, unter dem Kommandeur des Kommandos, gemeinsam mit einer gemischten Kompanie aus Witebsk, an der Rollbahn beiderseits Una nach Süden angesetzt. Das wurde gemacht um das Landesschützen-Bataillon 237 am Bahnhof Wydreja, 12 Kilometer östlich von Ljesno, zu entlasten, welches im Kampf mit Partisanenverbänden stand. Die Straße und Bahnlinie wurden mit diesem Vorgehen gesichert . Am 7. Im Juli 1942 wurde das Bataillon zum Jäger-Bataillon 7 umbenannt und ersetzte damit das bisherige Jäger-Bataillon 7. Das Bataillon wurde durch eine neue 4. Kompanie verstärkt. Am 23. Juli 1942 wurde das Bataillon der 330. Infanterie-Division unterstellt. Das Kommando wurde dabei ausschließlich zum Schutz der Ostflanke der 330. Infanterie-Division eingesetzt. Später kam das Kommando bei Witebsk zum Einsatz. Ende 1943 wurde das Bataillon in Mittelrussland aufgelöst."


    Vermutlich für die Teilnahme an diesen Kämpfen wurde dem zwischenzeitlich zum Obergefreiten beförderten Leising am 23.06.1942 das EK 2 als Angehöriger der 3. Kompanie des Jagdkommando 7 verliehen.


    Unterschrieben wurde die Urkunde vom Kommandeur der 19. Panzer-Division, Generalmajor Schmidt.



    Leising kam anschließend zum Gebirgsjäger-Regiment 91 der 4. Gebirgs-Division.


    Aus dem LDW


    "Am 5. März 1944 begann hier die große russische Offensive zur Rückeroberung der Ukraine.
    Unter erheblichen Verlusten gelang es, die Stellungen bis zum 7. März 1944 notdürftig zu halten. Dann setzte sich das Regiment nach Süden ab. Über Selenkoff wurde am 11. März 1944 Nerubaika und am 12. März 1944 Kopenkowata erreicht werden. Unter schweren Kämpfen ging es weiter nach Lebedinka und bis zum 14. März 1944 nach Naliwaika. Hier wurde die 4. Gebirgs-Division eingekesselt, konnte den Kessel aber am 16. März 1944 nach Süden durchbrechen und erreichte am 17. März 1944 den Brückenkopf von Ljuschnewala erreichen. Dieser wurde bis zum 24. März 1944 gehalten. Am 23. April 1944 gelang der 12. Kompanie bei Criuleni der Abschuss eines Flugzeuges. Ende April 1944 kam es zu heftigen Kämpfen in der Gegend von Grigoriopol. Am 14. Mai 1944 setzte hier ein schwerer russischer Angriff ein. Nur mit Mühe konnte ein russischer Durchbruch verhindert werden. Bis zum Juli blieb es dann relativ ruhig. Ende Juli wurde das Regiment in die Karpaten verlegt. Bis zum 5. August 1944 traf die Masse des Regiments im Raum Worochta - Tatarow ein. Bis zum 23. August 1944 kam es zu Kämpfen um den Tatarenpaß. Nach dem Zusammenbruch Rumäniens wurde das Regiment am 8. September 1944 aus der Front gelöst, um den Marsch nach Nordwesten anzutreten. Über Czik Szereda - Szekely - Udvarhely - Praid - Maros - Varsahely marschierte das Regiment durch das Gebirge. Am 26. September wurde der Raum Maros - Varsahely erreicht, wo wieder Verteidigungsstellungen bezogen wurden. In der Nacht zum 9. Oktober 1944 setzte sich das Regiment auf die Maros-Stellung ab. Über Szabed - St. Marton - Armenisul - St. Gotthard wurde die "gelbe Linie" am 11. Oktober 1944 erreicht und am 22. Oktober 1944 das Gebiet um Teuße Homorod. In schweren Rückzugskämpfen ging es in der Nacht zum 25. Oktober 1944 bis nach Kfskallo. Am 29. Oktober 1944 setzte sich das Regiment durch das brennende Nyfeloto nach Nordwesten ab. Unter den üblichen Nachhutgefechten erreichte es über Tisca-Lók am 31. Oktober 1944 den Theiß-Brückenkopf. Im Raum südostwärts Miskoloc hatte das Regiment nach der Ablösung durch Einheiten der 3. Gebirgs-Division zwei Tage Ruhe. Am 1. November 1944 wurde über Tokay - Tisca - Dada - Bekecs nach Nordosten verlegt und am 2. November 1944 Satoralyauhely erreicht."


    Am 3.11. 1944 erhielt Oberjäger (Unteroffizier) Leising als Angehöriger der 1./Geb.Jg.-Rgt 91 das Eiserne Kreuz 1. Klasse.
    Unterschrieben wurde die Urkunde von Generalleutnant Friedrich Breith, dem Kommandeir der 4. Gebirgs-Division.


    Aus dem LDW:


    "Am 5. November 1944 wurden Stellungen beiderseits des Ung-Flusses als Nahteinheit zwischen der Heeresgruppe Mitte und Süd bezogen. Am 20. November 1944 wurde das Regiment mit schwerem Trommelfeuer belegt. Starke feindliche Schlachtfliegerverbände griffen die Stellungen an. Bis zum Abend war das Regiment zersprengt, zu einigen Einheiten fehlte jede Verbindung. Bis zum frühen morgen des 21. November 1944 konnte sich das Regiment wieder sammeln und eine neue Front aufbauen. Nachdem es der Roten Armee nicht gelungen war, die Front zu durchbrechen, verlagerten sich die Kämpfe weiter nach Norden. Nachdem es bei Miskolc zu einem russischen Durchbruch gekommen war, musste das Regiment erneut weichen.
    Am 6. Dezember 1944 erreichte das Regiment den Raum Homrogd. Doch auch hier konnte die Rote Armee nicht aufgehalten werden. Über Dobschau führte der Weg des Regiments nach Poprad."

    Leising erhielt am 23.11.1944 die Nahkampfspange in Bronze. Hierfür existiert leider keine Urkunde, sondern nur ein Eintrag aus einer Seite des Soldbuchs. Das Soldbuch selbst war bei dem Konvolut leider nicht enthalten.


    Am 14.12.1944 wurde Oberjäger Leising zum 3. Mal verwundet. Die Verwundung kurierte er im Reserve-Kriegslazarett Spindelmühle aus. Vom Chefarzt des Lazaretts erhielt Leising am 07.01.1945 das Verwundetenabzeichen in Silber.


    Leising überstand in Krieg und kehrte bereits 1945in seine zunächst französisch besetzte Heimat zurück.



    viel Spaß beim anschauen


    Grüße Walle

    Das Geb.Jg.-Rgt 99 unterstand der 1. Gebirgsdivision. Die 1. Geb.-Division war zunächst im Polenfeldzug, dann im Frankreichfeldzugund anschließend im Jugoslawienfeldzug eingesetzt.



    Da es aus dieser Zeit weder Unterlagen noch Aufzeichnungen gibt, ist mir leider nicht bekannt, ob Leising diese Feldzüge mitmachte.



    Am 22.Juni 1941 begann für Leising der Russlandfeldzug.



    Aus dem LDW (Lexikon der Wehrmacht) :



    "Bis zum 20. Juni 1941 bezog das Regiment seinen Bereitstellungsraum an der deutsch-russischen Demarkationslinie im Raum Dzikow in Ostgalizien. Am 22. Juni 1941 stieß das Regiment auf russischen Boden vor. Und schon am ersten Tag kam es zu heftigen Kämpfen im Grenzbereich.


    Am 23. Juni 1941 wurde der Angriff fortgesetzt. Am 25. Juni 1941 kam es zu russischen Panzerangriffen gegen das Regiment. Bis zum 29. Juni 1941 wurde der Raum um Lemberg erreicht, wo das Regiment 1 1/2 Jahre vorher schon einmal stand. Lemberg wurde von den Russen kampflos geräumt und das Regiment marschierte am 30. Juni in die Stadt ein. Hier konnte das Regiment drei Tage zur Ruhe übergehen. Am 4. Juli 1941 marschierte das Regiment dann über Winniki nach Südwesten in Richtung Husiatyn. Bis Mitte Juli wurde die Stalin-Linie erreicht. Es gelang, Teile des Regiments beim Ort Galusinzy in einem gedeckten Bachgrund hinter die russischen Verteidigungsstellungen zu führen und die russischen Stellungen von Rückwärts aufzurollen. Nach diesem Durchbruch stieß das Regiment wieter auf Winniza vor. Am 18. Juli 1941 abends wurden die beiden Brücken bei Winniza erreicht und den westlich des Bug stehenden russischen Truppen der Rückweg abgeschnitten. Trotzdem gelang es großen Truppenteilen, über den Bug zu entkommen. Die deutschen Kräfte waren eben damals schon zu schwach. Das Regiment musste sich schwerer russischer Gegenangriffe erwehren, hielt aber seine Stellungen. Im Anschluss an die Schlacht um Winniza kam es zu Verfolgungskämpfen in Richtung auf Uman. Die russischen Truppen entzogen sich dem Kampf durch den planmäßigen Rückzug in die russische Tiefe."



    Am 01.08.1941 erhielt Gefreiter Leising als Angehöriger der 3./Geb.Jg.-Rgt. 99 hierfür das Infanterie-Sturmabzeichen. Unterschreiben wurde die Urkunde vom Regimentskommandeur Oberst Kress.



    Aus dem LDW:



    "Am 2. August 1941 konnte das Regiment bei Ternowka den Anschluss an die 9. Panzer-Division und die 4. Gebirgs-Division gewinnen. Um das eingeschlossene Podwyssokoje entbrannten schwere Kämpfe, bei denen es zu mehreren Ausbruchsversuchen der russischen Truppen kam. Die Schlacht zog sich bis zum 7. August 1941 hin. Nach ein paar Tagen Ruhe ging der Vormarsch in Richtung Donez weiter.


    Nach einigen mehr oder weniger schweren Gefechten bei Wladimirowka wurde der Dnjepr erreicht. In der Nacht zum 3. September 1941 gelang es Pionieren, eine Brücke über den Strom bei Berislaw zu schlagen. In der Nacht zum 9. September 1941 passierte das Regiment die Brücke und wurde im entstandenen Brückenkopf eingesetzt. Am 13. September 1941 stand das Regiment im Raum von Antonowka in der Nogaischen Steppe. Am 19. September 1941 wurde der Panzergraben von Timoschewka erreicht. Am 20. September erging der Befehl zum Angriff auf den Panzergraben, der stark verteidigt wurde. Es gelang dem Regiment, in die russischen Stellungen einzubrechen und diese zu durchbrechen, so dass der Marsch nach Südosten wieder aufgenommen werden konnte."



    Bei diesem Angriff wurde Leising zum 1. Mal verwundet. Offensichtlich war die Verwundung doch etwas schwerer, denn Leising wurde ins Reserve-Kriegslazarett in Zakopane (Ostpolen) verlegt.



    Am 1.11.1941 erhielt Leising dort vom Chefarzt des Kriegslazaretts in Zakopane das Verwundetenabzeichen in Schwarz verliehen.


    Leising erhielt außerdem eine Divisionseigene Anerkennungsurkunde vom Divisionskommandeur, Generalmajor Lanz.


    Diese Urkunden der 1. Gebirgsdivision sind farbig ausgeführt und durch den Freitext für die verschiedensten Anlässe verwendet worden. In diesem Fall wurde Lesing für seine " besondere Bewährung als Gewehrschütze" ausgezeichnet. Unterzeichnet hat die Urkunde im der Divisionskommandeur, Generalmajor Lanz.


    Leising kam nach der Ausheilung seiner Verwundung offensichtlich nicht mehr zu seiner alten Einheit beim Geb.Jg.-Rgt 99 zurück, sondern wurde zum Jagdkommando 7 versetzt.


    Die Urkunden zum Infanteriesturmabzeichen und zur Anerkennungsurkunde wurden Leising mehr als ein halbes Jahr später, am 09.06.1942, von seinem Ersatztruppenteil (Geb.Jg.-Ersatz-Btl. 99) von Sonthofen aus an seine Heimatadresse nachgeschickt. Offensichtlich war dort die Versetzung Leisings zum Jagdkommando 7 unbekannt

    Hallo zusammen,


    Heute möchte ich euch mal wieder eine kleine Gruppe eines Württembergers aus meiner Sammlung zeigen. Es handelt sich um das Konvolut des späteren Oberjägers (Unteroffizier) Gebhard Leising.



    Gebhard Leising wurde am 14.08.1919 in Gestratz (Krs. Lindau) im Allgäu als Sohn eines Landwirts geboren. Mit 17 Jahren meldete sich Leising 1938 als Freiwilliger beim II. /Gebirgsjäger-Regiment 99 in Füssen.


    Auf Grund seiner Meldung ging Leising über das Wehrmeldeamt Lindau ein Merkblatt zu, welches er für eine Einstellung zum Herbst 1939 ausfüllte. Offensichtlich war seine Bewerbung erfolgreich, denn am 9.12.1938 wurde ihm durch das II./Geb.Jg.-Rgt. 99 per Einschreiben der Annahmeschein zugeschickt.



    Vermutlich absolvierte Leising bis zur Einstellung seine Dienstzeit bei der RAD-Abteilung 8/302 in Zell-Mühleck.



    Wann Leising dann seine Grundausbildung beim Regiment begann, ist aus den beiliegenden Schriftstücken leider nicht ersichtlich.