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Rechnungsführer im SS-Polizei-Gebirgsjäger-Rgt. 18

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    • Rechnungsführer im SS-Polizei-Gebirgsjäger-Rgt. 18

      Guten Abend Freunde im Dokumentenforum,

      ich möchte Euch heute die Dokumente eines ehemaligen Rechnungsführers des 1. Bataillons des SS-Polizei-Gebirgsjäger-Regimentes 18 vorstellen. Diese erhielt ich auf 2 Etappen vor einigen Jahren von seinem Sohn.

      Willi Wenzel wurde 1907 geboren und erlernte den Beruf des Gerbers. Zum 6.5.1940 wurde er zur Kraftfahr-Ersatz-Battr. 7 nach Landsberg/Lech eingezogen. Dort wurde er bereits am 17.6.1940 entlassen, da er lt. Wehrpasseintrag mit Wirkung vom 20.5.1940 als Freiwilliger der Schutzpolizei angenommen wurde.

      Mit der Urkunde vom 1.6.1940 wurde er ins Beamtenverhältnis übernommen und zum Wachtmeister (= Unteroffizier beim Heer) ernannt. Daher vermute ich, dass Willi Wenzel bereits vor 1940 bei der Wehrmacht gedient hat. Dies geht aber aus dem Wehrpass nicht hervor. Alle Seiten mit relevanten Einträgen habe ich eingescannt. Die Ernennungsurkunde zum Wachtmeister wurde von Major Hösl unterschrieben. Dieser war beim späteren Pol.-Geb.-Jäg.-Rgt. 18 vom Mai 1942 bis Sept. 1943 Kommandeur des I. Bataillons und vom Sept. 1943 bis 2.10.1944 Kommandeur dieses Regimentes.

      Laut Schießbuch war Willi Wenzel Angehöriger der Feldpost-Nummer 47946 (im Jahre 1941). Diese Feldpostnummer war zugewiesen der 4. Komp./Pol.-Btl. 302. Diese Kompanie war 1940 untergebracht in der Gendarmerie-Kaserne in der Wasserburger Landstraße in Haar bei München. Dies geht zum einen hervor aus der Beschriftung der Fotos auf der Rückseite zum anderen aus der Tatsache, dass mir diese Kaserne persönlich bekannt ist.

      Das Pol.-Btl. 302 wurde 1940 bis 1942 in Norwegen eingesetzt. Es wurde dort zum Objektschutz, Küstenschutz und Patrouillen (Mot.-, Fahrrad- und Skistreifen, aber auch mit Booten, z.B. Einsatz Vorpostenboot Sudetenland). Welche Funktion Willi Wenzel dort hatte, weiß ich nicht. 1942 kam das Pol.-Btl. 302 zur Aufstellung des Polizeigebirgsjäger-Rgt. 18 nach Ehrwald. Es bildete dort das I. Bataillon/18. Eigentlich wurde dieses Regiment, das einzige Gebirgsjäger-Rgt. der Dt. Polizei, für eine Verwendung im Kaukasus aufgestellt. Tatsächlich erfolgte nach der Aufstellung ein Einsatz in der Oberkrain und dann die Verschiffung und Verwendung in Finnland. 1943 kam das Regiment zum weiteren Einsatz nach Griechenland und 1944 erfolgte der Rückzug über Jugoslawien. Das Regiment wurde im September 1944 in Belgrad eingeschlossen. Beim Ausbruch aus dem Kessel 11.-14. September 1944 erlitt das Regiment schreckliche Verluste. Willi Wenzel wurde am 18. Oktober 1944 verwundet. Das I. Bataillon befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückzug von Belgrad nach Semlin.

      Der Sohn von Willi Wenzel schrieb mir bei der Übersendung der Dokumente, dass sein Vater nach Ausheilung der Verwundung bis Kriegsende bei der Kriminalpolizei in München seinen Dienst verrichtete. Beim Einmarsch der Amerikaner in München hat er sich in die Heimat abgesetzt und musste o keine Kriegsgefangenschaft erdulden. Nach kurzer Selbständigkeit als Gerber ist er 17 Jahre lang Angehöriger einer Standortverwaltung der Bundeswehr gewesen. Er starb 1985 im Alter von 77 Jahren.

      Und jetzt die Scans:
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    • und hier der zweite Teil der Scans:
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    • ...und hier kommt der letzte Teil der Scans.

      Zur Erläuterung:

      - die Unterschrift "Wünnenberg" auf der KVK2-Urkunde ist natürlich keine Originalunterschrift, sondern Faksimilie

      - die Urkunde zum Verwundetenabzeichen wurde unterschrieben vom Hauptmann Rosenschon. Dieser war Kommandeur des II. Bataillons vom 1.6.1944 bis 15.9.1944 und vom 31.3.1945 bis 8.5.1945. Nach der Verwundung des Regimentskommandeurs, Major Mann, war er stellv. Führer des Regimentes bis Major Poys als Kommandeur übernahm.

      - ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich auf die Portraitaufnahme als Hauptwachtmeister einen Kopierschutz gelegt habe.

      - die Ernennungsurkunde zum Hauptwachtmeister der Schutzpolizei unterschreibt Oberst Mühe.

      Ich hoffe, die Vorstellung dieses Urkundenkonvolutes hat Euer Interesse gefunden. Leider ist kein Polizei-Dienstpaß oder Polizei-Soldbuch vorhanden. Aber ich denke, auch so läßt sich der Einsatzweg des Hauptwachtmeister der Schutzpolizei Willi Wenzel schön nachvollziehen.

      Und wie immer: Kritik, Anregungen und weitere Hintergrundinformationen zu der vorgestellten Person/Einheit sind bei mir immer gerne gesehen.

      Es grüßt euch - Armin.
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