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Soldbuch Sonderabz. f. Panzerkampfwagen

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    • Soldbuch Sonderabz. f. Panzerkampfwagen

      Guten Abend Freunde im Dokumentenforum,

      es macht mir zugegebenerweise Vergnügen, anhand von Soldbüchern den Werdegang eines Soldaten nachzuvollziehen.

      In diesem Falle ist es aber nicht ganz so einfach bzw. bin ich mir nicht ganz sicher und habe eine Haupttheorie, die ich hier vorstellen möchte:

      der Gefreite Stetten war bei Kriegsbeginn, als sein Soldbuch ausgestellt wurde, Angehöriger der 14./Inf.Rgt. 19 aus München (14. = Panzerjäger-Kp.). Dort erhielt er die Erinnerungsmedaille 13.3.38 (Österreicheinmarsch).

      Das Inf.-Ers.Btl. 19 lieferte u.a. auch den Ersatz für das Inf.-Rgt. 521.

      Nach der Beförderung zum Unteroffizier kam er über das Inf.-Ers.-Btl. 61 und die Panz.-Jg.-Ers.-Abt. 7 zum Inf.-Rgt. 521. Dort erhielt er das EK 2. Kl., das Verwundetenabzeichen in Schwarz, das Infanteriesturmabzeichen in Silber und das Sonderabz. für Panzerkampfwagen. Jetzt denke ich mal, dass da das Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerwagen gemeint ist, denn keine der Einheiten, die in seinem Soldbuch als Feldtruppenteil gelistet sind, konnte ein Panzerkampfabzeichen in Bronze oder Silber verleihen.

      Ich vermute einmal weiter: die Versetzung zum Inf.-Rgt. 521 diente der Bewährung für eine Offiziersausbildung. Im Dez. 1942 ist er Angehöriger der Schule II für Offiziersanw. der Infanterie (siehe Bestätigung der privaten Pistole) und Urlaubsbestätigung vom Januar 1943 (siehe Seite 24).

      Nach der erfolgten Beförderung zum Leutnant sehe ich seine weitere Verwendung beim Gren.-Rgt/Wehrkreis-Unterführer-Lehrgang VII in Hohenfels. Kommandeur dort war der spätere Oberst Windisch, der auch einen Prüfvermerk auf Seite 15 unterschreibt.

      In Hohenfels erfolgte die Übergabe eines Buches am 8.1.1945. Leider ist mir der Grund für diesen Eintrag nicht ersichtlich und auch das Buch kenne ich nicht. (Bin da für jeden Tip dankbar).

      Am 30.1. 1945 erfolgt in Hohenfels die Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes 2. Kl. mit Schwertern. Vermutlich für seine Leistungen bei der Ausbildung in diesem Verband.

      Am 20.4.45 ist die Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse eingetragen. Diesmal ohne Bestätigung mit einem Dienstsiegel - allerdings bei diesem Datum nicht so verwunderlich.
      Ich meine als Unterschrift Reinwald zu lesen, kann ich aber nicht belegen. Wer hat eine Idee von Euch? wer hat Informationen über den Einsatz des Wehrkreis-Unterführer-Lehrganges VII bei Kriegsende?

      So und jetzt zu den Scans:
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    • Ihr seht, ich habe das Soldbuch nicht ohne Grund eingestellt, ich habe da schon einige Fragen und hoffe natürlich auf die eine oder andere Antwort. Würde mich schon sehr freuen und ich bin Euch jetzt schon sehr dankbar.

      Den Dokumenten-Nachlass von Oberst Windisch konnte ich vor einigen Jahren bekommen, wenn Interesse besteht, kann ich ihn gerne vorstellen.

      In diesem Sinne - Grüße an Alle und einen schönen Altweibersommer - Armin.

      Jetzt der Rest der Scans:
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    • Hallo Armin,

      wie immer vielen Dank für die Vorstellung und das Vertrauen in uns, die eine oder andere Frage auch beantworten zu können. Daher fange ich gleich einmal an und äußere mich zu dem "Buch-Eintrag".

      Das Buch "Wofür kämpfen wir?" wurde herausgegeben vom Personal-Amt des Heeres im Januar 1944.
      Es enthält auf den ersten Seiten den Befehl Adolf Hitlers über den Inhalt dieses Buches:
      "...das in diesem Buch enthaltene weltanschauliche Gedankengut im planmäßigen Unterricht dem Soldaten überzeugend und mit allem Nachdruck nahegebracht wird. Diese politische Schulung ist ebenso kriegsentscheidend, wie die Ausbildung an der Waffe. Die Kommandeure veranlassen, daß dieser politische Unterricht innerhalb der Ausbildung und auch im Einsatz den ihm gebührenden Platz einnimmt. Die Oberbefehlshaber überwachen die Durchführung meines Befehls. gez. Adolf Hitler
      OKH, HPA, Ag P 2 Nr. 1 / Chefgr."


      Dieses ist insofern außergewöhnlich, als das Hitler nie irgendein Vorwort für Bücher gegeben hat.
      Nun ja, ist ja auch in diesem Fall ein Befehl.

      Der Inhalt sind u.a. folgende Themenblöcke:
      - Die Reichsidee
      - Das Judentum
      - Der Bolschewismus
      - England
      - Amerika
      - Entwicklung und Ziel
      - Wofür wir kämpfen

      Das Buch gilt als relativ selten und wurde an Offiziere und wohl auch Unterführer ausgegeben.

      Gruß, Barmbeker
      Nicht verfügbar
    • Guten Morgen Armin,

      ein schönes Solduch welches du uns hier zeigst.

      Du Deinen Fragen kann ich leider nicht viel beitragen aber vlt. hilft es dennoch:

      Das Buchpräsent ist m.M.n. nach ein Geschenk zum Neujahr 1945, welches die ideologische Weltanschauung des jungen Offzieres stärken sollte.

      Beim erwähnten Sonderabz. für Panzerkampfwagen kann es sich nur um das Panzervernichtungsabzeichen handeln, welches auch Sonderabz. für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch Einzelkämpfer genannt wurde.

      Er kam zum I.R. 521 zur Frontbewährung.

      Zur Unterschrift, ich lese nicht Reinwald, habe aber leider auch keinen weiteren Namen parat.

      Gruss und danke für die Vorstellung,
      Bastel
      Nicht verfügbar
    • Hallo,


      das KVK 2. Klasse wurde wie angegeben von der 407. Division verliehen. Die 407. Division, wurde im März 1945 auch Ausbildungs-Division Bayern genannt. Im Lexikon der Wehrmacht wird der ROB Lehrgang VII als Truppenteil der Ausbildungsdivision Bayern genannt. Diese Division wurde im März/April 1945 in die 212. Volksgrenadierdivision eingegliedert.
      Innerhalb der 212. VGD ( vormals 212.Inf.Div. ) gab es einen Ritterkreuzträger Otto Reinwald, der am 9.4.1944 als Hauptmann ( Bei Kriegsende Major ) und Kdr. des Feld-Ersatz-Btls 212 das Ritterkreuz
      erhielt. Es kann gut möglich sein, daß es sich hier um den besagten Reinwald* handelt, da ich davon ausgehe, daß der Soldbuchinhaber bei Kriegsende zur 212. VGD gehörte.

      * ( Ich lese auch " Reinwald " )

      Gruß
      Gebirgsgrenadier
      Suche: Urkunden und Besitzzeugnisse von Infanterie/Grenadier-Regiment 388 - Grenadier-Brigade 388, weiter Infanterie/Grenadier-Regiment 106, sowie 214. Infanteriedivision.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gebirgsgrenadier ()

    • Hallo lieber Moderator-Kollege!

      Das Buchpräsent ist m.M.n. nach ein Geschenk zum Neujahr 1945, welches die ideologische Weltanschauung des jungen Offzieres stärken sollte.


      Selbstverständlich ist es korrekt, daß die ideologische Weltanschauung gestärkt werden sollte, aber ich dachte das wäre aus meiner Antwort klar hervorgegangen, da ich aus dem Buch zitiert habe?! ?(

      Dieses Buch ist kein "Geschenk", sondern integraler Teil eines Führerbefehls!
      Korrekt ist aber auch bestimmt, daß nicht jeder Führer/Unterführer dieses Buch, geschweige denn die "Schulung" bekommen hat. Dazu hatten besonders die Frontverbände Anfang 1944 schon keine Zeit mehr.
      Aber der Vermerk ist eher der bestätigten Durchführung eines Führerbefehls zuzuordnen, als das es ein Geschenk im Sinne einer Zuerkennung ist. Das wollte ich gerne noch einmal hervorheben.

      Gruß, Barmbeker :)
      Nicht verfügbar
    • Guten Abend Freunde,

      vielen Dank für Eure Beiträge und die Beantwortung meiner Fragen. Ihr habt Sie alle beantwortet und das ist für mich ausgesprochen informativ.

      Von dem besagten Buch habe ich, außer bei diesem Soldbucheintrag, noch nie gehört.
      Danke Barmbecker für diese ausführliche Darstellung und Euer aller Ergänzungen dazu.

      Auch die Hinweise auf die Ausbildungsdivision Bayern - sehr hilfreich. Danke Gebirgsgrenadier!
      Beim Soldbuch befand sich im hinteren Rücken noch der Entlassungsschein aus der amerik. Gefangenschaft. Ein weiterer Hinweis für mich auf die Verwendung im Rahmen der 212. ID.

      Zum einen freut es mich, dass Euch die Vorstellung interessiert hat und für mich freue ich mich für die gewonnenen Informationen. Nochmals vielen Dank an Alle.

      Es grüßt Euch herzlich - Armin.
       
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    • Gebirgsgrenadier schrieb:

      Hallo,


      das KVK 2. Klasse wurde wie angegeben von der 407. Division verliehen. Die 407. Division, wurde im März 1945 auch Ausbildungs-Division Bayern genannt. Im Lexikon der Wehrmacht wird der ROB Lehrgang VII als Truppenteil der Ausbildungsdivision Bayern genannt. Diese Division wurde im März/April 1945 in die 212. Volksgrenadierdivision eingegliedert.
      Innerhalb der 212. VGD ( vormals 212.Inf.Div. ) gab es einen Ritterkreuzträger Otto Reinwald, der am 9.4.1944 als Hauptmann ( Bei Kriegsende Major ) und Kdr. des Feld-Ersatz-Btls 212 das Ritterkreuz
      erhielt. Es kann gut möglich sein, daß es sich hier um den besagten Reinwald* handelt, da ich davon ausgehe, daß der Soldbuchinhaber bei Kriegsende zur 212. VGD gehörte.

      * ( Ich lese auch " Reinwald " )

      Gruß
      Gebirgsgrenadier
      Hallo, ist zwar etwas älter aber trotzdem,

      ja Reinewald passt , gab auch dann eine KGr Reinewald.

      212VGD passt auch.

      Was nicht passt ist die These dass er durch die Eingliederung der ROB Lehrgang VII f. Inf. Lenggries in die 212VGD kam.

      Er befand sich bereits Januar 45 in der Div.407 - welche Ende März 45 wie richtig genannt, zur Ausb.Div.Bayern wurde und der 212. VGD eingegliedert wurde.

      Mit dem ROB Lehrgang VII f. Inf. aus Lenggries welcher etwa zeitgleich zur 212.VGD kam, hat der Mann nichts zu tun. Das war ein ROB Lehrg. und kein wie im Soldbuch gestempelt " Unterführer-Lehrgang"
      Suche:

      ROB-Lehrgang f. Infanterie VII Lenggries ab Herbst 44



      553. VGD - GR 1119 - GR. 1120 - AR 1553 - Füs.-Kp. 553 - Div.Einheiten 1553
    • Guten Abend,

      willkommen hier im Forum, und vielen Dank für die Ergänzung.

      Wünsche Dir viel Interesse beim Anschauen der Beiträge und freue mich natürlich auch über Interessantes aus
      Deiner Sammlung.

      Es grüßt Dich - Armin.
       
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