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Sterbebilder von Trägern höherer Auszeichnungen

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    • Sterbebilder von Trägern höherer Auszeichnungen

      Beginnen möchte ich meinen Beitrag mit einem Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und Inhaber des Ehrenpokals,
      von dem ich gleich 2 verschiedene Sterbebilder in meiner Sammlung habe, bisher ein Einzelfall:

      Franz Seierl
      Unteroffizier und Flugzeugführer in der I./Stuka-Geschwader 2 bzw. Schlachtgeschwader 10

      ~ 29.09.1917 Weichstätten/Österreich
      + 29.12.1943 Uman/Ukraine

      Seinen letzten Einsatz flog er beim Schlachtgeschwader 10 an der Ostfront in Südrußland.
      Die Stadt Uman liegt in der Ukraine und hatte am Stadtrand einen Feldflugplatz.


      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname:
      Seierl
      Vorname:
      Franz
      Dienstgrad:
      Unteroffizier
      Geburtsdatum:
      29.09.1917
      Geburtsort:
      Weichstätten
      Todes-/Vermisstendatum:
      29.12.1943
      Todes-/Vermisstenort:
      Uman

      Franz Seierl liegt vermutlich auf der Kriegsgräberstätte Kiew als unbekannter Soldat.


      Auszeichnungen:
      Deutsches Kreuz in Gold am 29.04.1943
      Ehrenpokal am 13.09.1942
      Frontflugspange für Kampflieger in Gold mit Anhänger
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
      Ostmedaille
      Verwundetenabzeichen in Schwarz
      Flugzeugführerabzeichen


      Auf dem Sterbebild steht noch „Bryansk“-Schild.
      Da es den nicht gab, könnte es sich vielleicht um den Demjansk-Schild handeln, klingt in der Lautsprache
      ja etwas ähnlich, allerdings ist kein Ärmelschild auf dem Foto zu sehen.

      Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.

      Gruss, anhaltiner.
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Und noch ein Kampfflieger:

      Josef Forst
      Unteroffizier in einer Fernkampfflugstaffel

      ~ 11.06.1923 Andorf/Ober-Österreich
      + 21.10.1944 LW-Lazarett Trondheim, Norwegen

      Verstorben im Lazarett nach einem Unglücksfall, scheinbar ohne Feindeinwirkung.
      Auf dem Flugplatz in Trondheim lagen verschiedene LW-Einheiten, u.a. das KG 26 und 40,
      so das die Geschwader-Zugehörigkeit i.M. nicht bekannt ist.


      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname:
      Forst
      Vorname:
      Josef
      Dienstgrad:
      Unteroffizier
      Geburtsdatum:
      11.06.1923
      Geburtsort:
      Andorf
      Todes-/Vermisstendatum:
      21.10.1944
      Todes-/Vermisstenort:
      Drontheim Luftw.Laz.

      Josef Forst ruht auf der Kriegsgräberstätte in Trondheim-Havstein.
      Endgrablage: Reihe 14 Grab 25

      Auszeichnungen:
      Deutsches Kreuz in Gold (Verl.-Datum unbekannt)
      Frontflugspange für Kampfflieger in Gold mit Anhänger
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
      Ostmedaille

      Auf dem Sterbebild wird neben der „Kampfflugspange“ (Frontflugspange) in Bronze, Silber und Gold
      noch eine „goldene Einsatzspange“ erwähnt. Dabei wird es sich m.M.n. um den Anhänger zur Frontflugspange handeln.

      Auch für Josef Forst wurden 2 unterschiedliche Sterbebilder angefertigt, mittlerweile habe ich auch das 2. in meiner Sammlung.

      Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.

      Gruss, anhaltiner
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    • Ein Transportflieger mit dem DKiG

      Josef Scharinger
      Unteroffizier in der K.Gr.z.b.V. 400 und im Transportgeschwader 4

      ~ 01.12.1918 Jageredt, Pf. Kopfing / Ober-Österreich
      + 16.04.1944 Toplitz, Kr. Orsova / Rumänien

      Das Transportgeschwader 4 ging aus der K.Gr.z.b.V. 400 hervor, welche mit der Ju 52 von 1941 bis 1943 Transporteinsätze nach Afrika flog.
      Josef Scharinger muss eine geraume Zeit dieses Einsatzes miterlebt haben, erhielt er doch mind. 3 seiner Auszeichnungen für den Afrikaeinsatz.
      Er kam bei einem Frontflug in Rumänien ums Leben.


      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname:
      Scharinger
      Vorname:
      Josef
      Dienstgrad:
      Unteroffizier
      Geburtsdatum:
      01.12.1918
      Geburtsort:
      Kopfing
      Todes-/Vermisstendatum:
      16.04.1944
      Todes-/Vermisstenort:
      bei Toplitz, Krs. Orsova

      Josef Scharinger wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.
      Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Orsova - Rumänien


      Auszeichnungen:
      Deutsches Kreuz in Gold am 12.12.1943 als Unteroffizier in der 12. Staffel/III.Gruppe, Transportgeschwader 4
      Ehrenpokal am 09.11.1942 als Bordschütze
      Frontflugspange für Kampfflieger in Gold
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
      Deutsch-Italienische Feldzugsmedaille
      italienisches Kriegsverdienstkreuz
      Ärmelband „Afrika“
      Verwundetenabzeichen in Schwarz
      Flugzeugführerabzeichen


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      Gruss, anhaltiner


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      Nachtrag zu Scharinger hier --> klick


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    • Ein Obergefreiter mit dem Deutschen Kreuz in Gold

      Johann Lederer
      Unteroffizier im Grenadierregiment 316 / 212. Infanterie-Division,
      zum Kriegsende in einer anderen, mir unbekannten Einheit.

      ~ 20.07.1918 Allkofen/Bayern
      + 13.04.1945 bei Bologna/Italien

      Johann Lederer, Sohn eines Landwirtes aus Allkofen, einem Ortsteil der Gemeinde Laberweinting, Landkreis Straubing-Bogen in Bayern war von 1939 – 1945 Soldat.
      Er kämpfte u.a. in Frankreich, Rußland und in Italien, wo Ihn sein Schicksal im 27.Lebensjahr ereilte.

      Das Deutsche Kreuz in Gold erhielt er im Grenadierregiment 316 in der 212.Infanterie-Division. Die 212. war kurze Zeit im Frankreichfeldzug und später an der Kanalküste zum Küstenschutz im Einsatz.
      Ende 1941 wurde sie beschleunigt nach Osten in den Raum Leningrad verlegt und an der rechten Flanke vor dem Oranienbaumer Brückenkopf eingesetzt. Ab 1942 kämpfte sie an der Wolchow-Front, besonders im Abschnitt Schapki am Südufer des Ladogasees. Ab Januar 1943 kämpfte die Division dann nördlich von Nowgorod.
      Lederer muss sich in dieser Zeit bewährt haben, da Ihm nach den Eisernen Kreuzen beider Klassen im März 1943 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen wurde.
      Die Division wurde bei den schweren Rückzugskämpfen in Litauen so stark dezimiert, das sie im September 1944 aufgelöst wurde und die Reste zur Aufstellung der 212. Volksgrenadierdivision entsandt wurden, die später an der Westfront im Raum Trier an den Endkämpfen teilnahm, Johann Lederer war nicht mit dabei.
      Entweder wurde er bei den Kampfhandlungen in Litauen verletzt und kam nach seiner Genesung zu einer anderen Einheit oder er wurde einfach versetzt.

      Beim Volksbund heißt es zu den Kampfhandlungen im April 1945 in Italien:
      Nach Beendigung der Kämpfe um Cassino und der Einnahme Roms durch die Alliierten näherten sich deren Armeen auf der ganzen italienischen Front dem Nordteil des Apennin. Dort befand sich die Linie, die im deutschen militärischen Sprachgebrauch die "Grüne Linie" hieß und von den Alliierten als "Gotenstellung" bezeichnet wurde. Sie war im Rahmen der verfügbaren Mittel und der verfügbaren Zeit zu einer Verteidigungsstellung ausgebaut worden, deren Ausbau in den Küstenabschnitten südlich Carrara am Ligurischen Meer und an der Adria hinter dem Fluß Foglio am weitesten fortgeschritten war. An den Passübergängen waren Stützpunkte errichtet worden. Als markantester Kampfraum dieser Stellung ist das Gebiet um den "Futa-Pass" zu nennen. Am 09. April 1945 begannen die Alliierten mit dem Angriff auf Bologna. Am 21. April 1945 – nach schweren Abwehrkämpfen – brach die Apennin-Verteidigung zusammen…

      Mir ist derzeit nicht bekannt, in welcher Einheit Johann Lederer im April 1945 in Italien kämpfte.
      Er wurde ursprünglich auf dem Gemeindefriedhof von Imola-Piratello beigesetzt.
      Als in den 1960er Jahren der Friedhof Futa-Pass angelegt wurde, wurden die Gefallenen aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden Provinzen geborgen.
      Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Paß der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien.

      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname:
      Lederer
      Vorname:
      Johann
      Dienstgrad:
      Unteroffizier
      Geburtsdatum:
      20.07.1918
      Todes-/Vermisstendatum:
      13.04.1945

      Johann Lederer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Futa-Pass.
      Endgrablage: Block 8 Grab 340


      Auszeichnungen:
      Deutsches Kreuz in Gold am 18.03.1943 als Obergefreiter in der 10. Kompanie, III. Bataillon, Grenadier-Regiment 316, 212. Infanterie-Division
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
      Infanteriesturmabzeichen
      Ostmedaille

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      Gruss, anhaltiner

      Quellen: LdW, volksbund.de
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von anhaltiner ()

    • Nachtrag zu Johann Lederer

      Dank unseres Forumsmitglied "Pie", der sich am Wochenende für mich auf den Weg zur Kriegsgräberstätte Futa-Pass gemacht hat, kann ich zu Johann Lederer ein Grabfoto nachreichen.

      Vielen herzlichen Dank dafür, so macht recherchieren und sammeln, in diesem Fall sogar länderübergreifend, besonders Spass.

      Gruss,
      anhaltiner
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    • Wirklich selten Sterbebild!

      Futapass und Giogopass wurden am 18. Septmber 1944 erobern.


      Wahrscheinlich koennte er mit 98.ID, 278.ID oder 26.Pz.D gekaempft haben.
      Dateien
      • DSC_0520.jpg

        (414,86 kB, 576 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      viele Grüße aus Italien

      Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Dokumenten der 715. Infanterie-Division und deutscher Einheiten in der Toskana.
    • Ein Obergefreiter der Pioniertruppe mit dem Deutschen Kreuz in Gold

      Josef Farnhammer
      OGfr 3./Pionierbataillon 74

      ~ 03.04.1914 Ettelmühle
      + 28.07.1942 Taganrog

      Josef Farnhammer kämpfte als Obergefreiter in der 3./Pionier-Bataillon 74 (mot).
      Dieses wurde 1939 als Grenz-Pionier-Bataillon 74 für das Grenzkommando Saarpfalz aufgestellt.
      In den Jahren 1941/1942 war das Bataillon dann Heerestruppe und im Westen und in Südrußland (Kaukasus, Charkow) im Einsatz.
      In dieser Zeit verdiente er sich die Eisernen Kreuze 2. und 1. Klasse.
      Er scheint auch weiterhin ein besonders tapferer Pionier gewesen zu sein, denn im April 1942 wurde ihm für seine Leistungen das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
      Lange konnte er seine hohe Auszeichnung jedoch nicht tragen, denn er wurde kurze Zeit später bei einem Einsatz schwer verwundet und erlag im Juli 1942 seinen Verletzungen im Feldlazarett Taganrog.


      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname: Farnhammer
      Vorname: Joseph
      Dienstgard: Unteroffizier
      Geburtsdatum: 03.04.1914
      Geburtsort: Ettelmühle
      Todes-/Vermisstendatum: 25.07.1942
      Todes-/Vermisstenort: Feldlaz. Taganrog

      Joseph Farnhammer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Apscheronsk (RUS).
      Grablage: Endgrablage: Block 2 - Unter den Unbekannten
      Bei den Umbettungsarbeiten in seinem ursprünglichen Grablageort konnte er nicht zweifelsfrei identifiziert werden, so dass er als ''unbekannter Soldat'' auf dem Friedhof Apscheronsk bestattet worden ist.


      Auszeichnungen:
      Deutsches Kreuz in Gold am 11.04.1942 als Obergefreiter in der 3. / Pionier-Bataillon 74 (mot)
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
      Infanteriesturmabzeichen

      Pionierbataillon 74
      Für die wie Joseph Farnhammer im zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Pionierbataillon 74 wurde übrigens im Stadtgarten Saarlouis ein Gedenkstein errichtet.


      Quellen: LdW, volksbund.de, wikimedia


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      Gruss, anhaltiner
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Ein Jagdflieger der Legion Condor

      Willibald (Willy) Hien
      Unteroffizier in der 3.J/88, später Oberfeldwebel in der 3./JG53

      Willibald Hien wurde am 24.08.1914 in Straubing geboren. In den 1930ern ging er zur neuen deutschen Luftwaffe und wurde Jagdflieger.
      Mit der Jagdgruppe 88 kämpfte er bei der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg.
      Seine Staffelkapitäne waren u.a. die beiden späteren Brillanten-Träger Adolf Gallandt und Werner Mölders.
      Zunächst mit dem Doppeldecker Heinkel He 51 C ausgerüstet wurde die 3. Staffel 1938 auf Jagdflugzeuge des Typs Messerschmidt Bf 109 umgerüstet und war in der zweiten Jahreshälfte 1938 unter Werner Mölders die erfolgreichste aller drei Bf 109-Staffeln.
      In dieser Zeit erzielte Willibald Hien 4 bestätigte Abschüsse, alle gegen Jagdflugzeuge der republikanischen Truppen vom Typ Polikarpow I-16 (russisches Muster).

      Seine Luftsiege in Spanien erzielte er innerhalb von nur 6 Wochen:
      19.7.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16
      14.8.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16
      14.8.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16
      31.8.1938 Uffz. Willibald Hien 3.J/88 gegen Polikarpow I-16

      Für seinen Einsatz bei der Legion wurde Hien hoch ausgezeichnet. Er erhielt im Juni 1939 das Spanienkreuz in Gold mit Schwertern und zwei spanischen Auszeichnunge - das Cruz de Guerra und die Medalla de la Campaña Española .

      Nach Ende des Spanienkrieges blieb er weiterhin Jagdflieger und kam zum JG 53, dem Pik-As-Geschwader.
      Die II./JG 53 flog nach Beginn des Polenfeldzuges und der Kriegserklärung Frankreichs Grenzschutz an der deutsch-französischen Grenze.

      Hier erzielte Willibald Hien insgesamt 2 Luftsiege:
      20.9.1939 11:15 Uhr Ofw Willibald Hien 3./JG53 gegen Morane 406
      30.9.1939 14:30 Uhr Ofw Willibald Hien 3./JG53 gegen Caudron 710 bei Bischmisheim

      Die angegebene Gesamtzahl auf dem Sterbebild von insgesamt 6 Siegen ist also die Summe der 4 aus dem Spanieneinsatz und den beiden von September 1939.
      Er erhielt für seine fliegerischen Einsätze schon im September 1939 das Eiserne Kreuz 2.Klasse, höchstwahrscheinlich nach seinem 1.Luftsieg im neuen Krieg.

      Lange konnte er es nicht stolz tragen, denn nach seinem 6.Luftsieg erhielt er einen tödlichen Treffer und stürzte mit seiner Maschine ab.
      Willibald Hien liegt auf der Kriegsgräberstätte in Wiesbaden-Alt Südfriedhof begraben.

      Zu dem Luftkampf an diesem Tage habe ich im Netz folgendes gefunden:

      ...
      Ebenfalls am 30.09.1939 eskortierten sieben Morane der französischen GC I/3 und GC III/3 eine Potez der GR II/152 bei Ensheim und wurden gegen 14.30 Uhr durch mehrere Me 109 der 3./JG 53 angegriffen. Dabei stürzte die Potez brennend über den französischen Linien ab, eine Morane der GC III/3, deren Pilot verletzt war, landete auf einem Feld bei Bischmisheim.
      Bei den Kämpfen erhielt der deutsche Ofw. Willibald Hien einen Kopfschuss. Seine Me 109 stürzte ebenfalls bei Bischmisheim zu Boden (100 % Bruch).
      ...
      Quelle: flugzeugabstuerze-saarland.de


      Eintrag beim Volksbund:
      Willibald Hien ruht auf der Kriegsgräberstätte in Wiesbaden-Alt Südfriedhof.
      Endgrablage: Abteilung C1 Grab 5

      Nachname: Hien
      Vorname: Willibald
      Dienstgrad: Oberfeldwebel
      Geburtsdatum: 24.08.1914
      Geburtsort: Straubing
      Todes-/Vermisstendatum: 30.09.1939

      Seine Auszeichnungen:
      Spanienkreuz in Gold mit Schwertern
      Cruz de Guerra
      Medalla de la Campaña Española
      Eisernes Kreuz 1939 2.Klasse

      Willibald Hien flog in der 3.Staffel der 2.Gruppe des Jagdgeschwader 53.

      Zum JG 53 aus wikipedia:
      Das Jagdgeschwader 53 war ein Verband der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Es entstand am 1. Mai 1939 durch die Umbenennung des Jagdgeschwaders 133. Das Standardflugzeug der Einheit war die Bf 109. Durch einen Vorschlag von Geschwaderkommodore Hans Klein bekam das Geschwader statt vieler einzelner Gruppen- und Staffelabzeichen nur ein Geschwaderabzeichen, das Pik As. Die bekanntesten Angehörigen dieser Einheit waren Werner Mölders und Franz von Werra. Die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 53 entstand am 1. Mai 1939 in Wiesbaden-Erbenheim durch die Umbenennung der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 133. Ausgestattet war die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 E-1 und E-3. Auftrag der Gruppe war die Überwachung der deutsch-französischen Grenze zwischen Trier und Saarbrücken.

      Fotos:
      Zusätzlich zum Sterbebild stelle ich noch zwei Fotos mit ein.
      Das Erste zeigt Angehörige des JG53 mit einer Bf109 im September 1939 im Westen.
      Auf dem Zweiten sind Ofw. Walter Grimmling und Uffz. Heinrich Bezner von der I./JG 53 zu sehen.
      Ebenso wie Willibald Hien wurde beiden das EK2 nach Ihrem 1.Luftsieg verliehen.

      Und zum Schluss wie immer die gleiche Anmerkung:
      Sollte jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen haben - immer her damit.

      Gruss, anhaltiner

      Quellen:
      Infos: volksbund.de wikipedia.de flugzeugabstuerze-saarland.de
      Fotos: kagero.pl wwii-photos-maps.com
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      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Ehrenpokal und Deutsches Kreuz in Gold ?

      Hauptmann
      Richard Schmoll
      Flugzeugführer und Beobachter in einer Fernaufklärungsgruppe

      ~ 22.03.1915 in Niederbreisig/Rheinland-Pfalz
      + 26.12.1943 über dem Atlantik/Spanien

      Richard Schmoll wurde am 22.03.1915 in Niederbreisig geboren.
      Schon früh wurde er Soldat bei der sich neu bildenden Luftwaffe und flog bereits im Spanienkrieg bei der Legion Condor.
      Als Anerkennung dafür erhielt er im Juni 1939 das Spanienkreuz.
      Mit Beginn des 2.Weltkrieges flog er bei einer Fernaufklärungsgruppe Einsätze an fast allen Kriegsschauplätzen.
      Nachdem er über 150 Fernauklärungsflüge in Russland absolviert hatte, wurde er zu seiner alten Staffel nach Frankreich versetzt.
      Hier kehrte er am 26.12.1943 von seinem ersten Frontflug im Westen über den Atlantik nicht zurück.
      Richard Schmoll und seine gesamte Besatzung konnten augenscheinlich geborgen werden und wurden auf dem Heldenfriedhof Mont de Marsan beigesetzt.
      Später wurde er umgebettet und liegt heute auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil.

      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname: Schmoll
      Vorname: Richard
      Dienstgrad: Hauptmann
      Geburtsdatum: 22.03.1915
      Geburtsort: Niederbreisig
      Todes-/Vermisstendatum: 26.12.1943
      Todes-/Vermisstenort: Pablona/Spanien

      Richard Schmoll ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil.
      Endgrablage: Block 6 Reihe 17 Grab 754

      Auszeichnungen:
      Spanienkreuz
      Deutsches Kreuz in Gold (Angabe auf Sterbebild)
      Ehrenpokal am 05.06.1943 als Oberleutnant/Beobachter
      Frontflugspange für Fernaufklärer in Bronze, Silber und Gold
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse

      Für die Angabe auf dem Sterbebild, das Richard Schmoll das Deutsche Kreuz in Gold verliehen worden ist, fehlt mir bisher der Nachweis.
      Dafür ist er in der Liste der mit dem Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg Beliehenen enthalten.
      Vielleicht kann mir jemand mit einer Auskunft über die DKiG-Verleihung bzw. Fotos und weiteren Angaben zu S. weiterhelfen.

      Gruss, anhaltiner

      Edit Nachträge:
      -> Schmoll Nachtrag 1
      -> Schmoll Info Absturzstelle
      -> Schmoll Nachtrag 2
      -> Foto Grabstelle
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Noch ein Nachtrag zu Richard Schmoll:

      01.04.43 Beförderung zum Hauptmann (Kr.O.) und Beobachter in der 2.(F)/FAGr. 5 (Fernaufklärungsgruppe 5)
      Die 2./FAGr.5 wurde im Juni 1943 in Mont de Masan aufgestellt und flog mit der Junkers Ju 290.

      Schmoll ist nicht wie angegeben über dem Atlantik abgestürzt, sondern das Flugzeug ist in der Nähe von Lesaca in den spanischen Pyrenäen gegen einen Berg geflogen.
      Es handelte sich um eine Ju 290 A-3 mit der Kennung 9V+DK, die in der Ausführung A-3 insgesamt nur 5mal gebaut.

      Quelle:
      Luftwaffe Officer Career Summaries by Henry L. deZeng IV and Douglas G. Stankey
      wikipedia
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      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Inhaber des Ehrenpokals

      Feldwebel
      Wolfgang Roos

      Wolfgang Helmut Roos wurde am 6.April 1920 in Tuttlingen im südlichen Baden-Württemberg geboren.
      Er kam zur Luftwaffe und wurde Bordschütze in einer mir leider derzeit unbekannten Luftwaffen-Einheit.
      Im Urlaub während seiner Zeit als Soldat heiratet er am 13.Juli 1944 in seiner Heimatstadt Tuttlingen,
      doch sein Glück hält nicht lang an.
      Nur 12 Tage nach seiner Hochzeit ereilt ihn am 25.Juli 1944 bei einem tragischen Unfall der Fliegertod
      und er wird am 30.Juli 1944 auf dem Ehrenfriedhof in Nendingen beigesetzt.

      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname: Roos
      Vorname: Wolfgang Helmut
      Dienstgrad: Feldwebel
      Geburtsdatum: 06.04.1920
      Geburtsort: Tuttlingen
      Todes-/Vermisstendatum: 25.07.1944
      Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet

      Wolfgang Helmut Roos ruht auf der Kriegsgräberstätte in Tuttlingen-Nendingen.
      Endgrablage: Grab 3

      Auszeichnungen:
      Aufgenommen in die Ehrenliste der Deutschen Luftwaffe und Inhaber des Ehrenpokals für besondere
      Leistungen im Luftkrieg (1.Mai 1944)
      Eisernes Kreuz 2. und 1. Klasse
      Frontflugspange in Gold
      Verwundetenabzeichen

      Für weiterführende Angaben bin ich immer dankbar.

      Gruss, anhaltiner
      Dateien
      • Roos_Wolfgang.jpg

        (417,27 kB, 1 mal heruntergeladen, zuletzt: )
       
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    • Nachtrag zu Wolfgang Roos

      Da es sich bei dem im vorigen Beitrag vorgestellten Sterbebild um das gemeinsame von einem Zwillingsbrüder-
      Paar handelt, hier noch einige Angaben zum Bruder von Wolfgang Roos, der ebenfalls Flieger war:

      Unteroffizier
      Karl Roos

      Karl Roos wurde am 6.April 1920 in Tuttlingen im südlichen Baden-Württemberg geboren.
      Die Abkürzung „stud. ing. aer. auf dem Sterbebild verrät, das Karl ein Ingenieurstudium für Luftfahrttechnik
      absolviert und abgeschlossen hat.
      Es ist anzunehmen, das er sich danach freiwillig zur Luftwaffe meldete und Kampfflieger wurde.
      Zuletzt flog er als Flugzeugführer in der II.Gruppe / 6.Staffel des Kampfgeschwaders 2.

      Das Geschwader flog Einsätze im Polen-, Frankreich-, Balkan- und Rußlandfeldzug ebenso wie in der Luftschlacht
      um England und bei der Landung auf Kreta.
      Bei welchen dieser Einsätze Karl mit teilnahm, entzieht sich leider meiner Kenntnis, zumindest wurde ihm vor Mai
      1943 das Eiserne Kreuz verliehen.

      Im Jahr 1943 war das Geschwader zu Mineneinsätzen im Ärmelkanal bzw. Kampfeinsätzen gegen England unterwegs.
      Am 16.Mai 1943 flog Karl Roos mit einer Dornier 217 K-1 (Kennzeichen U5+DP) einen Kampfeinsatz gegen die Hafen-
      anlagen von Sunderland.
      Hier kam es zu einem Luftkampf mit einer Beaufighter V8617 der 604. Squadron der RAF Scorton, in der die englischen
      Flieger O B.R. Keele und O G. Cowles flogen. Das Flugzeug von Karl Roos wurde getroffen und stürzte knapp 60 km
      östlich von Sunderland ins Meer.

      Karls Leiche wurde am 30.Juni 1943 an den sogenannten Blackhall Rocks an der Küste südlich von Sunderland angespült.
      Laut Sterbebild wurde er am 2.Juli 1943 von der britischen Royal Airforce mit militärischen Ehren auf dem Acklam Road
      Cemetery in Thornaby-on-Tees beigesetzt.
      Der Volksbund gibt als Todestag allerdings den 30.06.1943 an.

      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname: Roos
      Vorname: Karl
      Dienstgrad: Unteroffizier
      Geburtsdatum: 06.04.1920
      Geburtsort: Tuttlingen
      Todes-/Vermisstendatum: 30.06.1943

      Karl Roos ruht auf der Kriegsgräberstätte in Thornaby-on-Tees.
      Endgrablage: Sektion O Reihe K Grab 13

      Auszeichnungen:
      Eisernes Kreuz (vermutlich) 2.Klasse

      Quellen:
      LdW – wikipedia - forum.12oclockhigh

      Weitere Fotos:
      Dornier 217
      Blackhall Rocks
      Wappen der 6./KG2

      Gruss, anhaltiner
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Hallo Anhaltiner,

      sehr interessante Rubrik, die Du hier tatkräftig darstellst.

      Lese die Beiträge immer mit großem Interesse, kann aber leider dazu keinen
      Beitrag leisten - mangels verfügbarer Dokumente.

      Mach ruhig weiter so.

      Es grüßt Dich - Armin.
       
      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • RE: Ein Transportflieger mit dem DKiG

      Original von anhaltiner
      Josef Scharinger
      Unteroffizier in der K.Gr.z.b.V. 400 und im Transportgeschwader 4

      ~ 01.12.1918 Jageredt, Pf. Kopfing / Ober-Österreich
      + 16.04.1944 Toplitz, Kr. Orsova / Rumänien
      ...
      Edit Mod. anhaltiner
      ...


      Leider kann ich diesen quote nur innerhalb des quotes beantworten bzw editieren?!

      Zu Orsova Friedhof:
      siehe diesen Link, brandneu von heute die letzte Nachricht dort:
      forum.12oclockhigh.net/showpost.php?p=221518&postcount=65

      Auch gibt es seit 6 Monaten ein Fliegerdenkmal zum Absturz vom 16.4.44 auf dem Friedhof
      forum.12oclockhigh.net/showpost.php?p=209462&postcount=10
      Dateien
    • @ Armin & Pie:
      Danke für die "Lorbeeren". Leider lebe ich nach dem Umzug derzeit nur aus Kisten
      und hab nichtmal einen Internet-Anschluss, demnach wird es noch eine Weile dauern,
      bis Nachschub von mir kommt, hab dafür aber noch einiges auf Lager. :D

      @Egbert:
      Danke für Deine Meldung, sehr interessant.
      Leider kann man die Bilder im verlinkten Forum nur sehen, wenn man angemeldet ist.
      Kannst Du diese bitte hier auch hochladen?
      Das in Deinem letzten Beitrag hochgeladene Bild wird (bei mir) nicht angezeigt ?(
       
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      Suche:
      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • RE: Ein Transportflieger mit dem DKiG

      Original von egbert

      Josef Scharinger
      Unteroffizier in der K.Gr.z.b.V. 400 und im Transportgeschwader 4

      ~ 01.12.1918 Jageredt, Pf. Kopfing / Ober-Österreich
      + 16.04.1944 Toplitz, Kr. Orsova / Rumänien
      ...
      Edit Mod. anhaltiner
      ...


      Leider kann ich diesen quote nur innerhalb des quotes beantworten bzw editieren?!

      Zu Orsova Friedhof:
      siehe diesen Link, brandneu von heute die letzte Nachricht dort:
      forum.12oclockhigh.net/showpost.php?p=221518&postcount=65

      Auch gibt es seit 6 Monaten ein Fliegerdenkmal zum Absturz vom 16.4.44 auf dem Friedhof
      forum.12oclockhigh.net/showpost.php?p=209462&postcount=10[/quote]



      Im September 2016 hat der VdK Sondierungsbohrungen in die 78 dt Gräber in Orsova vorgenommen, dabei wurde leider festgestellt, dass sämtliche Gräber leer sind. [**] Rumänische Organisationen darunter das rum Rote Kreuz, der Ortsbürgermeister und Priester von Orsova um 1970isch haben die deutschen Gräber in dem nun aufgestauten Donauwasser nicht auf höheren Grund verlegt, sondern absaufen lassen. Die Grablagen sind sämtlich unwiderruflich verloren.
    • RE: Ein Transportflieger mit dem DKiG

      NACHTRAG ZU JOSEF SCHARINGER
      (Beitrag weiter oben --> Ein Transportflieger mit dem DKiG)


      Original von egbert
      Original von egbert
      ...
      Josef Scharinger
      Unteroffizier in der K.Gr.z.b.V. 400 und im Transportgeschwader 4

      ~ 01.12.1918 Jageredt, Pf. Kopfing / Ober-Österreich
      + 16.04.1944 Toplitz, Kr. Orsova / Rumänien

      Auch gibt es seit 6 Monaten ein Fliegerdenkmal zum Absturz vom 16.4.44 auf dem Friedhof
      forum.12oclockhigh.net/showpost.php?p=209462&postcount=10
      ...
      Im September 2016 hat der VdK Sondierungsbohrungen in die 78 dt Gräber in Orsova vorgenommen, dabei wurde leider festgestellt, dass sämtliche Gräber leer sind. [**] Rumänische Organisationen darunter das rum Rote Kreuz, der Ortsbürgermeister und Priester von Orsova um 1970isch haben die deutschen Gräber in dem nun aufgestauten Donauwasser nicht auf höheren Grund verlegt, sondern absaufen lassen. Die Grablagen sind sämtlich unwiderruflich verloren.


      Unser Mitglied Egbert hat mir freundlicherweise zwei Fotos von dem zum Gedenken an den Flugzeugabsturz in Orsova aufgestellten Stein und der Gesamtanlage zur Verfügung gestellt.
      Es handelte sich augenscheinlich um ein Rotkreuzflugzeug, welches abgeschossen wurde. Mit Josef Scharinger kamen weitere 16 Soldaten ums Leben, die alle namentlich erfasst sind.

      Gruss, anhaltiner.
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • RE: Ehrenpokal und Deutsches Kreuz in Gold ?

      2. NACHTRAG ZU RICHARD SCHMOLL
      (Beitrag weiter oben --> klick & klick)


      Der Honorarkonsul der Bundesrepublik in San Sebastián Dr. Paul Schröder hat sich ja auf meinen Beitrag hin gemeldet, siehe hier

      Er war aktiv an der Suche nach der Ursache und der Absturzstelle des Flugzeuges, in dem Richard Schmoll und 9 weitere Flugzeuginsassen starben, beteiligt.
      Freundlicherweise hat der Konsul mir einige Fotos und eine Kopie einer mehrsprachigen Broschüre über das Unglück geschickt, die ich hier gern noch mit einfüge.

      Aus der Broschüre:

      Am 26.Dezember 1943 stürzte am Berg Aizalegi, nahe der Ortschaft Arantza, das deutsche Flugzeug Ju 290 A.3, 9V + DK ab. Alle Insassen fanden den Tod.
      Das Flugzeug kam vom Stützpunkt Mont de Marsan. Dieses Flugzeug diente der Überwachung des alliierten Schiffsverkehrs und gab diese Informationen an die Unterseeboote, die am Golf von Biskaya operierten.
      An diesem Tag sollte das Flugzeug Geleitschutz für zwei Schiffe geben, die „Osorno“ und die „Alsterufer“, die aus Japan kommend, Rohmaterial für die deutsche Industrie geladen hatten. Dorfbewohner erzählten uns, dass Ihre Eltern damals, als sie sonntags zur Messe gingen, eine heftige Explosion hörten, danach folgte ein Brand. Dank Ihrer Aussagen gehen wir davon aus dass durch das schlechte Wetter und die schlechte Sicht bedingt, das flugzeug zwischen 06.45 und 07.00 am Hang zerschellte.
      Zunächst einmal gingen wir davon aus, das der Unfall witterungsbedingt erfolgte. Aber später erzählten uns Einwohner, die sofort zur Unfallstelle waren, dass an diesem Tag das Wetter gut war, aber dass es wohl dunkel gewesen sei. Das Flugzeug soll angeblich zuerst einige Bäume am Berg Itsascelaiete gestreift haben, um dann weiter oberhalb des Berges zu zerschellen. Die Bewohner anliegender Bauernhöfe informierten die Polizei und gingen zur Unfallstelle. Am nächsten Tag kamen Offiziere und Soldaten der Luftwaffe dazu, sowie der deutsche Konsul aus San Sebastian und Offiziere der spanischen Luftwaffe. Auf Ochsenkarren wurden die Leichen bis Arantza gebracht, später wurden sie nach Irun überführt, wo die deutschen Behörden sie übernahmen um sie in Mont de Marsan zu bestatten. Heute befinden sich die Gräber im deutschen Soldatenfriedhof in Berneuil (Frankreich).

      Hptm. Richard Schmoll (Beobachter und Hauptmann) *22.03.1915
      Oblt. Werner Nedela (Pilot) *08.07.1913
      Lt. Hans Fliege (Kopilot) *23.08.1922
      Uffz. Alfred Gudde (Navigator) *16.08.1909
      Fw. Aloysius Rekersdrees (Funker) *19.09.1918
      Uffz. Oskar Matt (Funker) *15.04.1918
      Fw. Adolf Widra (Flugzeugmechaniker) *08.10.1917
      Uffz. Franz Margowski (Artillerist) *15.10.1921
      Uffz. Gerhard Schramm (Artillerist) *16.08.1921
      Uffz. Valentin Sobotzki (Artillerist) *26.04.1918

      Die angehängten Fotos zeigen die Absturzstelle heute, Fundstücke, den Gedenkstein und die angebrachte Tafel.

      Sollte jemand mal zufälligerweise auf ein Sterbebild eines der weiteren Insassen stoßen, bitte ich um kurze Meldung.

      Gruss, anhaltiner.
      Dateien
      • Berghang.JPG

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      • Fundstücke.JPG

        (446,94 kB, 3 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • Gedenkstein.JPG

        (881,01 kB, 3 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • Gedenkstein_Platte.JPG

        (689,08 kB, 3 mal heruntergeladen, zuletzt: )
       
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      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Ein Rittmeister mit dem Deutschen Kreuz in Gold

      Rittmeister
      Franz Hunsel

      ~ 11.06.1909 Lippborg
      + 31.10.1942 HVPl in Sabolotje(Rußland)

      Franz Hunsel war Angehöriger der Aufklärungsabteilung 158. Die Abteilung unterstand der 58. Infanteriedivision und nahm mit dieser am Westfeldzug teil, war danach bis April 1941 als Besatzungstruppe in Belgien stationiert und kämpfte anschließend beim Ostfeldzug gegen die Sowjetunion.
      Wann Hunsel seine Eisernen Kreuze verliehen bekam, ist mir nicht bekannt. Das Deutsche Kreuz wurde ihm sicher für seine Leistungen in den Kämpfen gegen die Rote Armee am 19.12.1941 als Oberleutnant in der 2.Radfahrschwadron der Aufklärungsabteilung 158 verliehen.

      Im LdW steht zu den Kämpfen der AA 158 folgendes:

      Die Abteilung nahm am Vormarsch der Division nach Riga und auf Narwa teil. Bei der Eroberung von Gdow machte die Abteilung 1.200 Gefangene. Am 14. September erreichte die Abteilung Leningrad, wo sie in die Belagerungsfront der Division eingegliedert wurde. Am 8. Oktober landeten russische Truppen an der Küste vor Leningrad im Abschnitt der Abteilung. Die 250 Mann Landungstruppen konnten in harten Kämpfen überwunden und gefangen genommen werden.

      Im Frühsommer 1942 war er Abteilungsführer der AA 158. Die Quelle dafür ist ein Besitzzeugnis zu einem VWA von Juni 1942, von dem auch seine Unterschrift im Anhang beigefügt ist. Zum Zeitpunkt seines Todes war er augenscheinlich Abteilungskommandeur der Aufklärungsabteilung 158, zumindest ist es so auf dem Sterbebild vermerkt.

      Franz Hunsel erhielt bei einem Gefecht am 30.10.1942 einen Bauchschuß.
      Er wurde auf dem Hauptverbandplatz der Sanko 1/222 operiert. Obwohl die OP gut verlief, starb Franz Hunsel im Alter von 33 Jahren an einer Embolie und wurde im Beisein des Divisionskommandeurs der 58.InfDiv., des RKT Karl von Graffen, auf einem Soldatenfriedhof beigesetzt. Um ihn trauerte in der Heimat nicht nur seine Familie, sondern auch seine Braut.
      Heute ruht Franz Hunsel auf der Kriegsgräberstätte in Korpowo, eine Ansicht ist im Anhang.

      Für die wie Franz Hunsel im zweiten Weltkrieg gefallenen Lippborger wurde auf dem dortigen Friedhof ein Kriegerdenkmal errichtet, auf dessen Stein er auch vermerkt ist, dazu ebenfalls zwei Fotos im Anhang.

      Auszeichnungen:
      Deutsches Kreuz in Gold am 19.12.1941 als Oltn. 2.(Radfahr)/ AA 158
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
      Allgemeines Sturmabzeichen
      Verwundetenabzeichen

      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname: Hunsel
      Vorname: Franz
      Geburtsdatum: 03.04.1914
      Geburtsort: Lippborg
      Todes-/Vermisstendatum: 31.10.1942
      Todes-/Vermisstenort: H.V.Pl.Sanko 1/222 Sabolotje

      Franz Hunsel ruht auf der Kriegsgräberstätte in Korpowo.
      Endgrablage: Block 16 Reihe 30 Grab 1890


      Und zum Abschluss wieder die übliche Frage:
      Wenn jemand noch weitere Fotos oder Ergänzungen zu Franz Hunsel hat - immer her damit.

      Gruss, anhaltiner.

      Quellen: LdW, FdW, volksbund.de, wiki-de.genealogy
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Grabfoto Richard Schmoll

      Nach längerer Zeit gibt es noch einen weiteren Nachtrag zum Sterbebild von Richard Schmoll (klick).

      Ich bin jetzt eher zufällig auf ein Foto der Grabstelle von ihm auf dem Soldatenfriedhof Berneuil in Frankreich gestoßen.
      Das Foto zeigt die Grabsteine von Schmoll und weiterer 5 Besatzungsmiglieder der abgestürzten Maschine.

      Gruss, anhaltiner
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    • Als Wetterflieger über dem Atlantik

      Das Grabfoto von Richard Schmoll habe ich zufällig im Zusammenhang mit dem Sterbebild von Karl Labmayer gefunden, welches sich auch in meiner Sammlung befindet.
      Wenn man das Foto um 180° dreht, erkennt man die 6 Namen von gefallenen Angehörigen einer anderen Flugzeugbesatzung, zu der Labmeyer gehörte.
      Auch wenn Labmeyer scheinbar kein Träger höherer Auszeichnungen ist, möchte ich es dennoch hier vorstellen.

      Unteroffizier Karl Labmayer wurde am 08.11.1923 in St.Marienkirchen geboren.
      Er flog als Flugzeugführer Fernaufklärung in der Wekusta 2/Ob.d.L. ( Wettererkundungsstaffel 2 des Oberbefehlshaber der Luftwaffe).
      Die Wekusta 2 gehörte zu den wenigen deutschen Fliegerverbänden, welche die gesamte Besatzungszeit in Frankreich stationiert war, zu verschiedenen Zeiten in Brest-Lanveoc, Nantes- Chateau Bougon, Mont de Marsan oder Bordeaux-Merignac.
      Das Wappen der Wekusta 2 hänge ich mit an.

      Wekustas waren fliegende Einheiten der Luftwaffe in Staffelstärke. Ihre Aufgabe bestand in der Sammlung von Wetterdaten aus Bereichen, die nur durch Flugzeuge erreichbar waren. Diese Daten flossen dann in die Wetterberichte der Wehrmacht ein.
      Insgesamt gab es 11 Wekustas, die je zwischen 3 und 12 meist zweimotorige Flugzeuge verfügten.
      In den Staffeln flogen viele kriegsdienstverpflichtete Meteorologen und sammelten Wetterdaten.

      Am 22.Juli 1944 startete Karl Labmayer als Flugzeugführer mit seiner He 177 A-3 vom Flugplatz Mont de Marsan.
      Die Besatzung, bei der Regierungsrat Walter Küspert als Meteorologe mitflog, sollte in der Nähe von Irland Wetterdaten sammeln.
      Kurz nach dem Start stürzt die Maschine bei Uchacq ab und brennt vollständig aus. Absturzursache war höchstwahrscheinlich Motorbrand. Es gab keine Überlebenden.

      Folgende Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod:
      Flugzeugführer Uffz. Karl Labmayer
      Beobachter Reg.Rat. Walter Küspert
      Bordfunker OGefr. Siegfried Mattausch
      Bordmechaniker Uffz. Heinz Lehmann
      Bordschütze OGefr. Manfred Rehm
      Bordschütze Uffz. Siegfried Tritschler

      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname: Labmayer
      Vorname: Karl
      Dienstgrad: Unteroffizier
      Geburtsdatum: 08.11.1923
      Geburtsort: St Marienkirchen
      Todes-/Vermisstendatum: 22.07.1944
      Todes-/Vermisstenort: Mont-de-Marsan

      Karl Labmayer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil, Endgrablage: Block 6 Reihe 18 Grab 811

      Noch etwas zum Flugzeug:
      Die Heinkel He 177 war ein viermotoriger schwerer Bomber der deutschen Luftwaffe. Ungewöhnlich an diesem Flugzeug ist die Triebwerksanordnung mit je zwei gekoppelten Motoren pro Seite, die über ein Getriebe eine gemeinsame Propellerwelle antreiben, so dass die Maschine nur 2 Propeller hat.
      Ein Belegfoto der He 177 hänge ich auch mit an.

      Gruss, anhaltiner.
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Ein tapferer Artillerist

      Neu

      Nach längerer Pause möchte ich Euch heute ein weiteres Sterbebild eines hochausgezeichneten Soldaten vorstellen.

      Franz Xaver Geier
      Oberwachtmeister in der 5./Artillerieregiment 212
      ~ 29.08.1914 Tann, OT Walburgskirchen
      + 19.09.1944 Res.Laz. Reichenbach/Eulengebirge

      Franz Geier wurde am 29.08.1914 in Walburgskirchen, einem Ortsteil des Marktes Tann im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn, geboren.
      Der Eintrag in der Volksbund-Datenbank ist beim Geburtsort leicht fehlerhaft.

      Über den Werdegang von Franz Geier ist nicht viel bekannt, außer dass er zum Zeitpunkt seines Heldentodes bereits verheiratet war.
      Vermutlich war er als älterer Jahrgang schon 1939 bei der Aufstellung der 212. Infanteriedivision dabei, der das Artillerieregiment 212 unterstellt war.
      Er durchlebte auf jeden Fall einen harten Kampfeinsatz, was sich nicht nur in seinen Tapferkeitsauszeichnungen widerspiegelt, sondern auch im Verwundetenabzeichen in Gold, welches für mindestens 5 bzw. nach besonders schweren Verwundungen verliehen wurde.

      Zur Divisionsgeschichte zitiere ich auszugsweise aus dem LdW:

      „...Die 212. kam Im Frankreichfeldzug zum ersten Mal zum Kampfeinsatz und wurde anschließend gleich wieder beurlaubt, später ab Februar bis zum Herbst 1941 dann zum Küstenschutz an der Kanalküste eingesetzt.
      Ab Mitte Oktober 1941 wurde die Division beschleunigt nach Osten in den Raum Leningrad verlegt und an der rechten Flanke vor dem Oranienbaumer Brückenkopf eingesetzt. Ab 1942 kämpfte sie an der Wolchow-Front, besonders im Abschnitt Schapki am Südufer des Ladogasees. Ab Januar 1943 focht die Division dann nördlich von Nowgorod. Im Winter 1943/44 wurde die Division im Raum Tschudowo eingesetzt, wo sie schwere Verluste erlitt, so dass sie in Februar 1944 nur noch die Stärke einer Kampfgruppe hatte. Mit Beginn der Absetzbewegung der Heeresgruppe Nord im Zuge der russischen Gegenoffensive vor Leningrad mußte sich die Division über die Luga in den Raum Pleskau absetzen. Anschließend ging sie über Lissino und Korpus zur Narwa zurück. Bei Lepel folgten schwere Abwehrkämpfe, so dass sich die Division über Wilna in den Raum nördlich von Olita zurückziehen mußte. Hier wurde die Division schließlich zerschlagen und am 15. September 1944 aufgelöst …“

      Bei diesen schweren Kämpfen in Litauen im Sommer 1944 wurde Franz Geier sehr schwer verwundet und kam ins Reservelazarett Reichenbach/Eulengebirge, heute Dzierzoniow/Polen.
      Im Lazarett erlag er seinen schweren Verletzungen am 19.September 1944 und wurde dort auch begraben.
      Ob er das Deutsche Kreuz nach seiner schweren Verwundung verliehen bekam und es ihm vor seinem Tode auch noch tatsächlich überreicht wurde, ist mir leider nicht bekannt.

      Auszeichnungen:
      Deutsches Kreuz in Gold am 5.August 1944 als Oberwachtmeister der 5./AR 212
      Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse
      Sturmabzeichen in Silber
      Verwundetenabzeichen in Gold
      Ostmedaille
      u.a. Auszeichnungen

      Eintrag beim Volksbund:
      Nachname: Geier
      Vorname: Franz
      Dienstgard: Oberwachtmeister
      Geburtsdatum: 29.08.1914
      Geburtsort: Walburgiskirchen (es handelt sich um Walburgskirchen)
      Todes-/Vermisstendatum: 19.09.1944
      Todes-/Vermisstenort: R. L. Reichenbach

      Franz Geier wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.
      Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Dzierzoniow - Polen

      Sollte jemand noch weitergehende Informationen, Fotos oder Dokumente zu Franz Geier haben, kann er sich gern melden.

      Gruss, anhaltiner.
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