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erfolgreicher Jagdflieger (3 Abschüsse) Feldwebel Heinrich Sedlmeier, Jagdgeschwader 53 Afrika

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    • erfolgreicher Jagdflieger (3 Abschüsse) Feldwebel Heinrich Sedlmeier, Jagdgeschwader 53 Afrika

      Hallo Sammlerfreunde,

      da ich noch ein wenig Zeit habe, möchte ich euch gerne einen weiteren Nachlass aus meiner Sammlung vorstellen. Alle Urkunden sind in einem nahezu neuwertigen, perfekten Erhaltungszustand.

      Es handelt sich um die Urkunden des späteren Feldwebel Heinrich Sedlmeier vom Jagdgeschwader 53 in Afrika. Sedlmeier war Flugzeugführer einer Me 109.

      Geboren am 19.11.1920, kam er vermutlich als Kriegsfreiwilliger bereits 1940 zur Luftwaffe und absolvierte dort umfangreiche Ausbildungen zum Flugzeugführer.

      Bereits 1941 kam er zum Jagdgeschwader 53, wo er seine ersten Feindflüge absolvierte. Am 18. Juli 1941 erhielt er aus der Hand des späteren Generalfeldmarschalls Robert Ritter von Greim (Träger Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern sowie des Pour le Mérite) das EK2 verliehen.

      Nach 20 Feindflügen erhielt Sedlmeier am 25. Februar 1942 durch den späteren Oberst und 29. Eichenlaubträger Günther Freiherr von Maltzahn ( 1910 - 1953 ) die Frontflugspange für Jäger in Bronze verliehen. Maltzahn von 1940 bis 1943 Geschwaderkommodore des Jagdgeschwader 53 und erzielte im 2. Weltkrieg insgesamt 68 Luftsiege, davon alle bis auf einen gegen westalliierte Gegner. Er verstarb mit nur 42 Jahren in Düsseldorf Düsseldorf nach langer Krankheit (Lymphogranulomatose), deren erste Symptome sich schon während des Krieges zeigten.

      Für Sedlmeier folgen harte Wochen des Luftkampfes, es reihte sich Feindflug an Feindflug, so dass er bereits am 14. April 1942 für sein 60. Feindflug die Frontflugspange für Jäger in Silber erhielt, wiederum aus der Hand des Freiherr von Maltzahn.

      Nur 33 Tage später, am 17. Mai 1942, erfolge die Verleihung des Goldenen Frontflugspange für Jäger durch Major von Maltzahn. Sedlmeier hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 110 Feindflüge.
      Dies bedeutet, dass Sedlmeier in 33 Tagen 50 Feindflüge absolvierte, das sind im Schnitt 1,5 Flüge pro Tag!!

      An jenem 17. Mai 1942 wurde er über der Wüste im Luftkampf verwundet sowie nochmals am 10. Juni 1942 und nochmals zum 3. mal am 23. Juli 1942. Hierüber zeugt die Urkunde zum Verwundeten-Abzeichen in Schwarz (!). Beachtenswert, dass hier kein Silbernes VWA verliehen wurde. Könnten die Verwundungen nicht allzu schwer gewesen sein? Auf jeden Fall für mich ein Kuriosum, dass auf der Urkunde dennoch 3 Verwundungen aufgelistet werden aber lediglich das VWA Schwarz wie für 1 Verwundung verliehen wurde. Die Urkunde wurde am 3. August 1942 durch den Gruppenkommandeur der II. Gruppe, des späteren Major Walter Spies ausgestellt.
      Spies selbst war ebenfalls ein altgedienter, erfahrener Jagdflieger mit 7 Luftsiegen. Leider ist er noch am 12.12.1944 im Luftkampf bei Darmstadt gefallen. Zu dieser Zeit hatte er das Amt des Gruppenkommandeur II./Jagdgeschwader 27 inne.

      Seinen ersten Luftsieg errang Sedlmeier am 3. Juni 1942 und zwar gleich im Doppelpack:

      Als Flugzeugführer in der 5./Jagdgeschwader 53 schoss er 2 Spitfire rund 60 Kilometer südöstlich der Insel Pantelleria (zwischen Tunesien und Sizilien) ab.

      Hierfür, sowie für die mittlerweile weiter angestiegene Anzahl an Feindflügen erhielt Heinrich Sedlmeier am 19. Juli 1942 das längst verdiente EK1, verliehen durch den Oberbefehlshaber Süd.
      Die Verleihung erfolgte durch den Generalfeldmarschall Albert Keßelring ( 1885 - 1960 ), Träger der 14. Brillanten zum RK mit EL und Schwertern.

      Seinen 3. und letzten betätigten Luftsieg errrang er am 14.12.1942:

      In der Wüste, 8 Kilometer südöstlich von La Mansour, schoss Unteroffizier Sedlmeir als Flugzeugführer in der 5./Jagdgeschwader 53 eine P-40 ab.

      Somit errang Heinrich Sedlmeier 3 bestätigte Luftsiege auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz.

      Es folgten weitere harte Luftkämpfe, bis zum 21. April 1943.

      An jenem Tage endet das junge Fliegerleben des mittlerweile zum Feldwebel beförderten Heinrich Sedlmeier. Er fällt im Luftkampf über dem Tunis-Brückenkopf und wird anschließend in der heute vom Volksbund unterhaltenen Kriegsgräberstätte Bordj-Cedria bestattet.

      Sollte jemand von euch weitere Informationen, Fotos oder Unterlagen zu Sedlmeier besitzen, würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen.

      Ich wünsch euch viel Spaß beim betrachten der Urkunden.

      Es grüßt euch
      Bastel
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