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Infanterie-Sturmabzeichen an Luftwaffen-Gerichtsoffizier (Stab/Luftwaffen-Pionier-Bataillon 17)

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    • Infanterie-Sturmabzeichen an Luftwaffen-Gerichtsoffizier (Stab/Luftwaffen-Pionier-Bataillon 17)

      Hallo Zusammen,

      heute möchte ich Euch gerne diesen interessanten Nachlass des späteren Oberleutnants Dr. Josef Uhle vorstellen.

      Laut einem Auszug des Gefechtskalenders aus seinem Wehrpaß war er auf diversen Kriegsschauplätzen mit dabei.

      --> Belgien, Frankreich, England, Österreich, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Griechenland dann bis zum Ende Russland.

      Am 02.04.1942 wurde ihm durch den kommandierenden General des VIII. Fliegerkorps, Generaloberst Richthofen, das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Die Urkunde trägt die Verleihungsnummer 7337 des VIII. Fliegerkorps.

      Am 01.09.1942 folgt dann die Verleihung der Ostmedaille. Unterschrieben von einem mir bis dahin unbekannten Oberstleutnant als Kommandeur des Luftwaffen-Bau-Regiments 6/XI.
      --> Kann mir hier jemand bei der Identifizierung der Unterschrift behilflich sein?

      Dann, am 01.02.1943, wird Dr. Uhle durch den General der Flakartillerie Hoffmann, als Gerichtsoffizier zum Pionier-Bataillon 16 (L) bestellt.
      --> Die originale Unterschrift scheint wohl verloren, mir liegt nur eine zeitgenössische, beglaubigte Abschrift vor. Beglaubigt durch einen Justizinspektor des Feldgerichts des kommandierenden Generals des IV. Luftwaffen-Korps.

      Am 06.03.1943 wird Uhle das "bulgarische Soldatenkreuz des Tapferkeitsordens" verliehen.
      -->Das Schreiben wurde durch einen mir unbekannten Oberleutnants unterschrieben.
      Hat jemand eine Idee?

      Am 20.04.1944 erhält Leutnant Dr. Uhle das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen. Die Urkunde wurde von einem mir unbekannten Leutnants und Adjutanten unterzeichnet.
      --> Auch hier tappe ich noch im Dunkeln und freue mich über Hilfe.

      Dann, am 20.05.1944 etwas in dieser Kombination sehr außergewöhnliches.

      Uhle erhielt als Luftwaffenangehöriger und Gerichtsoffizier das Infanterie-Sturmabzeichen.

      Das habe ich so in der Form noch nicht gesehen.

      Könnt ihr Euch das erklären? Auch bei der Identifizierung der Unterschrift würde ich mich sehr über Eure Hilfe freuen.

      Dazu habe ich noch die 3 Blätter als Auszug aus dem Wehrpaß erhalten.

      Über Eure Beiträge und Hilfe würde ich mich sehr freuen.

      Vielen Dank und beste Grüße sendet Euch

      Dave
      Dateien
    • Hallo Zusammen,

      folgende Infos konnte ich gerade noch recherchieren:


      Dr. jur. Franz Joseph Uhle

      Rechtsanwalt, Notar
      ✽ 10.03.1905 in Paderborn
      ✝ 21.01.1973 in Paderborn

      Josef Uhle wurde am 10. März 1905 in Paderborn geboren. Nach dem Abitur 1925 am Gymnasium Theodorianum in Paderborn studierte er Jura in Münster. 1930 bestand er das 1. Examen in Hamm, dem 1935 in Berlin die Große Staatsprüfung folgte. Seit 1935 war er Rechtsanwalt, seit 1950 Notar in Paderborn. Diese Tätigkeit wurde nur durch den Kriegseinsatz 1939 bis 1945 unterbrochen, den er als Hauptmann einer Pionierkompanie, ausgezeichnet mit dem EK I, mitmachte. Seine ganze Liebe galt dem Schützenwesen; von 1950 bis 1968 war er Hauptmann der Paderborner Westernkompanie. Er trug höchste Schützenauszeichnungen, darunter das Sebastianus-Ehrenkreuz mit Schulterband und Stern. Am 21. Januar 1973 starb er in Paderborn.
      Dateien
      • 61.+EM+Uhle.jpg

        (5,12 kB, 50 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Hallo Dave,

      da gebe ich dem Hartmut Recht - wirklich eine schöne Gruppe, vor allem durch Deine Ergänzung über den weiteren Lebenslauf.

      Als Erklärung kann ich nur anbieten: Das ISA bekam der Oberleutnant in seiner Eigenschaft als Kompanieführer des Lw.-Pionier-Bataillons. Das hat mit seiner "Nebentätigkeit" als Gerichtsoffizier überhaupt nichts zu tun.

      Aus meiner Sammlerzeit und Gesprächen mit früheren Offizieren, die neben ihrer Tätigkeit als z.B. Kompanieführer, auch mit der Funktion "Gerichtsoffizier" betraut wurden, ist mir nur Folgendes bekannt: der Gerichtsoffizier war eine Stelle beim Stab, die von einem Offizier besetzt wurde, der meist bereits eine Funktion in dem Bataillon/Regiment innehatte und möglichst als Rechtsanwalt/Notar ausgebildet wurde. Als Beispiel habe ich hier im Forum den Nachlass vom Hauptmann Dr. Gerngroß vorgestellt.

      Eigentlich sollte der Oberleutnant Uhle das Allgemeine Sturmabzeichen bekommen, warum er als Angehöriger einer Pionierkompanie das ISA bekam, kann ich leider auch nicht sagen.

      Gratuliere zu der Gruppe und Danke für die Vorstellung.

      Es grüßt Dich - Armin.
       
      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • al-allein schrieb:

      Hallo Dave,

      da gebe ich dem Hartmut Recht - wirklich eine schöne Gruppe, vor allem durch Deine Ergänzung über den weiteren Lebenslauf.

      Als Erklärung kann ich nur anbieten: Das ISA bekam der Oberleutnant in seiner Eigenschaft als Kompanieführer des Lw.-Pionier-Bataillons. Das hat mit seiner "Nebentätigkeit" als Gerichtsoffizier überhaupt nichts zu tun.

      Aus meiner Sammlerzeit und Gesprächen mit früheren Offizieren, die neben ihrer Tätigkeit als z.B. Kompanieführer, auch mit der Funktion "Gerichtsoffizier" betraut wurden, ist mir nur Folgendes bekannt: der Gerichtsoffizier war eine Stelle beim Stab, die von einem Offizier besetzt wurde, der meist bereits eine Funktion in dem Bataillon/Regiment innehatte und möglichst als Rechtsanwalt/Notar ausgebildet wurde. Als Beispiel habe ich hier im Forum den Nachlass vom Hauptmann Dr. Gerngroß vorgestellt.

      Eigentlich sollte der Oberleutnant Uhle das Allgemeine Sturmabzeichen bekommen, warum er als Angehöriger einer Pionierkompanie das ISA bekam, kann ich leider auch nicht sagen.

      Gratuliere zu der Gruppe und Danke für die Vorstellung.

      Es grüßt Dich - Armin.
      Hallo Armin,

      auch Dir vielen Dank für Deinen Beitrag und Unterstützung. Ich bin jetzt zumindest schon einmal schlauer, dass ein Gerichtsoffizier eine Nebentätigkeit war und keine Hauptaufgabe, danke Dir hierzu für die Erklärung. Was ich allerdings immer noch nicht ganz verstehe.....Als Luftwaffenangehöriger hätte er selbst das Allgemeine Sturmabzeichen nicht bekommen dürfen, sondern das Erdkampfabzeichen....jedenfalls sollte das doch so sein, oder?

      Beste Grüße sendet Dir

      Dave
    • dave810 schrieb:

      Am 01.09.1942 folgt dann die Verleihung der Ostmedaille. Unterschrieben von einem mir bis dahin unbekannten Oberstleutnant als Kommandeur des Luftwaffen-Bau-Regiments 6/XI.
      --> Kann mir hier jemand bei der Identifizierung der Unterschrift behilflich sein?
      Hallo Dave,

      das müsste Ernst Denk sein.

      dave810 schrieb:

      Am 20.04.1944 erhält Leutnant Dr. Uhle das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen. Die Urkunde wurde von einem mir unbekannten Leutnants und Adjutanten unterzeichnet.
      --> Auch hier tappe ich noch im Dunkeln und freue mich über Hilfe.

      Der Mann hieß Theiß, leider habe ich keinen Vornamen.

      Gruß
      Walter
    • dave810 schrieb:

      al-allein schrieb:

      Hallo Dave,

      da gebe ich dem Hartmut Recht - wirklich eine schöne Gruppe, vor allem durch Deine Ergänzung über den weiteren Lebenslauf.

      Als Erklärung kann ich nur anbieten: Das ISA bekam der Oberleutnant in seiner Eigenschaft als Kompanieführer des Lw.-Pionier-Bataillons. Das hat mit seiner "Nebentätigkeit" als Gerichtsoffizier überhaupt nichts zu tun.

      Aus meiner Sammlerzeit und Gesprächen mit früheren Offizieren, die neben ihrer Tätigkeit als z.B. Kompanieführer, auch mit der Funktion "Gerichtsoffizier" betraut wurden, ist mir nur Folgendes bekannt: der Gerichtsoffizier war eine Stelle beim Stab, die von einem Offizier besetzt wurde, der meist bereits eine Funktion in dem Bataillon/Regiment innehatte und möglichst als Rechtsanwalt/Notar ausgebildet wurde. Als Beispiel habe ich hier im Forum den Nachlass vom Hauptmann Dr. Gerngroß vorgestellt.

      Eigentlich sollte der Oberleutnant Uhle das Allgemeine Sturmabzeichen bekommen, warum er als Angehöriger einer Pionierkompanie das ISA bekam, kann ich leider auch nicht sagen.

      Gratuliere zu der Gruppe und Danke für die Vorstellung.

      Es grüßt Dich - Armin.
      Hallo Armin,
      auch Dir vielen Dank für Deinen Beitrag und Unterstützung. Ich bin jetzt zumindest schon einmal schlauer, dass ein Gerichtsoffizier eine Nebentätigkeit war und keine Hauptaufgabe, danke Dir hierzu für die Erklärung. Was ich allerdings immer noch nicht ganz verstehe.....Als Luftwaffenangehöriger hätte er selbst das Allgemeine Sturmabzeichen nicht bekommen dürfen, sondern das Erdkampfabzeichen....jedenfalls sollte das doch so sein, oder?

      Beste Grüße sendet Dir

      Dave


      Hallo,

      warum ISA und nicht ASA kann ich auch nicht sagen, aber Erdkampf wohl deshalb nicht, weil die 16. Feld-Division (L) ab Nov. 1943 ins Heer übernommen wurde und fortan Heeresauszeichnungen verliehen wurden.

      Gruß
      Suche: Urkunden und Besitzzeugnisse von Infanterie/Grenadier-Regiment 388 - Grenadier-Brigade 388, weiter Infanterie/Grenadier-Regiment 106, sowie 214. Infanteriedivision.
    • Hi Dave,

      wieder mal eine gelungene Vorstellung einer sehr schönen, seltenen Gruppe von Dir.
      Danke fürs zeigen :thumbsup: ! Zum ISA schliesse ick mich der Meinung von Gebirgsgrenadier an, EKA kommt hier leider nicht mehr in frage da die Luftwaffen Feld Div. zu dem Zeitpunkt schon komplett vom Heer übernommen wurde!

      Sammlergruss
      Olli
      :!: Gesucht werden aktuell: Urkundengruppe mit Kubanschild!
      Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) sowie 8.Panz. Div.! Freue mich auf PNs von euch dazu :!:

      Gruss
      Olli
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