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Unteroffizier Alfred Ruppert / Grenadier-Regiment 78

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    • Unteroffizier Alfred Ruppert / Grenadier-Regiment 78

      Hallo Zusammen,

      ich möchte Euch nachfolgend gerne den Urkunden-Nachlass des gefallenen Unteroffiziers Alfred Ruppert aus Weidhausen b. Coburg vorstellen.

      Alfred Ruppert wurde am 06.05.1917 geboren.


      Seine erste Auszeichnung, das Eiserne Kreuz 2. Klasse, verdiente sich Ruppert im Ostfeldzug bei dem Infanterie-Regiment 330.
      In der rückseitigen Verleihungsbegründung auf der Urkunde zum EK2 heißt es:

      "Uffz. Ruppert zeichnete sich am 26.9.1941 durch Mut, Unerschrockenheit und besonderen Schneid aus.
      Als die Sowjets im Morgengrauen die Stellung der 2. Kp. angriffen, der Schütze 1 verwundet war, übernahm Ruppert selbst
      das Gewehr, brachte es trotz heftigstem Art.-Feuer direkt vor den Stacheldraht in Stellung und beschoß von hier aus wirksam
      den Gegner. Durch seine Tat hat Ruppert wesentlichen Anteil daran, daß der Angriff zum Stehen gebracht wurde.
      Ruppert wurde beim Angriff am 3.10.41, bei welchem er seine Unerschrockenheit neuerdings unter Beweis stellte, in vorderster
      Linie durch Granatsplitter verwundet."

      Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde Ruppert daraufhin am 18.10.1941 durch den Generalmajor und Kommandeur der 183. Infanterie-Division, Richard Stempel, verliehen.
      Stempel war Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, welches ihm am 11.04.1942 verliehen wurde. [i]Er fiel am 26.01.1943 in Stalingrad.[/i]


      Für seine am 06.01.1942 erlittenen einmaligen Verwundung, wurde Ruppert am 24.04.1942 das Verwundetenabzeichen in Schwarz, durch den Stabsarzt
      und Chefarzt des Reserve-Lazarett Bad Harzburg, verliehen. Ruppert ist zu diesem Zeitpunkt Angehöriger des Infanterie-Regiments 78.

      --> Hierzu zwei Fragen:

      1. Auf der rückseitigen Verleihungsbegründung des EK2 ist von einer "Verwundung durch Granatsplitter am 03.10.1941" die Rede.
      [b]Warum wurde ihm [b]für diese erste Verwundung nicht schon das Verwundetenabzeichen in Schwarz verliehen? [/b][/b]
      Erst seine weitere Verwundung am 06.01.1942 wurde als "erstmalige Verwundung" für die Verleihung berücksichtigt.

      2. Kennt jemand den Namen des Chefarztes, welcher auf dieser Urkunde gezeichnet hat?
      Die selbe Unterschrift konnte ich auf einer Urkunde zum Verwundetenabzeichen in Gold aus dem Jahre 1945 in einem weiteren Nachlass meiner Sammlung finden.
      Dort war der Stabsarzt aber schon Chefarzt im Reserve-Lazarett Goslar, also um die Ecke von Bad Harzburg.



      Am 10.11.1942 wurde Ruppert die Medaille "Winterschlacht im Osten 1941/42" , durch den selben Stabsarzt und Chefarzt des Reserve-Lazarett Bad Harzburg, verliehen.
      Diesen speziellen Vordruck für das Reserve-Lazarett in Bad Harzburg habe ich in der Vergangenheit noch nicht gesehen, hat jemand auch ein solches Stück in seiner Sammlung?

      Für seine drittmalige Verwundung am 29.09.1943, wurde Ruppert mit dem Verwundetenabzeichen in Silber ausgezeichnet.
      Die Urkunde wurde vom Stabsarzt und Chefarzt des Kriegslazaretts 909 unterschrieben.
      Das Lazarett wurde am 23.09.1943 in Wilna-Antokol in Litauen eröffnet und war spezialisiert für orthopädische Arbeiten.
      In dem Lager wurden, nach meinen Internet-Recherchen, 80 Juden (auch Angehörige der "Plagge-Juden" aus d[i]em HKP-Lager) beschäftigt. [/i]
      [i]Zwischen dem 02.07. und 07.07.1944 wurde das Lager aufgelöst. [/i]
      [i]Die meisten der Zwangsarbeiter wurden in der Erschießungsstätte Ponary und in Kaunas [i]erschossen.[/i][/i]
      [b]--> Kennt jemand den Namen des Chefarztes, welcher auf dieser Urkunde gezeichnet hat? [/b]

      Das Infanterie-Sturmabzeichen in Silber wurde Ruppert am 03.06.1944 verliehen.
      Die Urkunde wurde, in Vertretung für den Kommandeur des Grenadier-Regiments 78, durch einen Major von Herff unterzeichnet.
      Das Besondere an dieser Urkunde ist ein Wasserzeichen mit wellenartigen Muster.

      Ruppert wird seit dem russischen Großangriff am 18.07.1944 bei Pariduby, ca. 20 km westlich von Kowel, vermisst.
      Alle angestellten Ermittlungen und Nachforschungen zum Verbleib des Soldaten waren bis dato erfolglos.
      Er wird einer der vielen Opfer sein, die in fremder Erde an einem unbekannten Ort ruhen.

      Vielleicht wird zufällig, irgendwann einmal, jemand die sterblichen Überreste mit Erkennungsmarke finden und kann dadurch zum
      Aufklären dieses Einzelschicksals beitragen.

      Über Eure Beiträge und Hilfe freue ich mich und sende viele Grüße!

      Dave
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    • Hallo Dave,
      schöner Nachlass vorallem durch die Verleihungsbegründung auf der EKII!
      Bei der OU des Arztes kann ich Dir leider auch nicht helfen, aber den Vordruck habe ich schon mal gesehen...
      Es scheint als hätte Bad Harzburg seine kleine private Druckerei gehabt?!
      Vielleicht war seine Verwundung nur sehr leicht und entsprach nicht den Verleihungsbestimmungen.
      Auf jedenfall eine gelungene Vorstellung
      vielen Dank dafür!
      Gruß Olli
       
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      Urkunden der Sturmgeschütze und Panzereinheiten. Ausserdem Dokumente von Einheiten die 45 im Kampfraum Berlin und Oder kämpften, egal welcher Zustand!

       

    • Hallo,

      schließe mich Olli an, kann Dir leider bei der US auch nicht weiterhelfen.

      Dennoch habe ich eine Frage zur Urkunde WiO.
      War ein Arzt entsprechend der Formulierung auf der Urkunde überhaupt verleihungsberechtigt ?
      Der Text auf dem Standard-Vordruck und auch einigen selteneren Varianten lautet doch
      eigentlich immer "Im Namen des Führers und OB der Wehrmacht ...".

      Gruss, anhaltiner.
       
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      Urkunden/Besitzzeugnisse/Dokumente/Fotos: - zur rumänischen Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" - zum Transportgeschwader 5 (vormals KG zbV 323 bzw. N) - zur Messerschmitt
      Me 321/323 „Gigant“ - zu den Messerschmittwerken Regensburg-Obertraubling u. Leipheim - zum Artillerieregiment 155 - zur schweren Panzerjägerabteilung 560 Nashorn(Hornisse)/Jagdpanther

       

    • Hi Dave,

      danke für die Vorstellung dieses interessanten und zugleich wieder ein mal traurigen Lot. Zur WiO Urkunde ;) Ick kenn diese schon, habe diese hier im Forum auch mal vor geraumer Zeit mit einem Wehrpass vorgestellt! Diese scheinen aber wirklich nicht so häufig zu sein weil diese bis dato nicht bekannt war ?( ! Zur OU konnt mir leider damals schon keiner helfen. :|

      Siehe folgenden link: Besitzzeugnis Winterschlacht im Osten 41/42 kurriose seltenere Variante

      Ein toller kleiner Frontkämpfer Nachlass den Du uns hier zeigst, wollen wir hoffen das seine Gebeine irgendwann auf eine Kriegsgräberstätte des Volksbundes umgebetet werden können, wenn diese je gefunden werden.

      Sammlergruss
      Olli :thumbsup:
      :!: Gesucht werden aktuell: Urkundengruppe mit Kubanschild!
      Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) sowie 8.Panz. Div.! Freue mich auf PNs von euch dazu :!:

      Gruss
      Olli
    • Hallo Zusammen,

      dass ist ja wirklich alles sehr interessant, vielen Dank, superminion0815 für den Link.

      Also wurde dieses Thema ja schon einmal intensiv besprochen, auch damals ohne den Namen des Stabsarztes in Erfahrung zu bringen.


      @Anhaltiner:

      Auch Dir vielen Dank für Deinen Beitrag.
      Ich stimme Dir zu.
      Der Vordruck ist vom Wortlaut her schon ziemlich unpassend...ich denke aber mal, dass hier zur damaligen Zeit einfach ein Fehler gemacht wurde. Natürlich verleiht der Chefarzt "im Namen des Führers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht" und nicht selbstständig.

      Auch Dir Olli (Division Ritterkreuz) möchte ich für Deinen Beitrag danken!
      Ja, die Verleihungsbegründung auf der Rückseite hat was und sieht man auch nicht oft.

      Vielleicht findet sich ja noch jemand, der das Rätsel der Unterschrift lösen kann. Würde mich brennend interessieren. :)

      Vielen Dank und beste Grüße sendet Euch

      Dave
    • Hi Dave,

      im Prinzip ist ja alles geschrieben, der Vordruck zur Ostmedaille ist hier für mich ebenfalls das Highlight.

      Zur Thematik der Verleihungsbefugnis bzw. -praxis kann man geteilter Meinung sein. Ich persönlich denke, dass der Oberstabsarzt hier die Durchführungsbestimmungen wörtlich genommen hat. Hier aus dem MVO-Blatt von 1942

      Grüße und Glückwunsch zur interessanten gruppe
      Dateien
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    • Hallo, only few elements on this superb grouping, as I'm working on IR 77, brother regiment of the 78.
      VWB was attributed for a wound getting during Rschew fights of january 42

      in July 1944, all units of the 26.I.D were located Northe east of Kowel, the division received the main Attack of 44's summer russian offensive, all units were disbanded because of the looses, many soldiers as this unteroffizier had been lost in action, the 78 as 77 became little kampfgruppen fighting and trying to find a german fixed HKL, in fact the retreated very quickly to Weischel.
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