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Rgt-Gruppe 217 der 57 ID Kessel von Tscherkassy und Vernichtung bei Mogilew

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    • Rgt-Gruppe 217 der 57 ID Kessel von Tscherkassy und Vernichtung bei Mogilew

      Walter Baldi

      Geburtsdatum: 05.02.1918


      Todes-/Vermisstenort: Tucheler Heide


      Nach den uns vorliegenden Informationen ist Walter Baldi seit 01.01.1945 vermisst.

      In dem Gedenkbuch des Friedhofes Neumark / Stare Czarnowo haben wir den Namen und die persönlichen Daten von Walter Baldi verzeichnet.



      RUHE IN FRIEDEN



      „Ehre beruht weder auf Titeln noch Orden, sie liegen in den Taten und in deren Beweggrund“
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      Das Regiment 213
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    • XXX Bayern-Hochland München Längsovaler Schild mit einer Enzianblume und einem Edelweiß. Wobei der Enzian die weite Hügellandschaft und der Edelweiß die Felsgipfel der
      bayerischen Alpen symbolisierte. Das Abzeichen selber war in den Farben Braun, Blau, Weiß, Grün und Gold gehalten.

      XXX = Bayern-Hochland (Generalarbeitsführer Baumann) Stand1937
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      Das Regiment 213
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    • Die 57. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 als Division 2. Welle durch den Infanterie-Kommandeur 7 in Landshut aufgestellt.

      Kommandeure

      • Gen.Lt. Blümm (01.09.1939 - 25.09.1941)
      • Gen.Maj. Dostler (26.09.1941 - 09.04.1942)
      • Gen.Lt. Blümm (10.04.1942 - 09.10.1942)
      • Gen.Lt. Siebert (10.10.1942 - 19.02.1943)
      • Gen.Maj. Fretter-Pico (20.02.1943 - 01.09.1943)
      • Gen.Lt. Vincenz Müller (01.09.1943 - 19.09.1943)
      • Gen.Maj. Trowitz (19.09.1943 - 07.07.1944)
      Stabsoffiziere (Ia) der 57. ID

      • Oberstleutnant Hans Schmidt (1. September 1939 - 1. Juli 1942)
      • Oberst Otto Eckstein (1. Juli 1942 - 1. Mai 1943)
      • Oberstleutnant Hans Heidenreich (1. Mai 1943 - 20. März 1944)
      • Oberstleutnant Hans Sapauschke (20. März 1944 - 10. Juli 1944)

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    • Die 57. ID wurde der 17. Armee der Heeresgruppe Süd bei Kriwoi Rog unterstellt. Im Herbst 1941 griff sie bei Belgorod an, später folgten Stellungskämpfe bei Charkow am Donez, die noch bis ins Frühjahr 1942 anhielten.


      Verleihung: Inf.-Sturmabz. Silber


      Unterschrift:


      Britzelmayr, Karl (* 26.05.1894 Passau - überlebt - verstorben 09.03.1988 Landshut)

      Karl Britzelmayr trat 1913 als Fahnenjunker in das Königlich-Bayrische Infanterieregiment 16 ein, mit dem er in den 1. Weltkrieg zog. Nach dem Krieg studierte er an der Technischen Hochschule in München. Beim Aufbau der Wehrmacht wurde er ab 1935 als Offizier wieder in das Heer übernommen und wurde zunächst Kompanie-Chef im Infanterie-Regiment 62 in Passau. Als Bataillons- und Regimentskommandeur kämpfte er in Polen, Frankreich und Russland. Als Oberstleutnant und Kommandeur des Infanterie-Regiment 217 erhielt er für seinen persönlichen Einsatz und für umsichtige Truppenführung am 2. Februar 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. 1944 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor und das Kommando über die 19. Grenadier-Division. 1945 widersetzte er sich der rücksichtslosen Verteidigung des Städtchens Krumbach und zog seine Grenadiere auf die Höhen hinter der Stadt zurück, was ihm den Namen "Retter von Krumbach" einbrachte. (Quelle: Lexikon der Wehrmacht)

      Generalmajor Britzelmayr ging am 30.04.1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 04.06.1947 entlassen wurde.

      DKiG und RK 02.02.1942
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    • Im Rahmen von Fall Blau im Sommer 1942 stieß die 57. ID bis zum Don vor, bis sie dann später den Brückenkopf Woronesch gegen sowjetische Gegenoffensiven halten musste. Die Abwehrkämpfe zwischen Don, Oskol und Woronesch hielten bis zum Frühjahr 1943 an.


      Verleihung: EK 2. Kl.

      Unterschrift:
      Friedrich Siebert, geb. 7. Juli 1888in Ludwigshafen am Rhein; † 13. Mai 1950 in Würzburg, war ein deutscher General der Infanterie

      Siebert trat 1907 als Fahnenjunker in das 20. Infanterie-Regiment „Prinz Franz“ der Bayerischen Armee ein. Am 26. Mai 1909 erfolgte die Beförderung zum Leutnant. Während des Ersten Weltkriegs avancierte Siebert bis März 1918 zum Hauptmann und erhielt für seine Leistungen beide Klassen des Eisernen Kreuzes. Nach Ende des Krieges wechselte er in die Reichswehr und wirkte als Kommandeur in verschiedenen Verbänden. Am 1. Oktober 1933 wurde er Oberstleutnant und am 1. September 1935 Oberst. Ab dem 1. Oktober 1937 war er Kommandeur des Infanterie-Regiments 55. Am 1. April 1939 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor. Im Zweiten Weltkrieg führte er als Kommandeur vom 1. Oktober 1939 bis zum 2. Mai 1942 die 44. Infanterie-Division. Am 1. April 1941 wurde er Generalleutnant und in dieser Eigenschaft am 18. November 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Ab dem 10. Oktober 1942 führte er die 57. Infanterie-Division. Vom 20. Februar bis 7. September 1943 übernahm Siebert als Kommandierender General das XIII. Armeekorps. Die Beförderung zum General der Infanterie erfolgte am 1. Mai 1943. Vom 1. Oktober 1943 bis Kriegsende war er Chef des Wehrmacht-Streifendienstes.

      Quellen: Wikipedia
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      • EK 2049.jpg

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      Das Regiment 213
      Hitzfeld


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    • Bis der Druck der Roten Armee durch die Woronesch-Kastornoje-Operation zu groß wurde und sich die 57. ID nach Sumy absetzen musste. Von Juli bis August 1943 kam es zu erneuten Abwehrkämpfen bei Belgorod und dem Rückzug an den Dnepr südlich von Kiew bis nach Tscherkassy.

      Dabei wurden Reste der 255. Infanterie-Division aufgenommen. Am 9. Februar 1944 war die 57. ID zusammen mit der 72. ID und Resten der 389. ID an einer Frontschließung beteiligt. Daraus ergab sich der Kessel von Tscherkassy mit dem zentralen Feldflugplatz bei Korsun.

      Bei dem Ausbruch der eingeschlossenen Divisionen Richtung Lissjanka war die 57. ID als Nachhut eingeteilt. Zentrum eines letzten Frontbogens war das Dorf Schenderowka, das mit zurückgelassenem schweren Kriegsgerät und hunderten Verletzten überfüllt war. Am 18. Februar 1944 geriet ein großer Teil der Mannschaft, nur leicht bewaffnet und in kniehohem Schnee und somit aussichtsloser Lage, bei Schenderowka in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Der andere Teil konnte mit dem Gros der eingeschlossenen Verbände Richtung Südwesten entkommen. Dabei verfehlten sie jedoch die an dem Fluss Gniloi Tikitsch wartende Panzerspitze der 1. Panzer-Division. Der Fluss war nicht zugefroren, so dass das Überqueren weitere Opfer forderte. Der Auffangraum war Moledetzkoje, 20 km nordöstlich von Uman.


      Verleihung: Nahkampfspange in bronze

      Unterschrift:


      Zunke, Willy (* 1886 - überlebt - verstorben 24.11.1966 Lüneburg), Rgt Kdr. 217 vom 20.08.1942 – 08.07.1944, DKiG: 13.01.1944 als Oberst z.V., Kdr. Gren.Rgt.217


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      Das Regiment 213
      Hitzfeld


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    • Im April 1944 musste der Rückzug in Richtung Orscha und Mogilew befohlen werden.

      Im Juni 1944 wurde die 57. Infanterie-Division bei Mogilew (Могилев) vernichtet und am 3. August 1944 aufgelöst. Ihre Reste gingen zur Divisions-Gruppe 57 / Korpsabteilung G

      Letztmals wurden Korpsabteilungen "G" und "H" nach der katastrophalen Niederlage der Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 gebildet.

      Die Divisions Gruppe 57 wurde am 3. August 1944 bei der 4. Armee in Ostpreußen aufgestellt. Die Gruppe entstand aus den Resten der 57. Infanterie-Division für die Korps-Abteilung G. Den Stab der Gruppe bildete der Stab des Grenadier-Regiments 313. Dazu kamen noch zwei Regimentsgruppen aus dem I. Bataillon vom Grenadier-Regiment 480 oder der Regimentsgruppe 199 und aus dem I. Bataillon vom Grenadier-Regiment 217. Nach der Aufstellung wurde die Gruppe unter der Korps-Abteilung G in Ostpreußen eingesetzt. Bereits am 1. September 1944 wurde die Gruppe zum Grenadier-Regiment 528 der 299. Infanterie-Division umbenannt.

      Das OKH löste die 57. ID am 3. August 1944 auf.



      Verleihung: EK 1. Kl.

      Unterschrift:



      Oriola, Ralph Graf von

      9. August 1895, Herischdorf + 28. April 1970, Nürnberg

      Ralph Graf von Oriola war bereits im Ersten Weltkrieg Offizier. Zu Beginndes ZweitenWeltkrieges führte er ein Artillerie-Regiment. Als Kommandeur desArtillerie-Regiment 252 ging er in den Krieg gegen die Sowjetunion. Am 22.November 1941 wurde ihm als Oberst das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.Anschließend übernahm er die Führung der Artillerie-Regiments 18 undanschließend das Kommando über die 299. Infanterie-Division. Am 1. November 1943 wurde erzum Generalleutnant befördert. Für seine Führungsleistungen und Erfolge mit derDivision erhielt er am 23. Dezember 1943 das Ritterkreuz. 1944 wurde erKommandeur des XIII. Armeekorps. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft.



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    • Der Letzte Weg der Division bis zur Vernichtung im Juni 1944 bei Mogilew
      Nach Auszügen aus der Niederschrift von:
      "Der letzte Kampf der 57.I.D." von Gen.Maj. Trowitz (letzter Kommandeur der 57.I.D.)

      13. April 1944 - Transport der 57.I.D. zur H.Gr.Mitte. Einsatz bei 4.Armee, 27.A.K. ostw. Orsha (Орша), rechter Flügel bei Gorki (Горки).
      Ende Mai - Gr.R.217 in einer Waldstellung am Drut, Rgts.Gef.St. Wjasma (Вязьма), Kdr. Oberst Zunke "Der Alte im Walde".

      01.06.44 - I./Gr.R.217 wird Korps-Reserve des XII.A.K.

      23.06.44 - 57.I.D.: Eine gewaltsame russ. Erkundung abgewiesen.

      25.06.44 - 57.I.D.: Beginn der Angriffe von 57.I.D. Seit 04:00 Uhr starkes Trommelfeuer. Ein Einbruch am rechten Flügel des Gr.R.164 wird bereinigt. Alle verfügbaren Offiziere und Mannschaften des Div.Kdo. werden zur Einbruchstelle in Marsch gesetzt. Div.Gef.St. nach Wjasma. Vormittags werden eine San.Kp., die großen Trosse und alle entbehrlichen Teile nach Westen abgeschoben, diese Teile kamen unbehindert zurück.

      27.06.44 - 57.I.D.: Um 11:00 Uhr bringt der Kommandierende General persönlich den Befehl zum Absetzen vom Drut mit Einbruch der Dunkelheit bis zur Straße Mogilew-Bobruisk.

      28.06.44 - 57.I.D. tritt am Abend den Rückmarsch an. Gr.R.217 bildet die Nachhut. Die s. Art.Abtl.157 sprengt wegen der Wegverhältnisse die Geschütze.

      30.06.44 - 57.I.D.: I./Gr.R.217, bisher Korpsreserve, bildet bei Goluka, 25 km südostw. Beresino (Березино), einen Brückenkopf gegen Westen. In der Nacht wird ein russ. Pz.Angriff abgewiesen.

      01.07.44 - 57.I.D.: Weitermarsch nach Beresino.

      02.07.44 - 57.I.D.: Brückenschlag über die Klewa bei Beresowka und Übergang. Den Raum 13 km nordwestl. Beresino erreicht.

      03.07.44 - 57.I.D.: Der Marsch nach Nordosten in Richtung Borissow wird fortgesetzt. I./Gr.R.217 und Füs.Btl. erzwingen gegen russ. Panzer den Übergang über die Urscha.
      Um 11:00 Uhr trifft der Befehl ein, den Angriff einzustellen und nach Südwesten abzudrehen.
      Dies dürfte der entscheidende Befehl gewesen sein, der zur Vernichtung der Division führte.
      I./Gr.R.217 geht weiter nach Norden vor. Abends meldet sich das verst.Gr.R.199 mit 600 Gewehren und 11 Geschützen zur Division zurück.

      04.07.44 - 57.I.D. Ist an der Spitze des XII.A.K.

      05.07.44 - Zerstörung aller schwerer Waffen, der schweren Fahrzeuge und der nicht mitführbaren Munition. Aufgabe des Befehls: „In Kampfgruppen durchschlagen.“
      Am Abend wird eine feindliche Linie durchbrochen.
      I./Gr.R.217, Teile II./Gr.R.217 und vermutlich Versprengte, Gr.R.199 unter Hptm. Denzlinger und Hptm. Haas brechen nach Norden aus.

      06.07.44 - 57.I.D.: Ein weiterer russ. Ring wird durchbrochen. Die Div. löst sich in kleinere Kampfgruppen auf.

      07.07.44 - Die Kampfgruppe Div.Kdr. wird 12-15 km östl. Minsk aufgerieben.

      08.07.44 - OLT Rößler, Führer Gr.R.164 und Hptm. Müsse, Kdr. I./Gr.R.164 fallen bei einem Durchbruchsversuch. Reste des Regiments unter Führung des Ggts.Adj. Hptm. Krefting stoßen weiter.
      Oberst Zunke, Kdr. Gr.R.217, schwer verwundet, mit Resten des Rgts. in Gefangenschaft.

      20.07.44 - Auflösungstermin der 57.I.D.

      August '44 - In Rudolphstadt (Thüringen) wird ein Abwicklungsstab für die 57.I.D. gebildet.

      September '44 - Gr.R.19 der 7.I.D.übernimmt das Ärmelband Inf.Rgt.List des Gr.R.199 der 57.I.D.




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    • Ein Zeitzeuge erinnert sich...

      "Als heuer im ausgehenden Winter Dokumentarfilme über das Flüchtlingselend der ostpreußischen, schlesischen und westpreußischen Bevölkerung (zum Beispiel Film mit Maria Furtwängler) im Fernsehen gezeigt wurden, stiegen in mir, wie bei vielen anderen, alte Erinnerungen auf, Erinnerungen an eine leidvolle Zeit nach meiner schweren Verwundung am 17. Februar 1945 in der Tucheler Heide in Westpreußen, wo mir das rechte Bein amputiert werden musste und darüber hinaus einige Granatsplitter meinen Körper schwächten. Nach Aufenthalten in mehreren Lazaretten (Heiderode und Neustadt) und verschiedenen Irrfahrten auf der Bahnlinie nach Danzig, landete ich in einem Lazarett vor dem Hafen Gotenhafen, wo ich dann bei entsprechender Transportfähigkeit einem Lazarettschiff zugeführt werden sollte. Da sich mein kritischer Zustand nicht besserte, dauerte es bis zum 20. März 1945, bis man mich transportfähig erklärte und ich auf das Lazarettschiff ,Potsdam gebracht werden konnte. Dort wurde ich mit einigen schwerverwundeten Kameraden dichtgedrängt in einer Kabine untergebracht mit der Erklärung, dass das Schiff Kurs Richtung Dänemark nehmen würde. Auf dem Schiff war eine Versorgung meiner eiternden Wunden sichergestellt. Die Platzverhältnisse besserten sich nach dem betrüblichen Tod einiger Kameraden. Nach längerer Fahrt, bei der wir immer wieder feindlichen Angriffen ausgesetzt waren, erreichten wir den Hafen Kopenhagen.

      Am 27. März 1945 wurde ich als Erster unter den überlebenden Schwerstverwundeten an Land geholt, um einer Kommission der dänischen Befreiungsfront vorgeführt zu werden. Ich vermute, dass man mich wegen meiner sichtbaren, eindrucksvollen Verbände, die meinen ganzen Körper bedeckten, ausgewählt hatte. Die Kommission genehmigte schließlich meine Aufnahme in einem deutschen Lazarett in Kopenhagen.

      Als erstes Nahrungsmittel billigte man mir den Genuss von etwas Magermilch zu, was meinem völlig geschwächten Körper bestens bekam. Ich war froh, einigen schwerverwundeten Kameraden, die nicht so sichtbare aber gleich schwere Verwundungen hatten, geholfen zu haben auch in deutschen Lazaretten in Kopenhagen Aufnahme zu finden.

      Als Zeitzeuge ist es mir ein echtes Bedürfnis, die humane und faire Haltung der Dänen zu erwähnen. Dankbar erinnere ich mich an ihre Bereitschaft, uns Verwundete in ihr Land zu lassen. Es war nicht selbstverständlich, denn schließlich litt auch Dänemark, wie so viele andere Staaten, unter der deutschen Besatzungsmacht. Der Einwand, dass die Dänen unter der deutschen Besatzungsmacht weniger zu leiden hatten als andere Völker, entspricht nicht den Tatsachen.


      Nach Jahren, etwa 1990, erfuhr ich aus einer Zeitungsmeldung, dass sich eine Frau vom Standesamt Weilheim ungerecht behandelt fühlte. Es weigerte sich, den Ort ihrer Geburt (= Lazarettschiff ,Potsdam auf der Überfahrt von Gotenhafen nach Kopenhagen) in die Geburtsurkunde einzutragen mit der Begründung: ,Für einen so langen Eintrag reicht der vorgesehene Platz nicht. Der damalige Innenminister Edmund Stoiber ließ das Standesamt anweisen, dem Anliegen der Frau zu entsprechen.

      Als ich diese Zeilen las, wurde mir erst bewusst und es berührte mich tief, dass auf demselben Schiff, das neben verwundeten Soldaten auch Flüchtlinge an Bord genommen hatte, das Schiff auf dem ich und andere Kameraden dem Tode nahe waren, gleichzeitig, vielleicht nur durch eine Schiffswand getrennt, neues Leben geboren wurde."

      Karl Ludwig Ziegler



      Das Regiment 213
      Hitzfeld


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    • Liebe Leser,

      hoffe das viele Lesen hat Euch trotzdem gefallen den es gäbe noch einige Informationen zur 57 ID, wollte aber nicht so einen langen Bericht erstellen.

      Habe das ganze nicht Personen bezogen geschrieben sondern eher den sehr schweren Weg der Einheit dargestellt.

      Der gute Baldi hatte mehr als einen Schutzengel der Ihn aber dann 1945 verlassen.


      Wünsche Euch ein gutes Jahr 2019
      Grüsse

      Joe


      Quellen:
      Lexikon der Wehrmacht
      Wikipedia
      Volksbund
      Tessin:
      Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Fünfter Band: Die Landstreitkräfte 31–70. Verlag E. S. Mittler & Sohn, Frankfurt am Main [1965], S. 211.
      Werner Haupt: Die deutschen Infanterie-Divisionen: Aufstellungsjahre 1939 - 1945 (1993) S. 17
      Hans Schmidt (Oberst i. G. a. D.) Die 57. Infanterie-Division im Osten, I., II. und III. Teil (Selbstverlag)

      Das Regiment 213
      Hitzfeld


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    • Hallo Joe,

      absolut toll - nicht zuviel zum Lesen, dafür superinteressant!!! Toll recherchierter Bericht über die 57. ID.
      Eine Division, auf deren Spuren in Form von Dokumenten oder Fotos man hier immer wieder stößt.

      Der Zusammenhang zu meinem Sammelgebiet liegt auf der Hand, den brauche ich nicht hervorzuheben.

      Ich gratuliere Dir zu Deiner Vorstellung.

      Es grüßt Dich - Armin.

      PS: Da Du keine Fotos vom Unteroffizier Baldi eingestellt hast, nehme ich an, sind keine vorhanden?
       
      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • Hallo Joe,

      danke für diese Vorstellung, es war sehr interessant geschildert.
      Auch die Urkundengruppe des Unteroffiziers Baldi finde ich sehr schön, auch wenn sie leider nicht durch ein Foto abgerundet werden kann. Aber egal, man kann nicht alles haben.

      Danke fürs teilhaben lassen!
      Sammlergrüße.
       
      Nicht verfügbar

      S P I E ß S C H R E I B E R
      Ich suche folgende Urkunden:
      - Besitzzeugnis für BdM- & JM-Leistungsabzeichen | - Grubenwehr-Ehrenzeichen 1938
      - SS-Dienstauszeichnungen 4 + 8 Jahre | - Landwehr-Dienstauszeichnung Baden vor 1913
      - Baden Felddienstauszeichnung mit Spange 1870-1871
      - Sachsen - Medaille Brandkatastrophe Weißwasser 1992

       

    • Hallo,

      prima Vorstellung - 1a -


      ( Ein kleiner Fehler hat sich eingeschlichen: - Die Unterschrift auf der EK 2 Urk. ist nicht von Oskar Blümm, sondern von Friedrich Siebert )

      Gruß
      Suche: Urkunden und Besitzzeugnisse von Infanterie/Grenadier-Regiment 388 - Grenadier-Brigade 388, weiter Infanterie/Grenadier-Regiment 106, sowie 214. Infanteriedivision.
    • Guten Abend Joe,

      bin heute auch endlich mal dazu gekommen mir diesen serh ausführlichen Beitrag durch zu lesen! Wieder was gelernt und was auch noch toll ist dadurch kam mal wieder Leben in das Forum. Danke fürs zeigen und diese sehr gelungene und anders Präsentierte darstellung dieses feinen Nachlasses.

      Sammlergruss
      Olli
      :!: Gesucht werden aktuell: Urkundengruppe mit Kubanschild!
      Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) sowie 8.Panz. Div.! Freue mich auf PNs von euch dazu :!:

      Gruss
      Olli
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