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Vor der entfalteten Truppenfahne fotografiert

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    • Vor der entfalteten Truppenfahne fotografiert

      Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus dem Dokumenten-Konvolut eines Berufssoldaten der NVA. Diensteintritt 1964, Dokumente und Auszeichnungen von 1968 bis 1989, Feldwebel bis Stabsoberfähnrich, einschließlich seiner letzten Uniformjacke.

      Es gab in der NVA eine Vielzahl von disziplinaren Maßnahmen (Strafen und Belobigungen). Bei allen Belobigungen mußte der belobigte Armeeangehörige den Glückwunsch des Vorgesetzten mit dem Spruch "Ich diene der Deutschen Demokratischen Republik" beantworten.
      Eine wenig beliebte Belobigung war ein Brief an die Arbeitstelle bzw. die Angehörigen. Anscheinend war auch das Fotografieren vor der entfalteten Truppenfahne nicht besonders beliebt.

      Hier zwei Beispiele dieser Auszeichnung aus dem Jahr 1976, aber mit unterschiedlichem Text. Ob jetzt die Formulierung "hohe Leistungen" höher zu bewerten ist als "vorbildliche Leistungen", konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen. Auf der Urkunde "Für vorbildliche Leistungen" sind über der rechten Brusttasche seine bis dahin 3 verliehenen Leistungsabzeichen zu erkennen, später wurde ihm noch ein 4. Mal das Leistungsabzeichen verliehen.

      Uwe
      Dateien
      Nur der Geist, wenn er den Lehm behaucht, kann den Menschen erschaffen.
    • Hallo Uwe,

      danke für diese zwei Dokumente und die Erläuterung dazu.
      Den Dankesspruch kann ich nur bestätigen, "Ich diene der Deutschen Demokratischen Republik" mußte gesagt werden - schon ein Grund für Viele eine Belobigung nicht anzustreben! Schon, dass man alle mit "Genosse" ansprechen musste und so angesprochen wurde, war demütigend wenn man nicht gerade voll auf DDR-Linie war oder Mitglied der SED.

      Das "Foto vor der entfalteten Truppenfahne" war natürlich als Belobigung ein Hohn, zumindest für die ihre Wehrpflicht ableistenden Soldaten. Da man oft viele Wochen seine Angehörigen (Ehefrauen und Kinder) nicht sehen konnte, wäre jeder Tag Urlaub eine erstrebenswerte Belobigung gewesen, nicht aber ein Foto vor einer zum Teil verhassten Fahne.

      Ich selbst konnte eine solche "Belobigung" gottlob immer vermeiden. ;P9;

      Sammlergrüße!
       
      Nicht verfügbar

      S P I E ß S C H R E I B E R
      Ich suche folgende Urkunden:
      - Besitzzeugnis für BdM- & JM-Leistungsabzeichen | - Grubenwehr-Ehrenzeichen 1938
      - SS-Dienstauszeichnungen 4 + 8 Jahre | - Landwehr-Dienstauszeichnung Baden vor 1913
      - Baden Felddienstauszeichnung mit Spange 1870-1871
      - Sachsen - Medaille Brandkatastrophe Weißwasser 1992

       

    • Danke für das Verschieben!

      Anbei die Urkunden für das 1. und das 4. verliehene Leistungsabzeichen, beide original unterschrieben vom jeweiligen Divisionskommandeur der 9. Panzerdivision.
      Die Urkunden für Nr. 2 und 3 sind ähnlich wie die Urkunde für das 1. Leistungsabzeichen, mit originaler Unterschrift des selben Kommandeurs als Generalmajor.

      Die Unterschiede in der Formulierung der Auszeichnung ergeben sich daraus, dass das Leistungsabzeichen bis zum 31.12.1977 eine staatliche Auszeichnung war, und ab 01.01.1978 eine nichtstaatliche Auszeichnung

      Alle anderen militärischen Urkunden dieses Mannes, für die Medaillen Treue Dienste und die Verdienstmedaillen, weisen nur Faksimile-Unterschriften der Minister auf.

      Uwe
      Dateien
      Nur der Geist, wenn er den Lehm behaucht, kann den Menschen erschaffen.
    • Apropos Genosse.

      Soldaten der Streitkräfte "durften" häufig in zivilen Betrieben arbeiten, dazu habe ich Dokumente von einfachen Soldaten bis zum Hauptmann.

      Auch dieser Oberfähnrich wurde für seine Tätigkeit im "VEB Ziegelwerke Ueckermünde" mit dem Ehrentitel "Aktivist der sozialistischen Arbeit" ausgezeichnet, als Genosse Oberfähnrich.

      Uwe
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      • Aktivist K.jpg

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      Nur der Geist, wenn er den Lehm behaucht, kann den Menschen erschaffen.
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