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Schmuckvordrucke für das Kraftfahrbewährungsabzeichen in Bronze und Silber, Doppelverleihung der Bronzestufe

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    • Schmuckvordrucke für das Kraftfahrbewährungsabzeichen in Bronze und Silber, Doppelverleihung der Bronzestufe

      Hi zusammen,

      so kurz vor Weihnachten möchte ich euch diese Gruppe des späteren Unteroffiziers Frings vorstellen, die ich aus mehreren Gründen für interessant halte.

      Johann Frings wurde am 5.9.1911 in Brand (Krs. Aachen) geboren. Nach seiner Schulzeit übt er den Beruf des Kraftfahrers aus. Am 28.11.1938 wird Frings beim Wehrbezirkskommando in Aaachen gemustert und als tauglich für die Ersatzreserve I eingestuft. Ein halbes Jahr später, am 15.5.1939 bis 14.8.1939 wird Frings zur kurzfristigen Ausbildung eingezogen und der 2. (Ergänzungs-) Kompanie des IR 78 (Köln/Aaachen) zugeteilt. Unmittelbar nach der Ausbildung nimmt Frings vom 15.8. - 26.8.1939 als Angehöriger der 11. Kompanie des IR 78 an einer Wehrübung teil, also unmittelbar vor dem Beginn des Polenfeldzugs.
      Das III. Bataillon des IR 78 untersteht der 26. Infanterie-Division. Diese Division liegt bis zum Beginn des Frankreichfeldzugs an der Eifel.
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    • Nach Beginn des Frankreichfeldzugs geht es für die Division in den Kampfeinsatz.

      Dieser Einsatz wird für das IR 78 zum Desaster. Hier aus dem Lexikon der Wehrmacht:

      Für den 9. Juni 1940 hatte das Regiment den Befehl erhalten, mit starkem rechten Flügel den vor ihm liegenden Ardennen-Kanal zu überschreiten und die Höhen hart ostwärts von Voncq zu stürmen, die Höhe 154 südlich von Voncq zu nehmen und dann in Richtung der Höhe 146 nördlich von Vandy durch Mélimè vorzustoßen. Zur Flankensicherung wurde dem Regiment die Pionier-Sperrkolonne 541 sowie eine Kompanie des MG-Bataillons 11 nach Marquigny zugeführt und unterstellt. Nach erfolgtem Feuerschlag durch Nebelwerfer konnten das I. und II. Bataillon gegen 5.00 Uhr des 9. Juni den Kanal überqueren und ohne nennenswerten Feindwiderstand die Höhen ostwärts von Voncq nehmen. Das II. Bataillon stieß bis zur Höhe 146 durch, die bereits gegen 8.45 Uhr erreicht wurde und setzte den Angriff darüber hinaus bis auf die Höhen südlich von Vandy fort, die um 9.15 Uhr erreicht wurden. Damit war das Bataillon etwa 8 km in den Feind hineingestoßen. Auch dem hinter ihm folgende III. Bataillon gelang es schnell vorwärts zu kommen. Es hatte gegen 11.20 Uhr fast ohne Feindwiderstand die Höhe nordostwärts Vandy erreicht. Dabei war jedoch die 10. Kompanie zu weit vorgestoßen. Sie wurde auf der Höhe südöstlich Vandy von feindlichen Panzern überrannt und aufgerieben. Dagegen war die dem Bataillon unterstellte Kompanie des MG-Bataillons 11 entgegen dem Befehl des Bataillons nicht über den Kanal gefolgt, sondern südlich des Kanals liegen geblieben. Das I. Bataillon hatte zunächst links neben dem II. Bataillon den Kanal unter dem Schutz des Nebels überschritten und ebenfalls ohne schwere Kämpfe dein erstes Angriffsziel erreicht. dagegen ist ihm die Herstellung der Front nach Osten unter Wegnahme des Westteils des Bois de Voncq infolge Feindeinwirkung nicht in der befohlenen Weise gelungen. Es stellte nur eine Sicherungslinie in der Linie La Coquee - Nordwestecke Bois de Voncq - Straße Voncq - les Alleux her, sodaß der Westteil de Bois de Voncq in Feindeshand blieb. Nach dem Durchstoßen des II. und III. Bataillons über die Höhen östlich Voncq nach Süden lebte der Feindwiderstand in kleinen Stützpunkten an diesen Höhen nach Wegzug des Nebels wieder auf. Gleichzeitig setzte auch feindliches Feuer aus Voncq und den Gehölzen nördlich von Voncq sowie aus dem Westteil des Bois de Voncq ein. Auch am Kanal tauchten wieder Baumschützen auf. Hierdurch wurden die nach Süden durchgestoßenen Bataillone von den rückwärtigen Teilen des Regiments abgeriegelt. Sogar die diesen Bataillonen unterstellten Teile der 14. Kompanie, die im Mannschaftszug über den Kanal auf die Höhe ostwärts Voncq vorgebracht worden waren, hatten den Anschluß an die vorderen Bataillone zum Teil nicht mehr finden können. Die Lage wurde dadurch weiter verschärft, daß starke Teile des I. Bataillons gegen 11.00 Uhr im Westteil des Bois de Voncq durch feindliche Panzerangriffe zersprengt wurden, daß andere auswichen, so daß das I. Bataillon seine Aufgabe der Flankendeckung nicht mehr erfüllte.
      Der Regiments-Kommandeur, sein Stab und seine Reserve scheiterten bei dem Versuch, zwischen Voncq (um das rückwärtige Teile des IR 39 ebenfalls noch kämpften) und dem Bois de Voncq durchzukommen, um den Anschluß an die vorderen Bataillone herzustellen. Er kam über die Höhe 136 dicht südlich des Kanals nicht heraus. Infolge dessen waren die auf Vandy durchgestoßenen Teile des Regiments - II. und III. Bataillon (ohne die als Regiments-Reserve zurückgehaltene verstärkte 9. Kompanie, ohne die bereits zersprengte 10. Kompanie und ohne die südlich des Kanals liegen gebliebene Kompanie des MG-Bataillons 11) auf sich alleine angewiesen. Sie wurden vom Mittag an durch feindliche Infanterie mit schwachen Kampfwageneinheiten (bis Kompanie-Stärke) von Osten und Süden angegriffen, ohne daß es gelang, die Verbindung nach rückwärts zum Regiment und zur Artillerie herzustellen oder weitere schwere Waffen (Pak) und Munition nach vorne zu bringen. In dieser Lage entschloß sich der Kommandeur des II. Bataillons in Verbindung mit dem des III. Bataillons dazu, den Befehl zu geben, "sich auf die Höhen östlich Voncq zurückzuschlagen". Bei diesem Zurückgehen, das zweifellos nicht mehr planmäßig und unter fester Führung erfolgt ist, sind die Bataillone mehr oder weniger Opfer der nachstoßenden feindlichen Infanterie und Kampfwagen geworden. Das Ergebnis des Tages war der fast völlige Verlust des ersten Angriffserfolges. Die noch kämpfenden Teile des Regiments hielten mit Mühe einen engen Brückenkopf südlich des Ardennen-Kanals. Das Regiment hatte an diesem Tag an Toten 8 Offiziere und 70 Unteroffiziere und Mannschaften, an Vermißten 1 Offizier und 96 Unteroffiziere und Mannschaften und an Verwundeten 13 Offiziere und 406 Mann. Davon waren 1 Offizier und 67 Mann in Gefangenschaft geraten. Außerdem gerieten 5 Offiziere und 322 Mann unverwundet in Gefangenschaft.
      Als Folge dieses Tages und des mißlungenen Angriffs wurde der Regimentskommandeur, Oberst Lütkenhaus, am 5. August 1940 als Regimentskommandeur abgelöst.


      Das III. Bataillion wurde im November 1940 an die im Vovember 1940 neu aufgestellte 106. ID abgegeben und wurde dort IR 241.

      Vermutlich wurde Frings dort als Kraftfahrer dem Feldlazarett (mot) 106 der 106. ID zugeteilt. Vom 27.12.1940 bis 21.6.1941 befand sich Frings nun mit der 106. ID in der Heimat.

      wiederum aus dem LdW:

      Die 106. Infanterie-Division wurde am 22. November 1940 auf dem Truppenübungsplatz Wahn im WK VI als Division12. Welle aus je einem Drittel der 6. Infanteriedivision und der 26. Infanteriedivision aufgestellt. Zusätzlich wurden der Division diebeiden Heimat-Wach-Bataillone des Infanterie-Regiments 250 zugeführt. Ab Juni 1941 nahm die Division am Rußlandfeldzug teil. Ihr Vormarsch ging über Wilna, Witebsk, Smolensk, Wjasma, Rshew, Spasskoje, Troitzkoje bis November 1941 in den Raum Klin-Kalinin nordwestlich von Moskau. Es folgten verlustreiche Abwehr- und Rückzugskämpfe über Wolokolamssk, Worobjowok und Gshatsk in den Raum Wjasma.

      Fringserhält am 20.4.1942 beim Feldlazarett (mot) 106 das KvK 2. Klasse mit Schwertern. Unterschrieben wurde die Urkunde vom Divisionskommandeur der 106. ID, Generalmajor Ernst Dehner.

      Im Mai 1942 wurde die Division aus der Front gezogen und nach Frankreich zur Auffrsichung in den Raum St. Omer verlegt. Im Februar 1943 kehrte sie an die Ostfront zurück und wurde im Raum Charkow eingesetzt

      Frings, seit 1.1.1943 Obergefreiter, erhällt entweder noch in Frankreich oder eher wahrscheinlich bereits wieder in Russland das Kraftfahrbewährungsabzeichen in Bronze. Kurioserweise erhält Frings für diese Auszeichnung 2. unterschiedlichen Besitzzeugnisse, jeweils unterzeichnet von zwei verschiedenen Divisionsärzten der 106. ID. Einmal im Rang eines Oberstabsarzt (Major) und der Schmuckvordruck unterzeichnet von einem Obefeldarzt (Oberstleutnant).

      Frings erhält ebenfalls die am 30.7.1942 verliehene Ostmedaille. Da er zu diesem Zeitpunkt bereits Obergefreiter war, muss die Aushändigung nach dem 1.1.1943 erfolgt sein. Wiederum unterzeichnet vom Diovisionsarzt der 106. ID.
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    • Während des Unternehmens "Zitadelle" im Juli 1943 erlitt die Division bei ihrem Vorstoß auf Bjelgorod schwere Verluste. Ab August 1943 zog sich die Division über Charkow, Walki, Poltawa und den Dnjepr bei Krementschug in den Raum Kiriowograd zurück. Am 2. November 1943 wurde die Divisionsgruppe 39 der 39. Infanteriedivision eingegliedert, das Grenadier-Regiment 241 wurde aufgelöst, ebenso die dritten Bataillone der verbleibenden Regimenter. Bis Februar folgten schwere Abwehrkämpfe bei Nowo Ukraina. Am 28. Februar 1944 wurde die Schatten-Division Milowitz eingegliedert. Im März 1944 begann der Rückzug der Division über den Bug bei Perwomaissk und den Dnjestr in den Raum Kischinew.

      Frings erhält hier am 24.4.1944 das Kraftfahrbewährungsabzeichen in silber. Das Besitzzeugnis, wieder ein Schmuckvordruck, wurde vom selben Oberstabsarzt unterschrieben, welcher bereits den Schmuckvordruck der Bronzestufe gezeichnet hat.

      Am 27. Juli 1944 wurde der Division die Divisions-Gruppe 39 einverleibt und in Grenadier-Regiment 113 umbenannt.

      Frings wird am 1.9.1944 zu seinem letzten Dienstgrad 'Unteroffizier' befördert

      Die Division wurde bei der Heeresgruppe Südukraine vernichtet und am 9. Oktober 1944 aufgelöst. Reste kamen zur 76. Infanteriedivision zur Auffrischung und zur 15. Infanteriedivision zur Wiederaufstellung.

      Vermutlich kommt Fringsdeshalb zur Sanitäts-Ersatzabteilung 6 in seinem Heimatstandort, wo er das Kriegsende erlebt. Ebenfalls Teil des Konvoluts ist sein Ersatzsoldbuch, welches nach kriegsende, am 24.5.1945 ausgestellt wurde.

      Viel Spass beim anschauen

      Grüße Walle
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    • Servus Walle,

      ein interessantes Dokumentenkonvolut, dass schön eine Laufbahn als Kraftfahrer im Sanitätsdienst dokumentiert.
      Komplett mit Wehrpass, ausgefallenen Urkundenvordrucken für die KBA`s und einem Soldbuchersatz, der nach Kriegsende ausgestellt wurde - gefällt mir ausgesprochen gut.

      Und wie immer bei Dir mit der entsprechenden Hintergrundinformation ausgestattet - Danke für die schöne Vorstellung.

      Es grüßt dich - Armin.
       
      Nicht verfügbar Suche Soldbücher, Wehrpässe, Urkunden und Konvolute folgender Einheiten: 1. 7. Inf.-Div.: Inf.-Rgt. 19, 61 und 62, Div.-Einheiten 7, 2. gute Portraitaufnahmen der Dt. Polizei bis 1945. SAMMLUNG AUSGELAGERT!!!

       

    • Hallo Walle,

      ein sehr schönes Konvolut, kann mich da nur meinen Vorschreibern anschließen.
      Die Urkunden zum KBA sind ja echt toll, habe ich so auch noch nie gesehen.
      Danke fürs Vorstellen des kleinen Nachlasses.

      Sammlergrüße!
       
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      S P I E ß S C H R E I B E R
      Ich suche folgende Urkunden:
      - Besitzzeugnis für BdM- & JM-Leistungsabzeichen | - Grubenwehr-Ehrenzeichen 1938
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      - Sachsen - Medaille Brandkatastrophe Weißwasser 1992

       

    • Hi Walle,

      ein sehr interessanter soldatischer Lebenslauf den Du uns hier gezeigt hast. Danke dafür ^^ ! Auch deine Präsentation ist sehr gelungen, liest sich Wunderbar weg. Ich finde die Vordrucke für das KBA auch sehr gelungen. Interessant auch die Doppelverleihung, macht das ganze dadurch etwas ungewöhnlicher und zugleich auch seltener ;) .
      Ansonsten wurde alles gesagt von meinen Vorschreibern. Freu mich schon auf die nächste Vorstellung von Dir. **

      Sammlergruss
      Olli
      :!: Gesucht werden aktuell :!: Urkundengruppe mit Kubanschild & Demjanskschild :!:
      Achtung! Aus pers. Gründen dringend immer gesucht Dokumente, Wehrpässe, Soldbücher der 10.SS Panz. Div."Frundsberg" / 3. Inf. Div. (mot.) später 3.Panz. Gren. Div. / Panzer Grenadier Div. " Grossdeutschland" & Ihre Schwesterverbände sowie 8.Panz. Div. :!: Freue mich auf PNs von euch dazu ;tel; ;KF; :!:

      Gruss
      Olli
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