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Bedeutung bzw. Grund der Verwendung einer Abkürzung auf einem Besitzzeugnis

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    • Bedeutung bzw. Grund der Verwendung einer Abkürzung auf einem Besitzzeugnis

      Guten Abend Freunde im Forum,

      habe kürzlich dieses Besitzzeugnis mit ein bisschen Beiwerk bekommen.
      Für mich neu ist bei der Unterschrift des Hauptmannes die Abkürzung "a.B.".

      In unserem Abkürzungsverzeichnis habe ich die Erklärung gefunden = "auf Befehl".

      Meine Frage: warum unterschreibt dieser Hauptmann "auf Befehl" - soll das heißen, er hat nicht freiwillig unterschreiben wollen,
      oder wie soll ich die Abkürzung verstehen?

      Danke an den Anhaltiner, dass er damals das Abkürzungsverzeichnis ergänzt hat.

      Als Ergänzung habe ich das Nachkriegsschreiben des Versorgungsamtes angefügt, aus dem hervorgeht, was der Soldat
      erlitten hat, um das Verwundetenabzeichen in Schwarz zu bekommen.

      Es grüßt Alle - Armin.
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    • Hallo Armin, ich denke, diese Erklärung passt:

      M. E. ist "a.B.", das ich auch als "auf Befehl" deuten würde, in
      Verbindung mit der bloßen Ausstellung eines Besitzzeugnisses für ein
      Verwundetenabzeichen in Schwarz, ganz sicher nicht als
      Absicherungsversuch des Unterzeichners in strafrechtlicher oder
      wehrrechtlicher Hinsicht zu deuten, also "als Fügung, auf Befehl etwas
      strafrechtlich möglicherweise Rechtswidriges zu tun, von dem man die
      Rechtswidrigkeit und damit auch die Strafbarkeit vielleicht kennt, sich
      der Ausführung des Befehls aber nicht entziehen kann oder will".


      Der Hauptmann hat m. E. lediglich den ihm gegebenen Auftrag erfüllt und,
      vielleicht als Stellvertreter, Abgesandter einer höheren Dienststelle,
      o. ä. für den eigentlich berechtigten Aussteller dieser Urkunde, das
      Besitzzeugnis abgezeichnet. Das hat er vielleicht durch "a.B." deutlich
      machen wollen (oder müssen) - es hätte ja bspw. auch "i.A." (im Auftrag -
      also für eine Stellvertretung) oder "i.V." (in Vertretung) lauten
      können, wobei es sich hier jedoch um zivil-, handels- bzw.
      öffentlich-rechtliche Vorgänge handelt. Militärisch dürfte also - ohne
      Hintergedanken und "Stolperdrähte" - einfach "a.B." in Frage gekommen
      sein.

      Danke an Jürgen Fritsche im forum.balsi.de

      forum.balsi.de

      Uwe
      Suche alles rund um die Heeresartillerie - Kriegstagebücher dienstlich und privat/ zeitgenössische Literatur/ Fotoalben/ Erinnerungsliteratur nach 1945

      balsi.de/heeresartillerie
    • Hallo Uwe,

      diese Erklärung leuchtet mir ein, ich kann sie nachvollziehen.

      Vielen Dank Dir und dem Jürgen für Eure Hilfe bei meiner Frage.


      Es grüßt Euch - Armin.
       
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    • Hallo Uwe,

      ja, auch das wäre eine Möglichkeit - halte ich aber für unwahrscheinlich.

      Weil: ich habe in meiner Sammlung mehrere Urkunden, die Offiziere, die als Hilfsoffiziere in Lazaretten
      verwendet wurden unterzeichnen. Soweit ich informiert bin, gehörte dass unterzeichnen dieser Besitzzeugnisse
      zu Ihrem Aufgabenfeld. Warum sollte dann der Hauptmann als Beauftragter oder Bevollmächtigter unterschreiben.

      Bei den anderen Urkunden, die mir vorliegen und die von den Hilfsoffizieren unterschrieben sind, fehlt auch der Zusatz
      "a.B."

      Auf alle Fälle vielen Dank für Deine Hilfe.

      Es grüßt Dich - Armin.
       
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