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Meine Afrikakorps-Dokumente

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    • Bevor ich demnächst zu den Urkundennachlässen in meiner Sammlung "vorstoße", hier noch ein kleines Belegstück aus meiner Afrikakorps-Sammlung:

      Es handelt sich um eine Feldpostkarte von Unteroffizier Fritz Häusgen an seine Schwester Grete in Mühlheim/Ruhr vom 21.Juni 1942.
      Die Postkarte muss einem Paket beigelegen haben, welches Fritz aus Afrika an seine Schwester geschickt hat.
      Vermutlich enthielt das Paket Kaffee oder Tee, denn er schreibt: "Lasse Dir die erste Tasse gut schmecken und denk dann mal an mich".

      Zur Einheit, mit der er in Afrika kämpfte, kann ich nur folgende Vermutung anstellen:

      Laut Feldpostübersicht gehört die auf der Karte als Absender angegebene Feldpostnummer 25470 zur 1. (Pionier-) Landungs-Bataillon Afrika.
      Dieses wurde allerdings erst 1943 aufgestellt. Der „Vorgänger“ war die Pionier-Landungs-Kompanie 778, die ab Mai 1942 in Afrika war.
      Einer der 19 Unteroffiziere der Kompanie scheint Fritz Häusgen gewesen sein.
      Ihr erster Einsatz war die Anlandung einer Spezialeinheit mit Landungsbooten westlich von Tobruk. Es handelte sich um die Kampfgruppe Hecker (Tropenkompanie Brandenburg).
      Im Mai 1943 wurde der Großteil der Pionier-Landungs-Kompanie 778 zum Pionier-Landungs-Bataillon Afrika versetzt und nahm dann scheinbar ihre Feldpostnummer einfach mit zur neuen Einheit.


      Forum der Wehrmacht schrieb:

      Die Pionier-Landungs-Kompanie 778 wurde von Oktober bis Dezember 1941 beim Lehrzug L des Pionier-Ersatz-Bataillons 2 in Dievenow aufgestellt und im Februar / März1942 im Bahntransport nach Neapel verlegt, von wo aus sie eigentlich nach Afrika verlegt werden sollte. Bis Mai 1942 erreichte die Kompanie Afrika und zog in der Bomba-Bucht unter. Am 31. Mai 1942 landete die Kompanie die Kampfgruppe Hecker (Tropen-Kompanie Brandenburg mit 1 Bataillon des italienischen Regiments San Marco) westlich von Tobruk ohne Feindabwehr von Land her an. Ein angreifender feindlicher Jäger konnte abgeschossen werden. Am 21. Juli 1942 hatte die Kompanie eine Stärke von 3 Offizieren, 1 Beamten, 19 Unteroffizieren und 113 Mannschaften. Sie hatte ein Boot in Bengasi, 3 in Tobruk und 2 in Marsa Matruk eingesetzt. In der Nacht zum 14. September 1942 war die Kompanie an der Abwehr eines britischen Kommandounternehmens beteiligt. Am 1. November 1942 waren 7 Landungsboote in Tobruk und eines in Marsa Matruk im Einsatz. Am 11. / 12. November 1942 wurden die letzten Landungsboote in Tobruk zur Ablandung von Verwundeten auf zwei Lazarettschiffe eingesetzt, dann wurde Tobruk aufgegeben. Dabei ging der LWS der Kompanie verloren. Vom 22. November 1942 - 21. Januar 1943 befand sich der Kompaniegefechtsstand im Wahdi am km 5 der Küstenstraße ostwärts von Tripolis. Die Boote der Kompanie wurden zum Ableichtern von Flugbooten, MFPs, Torpedo- und U-Booten sowie zu Kurzstreckentransporten (vor allem mit Betriebsstoffen) zur Front, ab dem 31.Dezember 1942 zu Abtransporten nach tunesischen Häfen eingesetzt. Vom 19. / 20.Januar 1943 liefen die letzten beiden Landungsboote von Tripolis nach Zuara, wo vor plötzlich aufkreuzenden Feindzerstörern Schutz gesucht werden musste. Bis zum 24. Januar liefen die beiden Boote dann nach Gabes weiter. Bis zum 6. April 1943 folgten Bootseinsätze an der tunesischen Ostküste, zuletzt im Raum Sousse, zum Leichtern von Kleintransportern und Kriegsschiffen sowie zur Bergung der Ladung gesunkener Schiffe unter Mithilfe von Tauchern. Am 13. März 1943 war der Fahrzeugbestand wieder auf 7 Landungsboote angestiegen. Am 8. Mai 1943 führte L302 letzte Sprengmaßnahmen im Hafen La Goulette und an der Hafeneinfahrt nach Tunis durch und verlegte dann in den Hafen von Sidi Daoud an der Nordwestküste von Kap Bon. Am 8. Mai 1943 marschierten die Landungsboote L 54, L 211, L 258 und L 259 um 16.00 Uhr von Bizerta nach Osten ab. Um 20.00 Uhr wurden die Boote von acht Feindjägern angegriffen, wobei es gelang, einen Jäger abzuschießen. Am Fuß der Halbinsel Rass Sidi Ali el Mekki (nördl. Porto Farina) wurden versprengte Soldaten an Bord genommen. Über den Golf von Tunis liefen die Boote nach Kap Bon. Bis Mai 1943 erreichten 4 Offiziere, 1 Beamter, 13 Unteroffiziere und 91 Mann der Kompanie Sizilien. Die meisten wurden zum Pionier-Landungs-Bataillon Afrika versetzt.

      lexikon-wehrmacht.de/Gliederun…iKp/LandungsPiKp778-R.htm

      Ein für mich interessanter Feldpostbeleg einer kleinen, recht unbekannten Einheit, die im Afrikaeinsatz scheinbar etliche heikle Spezialaufträge hatte und auch aktiv am Kampfgeschehen teilnahm.

      Gruss, anhaltiner.
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