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Südtiroler im Abessinienkrieg

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    • Südtiroler im Abessinienkrieg

      Servus,

      wie schon gesagt, möchte ich heute ein paar Stücke zu volksdeutschen Südtirolern vorstellen, die für Italien am Kolonialkrieg in Ostafrika teilnahmen.

      Kurz zur Vorgeschichte:

      Nach der Niederlage Österreich-Ungarns, und dem auseinander brechen des Vielvölkerstaates, wurde im Friedensvertrag von St.Germain, das urdeutsche Südtirol an das Königreich Italien geschlagen. Für Südtirol, welches nie italienisch Sprachig war, wurde durch italienische Nationalisten ein Katalog mit erfundenen italienischen Orts-und Flurnamen erstellt, die den Siegermächten signalisieren sollte, dass Südtirol ein "italienische" Land ist und es zurück zum italienischen Mutterstaat gehört. Mit dem 16.07.1920 gehörte das deutsche Südtirol nunmehr zu Italien.
      Vor da an wurde begonnen die deutsche Bevölkerung zu italienisieren. Nach der Machtübernahme der Faschisten wurde dies noch weiter beschleunigt und ausgeweitet. Alle Ortsnamen wurden italienisiert, die Vor und Familiennamen wurde ins Italienische Übergeleitet, in der Schul wurde nur mehr in italienisch Unterrichtet, es wurden massenhaft Süditaliener nach Südtirol umgesiedelt und für die Südtiroler herrschte die Wehrpflicht im italienischen Heer.

      Nachdem Mussolini nach einem italienischen Kolonialreich in Afrika strebte, wurde das bis Mitte der 1930er Jahre unabhängige Kaiserreich Äthiopien (Abessinien) als Ziel gefasst. Vom 03.10.1935 bis zum 09.05.1936 dauerte der verheerende Krieg in Abessinien, bei dem auf brutalste weiße die Italiener gegen die Soldaten und Zivilbevölkerung des Negus kämpften. Massiver Einsatz von Giftgas gehörte zur Taktik des Duce. Auch während der Besatzungszeit in Italienisch Ostafrika wurden Gräuel verübt, und die italienischen Truppen hatten immer wieder Verluste durch Aufständische zu verzeichnen.

      In Abessinien kämpften auch rund 1300 volksdeutsche Südtiroler als Wehrpflichtige Italiens, wovon mindesten 17 in Afrika gefallen sind.

      Ich selbst habe in meiner Sammlung zwei Sterbebilder von Südtiroler, die in Abessinien gestorben sind, und ein weiteres eines Soldaten der im 2.WK gefallen ist, wo aber seine Dienstzeit in Afrika erwähnt wird. Einige meiner Sammlerkollegen aus Südtirol haben mehr zu dem Thema, da auch oft Verwandte von ihnen in Abessinien dienten.

      Grüße aus Tirol

      Samuel
      Ich suche immer Dokumente der 2.GebDiv und deren Teileinheiten dem GJR 136, 137, GAR 111, GebPi.Btl.82 und den Divisionseinheiten 67. Ferner suche ich auch immer Fotos von deutschen Soldatenfriedhof Parkkina-Petsamo.

      Ich bin Experte für die Geschichte der 2.GebDiv und allgemein zur Eismeerfront. Und ich besitze einiges an Literatur, auch selten Zeitgenössische zu dem Thema. Wenn jemand Hilfe oder Informationen braucht stehe ich gerne zur Verfügung.
    • Gasser Anton,

      geb.: 08.07.1911 in Leitach bei Klausen (Südtirol)
      gef.: 14.10.1936 bei der Schlacht von Giabassira (Abessinien)


      Kröß Franz,

      geb.: 16.11.1914 in Sarntal (Südtirol)
      gest.: 08.11.1936 im Spital zu Addis Abeba an Malaria



      Schuster Franz,

      Teilnehmer des Abessinienfeldzuges und des 2.WK

      geb.: 12.12.1912 in Vezzan bei Schlanders (Südtirol)
      gef.: 14.11.1944 in Ungarn
      Dateien
      • Gasser Anton.jpg

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      • Kröß Franz.jpg

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      • Schuster Franz.jpg

        (325,03 kB, 7 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Ich suche immer Dokumente der 2.GebDiv und deren Teileinheiten dem GJR 136, 137, GAR 111, GebPi.Btl.82 und den Divisionseinheiten 67. Ferner suche ich auch immer Fotos von deutschen Soldatenfriedhof Parkkina-Petsamo.

      Ich bin Experte für die Geschichte der 2.GebDiv und allgemein zur Eismeerfront. Und ich besitze einiges an Literatur, auch selten Zeitgenössische zu dem Thema. Wenn jemand Hilfe oder Informationen braucht stehe ich gerne zur Verfügung.
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