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Urkunde zum Militär-Maria-Theresien-Orden

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    • Urkunde zum Militär-Maria-Theresien-Orden

      Hallo!

      Zum 100.Betrag mal was aus der Endstufen-Schublade.

      Ich möchte euch hier eine Urkunde zum Ritterkreuz des Militär Maria Theresien Orden aus meiner Sammlung vorstellen.
      Der Maria Theresien Orden stellt die höchste Tapferkeitsauszeichnung dar ,welche durch das Österreichische Kaiserhaus vergeben wurde (vergleichbar mit dem preußischen Pour le merite).
      Er wurde am 18.06.1757 durch Kaiserin Maria Theresia gestiftet.
      Zunächst zweiklassig ,Grosskreuz und Ritter ,wurde später die Klasse des Komturs noch hinzugefügt.
      Die zu verleihende Klasse richtete sich nicht nach der Größe der Tapferkeitstat ,sondern nach dem Rang des Beliehenen.
      Von 1757 bis 1918 (bzw 1930 als alle Verleihungen abgewickelt waren) wurde der Orden 1243 mal verliehen.61 Großkreuze ,140 Komture und 1042 Ritter.

      Die hier gezeigte Urkunde wurde für eine Tapferkeitstat im Jahr 1788 (Österreichischer Türkenkrieg 1787-1792) verliehen.
      Die Urkunde selber wurde im Dezember 1790 ausgefertigt.
      Leider ist im laufe der Zeit die angehängte Siegelkapsel verlorengegangen ,da diese entfernt wurde ,um die Urkunde zu rahmen.(ein nicht ungewöhnlicher Vorgang)

      Besonderst interessant an diesen frühen Urkunden ist ,dass die Verleihungsbegründung Teil des Urkundentextes darstellt.
      Doch lassen wir diese für sich selbst sprechen (Fragen dazu beantworte ich gerne)

      "...da er bey Bestürmung von Ujpalanka im Banat a la Tete (an der Spitze) von 300 Freiwilligen die gefährliche Attaque gegen die Caserne , in welcher der Pacha selbst commandierte,unternahm ,gleich anfangs ein Detachment Saphis (osmanische Kolonialtruppe) zerstreute,und die Caserne ohngehindert schon übernommen , zweie Plessuren einnahm, über dieses die Redoute (Rechteckschanze ,Festungswerk) mit der nämlichen Entschlossenheit Angriff und wieder zweimal verwundet worden ,da er auch damals noch immer an der Spitze seiner Truppen bliebe ,weil die meisten neben ihm streitenden Offiziers schon tod und verwundet wurden ,bis er endlich ,nachdem die Redoute schon genommen , und nach noch zwei tödlichen bekommenen Wunden ,deren also 6 an der Zahl waren ,von seinen Eroberungen weggetragen wurde. ..."

      Was soll man sagen.
      Man beachte ,dass im Jahr 1788 die Primärwaffe eines Offiziers an der Spitze seiner Truppe der Degen/Säbel war.
      Er überlebte seine Verwundungen und brachte es noch bis zum Obristen.

      Viele Grüße ,Werner
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      Servus,

      auch wenn das hier schon ein älterer Beitrag ist, muss ich auch meine Bewunderung kund tun.

      Die Urkunde ist wirklich ein Stück österreichischer Militärgeschichte. Die Träger des MMTO sind bis heute ja ein wesentlicher Bestandteil der Traditionspflege im österreichischen Bundesheer, vor allem von der Theresianischen Militärakademie und dem Offizierskorps.

      Ein Wahnsinnsstück aus die Frühgeschichte dieses Ordens!

      Gratulation für diese sehr schöne Stück!

      Schöne Grüße aus Tirol

      Austria12
       
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      Ich suche immer Dokumente der 2.GebDiv und deren Teileinheiten dem GJR 136, 137, GAR 111, GebPi.Btl.82 und den Divisionseinheiten 67. Ferner suche ich auch immer Fotos von deutschen Soldatenfriedhof Parkkina-Petsamo. Ich bin Experte für die Geschichte der 2.GebDiv und allgemein zur Eismeerfront. Und ich besitze einiges an Literatur, auch selten Zeitgenössische zu dem Thema. Wenn jemand Hilfe oder Informationen braucht stehe ich gerne zur Verfügung.

       

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