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"Eiserner Roland" / Kampf gegen die Bremer Räterepublik 1919

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    • "Eiserner Roland" / Kampf gegen die Bremer Räterepublik 1919

      Hallo Sammlerfreunde,

      ich möchte Euch heute gern eine eher seltene Urkunde aus einer oft vernachlässigten, aber sehr ereignisreichen Zeit vorstellen. Es handelt sich um die Phase der revolutionären und bürgerkriegsähnlichen Umwälzungen im Deutschland der Jahre 1918/19.

      Auch in der Hansestadt Bremen bildeten meuternde Soldaten am 7. November 1918 einen Arbeiter- und Soldatenrat. Dieser übernahm schnell die Macht und löste den Bremer Senat und die Bürgerschaft auf.
      Das Bürgertum und liberale Kräfte organisierten daraufhin zum Widerstand den Bremer Bürgerausschuß.

      Der aus ca. 200 Personen bestehende Arbeiter- und Soldatenrat war in sich selbst völlig zerstritten und in Bremen herrschte Chaos. Radikale Kommunisten begannen mit der Bewaffnung der Bremer Arbeiter und auf den Straßen regierte der rote Mob. Als der Arbeiter- und Soldatenrat am 10. Januar 1919 die "Bremer Räterepublik" verkündete, befahl Gustav Noske (SPD) als Minister der neuen Reichsregierung die Entsendung von Truppen nach Bremen.

      Die in Marsch gesetzten Reichswehrtruppen der Division Gerstenberg vereinigten sich Ende Januar 1919 in der Nähe von Bremen mit dem durch den Major Walter Caspari (Träger des "Pour le Merite") aufgestellten 600 Mann starken gleichnamigen Freikorps.

      Letzte Verhandlungen am 30. Januar 1919 mit dem Arbeiter- und Soldatenrat scheiterten.
      Am 4. Februar fand der Angriff und schließlich die Befreiung Bremens von der roten Chaosherrschaft statt. Die Kämpfe waren bereits am späten Abend beendet.

      Am selben Abend stiftete der Bremer Bürgerausschuß für die Befreier von der kommunistischen Gewaltherrschaft das Ehrenzeichen "Eiserner Roland", dem stimmte der wieder eingesetzte Bremer Senat am 13. März 1919 zu. Empfangsberechtigt waren alle Teilnehmer an den Befreiungskämpfen gegen den Arbeiter- und Soldatenrat am 4. Februar 1919.
      Die Bearbeitung der Anträge und die Verleihungen übernahm der Bürgerausschuß.
      Es gab im Ganzen ca. 2000 Verleihungen des "Eisernen Roland".

      Durch Erlass des Reichsministers des Inneren vom 22.03.1937 wurde der "Bremer Roland" auch während der eigentlich rigide gegen Orden aus der Zeit der Weimarer Republik vorgehenden NS-Zeit als Orden anerkannt und zum Tragen zugelassen.
      Bekannt sind Verleihungen bis 1944.

      Die von mir gezeigte Urkunde hat die Abmessung von von 217 x 297 mm und bestätigt Vizefeldwebel Josef Ley die Teilnahme am Befreiungskampf. Herr Ley diente während des 1. Weltkrieges im Infantrie-Regiment 143 und schloss sich dann dem Freikorps Caspari an.
      (Weitere Urkunden des Herrn sind mir auf Bildern bekannt geworden, konnten aber nicht erworben werden.)


      Über Meinungen, Hinweise, Kommentare aus der Sammlerschaft zur vorgestellten Urkunde freue ich mich. Vielleicht hat jemand in diesen Zusammenhang passende Stücke, welche er ebenfalls vorstellen und besprechen möchte?


      Sammlergrüße!
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    • Hallo Sammlerfreunde,

      nach längerer Zeit seit dem Abfassen dieses Beitrages möchte ich statt der oben gezeigten Abbildung nunmehr mein zur Urkunde zugehöriges Roland-Abzeichen zeigen.

      Es handelt sich um einen der wenigen noch auffindbaren zeitgenössisch verliehenen "Eisernen Roland" aus der Fertigung der Firma Gustav Müller in Bremen. Die dreizeilige Herstellerangabe wurde in die Rückseite des Abzeichens eingeprägt. Das sehr detailliert und sauber ausgeführte Ehrenzeichen ist aus grau brüniertem Eisen gefertigt und hat die folgenden Maße: Höhe 45,3 mm; Breite 31,1 mm; Gewicht 17,4 Gramm.

      Der leichte Flugrost betrifft zum Glück nur die Rückseite und ist im Original weniger dramatisch wie auf den Fotos erscheinend.

      Sammlergrüße!
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